~ Panta Rhei ~

10.12.2010 um 00:32 Uhr

Vertrauen

von: Tigerschnute   Kategorie: SpiegelHerz


Und sie saß da und kämpfte mit den Tränen.
Da war nur ein Wort: Vertrauen.
Ihr Thema.
Und B. sowie ihre Beziehung halfen ihr dabei dieses Thema zu erkennen.
Sie sagt, sie ist so unendlich traurig, ihn verletzt zu haben, indem sie ihm misstraute. Und sie hat Angst selbst verletzt zu werden. Doch wem misstraut sie eigentlich wahrhaftig? Ihr Bauch sagt, da ist Liebe für ihn. Reine Liebe, die ganz und gar vertraut. Doch ihr Kopf baut Konstrukte. Und eine Handlung im Außen unterstützte ihr Konstrukt, machte es stabiler. Nur übersah sie dabei, dass dieses Konstrukt schmerzt. Und dass dieser Schmerz und diese Härte nur ihr galt, erschaffen im Innen um im Außen Resonanz zu finden. Denn wem misstraute sie hier eigentlich? Ihr Herz sagt: JA! - ihr Kopf sagt: NEIN!... sie misstraute sich selbst. Sie misstraute ihrem eigenen Herzen, ihrem eigenen Gefühl und bestraft sich nun selbst dafür. Sie suchte bei ihm, obwohl der Schlüssel in ihr liegt.

Als sie das erkannte, atmete sie auf, weinte nicht mehr und sah klarer. Sie ist durch die Beobachtung wieder ein Stück bei sich selbst angekommen. Und das verdient Hochachtung. Hochachtung für die Selbstachtung.

Es ist so wundervoll teilhaben zu dürfen während ein Prozess geschieht.

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenVomFeuerkind schreibt am 21.12.2010 um 12:50 Uhr:Ich dachte im ersten Moment, du redest von mir. Ich mache sowas ständig. Mein Gefühl sagt mir eines und mein Kopf etwas anderes. Auch beim Pferdeflüsterer. Aber je mehr ich darauf vertraue, das mein Bauch auch ne Daseinsberechtigung hat, desto eher kann ich auch IHM vertrauen. Und ich vertraue dem Pferdeflüsterer immer mehr. Und ich höre auf, diese inneren Konstrukte zu bauen. Zurück bleibt reine Liebe und ein tiefes Vertrauen und Sicherheit. Es ist, als wäre etwas geheilt.
  2. zitierenNeori schreibt am 06.05.2011 um 14:20 Uhr:Ich musste soeben schlucken, als ich diesen Text hier las... im Augenblick befinde ich mich in einer ähnlichen Situation. Das Herz liebt (und es hört keinen Moment damit auf), doch der Kopf weiß (und hier liegt leider der Unterschied zu dem obigen Text *seufztleis*) Dinge, die mit dem Gefühl des Herzens nicht in Vereinbarung treten können. Es schmerzt nicht zu wissen auf welche Seite man hören kann... und wie soll man überhaupt hören können, wenn doch das Herz trotz allem nicht aufhört zu lieben?

    Abschließen können. Vertrauen wiederfinden.
    Schmerzvoll, wenn nichts von beidem geht...
  3. zitierenTigerschnute schreibt am 26.05.2011 um 03:58 Uhr:Schmerzvoll ja... Dann hat es immernoch seinen Sinn, dann braucht es immernoch Aufmerksamkeit. Der Grund wird sich irgendwann offenbaren, aber jetzt und für diesen Moment ist es wichtig zu lieben, um zu erkennen. Sich selbst zu erkennen. So schwer und schmerzvoll es auch sein mag. Die Liebe ist der Motor zur Heilung und das oft erst durch den Schmerz. Lebe und erlebe alles in der Tiefe. Ich wünsch Dir das Beste!

Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.