2. Tag - Freitag
Früh um 7 werden die Koffer gepackt und es geht, diesmal ohne Fotostopp bis Stýkkishólmur in einer knappen dreiviertel Stunde. Dort wird schnell vollgetankt und die Fährtickets im Büro am Hafen abgeholt.
An der 'Fähre gibt es einen kleinen Stau,
das Tankfahrzeug muss erst fertig werden, dann wird der Yaris in eine winzige Lücke gequetscht und die Fähre legt ab.
Nach einer guten Stunde kommt Flatey in Sicht,
der erste Blick geht auf die vergammelten Überreste eine Fischfabrik. Dann aber empfängt uns eine andere Welt!!!
Um es vorwegzunehmen. Flatey ist nix für Leute, die schnell von Sehenswürdikeit A zu touristischem Höhepunkt B hasten, für die ist Flatey nichts, im wahrsten Sinne des Wortes.
Auf Flatey gibt es ein kleines Dorf mit alten Häusern, einige niedrige Vogelklippen, einen Spazierweg von zwei Kilometern Länge durch ein Brutgebiet und den Hafen. Der Spazierweg ist bis Mitte Juli gesperrt, um die Vögel beim Brüten nicht zu stören! Vögel gibt es Unmengen und sie sind alle so zahm, dass sie einem quasi über die Füße laufen. Selbst die Angriffe der Krías sind nicht so aggressiv wie anderswo. Hier muss man Hast und Unruhe abstreifen können, um die wahren Vorzüge der Insel zu genießen. Nach dem Mittagessen im einzigen Restaurant verbringen wir Stunden an den Klippen von Lundaberg, dösen, hören den Vögeln zu und schauen auf das Meer hinaus............ Ich kann diesen Frieden nicht in Worten widergeben, darum hier nun eine Auswahl an Bildern!
Die Häuser









Die Vögel (die Namen könnt ihr lesen, wenn ihr mit dem Mauszeiger auf das Bild geht - sofern ich die Namen weiß 





Es gab noch wesentlich mehr Arten, unter anderem viele Enten, das hier ist nur eine kleine Auswahl.
Ansonsten kann man im Dorf noch dem Koch beim Ausnehmen der Fische fürs Abendessen zuschauen
oder das einzige Auto auf Flatey, den Transporter des Hotels bewundern.
und natürlich die Ruhe genießen.
Irgendwann machen wir uns gemütlich auf zum Hafen, warten dort gelassen noch eine Zeit auf die Fähre und schippern dann nach Brjánslækur. Den Wagen hatten wir beim Zwischenstopp auf der Fähre gelassen und den Schlüssel einem Besatzungsmitglied übergeben. Den nehmen wir jetzt wieder entgegen, vom Schiff aus sehen wir das Auto auch am Pier stehen.
Schnell haben wir die 6 km bis zu unserer nächsten Unterkunft Rauðsdalur
zurückgelegt. Gegen den Hunger koche ich erstmal in der gut ausgestatteten Küche was, bevor wir die Schlafsäcke auf den Betten
ausbreiten. Eigentlich bin ich noch gar nicht müde und möchte ins Schwimmbad, das 7 km entfernt auf der Karte eingezeichnet ist. Das entpuppt sich als wunderschön an der Küste gelegen, aber niemand ist da und ich traue mich mal wieder nicht, die Örtlichkeiten einfach so zu benutzen, obwohldas kleine Tor offen steht.
Zum Ausgleich krabble ich dann allein auf der Hauswiese unserer Unterkunft bis zu dem kleinen Wasserfall, nur begleitet vom Hofhund.

viel spaß weiterhin. lg von der grenzgängerin
Marled
nee, gelebt hab ich nicht in island, war aber im rahmen meines studiums (geographie) mehrere monate dort und hab das land sehr sehr ausfühlich bereist und 'studiert'. hatte sogar mal angefangen, isländisch zu lernen, aber es nach geraumer zeit völlig entnervt aufgegeben. mein sprachtalent hat mich bei dieser sprache schöde im stich gelassen ;-).
was mich immer am meisten gestört hat war die tatsache, dass es keine bäume gibt. oder vielmehr: kaum bäume. vielleicht flieg' ich irgendwann mal wieder hin. hast du schon fermentierten hai probiert???
ich wünsch' dir weiterhin viel spaß!