~ Panta Rhei ~

26.02.2010 um 12:17 Uhr

Ich werde alt!

Jetzt ist es offiziell!

Die junge Top-Stylisten-Glatzenschneiderin Eileen hat zwei graue Haare auf meinem Kopf gefunden!!

Eine Fünfjährige mit grauen Haaren.

Sowas.

Wieder geht ein Jahr.
Alles Gute. Danke. Klar.

 

 

 

 

25.02.2010 um 14:54 Uhr

Schattenwärme

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches

Lieber tanze ich mit Sternen, als mit Schatten.
Und singe mit den Schneeglöckchen frühjahrswarme Lieder.

Doch ohne Schattenspiele und Monsterjagen im dunkellichten Keller,
brauche ich an keinem Gesangswettbewerb teilnehmen…

 

24.02.2010 um 11:01 Uhr

Gebündelte Luft

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches

 

In zugespielten Luftballons sehe ich uns.
Wie wir umeinander kreisen.

Ich erkenne eine Geschichte, die sich in den Ballons widerspiegelt.
Erkenne Strukturen, monumentale Verbindungen.

Die Ballons wirbeln von mir zu dir und wieder zurück.
Ein Dritter kommt hinzu und baut sich dazwischen.
Das Tempo erhöht sich, wie unser hiesiges Schritttempo.
Die Konstellationen ändern sich, wie die Bewegung in unseren Herzen.

Einer fliegt höher, einer weiter weg.
Einer bleibt stehen, der andere fliegt dem Anderen hinterher.
Einer zielt geradeaus, dahinter der eigene Wille, der antreibt.

Einer tanzt mit der Luft im Rhythmus der Zeit und wiegt sich in atmosphärischer Gelassenheit.

Und alle sind miteinander verbunden. Atmen in die gleiche Luft.
Atmen in die Freiheit.
Der eine bewusst, der andere gewollt.

Aber jeder lebt mit dem Anderen.
Jeder braucht den Anderen, um gemeinsam in den Himmel zu ragen.
Um sich gemeinsam zellulär wachsend von der Quelle zu nähren.





18.02.2010 um 17:20 Uhr

Ich bin jetzt schon Groß…

…verdiener!
Mein Chef hat mir gerade eine Tarifanpassung geschenkt. Ich bin nämlich unterbezahlt. So ist das. Wer hätte das gedacht?
Eine Kindergartengruppe weitergerutscht. Jetzt gehör ich nicht mehr zu den Kleinen. Und das schon nach ganzen 10 Jahren. Jetzt bekomm ich 8 Dinger Brutto mehr im Monat. Wahnsinn. Und da das ab 01.01.2010 gilt, bekomm ich rückwirkend sogar schon insgesamt 16 Zacken mehr. Aufgerundet. Wir sind ja nicht so.

Ich weiß gar nicht wohin mit dem ganzen Geld.
Vielleicht bau ich doch noch schnell ein Haus. Investieren, investieren, investieren. Ist ja schließlich ein Tauschmittel. Und bevor ich drauf sitzen bleibe und mir ein Dagobert-Tresor kaufen muss...

 

18.02.2010 um 12:18 Uhr

Wochenendspannung

 

Ein idealerweise wildes und interessantes Wochenende steht vor der Tür.
Ich freu mich auf Konzert, Freitanzen und Kostümierungen – fernab von Fasching, natürlich! Einfach weil mir danach ist. ;)

Aber neben der Freude ist mir auch gleichzeitig etwas mulmig zumute.
Ein Zusammentreffen aller mir liebgewonnenen Menschen bringt auch Zwischenmenschliches mit sich. Gegenüberstellungen von verschiedensten Konstellationen könnten seltsam werden. Könnte deshalb, weil der Fluss des Lebens dabei ist durch Berg und Tal zu fließen. Den Druck, den ich mir zu solchen Anlässen gern selber mache, stell ich mal in die Ecke und lass ihn schmollen. Ich möchte nur ne ausgelassene Party. Was passieren soll, wird passieren. Ich hab da mal Vertrauen undsoweiter.

Und bei DEM Einstieg morgen:



Dazu eine kleine Anekdote:
Zwei Menschen lernen sich kennen. Er fährt 500 km weit zu seinem ersten Date. Sie hatte Konzerttickets. Slowenischer Rock vor 100 Leuten. Gigantisch! Und dieses Abendprogramm am selben Tag, als sie herausfanden, dass sie beide am gleichen Tag geboren wurden. Die zwei Menschen werden zu einem Menschenpaar und erleben zweieinhalb wundervolle Jahre miteinander. Und 5 Jahre später tritt diese Band, zu der sie sich damals das erste Mal begegneten, ausgerechnet zu ihr beider Geburtstag wieder auf. Magie! Und nicht das aus der Tüte, obwohl diese Geschichte eine ganz schöne Würze hat…

 

17.02.2010 um 11:32 Uhr

Angst

von: Tigerschnute   Kategorie: Philosophisches

 

Die Angst ist verschwunden, wenn du ihr deine volle Aufmerksamkeit gewidmet hast.


*Krishnamurti

 


Da kribbelts richtig unter der Haut, so sehr kann ich diesen Satz nachfühlen...

11.02.2010 um 11:12 Uhr

Ich hab die Haare schön.

von: Tigerschnute   Kategorie: Albernheiten

 

Diese Sache mit dem Helau-Dingsbums-Fasching versteh ich bis heute nicht.
Ich versteh die Mentalität nicht, sich einen Rahmen im Jahr zu schaffen, in welchem man besonders komisch aussehen und sein muss.
Auch versteh ich die andere Seite nicht, die sich darüber auslässt, wie albern und blöd das ist.
Eigentlich versteh ich nicht mal mich selbst, warum ich extra einen Eintrag darüber verfasse. Warum ich extra Zeit aufwende um zu erzählen, dass ich nichts verstehe…

Immerhin hab ich einen lustigen Hut auf.
Gruppenzwang.
Weil’s mir zu blöd ist gegen etwas zu sein, was mir egal ist.
Und weil es mir nichts ausmacht einen total lustigen Papphut zu tragen. Zu keiner Zeit des Jahres.
Immerhin hatte ich zu Weihnachten auch ne Weihnachtsmütze auf.
Vielleicht hol ich sie Ostern wieder raus. Einfach so.
Und im Sommer hör ich „Last Christmas“
Warum auch nicht!?

 

08.02.2010 um 12:33 Uhr

Große Gefühle in Päckchen verschickt

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

So verträumt, romantisch, ernsthaft, naiv und hingebungsvoll muss man erstmal sein. Eine sanfte Form von Postrock, eher Pop. Sehnsüchtige Gitarren und ein empfindsames Piano vereinen sich zu einem mächtigen Strom, dazu ein Cello und die helle, zurückgenommene Stimme von Claes Strängberg. Ein Kleinod in dieser lauten Welt. Natürlich ist ein Vergleich mit Sigur Rós erlaubt.

So stand es zumindest auf dem Flyer.

~IMMANU EL~
Bei diesem Namen assoziierte ich erst eine französische 70er-Jahre Filmreihe mit viel nackter Haut, auch wenn der etwas anders geschrieben wurde.

In Wirklichkeit ist das eine Offenbarung im Post-Rock, den ich erst letztes Jahr auf der Fusion für mich entdeckte. Bislang wusste ich noch nicht einmal von der Existenz so einer Musikrichtung (Rock, der mit der Post verschickt wird!?!?!??). Jetzt kann ich nicht mehr ohne. Diese Zartheit und Melancholie, verpackt in viele unterschiedlich ge- und verspielte Gitarren, die mich mitnehmen auf eine Reise zwischen Himmel und Erde. Schwebend ohne festem Grund unter mir und doch einer greifbaren Struktur. Diese Musik ist ergreifend, packend und ich habe jedes Mal das dringende Bedürfnis mich auszuweiten. Eigentlich geschieht das ohne überhaupt vorher zu fragen. Ich mag die Zwischenräume in den Tönen. Ich mag es, wie sie sich Zeit nehmen für die Musik. Alles hat seinen Platz und spielt harmonisch ineinander. Zeitweise gab es sogar drei Gitarren gleichzeitig auf der Minibühne (wenn sich einer auch nur 10 Zentimeter bewegt hätte, wären sie sich in die Quere gekommen). Drei Gitarren und trotzdem kein überlagerter Sound. Es war alles perfekt ausgefüllt. Die meiste Zeit genoss ich augenschließend das Konzert. Die Musik malte Farben und Gebilde. Die Noten vermittelten sehnsüchtige Gefühle in mir und für einen Moment war ich ganz allein. Wenn ich die Augen öffnete beobachtete ich faszinierend, die Ruhe und Besonnenheit wie sie mit ihren Instrumenten eins wurden. Und wie sie plötzlich aus der Ruhe heraus explodierten. Manchmal angekündigt und manchmal nicht erwartend. Alle zusammen perfekt abgestimmt. Wahnsinn. Mit der zarten, rauen Stimme des gerade mal 22jährigen Sängers untermalt, war von solch einer Stärke und einem Ausdruck, der so reif und ausgefeilt nur von einem mindestens Mitte 30jährigen hätte kommen können. Alles Blödsinn! Die Seele ist viel älter und die Musik lebt von seelischer Tiefe.
Trotz keiner bewussten Vorstellung, war ich sehr überrascht, dass dieser kleine Club mit unter hundert Menschlein, sich mit so einer wunderbar zart bis hart perfekt abgestimmten Akustik füllte.




Absolut unterstützenswert und ein toller Vorbote meiner eigentlichen Helden „EF“ im Mai.


Zwar fällt es mir sehr schwer die Musik unmittelbar zu teilen, weil ich mittendrin so sehr im Gespräch und eins mit ihr bin, aber dennoch bin ich froh so eine besondere Begleitung dabei zu haben, die die Musik ebenso lebt, liebt und versteht, wie ich es tue… *danke dafür!*

 

04.02.2010 um 17:11 Uhr

Erinnerungen

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

Manchmal wünscht ich mir, ich hätte die Muße Tagebuch zu schreiben.

Ich treffe einen jungen Mann wieder, den ich 2001/2002 (siehste, ich kann mich nicht einmal mehr genau an das Jahr erinnern…) das erste Mal getroffen habe und mit dem ich einige Monate (oder wie lang auch immer ;) ) verbracht habe. Es war ein Kennenlernen. Ein Genießen des gemeinsam erlebten Sommers in der großen Stadt. Und ein Abschied in ferne, mir nur aus Rundfunk bekannten, Welten. Welten am anderen Ende, die man erreicht, würde man hier ein Loch in die Erde bohren. Er verweilt nun also wieder in D. Und wie immer, wenn das der Fall ist, gibt’s einmal jährlich – wenn’s hochkommt (ihr wisst ja, Zeit merken und so…) – eine „Weißt-Du-noch-damals“-Begegnung. Natürlich werden auch Neuigkeiten ausgetauscht, die niemals alle in einen kleinen Abend passen. Aber diese „Weißt-Du-noch-Geschichten“ verblüffen mich. Mich überkommt das Gefühl, gar nicht dabei gewesen zu sein. Da ernte ich detailgetreue Geschichten einer frühen Schnute, was sie in welcher Satzstellung in welchem Tonfall gesagt hat und was sie dabei an hatte. Nach neun oder zehn Jahren(!?). Ich bin überrascht und lausche mit großen Augen, Ohren und offener Schnute(so oder so) den Monolog. Überrascht auch deshalb, weil ich mich heute darin einerseits wieder erkenne und auf der anderen Seite so komplett gar nicht. Ich bekomme meine Entwicklung gespiegelt, die in keiner anderen Zeit so vorangeschritten ist, wie in dieser. Zehn Jahre (Plus/minus 1 – 5 *lach*). Ich könnt Bücher über Bücher schreiben. Allein das letzte Jahr würde Wälzerformat annehmen.

Ich wünschte mir ein passionierter Tagebuchschreiberling zu sein.
Aber vielleicht treffe ich auch etappenweise immer mal wieder Menschen, die mich in intensiven Zeiten begleiten (also immer). Das ist dann zwar aus einer anderen Perspektive, aber nicht minder spannend...

Immerhin gibt es immer eine Musik, die mich an wichtige Menschen in meinem Leben erinnern. Wenigstens. So auch hier .