Island

04.07.2008 um 21:44 Uhr

2. Tag - Freitag

Früh um 7 werden die Koffer gepackt und es geht, diesmal ohne Fotostopp bis Stýkkishólmur in einer knappen dreiviertel Stunde. Dort wird schnell vollgetankt und die Fährtickets im Büro am Hafen abgeholt.

An der 'Fähre gibt es einen kleinen Stau,

das Tankfahrzeug muss erst fertig werden, dann wird der Yaris in eine winzige Lücke gequetscht und die Fähre legt ab.

Nach einer guten Stunde kommt Flatey in Sicht,

der erste Blick geht auf die vergammelten Überreste eine Fischfabrik. Dann aber empfängt uns eine andere Welt!!!

Um es vorwegzunehmen. Flatey ist nix für Leute, die schnell von Sehenswürdikeit A zu touristischem Höhepunkt B hasten, für die ist Flatey nichts, im wahrsten Sinne des Wortes.

Auf Flatey gibt es ein kleines Dorf mit alten Häusern, einige niedrige Vogelklippen, einen Spazierweg von zwei Kilometern Länge durch ein Brutgebiet und den Hafen. Der Spazierweg ist bis Mitte Juli gesperrt, um die Vögel beim Brüten nicht zu stören! Vögel gibt es Unmengen und sie sind alle so zahm, dass sie einem quasi über die Füße laufen. Selbst die Angriffe der Krías sind nicht so aggressiv wie anderswo. Hier muss man Hast und Unruhe abstreifen können, um die wahren Vorzüge der Insel zu genießen. Nach dem Mittagessen im einzigen Restaurant verbringen wir Stunden an den Klippen von Lundaberg, dösen, hören den Vögeln zu und schauen auf das Meer hinaus............ Ich kann diesen Frieden nicht in Worten widergeben, darum hier nun eine Auswahl an Bildern!

Die Häuser

Die Vögel (die Namen könnt ihr lesen, wenn ihr mit dem Mauszeiger auf das Bild geht - sofern ich die Namen weiß Fröhlich

Es gab noch wesentlich mehr Arten, unter anderem viele Enten, das hier ist nur eine kleine Auswahl.

Ansonsten kann man im Dorf noch dem Koch beim Ausnehmen der Fische fürs Abendessen zuschauen

oder das einzige Auto auf Flatey, den Transporter des Hotels bewundern.

und natürlich die Ruhe genießen.

Irgendwann machen wir uns gemütlich auf zum Hafen, warten dort gelassen noch eine Zeit auf die Fähre und schippern dann nach Brjánslækur. Den Wagen hatten wir beim Zwischenstopp auf der Fähre gelassen und den Schlüssel einem Besatzungsmitglied übergeben. Den nehmen wir jetzt wieder entgegen, vom Schiff aus sehen wir das Auto auch am Pier stehen.

Schnell haben wir die 6 km bis zu unserer nächsten Unterkunft Rauðsdalur  zurückgelegt. Gegen den Hunger koche ich erstmal in der gut ausgestatteten Küche was, bevor wir die Schlafsäcke auf den Betten ausbreiten. Eigentlich bin ich noch gar nicht müde und möchte ins Schwimmbad, das 7 km entfernt auf der Karte eingezeichnet ist. Das entpuppt sich als wunderschön an der Küste gelegen, aber niemand ist da und ich traue mich mal wieder nicht, die Örtlichkeiten einfach so zu benutzen, obwohldas kleine Tor offen steht.

Zum Ausgleich krabble ich dann allein auf der Hauswiese unserer Unterkunft bis zu dem kleinen Wasserfall, nur begleitet vom Hofhund.

 

 

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierengrenzgaenger schreibt am 17.07.2008 um 17:57 Uhr:hach... obwohl ich island sehr gut kenne aber nicht direkt als mein lieblingsland bezeichnen würde, kommt beim anblick dieser bilder doch ein wenig melancholische sehnsucht auf.

    viel spaß weiterhin. lg von der grenzgängerin
  2. zitierenIsland_Wiking schreibt am 17.07.2008 um 20:22 Uhr:Du kennst Island sehr gut? Hast du dort mal gelebt? Ich kann mir vorstellen, dass das Land als ständiger Aufenthalt sehr anstrengend sein kann, von den Menschen, vom Wetter und der Lage am Polarkreis her. Ich reise dort sehr gern, aber ich komme auch gern wieder nach Hause.
    Marled
  3. zitierengrenzgaenger schreibt am 17.07.2008 um 20:32 Uhr:hallö,

    nee, gelebt hab ich nicht in island, war aber im rahmen meines studiums (geographie) mehrere monate dort und hab das land sehr sehr ausfühlich bereist und 'studiert'. hatte sogar mal angefangen, isländisch zu lernen, aber es nach geraumer zeit völlig entnervt aufgegeben. mein sprachtalent hat mich bei dieser sprache schöde im stich gelassen ;-).

    was mich immer am meisten gestört hat war die tatsache, dass es keine bäume gibt. oder vielmehr: kaum bäume. vielleicht flieg' ich irgendwann mal wieder hin. hast du schon fermentierten hai probiert???
  4. zitierenIsland_Wiking schreibt am 17.07.2008 um 20:34 Uhr:Ja, dort wo er hergestellt wird, in Bjarnarhöfn! Das mit dem Wald ändert sich langsam. Im Osten sind schon viele Gegenden deutlich bewaldet, mit "richtigen" Bäumen!
  5. zitierengrenzgaenger schreibt am 17.07.2008 um 20:37 Uhr:konntest du den brechreiz unterdrücken? ich hab's damals nicht geschafft. das war mit abstand das wiederlichste, was ich je konsumiert habe! aber irgendwie gehört das zu einer island-erfahrung dazu.
  6. zitierenIsland_Wiking schreibt am 17.07.2008 um 20:47 Uhr:Ich konnte, habe aber auch sofort mit einem Klaren nachgespült! Ich kenne aber etliche, denen es so wie dir gegangen ist!
  7. zitierengrenzgaenger schreibt am 17.07.2008 um 20:56 Uhr:den klaren hab ich eben wegen des brechreizes nicht mehr runterbekommen. mannmannmann war das eine begebenheit.

    ich wünsch' dir weiterhin viel spaß!

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