~ Panta Rhei ~

23.10.2009 um 10:55 Uhr

Akzeptanz oder Ablehnung?

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

Da war doch was.
Irgendetwas hatte ich aus den Augen verloren…
Irgendetwas hatte ich hinter dem Vorhang gehalten.
Und einen wirklich wichtigen Schritt zwischendrin vergessen und verdrängt.
Mich somit eigentlich selbst betrogen.
Es ist außerordentlich raffiniert, wie wir uns selbst betrügen können.
Wir sind richtige Verdreher.
Wir sind faszinierende Schauspieler im Spiegel unseres Selbst.
Suchen im Außen, den Grund für unseren Schmerz.
Wenn wir doch nur wieder den Zugang zu uns finden würden!
Wir müssen hinter keiner selbsterrichteten Fassade leben und uns somit von uns selbst entfernen.

Und ich muss auch nicht in der Wir- oder Man-Form sprechen, um die Dinge auf Distanz zu halten.
Ich schaffe mir dadurch eine künstliche Trennung. Halte mich vom Kern fern. Von der Wurzel des Geschehens. Und werde so nicht in Akzeptanz mit mir gehen können.

Und jetzt?
Wie ich es drehe und wende, ich komme immer wieder auf das gleiche Ergebnis - auf den gleichen Grund.
Alles was ich an Anderen ablehne, halte ich von mir fern und lehne somit auch an mir selbst ab (wobei dem erstmal die Erkenntnis vorangegangen sein sollte, dass es sich um Ablehnung handelt). Ablehnung geht immer wieder einher mit mangelnder Selbstliebe. Das mag sich logisch anhören… für den Verstand. Aber kann ich das auch so f ü h l e n?

Das war die Krux in meinen Selbstanalysen. Alles hinterleuchtet – toll. Aber einen ganz wichtigen Schritt dabei unterdrückt und mich somit vom Fühlen meines Wesens abgehalten. Wenn es um ein wichtiges Lebensthema (ich nenne es ungern „Problem“) geht, welches mich fordert, dann habe ich bisher sofort versucht dem Ideal meines Verstandes gerecht zu werden und zu entsprechen. Das ist ein cleveres Ding! Die Themen in meinem Blog sprechen sehr oft von meinem Ideal, meinem Wunschdenken. Der Drang immer alles sofort in Liebe aufzulösen mag ja sehr weise sein, ist aber für den Lernprozess zu schnell und meistens auch ein Schutzmechanismus, um nicht zu tief gehen zu müssen. Vielleicht sollte ich überhaupt erstmal
a n s c h a u e n, was kommen möchte. Es f ü h l e n. Mich hineinbegeben und wirken lassen. Hinschauen, worum es bei diesem Thema überhaupt geht. Was dabei an Gefühlen eigentlich wirklich anwesend ist. Was will ich denn sonst auflösen? Ich weiß doch gar nicht, was ich gehen lasse, wenn ich es sofort von mir wegschiebe und es vorher nicht einmal angeguckt habe bzw. nur an der Oberfläche wahrnahm.

Gestern hatte ich das erste Mal – das erste Mal, an das ich mich bewusst erinnere – einen Augenblick, wo ich ein Thema, eine Baustelle von mir, direkt angeschaut und gefühlt habe. Indem ich das tat, geschah etwas Unglaubliches. Ich konnte es zum ersten Mal an mir
a k z e p t i e r e n! Ich konnte es fühlen, den Schmerz anschauen. Wow! Welche Stärke plötzlich präsent war! Ich komme nicht mehr in die Rechtfertigungsposition. Indem ich es akzeptiere, kann ich zu mir stehen und meine Selbstliebe nähren, ohne dass ich diese Leere von außen füllen muss. Alles ist in mir! Das ist bahnbrechend. Alles Gelaber für’n Wind. Das Gelaber wirklich e r f ü h l e n ist das Geheimnis. Wie einfach alles sein kann, wenn man selbst die Wahl hat: Gehe ich in Akzeptanz oder in Ablehnung? Ich habe die Wahl. Ich schaffe mir meine eigene Welt. Verblüffend, wie ich mich mit meinem Wegschiebe-„In-Liebe-auflösen“-Mechanismus oft selbst belogen habe…

Manchmal ist der Schritt zur Einfachheit eben alles andere als einfach.

Alles wird sich ändern – ich spüre es. In andere Richtungen, als ich denke.

Also denke ich wohl lieber nicht…
Denken wird überbewertet! ;)

 

17.10.2009 um 11:43 Uhr

Das passt...

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

Genau das passt in den Herbst.
Genau das ist die Melancholie, die diese Band in diese Jahreszeit transportiert.
Sie reißen mir das Herz aus der Brust und lassen es bluten.
Klingt brutal... aber ich mag das!
Gerade jetzt!

 

Und heute Abend live!

16.10.2009 um 11:57 Uhr

Auflösung

von: Tigerschnute   Kategorie: Feuerliebe


Das ist echt amüsant!
Kaum hab ich mich ganz fest mit aller inneren Stärke, ohne Mister Wenn und ohne Misses Aber und zusammen mit Herrn A und Frau O für diesen Workshop entschieden… Kaum hab ich den Mut gefunden, mich auf etwas ganz und gar mit ganzem Herzen festzulegen, ohne Rumeierei, findet es nicht statt. Das ist echt witzig. Nein, ehrlich, ich freu mich richtig.

Ich freue mich, dass ich einem Lebensthema näher auf die Spur gerückt bin. Dass ich etwas wirklich Wichtiges für mich gewandelt habe und für mich eingestanden habe. Dass ich diesen Test bestanden habe, obwohl es keinen Prüfer, außer mir selbst gab. Hey, das kommt einer Erkenntnis gleich. Und ich fühlte sie ja bereits durch den Türspalt schmunzeln. Ich sagte vor zwei Tagen, dass ich ganz kurz vor etwas stehe… und noch nicht wisse wovor. Gestern fiel der Vorhang. Jetzt bin ich gespannt, wie sich das Wochenende gestaltet. Tut mir leid, für all die Verwirrung, die ich gestiftet habe! Entscheidungsschwäche ist echt ein Energiekiller. Kann aber auch unterhaltsam und aufregend und niiiie langweilig sein. (Kleine Anekdote dazu: Letztens war ich in der Sauna und hab den Saunaobermann total durcheinander gebracht. Da stand ich vor der unmöglichen Aufgabe mich zwischen 46 verschiedenen Saftsorten zu entscheiden. Ohgott, das ist dramatiös für Schnuten. Wenn ich doch alle gern mag? Er war leicht durch den Wind, als ich ihn mit meinen Umentscheidungen hin- und herscheuchte. Er hat ne Tochter und ist das gewöhnt, sagt er. Und mit gespielt ernster Miene hob er den Zeigefinger. Mit ironischem Unterton sagte er „Ich freu mich schon aufs nächste Mal“ hehe… Ich glaub da war Ironie in der Ironie!)

Na wenns nur um Saftsorten geht… Zukunftorientiert könnte es problematischer werden.
Ich stell mir das ungefähr so vor:
„Möchten sie diesen hier anwesenden Herrn Tralala zu Ihrem rechtmäßig angetrauten Ehemann nehmen? Dann antworten Sie bitte mit: ‚Ja, ich will’!
„Ja!… Nein… öhm…. Warte mal… Ja… Nein…. Ja…. äh… Kann ich nochmal kurz drüber nachdenken? Will ich, will ich nicht? Darf ich noch ne Münze werfen? Eine Karte ziehen? Noch mal drüber schlafen und auf Hinweise achten? Dem Schicksal übergeben, ob vielleicht ein großes Unwetter in der Kirche aufzieht. Oder mein Verlobter es sich doch noch schnell anders überlegt? Meine Freundinnen befragen? Das Universum hinzuziehen? Nen Käffchen trinken? Meinem Bauch zuhören? Kinesiologische Tests durchführen? Psychologische Beratung einberufen? Kaffeesatz lesen? Schnick-Schnack-Schnuck spielen? Könnt ich vielleicht nen Telefonjoker und den 50-50 Joker bekommen, ach und ganz wichtig: das Publikum befragen??? Um all den Ergebnissen doch und sowieso misstrauisch entgegen zu sehen?


Wie paart man nur Entscheidungsschwäche mit Romantik?

Alles quark!
Ich hab mich entschieden!
Ich – hab – mich – e-n-t-s-c-h-i-e-d-e-n!
Das bedeutet, Gestern gibt’s nicht mehr!

Also auf nach Bremen !

Danke für Deine kleinen Tricks, Du Schicksal, Du!

15.10.2009 um 13:43 Uhr

Entscheidung gefragt!

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

Es geht darum Verantwortung zu übernehmen für einst getroffene Herzensentscheidungen. Endlich mal. Aktiv und bewusst. Sicherlich ist das Universum ein schwingendes Ding und Gestern ist nicht gleich Heute und Morgen nicht Gestern, aber Ausreden findet man wohl immer um sich vor Verantwortung zu drücken. Es geht darum zu Selektieren. Was ist wirklich wichtig? Es geht endlich mal um mich. Eine total von außen unbeeinflusste Entscheidung aus tiefstem Herzen zu treffen. Es geht darum es endlich mal nicht allen Anderen Recht machen zu wollen, um in vollendeter Harmonie zu leben und damit von sich selbst abzulenken und wegzulaufen. Es geht darum bei sich selbst zu bleiben oder zu sich selbst zu finden (wenn man noch nicht da ist) und dabei seine Umwelt trotzdem nicht aus den Augen verlieren. Im Einklang sein. Mit Dir und mir. Mit allem.

Ich erkenne Muster wieder. Und auch, wenn die Art mich in diese Rolle zu pressen oft sehr schroff ist und ich mich im ersten Moment aus Trotz dagegen versperre, blockiere, ablehne und zurückschieße – so ist sie doch hilfreich, wenn ich mich später wieder dafür öffne und reflektiere. Zugeständnisse machen und Einsehen haben das macht eine runde, gesunde Selbstreflektion aus. Die tut weh, aber nur dem Stolz… und der ist Sch(w)ein!

Mut beweisen. Integrität. Zuversichtlich in die Zukunft sehen. Ein Ziel haben. Herausforderungen annehmen. Auf die Zeichen achten.

Damit ich auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann!

Ist das denn so schwer?
Manchmal ist der Hut viel zu klein, um all diese Dinge darin zu verstauen…

 

15.10.2009 um 10:22 Uhr

EntBlätterung

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

Es wird da gerade etwas wach. Etwas Großes.
Ich bin ganz kurz vor einer Erkenntnis. Ich fühle, wie etwas durch einen bereits geöffneten Türspalt lunzelt. Noch etwas schüchtern, den richtigen Zeitpunkt abpassend, aber genau wissend, wann es soweit sein wird. Mit einer wachen, kraftvollen Präsenz und einem Geschenk in beiden Händen. Ein Geschenk so kristallklar, wie ein tiefer, blauer Bergsee. Und es ist der Lohn für meine Seelenarbeit, der letzten Wochen, Monate, Jahre, ichweißesnicht.

Woher ich das so genau weiß?
Meine Träume verraten es mir… und ein Wissen in mir. Intuition?
Irgendetwas blättert sich so langsam von mir ab.

Eine alte Struktur löst sich auf. Ich weiß noch nicht, wann und durch was genau es passiert ist. Die letzten Wochen waren voller Emotionen und Gedankenkarusselle. Mir ist aufgefallen, dass ich ein absoluter Denker bin, dass Kommunikation ein wichtiger Bestandteil meines Wesens ist und mein Intellekt sehr stark ausgeprägt. Diese Erkenntnis hat Welten bewegt und mich veranlasst alte, in mir verankerte Glaubenssätze zu überprüfen. Das hat noch mehr Chaos angerichtet. Ich drehte mich ständig im Kreis und setzte mich unter Druck, wo es nur ging. Druck, Druck, Druck. Mein Gott, ich hab schon Druckstellen… Doch irgendwie hat das etwas mit mir gemacht. Trotz des Kreistanzes hat es mich vorwärts gebracht.

Ich weiß, dass dieses Wochenende etwas damit zu tun hat. Allein schon die Entscheidung an sich wird etwas in mir heraus lösen.
Nur wie entscheide ich mich? Es fällt mir unglaublich schwer, weil der Verstand seine Argumente bereitgelegt hat. Ich weiß, dass ich mit Denken hier nicht weiter komme. Rein logisch fühlt sich nicht rein an für mich. Ich habe die Möglichkeit an einem Workshop teilzunehmen, nach dem ich mich schon lange sehne. Mein Gefühl sperrt sich jedoch dagegen und ich hab keine Ahnung wieso. Wenn es Angst vor etwas Neuem ist, dann weiß ich, dass ich sie überwinden sollte… Auf der anderen Seite gäbe es ein Konzert in einer anderen Stadt mit mir weniger bekannten Menschen. Das klingt weniger spektakulär, aber hier stehen auch alle Möglichkeiten offen. Abwägen bringt nix, weil wegen Druckspuren… Aber was tun? Jetzt muss eine Entscheidung her. Dem Schicksal übergeben hat nicht viel gebracht – ich muss aktiv werden und mich bewusst für meine Zukunft entscheiden… Jetzt!

Die Druckspuren verteilen sich im Bauchraum…

 

08.10.2009 um 13:54 Uhr

Rad des Schicksals



Glückliche Wende einer Angelegenheit
Anpassung an übergeordnete Rhythmen
Zum richtigen Zeitpunkt eine Gelegenheit beim Schopfe packen
Seine bisherigen Prioritäten verlagern
Seine Ungeduld zügeln
Seine Trägheit überwinden
Den Pendelschlag des Lebens bewusst annehmen und für sich nutzen
Geburt
Aus seiner Mitte heraus agieren
Unglückliche „Zufälle“
Aus der Bahn geworfen werden
Den Halt verlieren
Sich hilflos ausgeliefert vorkommen
Resignation
Günstige Gelegenheiten verpassen
Neben sich selbst stehen


Und das alles gleichzeitig!
Verdammt. Ich dreh mich im Kreis. Mir wird schwindelig.

Frustfressen hat nur kurz befriedigt…
Auf meiner Decke hab ich schon alle Muster gezählt.
Kaffee und Alkohol verschlimmert die innere Unruhe.
Beinewackeln auch.
Ohgott, ist das eine Sorgenfalte da auf der Stirn?

Gegen die vermeintliche Hilflosigkeit hilf nur eins…

Warte mal eben. Ich falle mal kurz…

07.10.2009 um 10:35 Uhr

Die Welt dreht sich wieder...

Stimmung: sehnsuchtsvoll
Musik: Morcheeba - Fear and Love

...und es ist wieder soweit: Es ist Herbst.
Von alljährlicher Melancholie umhüllt.

Und ich genieße die Stimmung, wenn es schummrig und kühler wird, man sich in seine Kleider einmummeln kann und trotzdem frische Luft um die Nase geweht wird und sich die Gemütlichkeit um uns kleine Menschlein legt. Ich freue mich auf die vielen Lichter in der Stadt und die gemütlichen Kaminstunden, auf die Saunazeit und wenn alle etwas enger zusammen rücken (nicht zwingend in der Sauna;) ). Ich freue mich aber auch auf die philosophisch und lyrisch kreativen Momente, inspiriert von der in mir schlummernden Sehnsucht, die vom Wandel der Natur hervorgekitzelt wird. Eine wunderbare Zeit um mit sich ins Reine zu kommen, um von Altem Abschied zu nehmen und Neues zu begrüßen. Die Natur macht's vor... Schön, wenn die Erde noch erwärmt ist und die Blätter die Geschichte vom Sommer erzählen... Melancholie hat überhaupt nichts mit Depression und Pessimismus zu tun. Im Gegenteil, diese Zeit kann sehr dem persönlichen Wachstum förderlich sein, wenn man sich mehr nach innen richtet und seinem ureigenen Stimmchen lauscht...

Das Decke über den Kopf ziehen der letzten Tage hat's voll gebracht. Ich spüre einen inneren Wandel, ohne mein bewusstes Zutun. Es geschieht einfach. Dadurch, dass ich Zeit mit mir verbringe, fühle ich mich stärker und gefestigter. Ich kann mehr zu mir stehen und werde nicht so viel vom Außen abgelenkt und zerstreut. Komisch, dabei fühlte sich das vor ein paar Tagen noch ganz anders an. Ich fühlte mich kraftlos und wollte mich einfach nur hingeben. Von äußeren Kämpfen loslassen und resignieren. Das scheint genau meinem inneren Bedürfnis gedient zu haben.

Also Willkommen, Du Herbst, Du!

01.10.2009 um 14:45 Uhr

Gute Nacht!

Das mit dem Design klappt nicht… und überhaupt ist alles doof gerade.

Nix klappt!

Ein Tag zum Decke übern Kopp ziehen…

Dreh Dich doch einfach, Du Welt… aber zieh mich da nicht mit rein!
Lass mich einfach ungedreht.

 

 

01.10.2009 um 10:21 Uhr

Nachbarschaftshilfe

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Ich wurde heute Morgen in der neuen schwarz/gelben-Welt willkommen geheißen, als gehörte ich dazu. Mit sozialistischer Kälte wurde ich betitelt. Und das nicht mal persönlich, sondern mit einem liebevoll drapierten Zettel auf meinem Fußabtreter. Auf meinem Fußabtreter! Man könnte meinen, ich hätte des Nachbarin Wohnungstüre eingetreten, mutwillig die Post aus ihrem Briefkasten gestohlen, wäre auf ihrem Blumenbeet rumgetrammelt oder hätte Eier in ihre Fenster geworfen. Was würde man denn noch mit sozialistischer Kälter in Verbindung bringen? Sein Fahrrad drei Zentimeter zu weit in den Raum zu stellen? Ja? Auweia, dann bin ich wirklich eiskalt.

Im ersten Moment war ich geschockt. Im nächsten getroffen, dann ärgerlich und ablehnend und später dann hab ich überlegt, ob ich tatsächlich so egoistisch auf andere wirke oder gar bin. Dann hab ich drüber nachgedacht diesen Vorwurf einfach abzulehnen, wie ein Geschenk, dass ich nicht haben möchte. Mit bestem Dank zurück oder so. Das gesamte Potpourri an Möglichkeiten habe ich auf dem Fahrrad zur Arbeit durchgespielt. Schreib ich ihr was zurück, wenn ja, was? Was total tiefgründig und Weises? Was mit ebenso Vorwürfen beladenes? Was Rechtfertigendes? Was Unschuldiges nach dem Was-hab-ich-denn-getan-Schema? Oder belass ich das einfach dabei? Klingle ich bei ihr und konfrontiere sie damit? Bin fast vom Bus erfasst worden heute früh, so gedankenverloren war ich. Man wie egoistisch, der arme Busfahrer. Fahr ich vielleicht schon egoistisch Fahrrad? Ohje… Da hat sie aber was losgetreten… Wenn mich das so berührt, dann wird da wohl irgendwas dran sein…

Aber mal ehrlich, muss man nicht selbst irgendwie kalt sein, jemanden nach fünf/sechs Jahren, den man nur mal eben auf dem Flur mit einem vermeintlich freundlichen Lächeln grüßt und all die Jahre kein Wort miteinander wechselt, als selbiges zu bezeichnen? Schublade auf, Schublade zu? Ist es das, was aufregt in dieser neuen Welt? Dass ein Fahrrad nicht artgerecht abgestellt wurde? Muss das wirklich sein, sich gegenseitig vorzuwerfen, wie kaltherzig man sei, anstatt die Menschen mit dem Herzen zu sehen?

Vielleicht hatte sie auch nur einen schlechten Tag und das war die Spitze des Eisbergs, wo sie sich entladen konnte…

Willkommen in meinem kaltherzigen Tigerenten-Blog.

Ich werde zynisch, ich weiß… :(