~ Panta Rhei ~

03.09.2010 um 12:18 Uhr

I have a Dream

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

Ich träume. Gerade jetzt habe ich das Gefühl zu träumen. Aber ich bin hellwach. Es ist auch kein Tagtraum, den ich da habe. Es ist dieses Leben, welches ich hier führe und welches nicht in das wache Leben passt. Selbst wenn ich schlafe, bin ich wacher. Wenn ich schlafe, träume ich. Und wenn ich träume, dann bin ich echt. Dann bin ich Ich. Sogar in meinen Träumen bin ich oft wacher und bewusster – luzid. Aber gerade jetzt, da schlafe ich – ohne zu schlafen. Ich träume ein Leben, welches nicht zu mir passt. Ich lebe einen Traum. Aber nicht im Sinne von Ich-habe-alles-was-ich-mir-wünsche. Im Sinne von Ich-sehne-mich-nach-allem-was-ich-mir-wünsche. Ich bin hellwach. Und ich träume. Ein Routinetraum. Wenn ich hier einmal gehen sollte…. Ich werde gehen. Und ich werde mich vielleicht sogar noch einmal umdrehen. Nur um zu gucken, ob ich gerade wach werde.

Letztens habe ich erlebt, wie es sich in der Zukunft anfühlen wird, wenn ich nicht mehr hier bin. Ich fühlte, was ich einmal fühlen werde. Und dieses Fühlen sagte mir, ich habe alles nur geträumt. Ich habe tief und fest geschlafen. Und dann werde ich sagen können: Jetzt bin ich wach! Und bewusst. Und ich werde leuchten. Von innen. Und es wird mein Außen erreichen. Mit dem Herzen. Mit all meinen Zellen. Ich hör sie schon kribbeln und ich spüre sie schreien.

 

21.07.2010 um 10:41 Uhr

Tabula Rasa

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

Ich spürte wie starr ich an wunden Punkten noch bin, wie wenig Bewegungsfreiraum ich habe, wie komprimiert ich bin. Ich fühlte diese Starre in mir wieder hochkommen. Und ich war überrascht über diese geballte Kraft. Sie ließ mich im gesamten Körper erzittern und nahm mir den Atem (wenn ich nicht atme, dann bin ich ein Stück unsichtbarer – und ich habe früh üben dürfen unsichtbar zu werden). Da war so gar keine Bereitschaft in mir zu schauen. Ich war blind und eng. Mein Blick kreiste ums Ego. Das arme Ego, wie es schreit. Und ich fühlte mich so im Recht! Ich war so sicher. So sicher, dass ich mich über Dich stellte um mich einmal nicht unterlegen zu fühlen. Ich war so in Ablehnung mit Dir, weil ich diesen Teil in mir so ablehnte. Ich brauchte ganz lange, bis ich wieder fühlen konnte, dass es noch andere Wahrheiten gab, als meine. Das ein Bild nicht nur aus meinem Bild besteht um ein Gesamtbild zu sein. Das es kein Recht und kein Unrecht gibt. Keine Schuld auf dieser oder jener Seite. Und jetzt sehe ich, dass dieser Prozess wichtig war. Dass durch diese Starre Weite geboren werden konnte. Das wir unseres Wertes bewusst wurden, unserer Besonderheit. Ich spüre erst jetzt, dass ich Dich vermisst habe…

Gerade eben noch dachte ich, wir sehen uns nie wieder.
Jetzt sitzen wir hier, schauen uns auf Augenhöhe in unsere Seelen und lieben einander neu.

Wir sind nie geboren und nie gestorben - alte Seelen, die sich immer wieder treffen um zu lernen…


*Danke*

08.07.2010 um 15:34 Uhr

Nichts.

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

Heute sehe ich Dein Foto vor mir.
Und es passiert.
Nichts.

Es.
passiert.
nichts.

Nicht mal die Erinnerung löst irgendwas in mir aus.

Dass ich für Dich mal soviel Nichts empfinden würde, hätte ich nicht gedacht. Mit einem Mal war alles weg, was mein Gedankenkonstrukt in Gefühlen aufgebaut hat. Krach. Aber ohne Staub zu hinterlassen. Eine Illusion hinterlässt eben keinen Staub.

Obwohl Du damals mit einem Maschinengewehr auf Seifenblasen geschossen hast. Das konnte die zarte Blase gar nicht erfassen. Sie sollte sich angewidert fühlen, aber sie war nur erleichtert, dass irgendwas geschah.

Jetzt weiß ich, Du hast mich wohl doch nur erinnert. Ich hab mich wohl doch nur an eine Vorstellung geklammert.

Dass Du eigentlich jemand anderes bist und ich Dich eigentlich nicht kenne, wollte ich damals nicht sehen. Ich ahnte es, aber es war mir egal zu diesem Zeitpunkt.

Es war ein Aufflackern eines besonders gleißenden Lichtes in mir. Ein Strohfeuer.
Kurz, aber intensiv.

 

02.07.2010 um 09:37 Uhr

Verstandesgefühl!? Gefühlsverstand!

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Einfacher ist es nicht, aber schön ist es trotzdem…

Wenn der Verstand sich dem Gefühl unterordnet…

Ist das jetzt emotionale Intelligenz?

 

01.07.2010 um 13:16 Uhr

Drahtseilakt

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Es passiert gerade alles gleichzeitig.
Ich empfinde das gerade sooo schwierig die Balance zu finden, niemandem weh zu tun und trotzdem bei mir zu bleiben. Einen Spagat von Dir zurück zu Dir zu machen, ohne mir selbst etwas zu zerren. Ich habe das Gefühl alle Fäden gleichzeitig in die Hand bekommen zu haben und doch nichts ausrichten zu können. Es ist was ins Rollen gekommen. Und ich kann es nicht aufhalten. Möchte es eigentlich auch nicht, denn es ist wohl nötig und war vorauszusehen. Es war kein Dauerzustand. Und ich hab mich gefragt, was passieren wird…. Jetzt ändern sich die Formen. Passen sich an. Und diese Veränderung tut weh. Vor allem, wenn der Halt von Menschen fehlt, die ich anders eingeschätzt hätte. Mehr Weitsicht und Einfühlungsvermögen drang zu mir. Jetzt wird mir schmerzlich bewusst, dass diese Menschen, nicht einen My tiefer gucken, als ich gedacht hätte. Sie sehen, was sie sehen. Wenn der Mensch etwas nicht versteht, lehnt er es ab. Ich bin so traurig darüber, verurteilt zu werden, aufgrund von Buschfunk und Fehlinterpretationen. Ohne unsere Geschichte zu kennen wird ein Urteil gefällt und sich abgewendet. Nein, ich bin nicht traurig. Ich bin gerade schweinewütend. Vielleicht auch gegenüber mir selbst. Weil ich mich so getäuscht habe. Weil ich mich so ungerecht behandelt fühle. Und weil mir das was ausmacht. Mich macht es wütend, dass ich mich wütend fühle……… Und dazwischen sind wir. Wir, die sich lieben und irgendwie brauchen. Wir, die die Balance suchen. Mit Herz und Offenheit. Es ist ein artistisches Kunststück, für alle gleichzeitig genug Nähe herzustellen, dass sie jedem von uns gerecht wird. Und doch ist nichts einfach „herzustellen“. Es ist da, oder nicht. Folge ich also dem Da oder Nicht, darf ich niemals vergessen mich umzugucken. Und dabei trotzdem nicht ins Wanken kommen. Es hat was Vierdimensionales. Ich glaube gerade bin ich vom Hochseil herunter gefallen. Zusammen mit Dir. Und trotz all der Zerrissenheit und all dem Hier-und-Da-sein: Ich würde nichts anders machen…

Eure Freunde sagen, ich tue euch nicht gut. Weil es nicht in die Form passt, die sie kennen.
Im Moment bin ich mir aber selbst gar nicht mehr sicher, wie gut ich euch wirklich tue...

Ich animiere mich gerade selbst mehr in mein Herz nach Wahrheiten zu schauen. In mein Herz, nicht in den Schmerz.

01.07.2010 um 10:45 Uhr

Reflekt~tion Part II

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Durch das Glitzern Deiner Augen, sehe ich aber auch Dich.
Und ich spüre all den Schmerz in Dir. Einzeln.
Und mit jeder Träne, weine ich eine für Dich mit.

Das Schlimmste ist zu spüren, wie Du Dich fühlst. Vermischt mit der Angst ein Stück Ewigkeit zu verlieren.

Trennung, wo keine Trennung ist.

Ich habe nie so stark Verbundenheit und Trennung auf einen Haufen gefühlt…

23.06.2010 um 13:46 Uhr

Zusammenkunft auf der "Verschmelzung"

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Morgen ist es wieder soweit.
Das Klangkosmos-Festival für die Seele startet und Menschen aus den verschiedensten Richtungen kommen zusammen und fühlen sich als Ganzes. Verbunden in wohliger Harmonie und Frieden. Musikstile vereinen sich, die in begrenzten Vorstellungen einfach nicht existieren. Es wird bunt. Bunt. Bunt. Bunt.

Wie es sonst noch wird, weiß ich nicht. Ich habe keinerlei Vorstellung. Es gibt Möglichkeiten. Perspektiven. Und es gibt Kopfkino. Vorfreude? Hm… nicht wie üblich. Sicher freue ich mich darauf, 4 Tage losgelöst durch diesen liebevoll erschaffenen Kosmos zu kreisen und Abenteuer zu erleben, schließlich gehe ich auf Entdeckungsreise. Auch zu mir selbst. Allerdings blicke ich auch mit einer süßen Traurigkeit auf das letzte Jahr zurück. Darauf, wie wir barfuß durch den Sand tanzten. Wie wir in einer bunten Zaubernacht vom bebend bewegten Körpern durchgeschwitzt eine Draußendusche fanden, vor Vergnügen kreischten, weil das Wasser so eiskalt über unsere dampfenden Körper spritzte und wir damit alle Blicke auf uns zogen. Besonders einen, der uns unbedingt nackt Gesellschaft leisten musste und sich noch beim Ausziehen beeilte, während ich gackernd zu Dir brüllte „Los beeil Dich beim Anziehen – da beeilt sich wer beim Ausziehen!!!!“ Oder wie ich angeheitert und völlig übermütig auf die Tischtennisplatte sprang und diese sogleich unter mir krachend einen Knicks machte. Du hast Dich schiefgelacht und ich gleich mit… Kurze Zeit später sprangst Du auf eine „lebende Couch“ und wir konnten uns nicht mehr halten vor lauter lachen. Unser Abend, wo wir zu Dritt durch die Nacht zogen und ich rechtzeitig ein Free-Hugs-Schild in die Hand gedrückt bekam. Du wolltest mich unbedingt bei Dir haben – weißt Du noch? Und ich hab das so genossen. Deine Nähe, Deine Präsenz, Deine Liebe und Deine Verbindlichkeit. Ich bin geblieben, weil ich Dir nichts absprechen konnte mit Deinen Strahleaugen (und weil mich plötzlich mit dem neu erworbenen Schild jeder umarmen wollte *komisch*). Wir hatten soviel Spaß zusammen. Waren kaum getrennt. Ich erinnere mich so gern an unseren Sommer… Ich fühlte mich so frei und so geborgen mit Dir. So da und so ganz. Das alles fehlt mir dieses Jahr. Du fehlst mir! Du und so wie es einmal war, unsere Unbeschwertheit und unsere gegenseitige Wertschätzung. Unsere kindliche Blickweise auf uns, ohne Urteile und frei von Meinungen. Mir fehlt unser Wir. Und das ist es, was meine Vorfreude dämpft. Das Wissen, das wir beide am gleichen Ort sind… aber eben nicht zusammen.

 

25.05.2010 um 15:48 Uhr

Ich bereue nichts! Oder doch?

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

Das Gefühl des Bereuens ist mir so gut wie fremd.
Meistens liege ich mit meinen Entscheidungen und Bauchgefühlen für mich richtig, auch wenn sie im ersten Anschein falsch wirken.
Doch gibt es ganz frisch ein Ereignis, welches ich gerade zutiefst bereue! Nicht das Ereignis an sich – das war ein Test, eine Herausforderung – sondern meine Reaktion darauf. Ich wollte möglichst irgendwelche Szenen mit explosionsartigen Ausbrüchen vermeiden – auch um die Menschen um mich herum zu schützen und der illusorischen Harmonie wegen und weil ich mit solchen aus der Luft gegriffenen Konfrontation noch immer nicht spontan umgehen kann. Ich dachte, einfach rein ins lauwarme Wasser und durch. Ist sowieso gleich alles vorbei. Allerdings wollte ich nicht mit fremden Gewässern nass werden. Diesem Impuls hätte ich folgen wollen und sollen. Denn im Nachhinein betrachtet, wären mir Bauchschmerzen, eine lange unangenehme Fahrt, gewitterige Energien in der Luft und der Hohn meines Gegenübers erspart geblieben… und ich hätte zu mir gestanden! Dieses Gefühl ist das Schlimmste von allen. Das Gefühl mich anpassen zu müssen und nicht mir selbst zu folgen. Es gibt wirklich wenige Momente, in denen ich so Lust habe mir in den Arsch zu beißen…

Auch wenn das jetzt nicht so klingt, hatte ich ansonsten ein sehr heilsames, tiefgreifendes und weitreichendes Wochenende mit ganz viel Knotenlösung, starkem authentischen Ich-Selbst-sein und Ebnung von bisher ungeraden Gefühlen. Das war ein sehr wichtiges Erlebnis, mit wichtigen Ent-Scheidungen und auch Scheidungen… Meine Reflektion am Abend hat ergeben, dass Manches, was nicht zu passen scheint, doch seinen Platz und seine Aufgabe hat. Meine war es einmal mehr, meine Stärke zu spüren und zu schüren um unangreifbar für Projektionen zu sein, die eigentlich nichts mit mir zu tun haben.

26.11.2009 um 11:34 Uhr

Entpuppt

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Manchmal kann man für desaströse Situationen wirklich dankbar sein.
Manchmal fällt vielleicht der Schleier, der sonst so Einiges verbarg.
In welche Hässlichkeit so mancher Moment auch mündet, so offenbarend kann er im Nachhinein sein.

Gern hätte ich die rosarote Brille auf und möchte weiterhin die Oberfläche glatt kämmen. Aber unsere kleinen verletzten inneren Kinder rufen… rufen nach Zuwendung, Wärme und Heilung. Jetzt ist es an der Zeit Grenzen zu ziehen um mich und uns aus Abhängigkeiten zu befreien.

Bevor wir in die nächste Runde gehen, wünsche ich mir wunderbare Erlösung aus allem Ungeliebtsein, Freiheit und ein liebevolles Miteinander.

Du bist meine Familie, ich liebe Dich… und ein „Aber“ oder ein „Weil“ möchte ich dahinter nicht fühlen wollen!

01.10.2009 um 10:21 Uhr

Nachbarschaftshilfe

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Ich wurde heute Morgen in der neuen schwarz/gelben-Welt willkommen geheißen, als gehörte ich dazu. Mit sozialistischer Kälte wurde ich betitelt. Und das nicht mal persönlich, sondern mit einem liebevoll drapierten Zettel auf meinem Fußabtreter. Auf meinem Fußabtreter! Man könnte meinen, ich hätte des Nachbarin Wohnungstüre eingetreten, mutwillig die Post aus ihrem Briefkasten gestohlen, wäre auf ihrem Blumenbeet rumgetrammelt oder hätte Eier in ihre Fenster geworfen. Was würde man denn noch mit sozialistischer Kälter in Verbindung bringen? Sein Fahrrad drei Zentimeter zu weit in den Raum zu stellen? Ja? Auweia, dann bin ich wirklich eiskalt.

Im ersten Moment war ich geschockt. Im nächsten getroffen, dann ärgerlich und ablehnend und später dann hab ich überlegt, ob ich tatsächlich so egoistisch auf andere wirke oder gar bin. Dann hab ich drüber nachgedacht diesen Vorwurf einfach abzulehnen, wie ein Geschenk, dass ich nicht haben möchte. Mit bestem Dank zurück oder so. Das gesamte Potpourri an Möglichkeiten habe ich auf dem Fahrrad zur Arbeit durchgespielt. Schreib ich ihr was zurück, wenn ja, was? Was total tiefgründig und Weises? Was mit ebenso Vorwürfen beladenes? Was Rechtfertigendes? Was Unschuldiges nach dem Was-hab-ich-denn-getan-Schema? Oder belass ich das einfach dabei? Klingle ich bei ihr und konfrontiere sie damit? Bin fast vom Bus erfasst worden heute früh, so gedankenverloren war ich. Man wie egoistisch, der arme Busfahrer. Fahr ich vielleicht schon egoistisch Fahrrad? Ohje… Da hat sie aber was losgetreten… Wenn mich das so berührt, dann wird da wohl irgendwas dran sein…

Aber mal ehrlich, muss man nicht selbst irgendwie kalt sein, jemanden nach fünf/sechs Jahren, den man nur mal eben auf dem Flur mit einem vermeintlich freundlichen Lächeln grüßt und all die Jahre kein Wort miteinander wechselt, als selbiges zu bezeichnen? Schublade auf, Schublade zu? Ist es das, was aufregt in dieser neuen Welt? Dass ein Fahrrad nicht artgerecht abgestellt wurde? Muss das wirklich sein, sich gegenseitig vorzuwerfen, wie kaltherzig man sei, anstatt die Menschen mit dem Herzen zu sehen?

Vielleicht hatte sie auch nur einen schlechten Tag und das war die Spitze des Eisbergs, wo sie sich entladen konnte…

Willkommen in meinem kaltherzigen Tigerenten-Blog.

Ich werde zynisch, ich weiß… :(

18.08.2009 um 01:48 Uhr

Von jetzt aus betrachtet...

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten


...wirkt alles wieder abgerundet...

Es ist wirklich der Druck, den ich mir selbst auferlege.

Wie schnell man sich doch in selbstkreierten Kopfkinofilmen verlieren kann...
Wie schnell man doch Gedankenkreise auflösen kann, indem man sie klar kommuniziert und filtert.
Die Angst vor Gedanken kann ein echter Teufelskreis sein...

Und schon ist alles wieder halb so wild...
Worum gings gleich nochmal ;)

 

17.08.2009 um 16:49 Uhr

Wenn die Grenzen verschwinden...

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

Im Gedankenlabyrinth wird Fußball gespielt.
Ich hab das Gewinde verlegt, sonst wär’ er jetzt ab, der Kopf.

Wo ich doch genau weiß, dass Gedanken die Gefühle formen und ich mein Gefühl nicht bin...
Wo ich doch ganz genau weiß, dass man rein gar nichts besitzt oder man einen Anspruch auf etwas hätte...
Wo ich doch meine zu glauben, welche Themen hier gerade quer laufen...

Und obwohl ich denke zu durchschauen, was hier passiert...

...Kann ich dennoch nicht heraus aus mir… Kann ich die Emotionen nur schwerlich befreien.

Fühle mich von meinem eigens erschaffenen Gefühl beengt und eingesperrt.

Reise durch eine Zwischenwelt. Ohne oben, ohne unten. Ohne Erde, ohne Himmel. Ohne Durchblick. Ohne Mitte. Ich schwebe mich schwindelig. Davon wird mir schlecht. Die Luft wird knapp, das Atmen fällt schwer.

Ich bin verwirrt...
Was ist nur passiert?

Ein Abholservice aus diesem Zwischenraum wär toll!

26.04.2008 um 02:37 Uhr

Brücke!?

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Stimmung: leer, traurig
Musik: Silence - Der Untergang

 

Nun sitz ich hier, hundemüde und fühl mich leer und allein. Du bist aus der Tür und hinterlässt ein großes schwarzes Loch. Waren die Brücken doch noch nicht so stabil, wie sie aussahen? Hab ich irgendwo nicht aufgepasst? Was nur ist passiert? Mulmig ist Dir, sagst Du. Mir auch, ja. Wie kann das nichts mit mir zu tun haben? Ich bin doch hier. Das alles gehört zu mir. Es ist komisch wenn Du jetzt so gehst, aber es ist genauso komisch, wenn Du jetzt so bleibst.

Der Abend war wirklich schön. Ausgelassen, albern, verspielt. Nur hätten wir aufhören sollen irgendwann. Vorerst. Vorerst diesen Abend so in Erinnerung behalten. Aber wir wollten es wissen. An etwas festhalten oder etwas wieder hervorrufen. Da ist noch so viel mehr als Kammerflimmern zwischen unseren Herzen. Aber es hat sich auch soviel Zeit und neue Augenblicke zwischen unserer letzen Begegnung geschoben. Und doch fühlt es sich immer wieder gleich an, als verabschiedeten wir uns immer wieder.

Ich bin gerade einfach nur traurig...
Den Brückenboden hab ich wohl unter den Füßen verloren.
Ich weiß auch nicht. Steh ich noch drauf? Wessen Brücke ist das? Welche Richtung? Wie weit bin ich weg? Ich hab die Orientierung verloren....

25.04.2008 um 15:19 Uhr

Brückenarbeiten

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

Jetzt ist es soweit.
Der "richtige" Zeitpunkt erreicht.
Die Brücken müssen nicht mehr gestürmt werden.
Es ist genug Zeit vergangen, um darüber zu spazieren.
Noch nicht gelassen schlendern oder darüber fliegen, auch die Blumen am Rande sind (noch) nicht pflückbar, aber gegen einen neugierig und zurückhaltenden Spaziergang hat keiner etwas einzuwenden. Niemand wird überfallen und auch die Brücke ist stabil genug, dass sie nicht unter einem einbricht. Niemand wird also im Sumpf baden müssen oder gar versinken.

Wenn ich auf der anderen Seite angekommen… nein… wenn ich geklärt und geordnet, gegebenenfalls mit magischen Eindrücken im Gepäck, wieder zurück bin, werde ich berichten.

Lasst die Brücken nicht vermodern, meine Lieben!

25.02.2008 um 14:44 Uhr

Herz über Kopf...

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

400 m und ein Klingelknopf.
Die Brücken wurden gestürmt.

Ich hoffe es wurde niemand verletzt!

21.11.2007 um 15:32 Uhr

Abschied

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Stimmung: unendlich traurig
Musik: James Blunt - Carry you home



Manchmal muss man Entscheidungen entgegen seinem Gefühl treffen.
Dass ich das einmal sagen würde, wer hätte das gedacht?


Warum?

Vielleicht weil das Gefühl zwei Seiten hat?
Das Momentane und das Zukunftsorientierte.

Momentan möchte ich, dass Du bleibst.
Zukunftsorientiert ist es besser wenn Du gehst.

Ich gehe mit einem schweren Herzen, aber einem guten Gefühl.
Dem Gefühl etwas erschaffen und gewonnen zu haben.
Ich gehe mit Liebe
Und ich gehe aus Liebe

Und sei nicht böse mit dem Universum.
Schmerz ist auch ein Katalysator der Liebe

Ich danke Dir…
Für alles, was Du bist!

Mein Goldschatz am Ende des Regenbogens…


(Jetzt weiß ich nicht mehr warum Du gehen musst…)

20.07.2007 um 09:36 Uhr

Staubsaugen

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Sie ist umgesetzt… die Entscheidung…

 

…Und es tut weh…


(Jetzt heißt es Staubsaugen üben!)

19.07.2007 um 12:43 Uhr

Reinigung

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Hat man erstmal eine gedankliche Entscheidung getroffen, beginnt alles um einen herum seine Eigendynamik zu entwickeln. Als hätte man einen Hebel betätigt und die Maschine kommt so langsam nach und nach ins Rollen. Die Umsetzung hinkt dann zwar hinterher, aber das ist eben der Prozess den es braucht um zu reifen.

Ich werde einen Weg einschlagen, der unbequem sein wird, Dreck aufwühlen und wehtun wird.

Dieser Dreck wird die Luft trüben und vielleicht bekommt man zwischenzeitlich auch nur noch schwer Luft. Es nützt aber nichts sich weiterhin Brille und Maske aufzusetzen, damit man nichts sieht und einatmet. Genauso wenig nützt es, diesen Dreck unter den Teppich zu kehren. Natürlich kann ich weiterhin so tun, als ob ich diesen Berg unter dem Teppich nicht sehe und einen großen Schritt darüber tun. Aber wie groß sollen die Schritte werden? Die Gefahr, irgendwann einmal darüber zu stolpern und unvorbereitet keinen Staubsauger zur Hand zu haben ist zu groß. Ich schaffe mir eine Möglichkeit die Luft zu reinigen bevor sie giftig wird und vielleicht nie wieder sauber wird. Dazu muss ich mutig mit dem Finger auf den Schmutz zeigen. Das erfordert unglaublich viel Kraft. Kraft, die ich dadurch auch erlangen kann. Kraft, die es braucht um zu Wachsen.

Manchmal muss man durch den Schmerz gehen, um etwas lösen zu können.

Ich hoffe so sehr darauf, dass diese Entscheidung die innere Zeitbombe entschärfen kann…