2. Tag
2. TAG
Wir wachen gut ausgeruht auf, frühstücken ausgiebig und
machen uns bei noch diesigem, aber vielversprechendem Wetter auf den
Weg nach Sassari. Zuvor gibt es noch ein paar Fotos vom zauberhaften
Garten unserer Unterkunft, in dem Orangen, Datteln und andere tropische
Früchte, ja sogar Bananen wachsen.
Sassari ist schnell erreicht und entpuppt sich als recht große aber verkehrschaotische Stadt. Wir stellen unseren Wagen schnellsmöglich auf dem nächsten Parkplatz ab und machen uns zu Fuß auf in die Altstadt um das Museum für die Vor- und Frühgeschichte Sardiniens zu besuchen. Leider haben wir Pech, es ist an diesem Tag geschlossen und wir werden also nochmal hierher kommen müssen um es zu besuchen. Dafür haben wir im Park Glück und können die Ausstellung der I.S.O.L.A. , die alle zwei Jahre dort die Produkte der ansässigen Handwerker und Kunsthandwerker ausstellt, bewundern. Ansonsten bietet Sassari nicht so viel, es gibt einige pittoreske Ausblicke und auch Ungewöhnliches, wie man auf den Fotos erkennen kann.

Es geht weiter nach Norden, Porto Torres grüßt schon von
weitem mit seinen hässlichen Raffinierien, die wir rasch links
liegen lassen. Danach kommt eine sehr schöner Küstenabschnitt
mit dichter Machie, flachen Strandseen und weißen
Sandstränden, die immer mal wieder zwischen dem Grün
aufblitzen. Wir halten aber noch nicht an, denn wir wollen noch zum
Capo di Falcone. Unterwegs rasten wir in Stintino, um dort etwas zu
essen und einen kleinen Spaziergang am
hübsch gelegenen Hafen zu machen.
Nach dem grandiosen Capo Caccia enttäuscht mich das Falcone etwas,
es ist zwar sehr malerisch aus bizarren vom Sand verblasenen Steinen
aufgebaut, aber auch zugebaut mit einer Menge hässlicher grauer
Bungalows.
Aber an diesem Tag ist niemand auf den Felsen unterwegs außer uns
und so sitzen wir eine Zeitlang in der Sonne und dem milden Wind und
schauen hinaus aufs Meer.
Danach versuchen wir in der #Nähe von Stintino an die weißen
Sandstrände zu kommen, was recht enttäuschend ist. Durch die
Strandseen ist das Gelände ziemlich morastig und der weiße
Sandstrand entpuppt sich als hubbelig-knubbeliger Kiesstrand mit einem
dicken Spülsaum von Algen - nicht zum ausruhen und Träumen!
Auf dem Rückweg fahren wir an der Westküste entlang und
machen noch einen kleinen Abstecher nach Argentiera. Eine sehr kurvige
Straße zieht sich einige Kilometer durch dichtes Gebüsch und
Wald, bis sich plötzlich der Blick auf die verfallene
Silberminenstadt öffnet, man wähnt sich wirklich im Wilden
Westen.
Zurück unterhalb des Monte Doglia werfen wir noch einen letzten Blick beim Spaziergang am 8 km langen feinsandigen Strand auf die Lichter von Alghero und sitzen dort noch lange in der Dämmerung, bis es uns endlich zu kalt wird.
