~ Panta Rhei ~

30.09.2009 um 12:55 Uhr

At.tension - Feuerige Momente

von: Tigerschnute   Kategorie: Feuerliebe

 

Momente auf einem Theatherfestival, ohne viel Theater.




Das Feuer, das Element, welches mich dieses Jahr über begleitet und etwas in mir wachruft.



Der Feuertanz, der mich auffordert endlich getanzt zu werden.




Hier sah ich die Koordinationspunkte der Erde.
Unter dem Feuer liegend. Ein Windhauch zog über unsere Ohren, zog durchs Feuer und entlockte ihm dabei beruhigende und kraftvolle Töne. Ich hielt Dich in der Hand. Der Mensch, mit dem ich diesen Moment am allerliebsten teilen wollte. Wir waren eins und doch jeder für sich. Wir wurden von dieser wunderbaren Stahlkonstruktion umhüllt und geschützt. Stahl, das sich plötzlich formte und wie Strahlen blinkte, die kamen und gingen. Wie Computerkoordinaten. Es formten sich verschiedenste Muster, Figuren. Es bildeten sich Pyramiden, Sterne, das Rad des Lebens, dann war der Blick plötzlich wieder frei ins Universum gerichtet und keine Materie zwischen uns. Ich versank in den Sternen. Ich war so fasziniert und gefesselt. Die Bilder waren so klar auf meiner Reise. Verstandesgemäß könnte man es halluzinogen nennen, aber mein Wesen spürte die Wahrheit und die deutlich spürbare Realität – wie in einem Traum, der realer nicht sein konnte. Das Wachbewusstsein hat den Nachteil, dass der Verstand ebenso wach mitdiskutiert. Aber während des Traumes -oder des scheinbaren Traumes- habe ich Zugang zu den geheimen Welten hinter der Fassade des bürgerlichen Lebens. Zugang zu mir sehr vertrauten, vergessenen Welten. Es ist so magisch und NICHTS und ALLES ist plötzlich gleichzeitig von Bedeutung.

Ich sah die Menschen in Ihren Ketten wandeln. Starr, wie Stahl. Eingeengt und erdrückt von der Last ihrer auferlegten Bürden. Ich sah, wie Menschen kommunizierten. Wie wild. Worte hin- und herschwingen, jonglierend und auferlegend. Irgendwie bedeutungslos. Alles um Zuneigung und Aufmerksamkeit im Außen zu erhaschen. Ich sah, wie ich selbst das tat. Reden um zu gefallen, um akzeptiert und angenommen zu werden. Und ich fühlte eine innere Stärke und einen äußeren Schutz, der mir langsam den Rücken entlang kroch und mich wärmte und mir wieder und wieder sagte: „Du bist ein geliebtes Wesen“. Ich habe meinen Platz in der Welt, so wie jeder hier. Wir sind alle aufgehoben. Vertrauen und Liebe öffnet uns dafür. Zweifel und Angst trennt uns davon. Ich sprach mit dem Feuer. Es sagte: „Tu alles, was Dir beliebt. Nimm es mit auf Deiner Reise. Es ist ganz egal, was Du tust. Tu es mit ganzem Herzen und erfreue Dich daran!“ Es war so durchdringend. So erleuchtend. Und ich spürte, wie jede Unsicherheit von mir glitt. Ich kann alles tun! Jetzt. Immer. Lege Dein Herz in alles was Du tust! Das wird schon beinah mantrisch. Aber es wirkt. Mit jeder bewussten Faser meines Seins. Ich sehe, wie Materie plötzlich keine mehr ist. Wie Bürden einfach aufgelöst werden können. Wie Stahl plötzlich biegsam werden kann. Wenn doch nur nicht so viele Begrenzungen uns hindern würden, dem zu trauen, was wir fühlen…


Auf der Rückfahrt Stauentlohnung… ein Ergebnis aus Feuer und Wasser



Und wenn ich mit Feuer in Berührung komme, wenn ich es verstehe im Einklang und Respekt mit ihm zu jonglieren, vielleicht verwandle ich mich dann auch in ein buntes Farbspektrum – in einen leuchtenden Regenbogen!? Ein Versuch ist es wert. Ich werde schon gerufen…

30.09.2009 um 11:17 Uhr

Deutschland wählt...

...eine Tigerente.
So niedlich das klingt, so grausam verbirgt sich das freiheitsfressende Monster dahinter.
Ich fasses nicht!
Dabei war mir die Wählerei dieses Jahr so verdammt wichtig.
Ich wollte etwas bewegen. Mit meinem kleinen Stimmchen das Land zur Bewusstheit bringen.
Mein Kreuz hab ich extra fett durchs Wahlpapier gekratzt. Am liebsten noch mit fünf Ausrufezeichen dahinter versehen!!!!!

Wo leben wir denn bloß?
Viel wichtiger: WER lebt hier eigentlich?
Das kann doch nur die Farbkombination sein, die gefällt!?

Wann findet endlich Besinnung in uns statt?
Kein Atomausstieg!? Wer will das? Wer??
Noch schlechtere Bedingungen für Hartz-4-Empfänger!?
Mehr Kriegseinsätze???

Müssen wir wirklich erst randvoll in Kotze liegen, bis wir sie sehen können? Bis ein Umdenken stattfindet?

Das will einfach nicht in meinen Kopf...

 

23.09.2009 um 16:52 Uhr

And'res Thema

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

Wo fange ich schon wieder an?

Dieser Einleitungssatz vom Eintrag zuvor sollte eigentlich in eine andere Richtung führen. Aber meine Finger wollten was anderes tippen. Ungefiltert drauflos schreiben. Eine knappe Gemütszusammenfassung des Moments - ohne auf bestimmte Erlebnisse einzugehen. Denn das wollte ich eigentlich. Jeden Tag ein Ereignis und keines dringt durch die Tastatur…

Denn innerhalb von zwei Wochen drei Konzerte hintereinander, die mich komplett rückwärts aus den Schnürstiefeln gehauen haben. Das nenn ich mal einen sauberen Schnitt. Über Muse brauchen wir nicht weiter sprechen. Die sind toll. (Fast) Jeder weiß das.
Dafür gab es am Freitag eine Überraschung von der ich tatsächlich keine Ahnung hatte. Deine vorher wochenlang schwärmenden Worte hab ich einfach mal nur zur Kenntnis genommen. Dabei weiß ich doch eigentlich, dass unser Musikgeschmack beinah identisch ist (das ist eine Kunst in meinem Metier). Ich hab von Dir bisher nur Musik gehört, die auch mein Blut stärker strömen lässt oder die ich sowieso schon selbst liebte.

Deshalb war ich umso mehr über meine Überraschung überrascht. Diese Band hat mich echt umgehauen. Der Gesamteindruck des Abends hat mich begeistert und einen feinen, angenehmen Hauch von harmonischer Stimmung umhüllte mich. Als ich in diesen Club schnupperte, fühlte ich alles andere als ein bevorstehendes Metalkonzert. Wohlige, entspannte Romantik lag in der Luft. Einzig und allein der Stil der wenigen Hundert Menschen verriet die Richtung. Die Vorband, von denen einer zum Hauptact gehörte (das nenn ich mal rampensauig), hauchte zarte Schwingungen durch den Raum, die mich stark an Simon und Garfunkel erinnerte und ich mich direkt in Hippiezeiten hineinversetzt fühlte. Wenn das die Aufwärmung sein sollte -die wirklich der bedächtigen Stimmung angemessen schien- dann konnte ich mir denken, wie der Abend weiter verlaufen würde. Schön kuschelig melancholisch mit Lagerfeuerattitüden. Da ich vorab auch nur in ein Acousticalbum der bevorstehenden Band lauschte, war die Erwartungshaltung entsprechend und die Schublade stand bereits offen.

Mein offen stehender Mund, als die Typen auf die Bühne rannten und Herr Frontmann gleich zu Beginn herzzerreißend seiner Seele entsprungen lossang und krawallte, verriet meine Verwunderung. Was für ein abgefahrener Typ! Genau so, sieht es für mich aus, wenn man Musik lebt, atmet, liebt, ihr Ausdruck verleiht und katalysiert, was raus will! GENAU SO! Wunderschöne Melodien, getragene Schwere, ein sich verlieren in den Noten, ein Aufgehen in den Tönen. Ich empfing, was er fühlte. All den Schmerz, all die Sehnsucht, all die Energie, die Schönheit der Klänge -auch zwischen den Noten-



Ich kann nur sagen, danke, dass Du mich zum Mitgehen genötigt hast! ;)

Hinterher liefen sie gemütlich durch die Publikumsreste und fragten uns ungezwungen, ob wir ne tolle Zeit hatten. "Nee, war ganz furchtbar" war meine Antwort bei SOLCH einer Frage, angesichts dieses Konzertes - das wussten sie doch selbst... Außerdem kann man Leuchten in den Augen schlecht verbergen (Sonnenbrille vergessen). Fishing for Compliments - die sind auch nur geil auf komplimentäres Feedback! Ich hoffe die Ironie kam trotzdem als solches an... chrchrchr!

Über das dritte schuh- und kopflose Konzert berichte ich dann demnächst…
Vielleicht gibt’s dann schon ein Viertes: Heute fliegt Romantik durch die Stadt – Yann Tiersen.

Zur ausufernden(!) Freude meines Geldbeutels –und falls es noch keiner mitbekommen hat– der  Konzertherbst hat begonnen – Yeah!!

 

22.09.2009 um 11:32 Uhr

Spiralförmiger Brummkreisel

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

Stimmung: energiegeladen

 

Wo fang ich denn schon wieder an?

Alles in Bewegung und immer auch in Richtung Wachstum ausgerichtet. Ich müsste langsam schon 3 Meter groß sein, wenn man das nur an den Dingen misst, die mir Tag für Tag begegnen… Ein freudiger Tanz der Emotionen von hier nach da und von der Mitte, aus der Mitte und wieder zurück. Dieser Richtungstanz ist individuell und macht Spaß. Das ganze Leben macht Spaß – selbst wenn es mal weh tut. Ich liebe es hier zu sein – liebe es Erfahrungen zu sammeln. Sammeln und jagen. Mit vollster Intensität. Alle, die ich habe. Leidenschaftlich. Manchmal weiß ich nicht so recht wo ich hingehöre – verliere mich im Detail, oder streife alles mal kurz im Vorübergehen. Dann versinke ich im Chaos und der Zugang zu meinem innersten Innern scheint blockiert. Da aber alles ein Wechselspiel ist, komm ich irgendwie wieder an und spüre wofür mein Herz klopft. Ich denke, so langsam sickert der Grund meines Hierseins – meines Soseins. Dem jetzt nur noch eine Richtung geben…. Nur noch… Wenn Nurnoch nicht so scheinheilig mit dem Zaunpfahl winken würde… Hier entlang! Folgen sie dem weißen Hasen! Aber Häschen, halte ein für einen Moment! Wir haben keinen Zeitdruck! Alles Hirngespinst.

Keine Angst mehr was zu verpassen. Nicht mehr alles gleichzeitig. Kein innerer Druck es jedem Recht machen zu müssen.
Bedacht. Ruhend. Mehr Raum für meine Bedürfnisse – meine wirklichen Bedürfnisse!

Ich hab meine Mitte wieder. Schön ist das.

Veränderung ich spür Dich kommen.
Sie kommen Dich zu holen, niemand wird Dich finden – Du bist bei miiiiiiirrrr!!!
(Tschulldigung, der musste sein *kicher*)

 

11.09.2009 um 16:03 Uhr

Abschied

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

  

Meine Liebe Helene,

ich fühle Veränderung in meinem Leben. Veränderung, die mich nun in andere, neue Richtungen führt. Veränderung, die mich dazu bewegt heute mit einem wichtigen Teil abzuschließen. Das war für mich keine leichte Entscheidung, aber doch eine, die schon längst fällig ist und sich deutlich fühlbar in mir zeigt. Deine Mail ist ein weiteres Zeichen dafür. Ich nehme sie zum Anlass mich von Dir und der Gruppe zu verabschieden. Die letzten Male haben mir gezeigt, dass die Zeit dafür nun reif ist. Das bitte ich Dich nun nicht in die „falsche Sparte“ abzulegen, wie Du so schön sagst. Denn ich möchte nicht gehen, ohne Dir zu sagen, welch ein Segen Du für mich warst und wie viel Impulse Du in meinem Leben gesetzt hast, riesige Tore in mir zu öffnen! Ich bin Dir unendlich dankbar für die Zeit und für das gemeinsame Wachsen. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich bin glücklich, Dich zu kennen, Deine Wärme und Güte fühlen durfte, und mir Deine Liebe, Offenheit und Dein wertvoller Erfahrungsschatz zu Teil wurden! Aber wie jeder Abschied ist er neben Dankbarkeit auch mit Melancholie und Traurigkeit gefüllt. Ich werde die Zeiten von früher vermissen bzw. vermisse sie schon jetzt. Aber ich habe Vertrauen in meinen Weg und ich weiß, dass er mich in die für mich „richtige“ Richtung führen wird. Und wenn es so soll, dann werden wir uns wiedersehen. Wer weiß, was morgen, in einem Jahr oder später ist… vielleicht kreuzen sich unsere Wege wieder… Ich bin jedenfalls sehr dankbar, Dich als meine spirituelle Wegbegleitung für die letzten zweieinhalb Jahre gefunden zu haben! Und eines kann ich Dir sagen: Mein Weg geht weiter – ich habe viel gelernt und wenn ich eines weiß, dann, dass ich keine Rückschritte machen werde – im Gegenteil!

Ich wünsche Dir alles Gute und ein freudvolles und lichtvolles Lernen mit Deinen Schülern!


Alles Liebe,
Schnute

09.09.2009 um 14:28 Uhr

Es fährt ein Zug nach (N)irgendwo…

… und egal wohin die Reise geht, die Fahrt ist toll!

Gerade sind wir gemeinsam aus einem Zug gestiegen, der außenrum ganz passabel aussah, uns aber innen langsam eng wurde und uns nicht die Möglichkeit der Bewegungsfreiheit gegeben hat. Naja, kein Wunder, wir sind gewachsen und die Umgebung passte nicht mehr. Dafür musste man sich aber erstmal gewaltig den Kopf stoßen, bis einem das aufgefallen ist. Außerdem fuhr dieser Zug ständig im Kreis umher. Das Schwirren im Kopf bedingte also nicht nur der Kopfstoß an engen Abteilen, sondern auch die schwindelige Fahrt.

Jetzt betreten wir einen völlig neuen Zug. Aus unserem damals gewählten Zug konnten wir diesen schon einmal von außen betrachten. Und nach einer ersten wundervollen Probefahrt muss nun die Umgebung noch erkundet werden. Sind die Räume auch groß genug zur Entfaltung? Sind alle Türen zu öffnen? Gibt es genug frischen Wind, ohne dass es zugig wird? Gibt es auch Räume für jeden Einzelnen zur freien Entfaltung? Kann man diesen Zug kreativ gestalten?

Keiner von uns kennt das Ziel. Wer weiß, vielleicht regnet oder gewittert es auch mal. Vielleicht gibt es Berge und Meer auf unserer Reise. Weite und Enge. Höhen und Tiefen. Vielleicht steigt auch mal einer oder beide an unterschiedlichen Stellen aus, um Rast zu machen. Innezuhalten. Vielleicht kommt dann auch einer mit frischen Blumen wieder, um die weitere Reise zu versüßen. Oder vielleicht werden die Weichen auch mal neu gelegt.

Keiner weiß es und das ist schön gerade.
Lass uns einfach nach Herzenslust treiben.
Solange wir gemeinsam losfahren und die Zugfahrt mit allen Sinnen genießen, kann uns nichts passieren…

Im Moment fährt der Zug gemütlich ohne Dach und strahlend blauem Himmel in Richtung Meer… und ich fühl mich ganz aufgeregt und kribbelig und befreit und weit… und neugierig. Neugierig ohne Fragen stellen zu müssen. Einfach nur gespannt.

Zurückbleiben bitte!

 

08.09.2009 um 21:18 Uhr

Zum Hundertmillionenundersten Mal...

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

... hat es nun doch geklappt! Wer sagts denn!

Ich wurde von (der) MUSE geküsst.
Was für ein wundervoller Auftritt.
In einem kleinen Märchenpalast. Ein Clubkonzert.
Wie schade, dass sie gerade heute ihr spontanes Konzert geben, wo ich doch so schlecht drauf bin, dachte ich erst. Ich hab mich natürlich gefreut. Aber nicht auf so hibbelige, lustig quietschige Weise, wie sonst. Das änderte sich schnell, als ich vom zauberhaften Ambiente im Admiralspalast umhüllt wurde. Kein großes Gewarte, keine Vorband. Einfach –zack– losgespielt. Und das bis rein ins Herz. Mit der Hälfte neuer, noch unbekannter Songs, aber trotzdem schon so eingängig, dass es sich leicht in die Gelenke schmiegte. Also die Gerüchte sind absolut wahr: Muse ist eine gigantisch saugute Liveband! So gut, dass mir das gesamte anderthalbstündige (hab ich mir sagen lassen – keine Ahnung, ob das stimmt) Konzert nur ein Fingerschnipps lang vorkam und ich hinterher so angefixt und energiegeladen war, dass ich noch eine Runde Marathon nach Mikronesien hätte laufen können. So schnell geht’s. Durch den Tag gequält und abends aufgetankt durch die Gegend gestrahlt.

Und zum krönenden Abschluss…

Hab ich was von gewünschter Distanz und Abstand in meinem vorherigen Eintrag geschrieben?
Das war wohl der Kopf.
Das Herz wollte Nähe. Soviel Nähe, dass es nicht nah genug sein konnte. Nah war einfach noch zu weit weg. Soviel Nähe, dass es ganz tief drin ertönte, erklang und berührte.
Gemalte Grenzen fühlt das Herz nicht. Es möchte sich ausdehnen und verschmelzen..................................... mit Dir...........

 

07.09.2009 um 11:27 Uhr

Marionetten der Gefühle

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Lieber Engel, mein treuer Wegbegleiter,

heute wende ich mich an Dich, weil ich Deine Unterstützung brauche. Lange habe ich Dich nicht mehr kontaktiert und ich hoffe, Du bist nicht traurig deswegen.

Bitte hilf mir auf meinem Weg, nicht mehr Marionette meiner Gefühle zu sein. Keine Selbstgeißelung mehr durch Machtspielchen. Keine verschlossenen Herzen, durch Mauerbau.

Auf der Suche nach wirklicher Nähe, brauche ich Distanz. Abstand. Abstand von allem Außen, um mein Innen wieder zu finden. Ich brauche mir keine Liebe von anderen „erbetteln“, um meiner Selbst wert zu sein. Oder mein Ego zu stärken.
Ich möchte wieder spüren können, wer ich wirklich bin.
Mich wieder schätzen und lieben. Auf der Suche nach meiner Wahrheit.

Bitte zeig mir den Weg auf meiner inneren Reise!

Ich bin so sehr fokussiert auf dieses einengende Gefühl, dass ich erblinde – nichts anderes mehr sehen und fühlen kann.
Ich fühle die Resonanz meines Körpers, ich fühle meine innere Zerrissenheit. Ich fühle mich gefangen davon. Finde keinen Ausweg. Ich kann ihn sehen, aber nicht fühlen. Jetzt, gerade jetzt ist mir nach Leben dieser Emotion. Ich habe mir versprochen, meine Emotionen leben zu dürfen, ohne den Drang haben zu müssen, sie sofort wieder zu wandeln. Meine Emotionen sind völlig menschlich. So spirituell, wie ich auch denke und fühle, das Menschsein möchte ich mir erlauben zu leben. Denn Erdflucht macht sich mehr als breit. Flucht in meine Träume, Flucht in mein kleines, großes Universum. Wie sagte Serena? Ich habe auch hier auf der Erde meine Bühne auf der ich auftreten kann. Danke dafür! Und wenn ich schon dabei bin… Danke! An die beiden wichtigen Menschen in meinem Leben, die mir erlauben, Ich zu sein. Die mir sagen, es ist alles okay… wie Du bist, was Du tust… was Du fühlst. Die Verständnis und den tiefen Glauben in mich haben. Die mir ganz viel Kraft geben in Momenten des Schwachseins. Sie drehen sich nicht um, weil sie mit dieser Energie nicht umgehen können, oder weil sie diese Emotionen gerade nicht tragen können. Sie fangen mich auf und sprechen mir Mut zu, ohne gleich den Masterplan auf einem Silbertablett servieren zu müssen. Sie nehmen mich in den Arm und geben mir Liebe, aus sich selbst heraus – ganz wichtig. Nicht nur, weil ich es gerade brauche, sondern viel viel wichtiger: ~Weil sie die Liebe zu mir wirklich fühlen~ Danke von ganzem, tiefstem Herzen für Eurer Vertrauen in mich!!

So. Nachdem ich mich ausgiebig meiner Emotion gewidmet habe, solange bis sie mich ankotzt, werde ich mich -mit Hilfe von Dir, mein liebster Engel- wieder nach „Oben“ verbinden und Raum für mich schaffen. Der erste Schritt mit Hilfe eines wunderbaren Räucherrituals und gleichzeitiger Innenschau gestern Abend ist gemacht…

(Danke liebster Folklorum-Räuchermann! <- Mein Glücks- und Lichtbringer des Wochenendes!)

 

04.09.2009 um 11:54 Uhr

Tritratrullala

von: Tigerschnute   Kategorie: Albernheiten

So. Es ist 11.38 Uhr. Und ich bin betrunken.
Ja. Betrunken.
Nicht etwa schlaftrunken oder liebestrunken.
Nein. So richtig mit echtem Rotbäckchen-Sekt.
Ich glühe und alles ist so schön buuunt!

Jetzt isse verrückt geworden!
Nee, das war sie schon immer.
Sie versucht nur ihrem Ruf gerecht zu werden.
Schließlich hat mal jemand das Gerücht in die Welt gesetzt, sie würde ständig Drogen nehmen.
Joa… Morgens intravenös. Mehrfach.
Ich vermute, dass die Leute meinen Spieltrieb in Verbindung mit meinen großen Augen als sehr verdächtig halten.
Deshalb kann ich jetzt auch zur Mittagszeit einfach mal mit ner Pulle Sekt anfangen.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz deplatziert. Oder so ähnlich.

Eigentlich ist der Anlass zum Suff aufnehmen ein ganz trauriger. Von manchen Seiten betrachtet auch ein glücklicher. Und von anderer Seite wiederum recht motivierend. Gibt ja immer verschiedene Betrachtungsweisen. Ich freu mich. Aber ich glaub, ich bin gerade auch inkognito unterwegs.

Sorry, für das Wirr-Warr.
Ich glaub ich les mir den Schrott später nochmal in gesetzterem Zustand durch.
Aber nicht wundern, wenn er dann nicht mehr existiert. Also nicht der Zustand.
Der Eintrag.

Jetzt bin ich in richtiger Stimmung für das Folklorum heute Abend.
Könnte interessant werden…

Achja: von Beifallsbekundungen bitte ich Abstand zu nehmen!

 

 

03.09.2009 um 10:38 Uhr

Wer braucht schon nen Titel, wenn er völlig aufgelöst ist?

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

Eigentlich wollte ich heute was richtiggehend Tiefsinniges schreiben. Total ergreifend. Mit allem emotionalen Pipa und auch Po. Ich wollte analysieren, reflektieren, von allen sich bietenden Seiten betrachten, Meinungen einholen, diskutieren, widerlegen und einsehen und zu meinen Schatten stehen.

Vergesst es einfach ganz schnell!
In diesem Moment nix von Bedeutung!


Denn:

*lufthol*

*trommelwirbel*



MUSE






kommen!!!!!



Waaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhh *kreisch*

Ein Traum wird wahr!

Ich freu mir so den Arsch und alle anderen Körperteile ab!
Schnute ohne Arsch und Beine, weil MUSE ganz spontan am Montag kommen. In einen Palast, so wie es sich für echte Könner gehört!
Der Vorverkauf läuft seit 10 Minuten und eine Karte geht an die nasenlose Schnute!!

Wie oft habe ich diese Helden verpasst? Hundertmillionen Mal, mindestens.

Wie muss ich mir das vorstellen, Muse auf der Durchreise halten mal ganz spontan für ein Konzertquickie in Berlin!? Och, ich hab grad Bock aufn Auftritt, lass mal kurz anhalten!

Ist mir ja sowas von Recht. Ich bin verliebt in spontane Abenteuer und Überraschungen!
Ja, ich denke dafür lass ich dann auch sogar meine neue Kletterleidenschaft am Montag sausen.

Ohgott, ich brauch nen Strahlenschutzbunker!

Und wer’s nicht kennt, der kann sich schämen, oder diesem Stück lauschen und in Begeisterungsstürme ausbrechen.



 

Sunny, kommste mit?