~ Panta Rhei ~

25.12.2012 um 17:16 Uhr

Bunt und leicht.

 

Und dann gab es wieder ein Tief in mir und ich suhlte mich im Dreck. WILL ich mir wirklich in diesem Maße Schmerz selbst zufügen? Ich muss durch den Schmerz, ich muss ihn fühlen... blabla... Das ist doch selbst zusammengekaut. Lächerlich. Fühlen ja. Aber doch nicht darin baden! Ich hab entschieden, dass damit jetzt Schluss ist. Ich möchte nun Geborgenheit und Kraft in mir selbst finden und in anderen Dingen, auf die ich meinen Fokus legen MÖCHTE. Es kann doch nicht sein, dass ich diese Geborgenheit total von einem Menschen abhängig mache. Ich stelle mir vor, wie ich Kraft und Liebe aus mir selbst heraus schöpfe und mich das leicht, beschwingt und glücklich sein lässt... Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich kontrollieren will... Aber je klarer und öfter ich Stopp! sage und mich einfach - ganz einfach - dafür entscheide glücklich zu sein, desto leichter wird es sein, diese Fallen zu entlarven. Nichts ist schwer, wenn ich es nicht will. Mich einfach nicht zu ernst nehmen. Über mich selbst lachen. Ich male die Welt, wie sie mir gefällt!

 

23.12.2012 um 00:49 Uhr

Aufatmen

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Ich glaube, ich habe noch nie so viel Dunkelheit und Schmerz auf einen Haufen erlebt. Unendliche Traurigkeit, Wut und Verzweiflung wechselten sich ab… dazwischen mal ein, zwei Lichtblicke, damit ich noch weiß, wofür den ganzen Scheiß überhaupt… aber ansonsten Verstrickung, Projektion und eigens erschaffene, innere Hölle. Das Tor zur Befreiung, oder so. Oh man, ich hatte keine Kraft mehr, der Schnippmoment schien weit weit entfernt und wurde täglich sehnsüchtig herbeigewünscht. Manchmal dachte ich: Jetzt geht’s bergauf, jetzt bin ich aus der akuten Phase. Dann gabs einen Moment, der alles wieder abstürzen ließ. Ich suchte nach Hilfe. Hier und Da. Am Ende war ich noch verwirrter und wusste gar nicht mehr wohin, was ist richtig, was soll ich machen. Distanz? Oder nicht? Kontakt? Selbsthilfegruppe? Haha. WIE kann ich den verdammten Schmerz endlich loswerden. Ja. Klar. Das ist der Schlüssel, ich weiß. Den Schmerz fühlen. Nicht im Denken verstricken, wie könnte was besser sein. Mein Hirn ist echt faszinierend. Es denkt sich Dinge im Ideal zusammen und ich glaube es so sehr, dass ich es fühlen kann. Aber Täuschung hat viele Gewänder. Ich soll ja nichts richtig machen, ich sollte nicht so oder so sein. Der Schmerz der da ist, möchte gefühlt werden, möchte angesehen werden, möchte hin- und hergewiegt werden, wie ein weinendes Kindlein. Die Feen basteln sich ein weiches Bett aus dem, wovor sie Angst haben und legen sich hinein. Genauso. Schließe Frieden. Endlich.

 

Und heute ist ein Knoten geplatzt. Nicht durch Strategie, oder Taktik, oder Manipulation oder Kontrolle, wozu ich die letzten Wochen immer wieder mal neigte. Und. Auch nicht durch Distanz. Distanz hat es furchtbar in mir werden lassen. Wie ein wüster, dunkler Strudel, der immer tiefer strudelt und Kälte bringt. Wir erreichten uns…. durch pure Herzenswärme. Durch ein Gespräch mit meiner größten Angst, gespiegelt in meinem liebsten Herzensfreund. Ich hab mein Herz sprechen lassen und genau in seins getroffen. Er hat sein Herz sprechen lassen und genau in meins getroffen. Mein Herz wurde wieder mit Liebe gefüllt. Und das letztendlich, weil ich auf niemanden gehört habe, als auf mich selbst. Alle Ratschläge haben mich inspiriert, aber auch komplett verwirrt und teilweise von mir weggebracht. Ich war nicht da. Jetzt weine ich, weil die Fesseln um mein Herz gesprengt wurden. Weil ich wieder „sehen“ kann… DICH! Und nicht meine Projektion, mein Bild von dir. Ich fühle wieder, was du fühlst. Fühle dadurch wieder mich. Endlich kann ich dich gehenlassen. Im Wissen, dass wir uns niemals verloren gehen. Im Wissen, wer ich für dich bin, wer du für mich bist und wer wir sind! Im Wissen, dass du da bist für mich. Du Anteil an meinem Leben hast und ich dir trotzdem dein Leben lassen kann. Dir endlich alles Liebe wünschen kann... und es wirklich so meine. Es ist noch nicht komplett geheilt, aber auf dem besten Weg. Es schnürt mich nicht mehr so ein, macht mich nicht mehr so eng. Du hast dich mir gezeigt. Ich darf ein Stück aufatmen. Und dafür danke ich dir von ganzem Herzen!

 

17.12.2012 um 23:29 Uhr

Vom Gehenlassen

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Loslassen ist das Schwerste, sagt man.
Bisher fiel es mir recht leicht loszulassen. Ich kann mich jedenfalls nicht bewusst an Situationen erinnern, an denen ich lange und schmerzhaft unter einer Trennung -von wem oder was auch immer- gelitten hätte. Sicher war ich traurig und weinte meine Tränen, aber ich hatte immer Urvertrauen und immer diese Gewissheit, dass alles gut so ist und seinen Sinn hat. Es gibt immer eine Instanz in mir, die sich von Emotionen loslösen kann und beobachtet. Das ist sehr hilfreich bei schmerzhaften Prozessen. In verschiedenen Dimensionen gleichzeitig umherwandern zu können. Das macht es komplex und schwierig verständlich für meine Umwelt und es trainiert immer wieder meine Geduld und Akzeptanz. Zumindest konnte ich mich mit aktivem Ausleben meiner Gefühle immer ganz gut ausdrücken und somit den Schmerz gut auflösen und loslassen.

Jetzt allerdings stecke ich etwas tiefer. Jetzt gibt es da Ängste in mir, die ich so kaum kenne. Verlustängste, Angst vorm Verlassenwerden, tiefe Angst loszulassen. Sie bohrt sich von ganz Innen nach Außen und lässt mich den Schmerz teilweise extrem spüren. Es ist, als fühlte ich, eine Lebensphase endgültig zu verlassen und zu verabschieden. Und hier zeigt sich, wer an meiner Seite bleibt, weiter an meinem Leben teilhat, und wer geht. Es ist eine Prüfung. Eine Prüfung mich aus Abhängigkeiten endgültig zu lösen. Und ich ahnte ja nicht, wie tief diese einst lange gesäte Wunde sitzt. Es schmerzt. So richtig. Ich drehe mich im Kreis. Mir geht’s so schlecht wie lange nicht. Und ich weiß, ich „muss“ durch diese Enge um mich endgültig zu befreien. Ich möchte wieder so tiefen Frieden finden, dass ich alles akzeptieren kann, womit mich das Leben konfrontiert. Doch dafür muss ich zum Ursprung dieses Gefühls und mir erlauben, alles zu fühlen. Und trotzdem meiner Objektivität und Klarheit Raum geben.

Vielleicht wird es hier noch etwas länger dauern, als *schnipps*, aber vielleicht auch nicht. Vielleicht kommt *schnipps* auch in der nächsten Sekunde. Ich warte, beobachte........

…und weine trotzdem.

 

17.12.2012 um 00:19 Uhr

Wie ein Blitz!

 

 

Ich bin fasziniert zu beobachten, wie schnell Wandlungen und Heilung mittlerweile geschehen. Es braucht nur ein Gedanke, eine bewusste Beobachtung, einen kurzen Atemzug, ein Innehalten, eine sekündlich durchströmende Gewissheit… und das Loslassen, das Freilassen, die Erkenntnis – ja – die Heilung folgt diesem einen kleinen bewussten Augenblick. Ganze Themen  können mit einem Fingerschnipps von einem Moment auf den anderen transformiert werden, wenn die Bereitschaft, die Akzeptanz und die Bewusstheit anwesend ist. Es braucht keine komplizierten Rituale oder langwierigen Meditationen. Es braucht „nur“ Mut und Entscheidungswillen. Den Mut, sich selbst zu leben und zu zeigen. Und die Kraft „Ja“ zu sagen. Ja zu sich selbst!

 

*schnipps*