2. Tag Hop and Stop
Der nächste Tag begann mit dem üblichen Frühstück - Rührei, Würstchen,
Butter, Marmelade, Toast usw.
Dann ging es in die Stadt um die "Hop and Stop-Tour" zu starten. Bei
der Suche nach dem Bus bekamen wir dann eine Kostprobe der Sprache,
welche die Eingeborenen wohl Englisch nennen würden. Aber es klappte
und wir machten erst einmal die ganze Rundreise mit um uns zu
orientieren. Dabei stellten wir fest, dass unser Zeitfenster eindeutig
zu knapp war, um alle interessanten Punkte zu besuchen. Trotz des Regens
war es ganz informativ und anregend.
Schließlich stiegen wir bei "The Hub" aus, einer ehemaligen Kirche, weche nun ein Cafe und eine Kartenverkaufsbüro, sowie öffentliche Toiletten beherbergt. Das Cafe war modern und coold, die Toiletten der Verwendung entsprechend. Hier machten wir auch die erste Erfahrung mit der "In-Music" von E. Johnny Cash mit Ring of Fire.
Anschließend erforschten wir ein wenig die Royal Mile - eine hübsche
Straße- nur schade, dass sie voller Touristenshops war. Am
interessantesten fand ich die Unmengen an kleinen Wegen, die von der
Straße auf Plätze oder zu Häusern führen. Oder zu Pubs, wie dem "Jolly
Judge", der auf meiner To-do-Liste stand.
Ein obligatorisches Guinness, ein bedauerndes Betrachten der Werbetafel
vor der Tür, welche auf das abendliche Pub-Quiz hinwies, und wir mussten
den netten ort wieder verlassen. Auch ein kleiner Pub mit Gasfeuer und
netter Kundschaft. Aber abends wohl überfüllt.
Wenn die Zeit auch nicht für einen Besuch reichte, gönnten wir uns doch den Blick auf das Schloss und von dort auf die faszinierende Umgebung.
Und dann natürlich The Tartan Mill, ein Paradies für Schotten und Möchtegern-Highländer. Aber auch für eine passionierte Weberin, und zufällig hatte ich eine dabei. Stoff, Stoff und noch mehr Stoff. Dazu Darstellungen aus der Weberei, ein Blick in den aktiven Betrieb und Clanstoffe für jeden Bastard. Hartgesottene könnten dort auch im Haggis-Cafe essen oder sich mit Waffen eindecken - oder eben Gothic ;)
Am früher Abend hatten wir dann den "Royal Mile Walk" gebucht. Eine
nette Dame, welche sogar ein sehr verständliches Englisch sprach führte
uns herum und machte uns mit einigen Dingen bekannt, welche wir sonst
mühsam in irgendwelchen Reiseführern hätten suchen müssen. Leider war
das Wetter sehr nass und kalt, so dass wir nicht richtig in Stimmung
kamen. Gut war es trotzdem.
Und wenn mensch so kalt hat, gibt es nichts besseres, als sich in einem
gemütlichen Pub bei Kohlefeuer aufzuwärmen. Und so landeten wir wieder
im Malt and Hops zum obligatorischen Guinness, T-Bier und Whisky. Die
nette Dame vom Vorabend war auch wieder da, diesmal in einem
faszinierenden silbernen Outfit.
