~ Panta Rhei ~

20.10.2010 um 16:50 Uhr

Schmetterlinge und Blumen

 

Im Moment ist mir gar nicht schmetterlingstypisch.
Am liebsten würde ich die Blüte aus'm Boden reißen und mit ihr durch meine Welt fliegen…

Nein. Eigentlich wünschte ich, die Blüte würde sich selbst entwurzeln und das Fliegen lernen. Ich leihe ihr einen Flügel…

Ein gruseliger Gedanke, dass die Blume einfach nur dasteht und wartet bis Frau Schmetterling sich an ihr labt...

 

15.10.2010 um 14:16 Uhr

Frei

 

Du bist jetzt Single, meine liebe Powerschwester.
Und ich freu mich darüber.

Von Außen betrachtet klingt das sicher total seltsam. Der erste Reflex Trost spenden zu wollen geht durch die Runde, Runzeln auf der Stirn und Fragezeichen im Kopf. „Waaaaas? Aber ihr seid doch ein so schönes Paar! Ihr liebt euch doch!“

Ja, ihr liebt euch und aus dieser Liebe heraus gebt ihr Euch frei. Ihr seid miteinander verbunden, egal wie man die Überschrift nun nennen mag. Ihr lasst euch frei!
Frei, um das Leben und das Drumherum atmen zu können. Ihr lasst euch frei, damit jeder für sich wachsen und sich näher kommen kann. Ihr lasst euer Herz sprechen und das finde ich einfach wunderbar!

Das Timing mag für so manch einen seltsam wirken, aber das ist der Weg - Dein Weg - und er wird besser passen, denn je.

Ich freu mich für Dich und wünsche Dir einen spannenden, tiefen und genussvollen Weg, meine Lieblings-Powerschwester.

Du bist geografisch am anderen Ende der Welt und symbolisch am anderen Ende Deiner Seele. Für mich bist Du nur ein Flüstern weit weg…

 

11.10.2010 um 15:27 Uhr

Umbruch

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Eigentlich war alles ganz anders gedacht.
Es sollte der zweite Teil des Traumaarbeitseminars werden. Ich reichte Urlaub ein für Donnerstag und Freitag, kratzte das Geld zusammen und bereitete mich innerlich darauf vor meiner Selbstständigkeit entgegen zu arbeiten.

Ich nahm meinen Schwund (Schweinehund) an die Leine, obwohl er an diesem Morgen wirklich mächtig kläffte und meine Unlust in eine Richtung führte, die mein Verstand versuchte zu unterbinden. Das unangenehme Kribbeln im Bauch war heute irgendwie doller als sonst und ich versuchte Erklärungen dafür zu finden. Auf dem Weg meinte die U-Bahn dann auch einfach mal aussetzen zu müssen und der Schaffner schmiss alle Fahrgäste mit bekannter Berliner Freundlichkeit aus dem Zug („Zuch is kaputt, keene Ahnung wie se von hier wegkommen…“). Also ein kleiner halbstündiger Spaziergang durchs angesnobte, mittagshungrige Charlottenburg. Ich hatte keine Lust. Einfach keine Lust und ließ mir Zeit mit dem Schlendern, in Erinnerungen im Abend zuvor schwelgend… Am Seminarort eingetroffen, warteten die bereits Anwesenden auf alle noch hängengebliebenen U-Bahnopfer. Und dabei hoffte ich so, den Anfang verpasst zu haben. Nein! Ich wollte mich zusammenreißen und alles mit Lust und Laune mitnehmen. Aber es wollte einfach nicht zum Gefühl passen….

Ich kam überhaupt nicht richtig an. Ich konnte mich weder mit der Gruppe verbinden, noch mit mir. Ich war gar nicht da. Und mit jedem zurück in den Raum zwingen, spürte ich wie ich mich irgendwie in ein Schema eingrenzte und wie ich etwas tat, was gerade einfach kein Teil in mir wollte. Ich rebellierte, mein Verstand versuchte zu rebellieren und dieser Kampf ließ mich traurig werden. Diese Art von Arbeit, sich mit der Familientraumathematik zu beschäftigen passte gerade so überhaupt nicht in mein Gefühl. Ich hatte keine Lust eine Selbsterfahrung zu durchleben in der Familienproblematiken an den Haaren herbeigezogen wurden (wenn ich nur nach Problemen suche, dann finde ich auch welche…). Ich wollte keine Ahnen aus der Vergangenheit hinter mir aufstellen und fühlen…. Mir ging es gerade viel zu gut um irgendwo rumzurühren, wo ich früher schon rumrührte. Das hier war mein ureigenster Rhythmus, dem ich nachgehen wollte und der gerade stattfindet. Und hätte ich gewusst, dass es in Richtung Familienaufstellung geht, dann hätte ich einfach nicht teilgenommen.

Ich fühlte mich einfach vollkommen falsch in diesem Raum. Ich wollte flüchten. Ich fühlte mich beinah schon aus meinem Körper schwinden und mir drohte schwindelig zu werden. Ich sah mich am Meer, ich sah mich immer wieder auf dem Anathema-Konzert. Ich spürte, wie ich das als viel heilsamer empfand in der Gegenwart zu genießen, als in der Vergangenheit nach Traumata zu wühlen. Ich konnte einfach nicht fühlen, was er erzählte. Es fügt sich alles, ohne dass ich in die Tiefe einer Vergangenheitsbewältigung hinein muss. Es wird auf anderer Bewusstseinsebene etwas heil. Das war ein intensives, inneres Durchleben und eine Erkenntnis für mich selbst...

Und ich sah mich wieder am Meer und mir tat sich das unbändige Gefühl auf, dem einfach nachzugehen. Ich spielte immer tiefer mit dem Gedanken, das hier einfach abzubrechen. Erst als am Nachmittag die erste Behandlung auf der Liege begonnen wurde, kam ich ein stückweit wieder zu mir. Diese Art zu behandeln tut mir einfach so gut. Ich war bewusst und präsent, als ich meine Übungspartnerin behandelte und unser Erfahrungsaustausch deckte sich mit unser beider Empfinden und Intuition. Und ich strudelte in andere Welten, als sie mich behandelte. Ich sah Bilder, hörte Töne, ich fühlte, wie sich etwas ordnete und sortierte, wie eine bestimmte Ebene in mir „glatt“ wurde. Und mein Körper unterstrich das, indem er sich öffnete und weit atmete. Meine Übungspartnerin bestätigte mir das, sie sagte, alles fühlt sich ganz weit und wohlig an.

Beim Gruppenaustausch am Ende erzählte ich das so. Dass ich davonschlummerte und andere Welten betrat, aber trotzdem spürte, dass etwas passierte, ohne dass ich das genau benennen oder bestimmen konnte. Ich sah keine Ahnen oder konnte erklären, wie sich spezifisch wo, was in mir veränderte. Ich fühlte einfach den Fluss, der sich von selbst regulierte. Mein Seminarleiter W. sah darin wohl ein tief sitzendes Problem und schob das in meine „ProblemThematik“-Schublade. Wohl auch, weil ich zu Beginn kein Gefühl zu meinen Familienmitgliedern und Ahnen aufbauen wollte und das bei ihm als Verweigerung ankam. Wahrscheinlich habe ich wohl ganz viel zu verbergen, wovor ich gerade Angst habe, so seine Gedanken, die mich erreichten… Er nahm mich oft nicht ernst und dass er sich vor der Gruppe anmaßte mir zu erklären, dass ich nicht bewusst genug wäre, weil ich davonschwebte (meine Traumwelt ist der beste Heilort für mich, den es gibt…), erklärte dann meine Verschlossenheit der Gruppe gegenüber. Witzigerweise erzählten viele der Teilnehmer ähnliches, nur sie formulierten es anders. Sie schliefen nämlich einfach nur ein und da war es wohl völlig in Ordnung unbewusst zu sein. So manches Mal kam mir das mit ihm und mir schon wie ein kleiner, indirekter Machtkampf vor, weil ich nicht zu hundert Prozent dem folgte, was er seit Jahren lebt… Andere finden ihn wohl wahnsinnig faszinierend, wenn er sich mit seinen Behandlungserfolgen schmückt und seine Bühne für seinen Auftritt bereitet. Eigentlich sah ich darüber immer hinweg und fand es nur spannend, wie andere mit großen Augen an seinen Lippen klebten. Jeder hat so sein Steckenpferd und er braucht eben seinen Mittelpunkt und seine Streicheleinheiten. Und so konzentrierte ich mich auf das, was ich mitnehmen wollte. Das war mit jeder Faser diese Art der Körpertherapie. Und er hat eine Menge Wissen, welches er zu vermitteln wusste. Nicht alles stieß auf Resonanz in mir, aber das muss es ja auch nicht.

Ich beschloss also am Ende des Tages meinem Impuls zu folgen und ihm offen mein Empfinden zu vermitteln. Er nahm es anfangs hin und legte mir sogar meinen Wunsch in den Mund hier abzubrechen. Dabei beließ er es allerdings nicht. Plötzlich endete es in einem cholerischen Tobsuchtsanfall und er schrie mich an. Ich erstarrte kurz und Stück für Stück realisierte ich, was hier eigentlich abging. Trotz, dass meine Halsschlagader anschwoll und pumpte und pumpte, weil es mich eben nicht kalt lässt, wenn mich jemand anschreit, musste ich innerlich sogar ein bisschen schmunzeln, ob des Theaterstückes, welches er gerade aufführte. Er tat eigentlich genau das Gegenteil von dem, was er immer predigte. In liebevoller Achtsamkeit und Offenheit, blabla – nichts davon war gerade mehr von Bedeutung. Er sah mich gar nicht – hat mich nie wirklich gesehen. Er stieß auf etwas in mir, was er in sich ablehnte. Als er lauter wurde, stand ich einfach auf und ging. Ich muss mich nicht anschreien lassen für eine Sache, die ich freiwillig tue…

Das war es wohl. Meine Ausbildung ist an diesem Ort nun zu Ende und ich weiß jetzt auch warum…

Auf dem Rückweg war ich dann in Gedanken, in Zweifel und in dennoch immer wieder dazwischen auftauchender Bestätigung… Und ich fuhr mit der U-Bahn in die komplett andere Richtung, als ich eigentlich wollte und bemerkte es erst, als ich schon fast am Ende war. Wenn das kein Zeichen ist…;) Es musste wohl so kommen. Mit viel Explosion und Action. Es passt gerade alles zusammen...

Ich habe beschlossen nur noch zu genießen und mich nicht mehr in irgendwelche Zwänge zu verwurschteln und mich anzupassen. Wozu auch? Wenn ich mich ganz und gar fühle, glücklich und ausgeglichen, was mehr kann ich mir hier in diesem Leben wünschen?

Ich fuhr zum Meer und fühlte mit jedem Moment die Richtigkeit meiner Entscheidung.
Mir wurde ein Sternenschnuppenregen im Universum geschenkt, welcher das alles nicht hätte besser besiegeln können…
Ich hatte nicht mal einen Wunsch, weil gerade irgendwie alles da ist…

Und zu meiner Überraschung laß ich dann einen Artikel, der mich staunen ließ, weil ich genau das gerade durchlebte…

 

10.10.2010 um 21:05 Uhr

Flying to earth

von: Tigerschnute   Kategorie: Urlaub



Und immer wieder...
neu.
Morgens beim Aufwachen, abends zum Einschlafen.
Den ganzen Tag davon begleitet.
 

Durch Wald, durch Meer, durch Sonne, durch Wind.
Zum Horizont.
Mit allen Elementen vereint. Komplett. Ich fühl mich ganz.


Sternschnuppenregen.

Und immer wieder der Gedanke: Hier bin ich richtig.





Augenblicksfreuden umarmen die Ewigkeit.
Glück geht zu Herzen...

06.10.2010 um 08:42 Uhr

Noten inhalieren

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

... Und nun halte ich solange den Atem an, bis heute Abend ist. Vielleicht vergeht der Tag dann schneller... Und während des Abends atme ich die Musik auf und seufze sie wieder aus. Und danach halte ich wieder den Atem an und hoffe, dass die Magie nie wieder aus mir rausgeht...

 

05.10.2010 um 16:58 Uhr

Atem des Lebens

 

Bei einer inneren Beobachtung fiel mir letztlich auf, dass ich manchmal das Atmen vergesse. Wenn ich innere Bilder wahrnehme, dann halte ich den Atem an oder atme ganz flach. Herr SpiegelHerz machte mich mal darauf aufmerksam. Er sagte, so nehme ich meine Präsenz weg und mache mich unsichtbar. Das stimmt irgendwie, denn durch das Nichtatmen nehme ich mich aus der stofflichen Welt raus, ziehe mich in die Feinstofflichkeit zurück und werde astral. Ich nehme so Kontakt mit meiner inneren Welt auf. Ich merkte richtig, wie ich mich immer wieder ans Atmen erinnern muss um alle Ebenen wahrzunehmen und ganz zu sein. Ich bin ja nicht nur Astralkörper.
Früher habe ich dieses Nichtatmen praktiziert, wenn ich mich vor der harten Welt, da draußen schützen wollte, wenn ich vor der „Realität“ flüchten wollte. Ich habe mich in meine innere Welt verkrochen und dort alles heil gemacht, was heil werden wollte. Manchmal wurde ich nicht gesehen, oder gehört und ich wusste nicht warum. Auch meine Traumwelt war ein Zufluchtsort.
Ja: war! Jetzt ist eine neue Zeit. Jetzt ist bewusster, als früher. Jetzt weiß ich, wo ich bin, wenn ich nicht atme. Und beinflusse meine Präsenz, wenn ich bewusst atme. Und jetzt habe ich auch Teil an meiner Erdseite, ohne meine Flügel dabei verloren zu haben…

 

04.10.2010 um 10:07 Uhr

We’re here because we are here

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

Darauf hab ich nun gefühlte Äonen gewartet und mich gefühlte blumenübersäte Felder lang gefreut!

Vorab eine Anmerkung:
Liebe Lady_Bright und lieber Zwischenweltler, solltet ihr Euch unvoreingenommen und erwartungsfrei auf das Erlebnis am Mittwoch stürzen und auch legen wollen, dann solltet ihr hier und jetzt vielleicht nicht unbedingt zulesen. Wenn ihr euch aber unabhängig und stark genug fühlt und keineswegs von Außen in irgendeine Richtung geführt fühlt, dann lest und lasst euch selbst überraschen. ;)




Vielleicht sollte ich deshalb nicht unbedingt als erstes schreiben, dass es das weltbeste Konzert war und ich mich quiiietschend und glucksend vor lauter Glücksgefühlen auf die Fortsetzung am Mittwoch freue! *quiiiiiiiietsch* *glucks,glucks* *hinundherrutsch* *hibbel* *freu,freu,freu*

Vorab gesagt: Ich bin ein Fan. Und ich liebe sie!
Das ist es auch, was mich jeden Song hat auf intensivste Weise mitfühlen und miterleben lassen. Ganze zweieinhalb Stunden lang!!! Ganze 28 Songs lang!! Sowas hab ich noch nie erlebt!

Anathema ist eine Band, die irgendwie bis heute ein kleiner Geheimtipp ist. Das ist keine Band, die Hallen füllt. Irgendwie findet nicht jeder Zugang zu ihr. Aber wenn, dann bleibt sie. Es gibt sie seit ungefähr 20 Jahren und wurden ursprünglich mal in Metal eingestuft. Aber eigentlich kann ich sie so nirgendwo zuordnen. Außer meinem Herzen. Und da gibt es keine Schubladen. Da ist alles quer und bunt und unsortiert. Da passt nicht eine Socke zueinander. Und wenn doch, dann haben sie sich zueinander hingezogen gefühlt und sich auf schicksalhafte Weise gefunden. Ein unsortierter Haufen Chaos, in dem alles seinen Sinn und seine Ordnung hat. Wie im Universum.
Ich wollte gerade erwähnen, dass ich abschweife… Aber das tue ich gar nicht. Ich bin im Universum gelandet und das passt. Ich schloss die Augen und sah die Erde… Die Texte sind so licht geworden. Die Band hat sich so sehr entwickelt. Da ist soviel Weisheit. Sie sind bei mir angekommen. Das ist Weltmusik, die mich aufs Tiefste trifft. Die Tore und Türen öffnen. Sie schwangen in Resonanz mit dem Publikum, in dem es so ein blindes Verstehen gab. Sie kommunizierten nicht in großen Worten und ehrlich gesagt fiel mir das gar nicht auf, dass sie nicht sprachen. Denn sie erzählten auf ganz andere Weise. Sie verbanden sich mit uns. Es war eine Einheit. Und ich konnte zwischendurch kaum glauben, dass sie sich immer wieder von Neuem die Gitarre umhangen. Ich fragte mich, wie sich wohl ein Konzertbesucher fühlte, der nicht jeden Song kannte. Ob er nicht mehr stehen konnte? Ob er dachte, wann hört das auf? Und dann dachte ich an letztes Jahr, als ich sie das erste Mal erleben durfte und gerade mal einen Song kannte. Ich dachte an den kleinen Club, in dem es sehr übersichtlich war. Und ich dachte daran, wie ich in keiner rockigen, abgefeierten Konzertstimmung war. Die Vor“bands“ waren wie zarte, weichgespülte Kuschelrock-Musik, auf hohem Niveau. Irgendwie, als wolle man augenblicklich ein kissengefülltes Lümmelsofa aufsuchen… Und dann kam der Hauptact und der beamte dich sowieso in andere Sphären, wo die ganze Welt ein schwebendes Lümmelsofa war. Ich fühlte mich geborgen, eingehüllt, angekommen… zu Hause… In einem Gefühl zu Hause… Sie sprachen zu mir. Eindringlich. Mein Herzschlag passte sich dem der Band an. Wir hatten denselben Rhythmus. Ich ließ mich fallen in mich, in sie, in die ganze Welt. Ich nahm nichts mehr um mich herum wahr. Manchmal krampfte sich mein SolarPlexus zusammen und wollte weinen, schluchzen, schreien, seufzen, quietschen, platzen vor lauter Glück. Wäre als nächstes kein etwas rockigerer Titel gekommen, wäre ich geplatzt oder durchgedreht oder verrückt geworden oder geplatzt oder alles gleichzeitig. Und ich dachte immer wieder, das hier kann die ganze Nacht gehen. Ich liebe sie, ich liebe sie, ich liebe sie. Ich wusste sowieso nicht mehr, wo und wann ich war. Zeitlos, Orientierungslos. Dann öffnete ich wieder die Augen, blickte hinter mich, sah strahlende und irgendwie abwesende (und doch so da wie nie) Gesichter und erkannte mich selbst. Sie fühlten gerade genau das gleiche!

Es war ein perfekter Tag. Und ein perfekter Schokokaramellsoßen-auf-Kirschen-auf-Sahnehäubchen-Abend!

Hab ich was vergessen?

Achja:


Hach!

Hach!

Hach!


01.10.2010 um 10:42 Uhr

Wandlung

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Nach elf Jahren, mache ich nun einen Schritt ins Unbekannte. Ich laufe einfach los und fühle dabei, wie sich mein Weg manifestiert. Ich muss nicht wissen wohin, oder warum. Es gibt so viele Gründe, so viele Ideen, so viele Möglichkeiten, dass mir schwindelig würde, wenn ich sie alle von allen Seiten betrachten würde. Ich fühle all diese verschiedenen Ebenen. Aber es macht keinen Unterschied. Es ist egal, denn eines überwiegt: Meine innere Stimme. Meine Sicherheit, wo äußerlich eigentlich keine Sicherheit greifbar ist. Es ist nichts Physisches, nichts Greifbares. Das lässt unsere menschliche Seite zweifeln und jagt ihr Angst ein. Manchmal kommen Zweifel und ich fühle nach, woher diese Zweifel kommen. Was ist es in mir, das einen Schritt zurück möchte? Und in diesem Moment ist es die Angst. Die auferlegte und irgendwann einmal automatisch angenommene Angst. Wenn ich erkenne, wer in mir diesen Schritt möchte, ohne es abzulehnen oder weghaben zu wollen, dann kann ich entsprechend handeln. Ich beobachte und erkenne. Und dann kommt das Handeln von allein. Ja, ich fühle mich stark und ich fühle mich mutig. Aber das ist etwas, was einfach irgendwie passiert, wenn meine Zeit dazu gekommen ist.

Es ist etwas, das ~ist~
In der nichtpolaren Welt, dem Universum, da gibt es kein Richtig, kein Falsch, kein Oben, kein Unten, kein Misstrauen, kein Vertrauen, keine Angst, keine Sicherheit. Da ist es einfach „nur“. Ich verstehe das vollkommen. Doch jetzt kann ich es auch fühlen… Ich möchte es Dasein lassen, während ich meine menschlich, physischen Erfahrungen sammele.

Der gestrige Abend war spiegelherzlich, aber dieses Mal war ich bei einer bewussten Frau, die das Wesentliche liebevoll zum Vorschein bringt. Sie bringt dich intuitiv zu deinem wahren Kern und lädt dich ein, bewusst zu fühlen, wenn du es möchtest… Wenn ich bei ihr war, dann strahle ich aus meinem tiefsten Innern und fühle mich bestärkt in meinem Sein. Ich nehme mich an. In jedem Moment…

Und dann ziehe ich auch noch diese Karte...