~ Panta Rhei ~

08.07.2011 um 11:56 Uhr

Der Baum des Lebens

 

Ein sehr nachhaltiger Film voll mit schwerem Stoff und sagenhaften Bildern. Stille, die jede Pore öffnet. Ein einziges Kunstwerk. Ich wusste nicht, was ich von dem Film halten soll. Hin- und hergerissen... verstehend, warum Menschen vorzeitig das Kino verlassen... aber selbst zu gefesselt und mitgenommen auf einer philosophischen Reise. Kein Popcornkino. Nachdem mich der Film nun nach drei Tagen immer noch einholt und ein intensives Gefühl hinterlässt, hab ich nun beschlossen, dass hier ein eindrucksvolles Meisterwerk - mit sagenhaften Schauspielern und tiefbewegender Musik kreiert wurde - welches weit über den Horizont hinaus geht............. ~~~

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSeren_a schreibt am 08.07.2011 um 12:02 Uhr:Danke dafür... Die Bilder sind wirklicöh großartig... ich werde ihn mir sicher ganz ansehen.
  2. zitierenTigerschnute schreibt am 08.07.2011 um 12:10 Uhr:Du wirst ihn verstehen. Viel darin (wieder)finden.
    Unbedingt im Kino schauen. Die Bilder sind überwältigend. Ich konnte mich kaum bewegen, aus Angst mit jeder äußeren Bewegung, jegliche innere Bewegung zu verwischen. Jedes atmen war noch zu laut... Ich staunte nur.
  3. zitierenSeren_a schreibt am 08.07.2011 um 12:19 Uhr:Oh ja, Kino... ist zwar gar nicht mein Ding, aber manchmal sollte man wirklich...
  4. zitierenapres schreibt am 09.07.2011 um 23:52 Uhr:Deine Eindrücke erinnern mich an den Film \"The Fountain\". Falls du ihn noch nicht kennst, lege ich ihn dir sehr ans Herz. Allerdings gibt es auch hier viele, die diesen Film für ausgemachten Schund halten.

    Ich würde mir The Tree of Life auch sehr gerne ansehen, aber irgendwie zeigt ihn hier in der Nähe kein Kino.
  5. zitierenSeren_a schreibt am 10.07.2011 um 00:41 Uhr:Hey apres, ich habe mir gerade auf youtube den Trailer zu \"The Fountain\" angesehen und habe festgestellt, dass ich ihn schon mal im Fernsehen gesehen habe... der deutsche Titel war \"Der Quell des Lebens\". Ich fand ihn wundervoll, sehr beeindruckend. Habe davon auch im Blog kurz geschrieben, das war vor fast genau zwei Jahren. Und ja, ich kann mir vorstellen, dass einige das für Quatsch halten.
  6. zitierenZwischenweltler schreibt am 11.07.2011 um 09:12 Uhr:Leider läuft der Film (offenbar wegen fehlender Resonanz) nur noch in Szene-Kinos. Gestern habe ich ihn gesehen, und ich muss sagen, das ist wirklich großes aber auch streitbares Kino. Mehr als einmal vergaß ich zu atmen, so überwältigend sind die Bilder und - mehr noch - die Schnitte, welche den nötigen Raum bereitstellen, die eigenen Gefühle herauskommen zu lassen.
    Und, Schnute, Du hast recht: Auch ich habe drei Zuschauergruppen beobachten können. Die, die überhaupt keinen Zugang finden (15% haben das Kino vorzeitig verlassen); die, welche den Film uneingeschränkt annehmen können (was sicher nur streng religiösen Menschen gelingt); und diejenigen, die in diesem Film einen Katalysator für eigene Gedanken und Bilder sehen.
    Eine Sache finde ich schade. Der Film stellt zwar viele richtige Fragen, bietet aber lediglich eine unisone Antwort: \"Wer ohne Liebe ist, geht am Leben vorbei.\" - Das ist mir einfach zu eng gedacht und als Antwort zu mager. Dabei bietet die erzählte Geschichte doch eine Unmenge an Stoff, welcher im Grunde gar nicht oder nur am Rande mit Glaubensfragen zu tun hat.
    Das ändert jedoch nichts daran, dass ich diesen Streifen für ein cineastisches Meisterwerk halte. Die Bilder berauschen, und die Verknüpfung mit der passenden Musik sowie die Überblendungen mit tonlos schwarzen Sequenzen erzeugen eine schwer zu beschreibende Spannung. Alleine die verwendeten Originalaufnahmen vom Hubble-Teleskop (Stichwort Pferdekopfnebel) oder das Vorbeiziehen des Merkur vor der Sonnenoberfläche, aber auch die vielen genialen Natur- und Landschaftsaufnahmen sind schon an sich einen Kinobesuch wert. Wer obendrein noch einen persönlichen Bezug zum Stoff der Geschichte findet, wird ganz sicher sehr nachhaltig von diesem Film beeindruckt sein.

    Mein Fazit: Ein Film der stark polarisiert und auch sehr stark triggern kann. Es wäre in jedem Fall gut, zu wissen, worauf man sich einlässt, bevor man die Ticket kauft.
  7. zitierenTigerschnute schreibt am 11.07.2011 um 16:06 Uhr:Genau das war auch mein Eindruck - schon vorher. Der Film polarisiert. Und ich steh dazwischen, sehe beide Seiten - kann beide Seiten nachfühlen, entscheide mich aber am Ende für das nachhaltige Gefühl. Ich finde dieser Film bietet sehr viel Fläche für Antworten. Es werden Fragen mit der von uns bekannten Sprache gestellt und es kommen die Antworten in Bildern. Der Film lebt von den Bildern. Die Familie ist das perfekte Beispiel für die Polarisierung. Mutter einerseits, Vater andererseits und die Kinder \"dazwischen\" - vor allem das \"Hauptkind\" welches so genial reflektiert und beobachtet, was um sich herum und in sich selbst geschieht, aber dennoch mit den Schatten seiner Eltern konfrontiert und scheinbar unterlegen ist. Malick sprengt hier Konventionen - es geht weit über den Christentum hinaus... Ich finde dieses Beispiel dieser Familie in den Fünfzigern perfekt gewählt. Und ich werde mir den Film diese Woche noch einmal geben, um nochmal in die Bilder einzutauchen und noch ein wenig tiefer zu sinken...

    Danke für Deinen Eindruck!
  8. zitierenTigerschnute schreibt am 11.07.2011 um 16:09 Uhr:apres, den Film hab ich schon mal angefangen, aber der Zeitpunkt war noch nicht der richtige. Schon zu Beginn, fühlte ich in welche Ebenen der Film geht und wieviel ich darin wiederfinde. Der steht definitiv noch auf meiner Liste zur Vollendung!
  9. zitierenZwischenweltler schreibt am 11.07.2011 um 16:33 Uhr:Ja, so sehe ich das auch. Der Film bietet eine unglaubliche Breite an Interpretationsspielraum. Vor allem auch deshalb, weil wahrscheinlich sehr viele Zuschauer zumindest Splitter eines persönlichen Kontextes darin finden können und sich gerade dadurch berührt fühlen.
    Ich finde es nur schade, dass Papa Brad in gewisser Weise stigmatisiert wird. Vielleicht war das notwendig, um den Mechanismus der memischen Vererbung (als Pendat zur genetischen Vererbung) dazustellen. Mir hätte es besser gefallen (also von der grundsätzlichen Filmidee her), ihn in das angedeutete spirituelle Lösungskonzept einzubeziehen.
    Aber ich will den Film hier nicht in meinem Sinne sezieren, deshalb:
    Unbedingt selber anschauen und wirken lassen!
  10. zitierenSeren_a schreibt am 12.07.2011 um 01:53 Uhr:Liebe Tigerschnute, Serena wollte nicht so recht, aber Annabel war nun für sie im Kino ;) (Heute war der letzte von vier Tagen.) Ich habe bei mir im (neuen) Blog die ersten Eindrücke geschildert oder es zumindest versucht. Herzlichen Dank für diesen Eintrag, der mich auf den Film aufmerksam machte... er passte zeitlich absolut perfekt. :)
  11. zitierenTigerschnute schreibt am 15.07.2011 um 20:09 Uhr:Ich glaub der war hauptsächlich für Dich, Annabel (freut mich diesen Namen hier jetzt lesen zu dürfen:)... :)

    Hab ihn jetzt ein zweites Mal gesehen. Und wie schon vermutet, durfte er diesmal tiefer sinken. Ich war nicht mehr so verwirrt und ich konnte jede Szene auf mich wirken lassen. Beim ersten Mal ging alles so schnell und doch zog es sich in die Länge. Jetzt hab ich ihm Zeit gegeben und jedes Bild ist so herrlich durchdacht. Überall gibt es in den kleinen Details Antworten. Alles hat seinen Platz und seinen Sinn...
  12. zitierenSeren_a schreibt am 20.07.2011 um 22:38 Uhr:Liebe Tigerschnute, könntest Du bei Annabel irgendwo einen klitzekleinen Kommentar hinterlassen (und wenns nur Mäh wäre ;)) Annabel (mitsamt Serena) ist nämlich zu dumm, einen bestimmten Blog zu finden und weiß nicht, wie sie Dich sonst zu Annabels Favoriten hinzufügen könnte... (und das möchte sie unbedingt)... :)
  13. zitierenBloomsbury schreibt am 01.08.2011 um 13:37 Uhr:Scheint ein schöner Film zu sein. Danke für den Hinweis! :-)
  14. zitierenStefan Wehmeier schreibt am 11.11.2011 um 17:17 Uhr:Baum des Lebens = Geldkreislauf
    Baum der Erkenntnis = Geldverleih
    Frucht vom Baumm der Erkenntnis = Urzins

    Wer - ob "gläubig" oder "ungläubig" - es vorzieht, in religiöser Verblendung zu verbleiben, wird das Offensichtliche leugnen; wer dagegen aus dem geistigen Tod der Religion auferstehen will, muss genau hier anfangen zu denken:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/11/der-baum-des-lebens.html

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