Island

26.12.2007 um 21:04 Uhr

4. Tag

4. Tag

Von diesem Tag gibt es keine Bilder mehr. Da der Flieger erst mittags abheben würde, nehmen wir uns für den Morgen noch einen Besuch in der Nuraghensiedlung dicht beim Flughafen vor. Natürlich brauchen wir wieder etliche anläufe und großzügige einkreisunge, bis wir die Anlage überhaupt ins Blickfeld bekommen und selbstverständlich muss auch diesmal ein Blick auf die geschlossenen tore und den hermetisch dichten Zaun genügenWütendWütend.

So fahren wir zum Flugahfen, geben unser Auto ab, kaufen noch nach dem Einchecken einige Souvenirs und kommen dann nach ereignislosem Flug sicher wieder in einem frostig-neblicgen Hahn an.

25.12.2007 um 21:02 Uhr

3. Tag

3. Tag

Nach dem Frühstück erwartet uns draußen wieder ein blauer, wenn auch ein wenig diesiger Himmel und milde Temperaturen. Für den heutigen Tag habe ich uns eine Strecke an der Küste ausgesucht, die uns in richtung Süden führen wird - und hoffentlich nicht wieder in so verbautes Gebiet wie gestern. Aber nach Alghero wird die Bebauung rasch weniger um dann nach wenigen Kilometern bis auf sehr vereinzelte alte Bauernhöfe ganz aufzuhören. Es empfängt uns eine wildromantische Steilküste mit Bergen zur Linken bis 800 m und steil abfallenden Klippen zur Rechten bis zum blauen Meer, 47 km lang bis zur nächsten kleineren Stadt.

dort, wo die Berge nicht bewachsen sind, kommen bizarre Felsformationen zum Vorschein.

Wir müssen oft anhalten damit ich bilder machen kann. Auch von den Schafherden, die sich auf den Steilhängen verteilen.

 Ein kleines Schild am Straßenrand weist auf den Nuraghen Appiu hoch oben auf dem Berg hin, auf der Karte sieht die Straße gut aus, warum also nicht?

Nun ja, mit hiesigen Straßen würde ich den Schlängelweg

den Berg hinauf zwar nicht vergleichen, aber wir kommen oben an und stehen - ja, vor verschlossenen Türen. Die Nuraghensiedlung hat geschlossen und nur auf Anraten eines jungen Pärchens, das dort mit seinem Camper auf dem Parkplatz übernachtet hat, zwängen wir uns am Tor durch einen halboffenen Schafzaun, um näher an die Ruinen zu kommen. Schade, dass keine weitergehende Bsichtigung möglich ist, der Komplex scheint sehr gut erhalten bzw. restauriert.

Der Weg zurück eröffnet uns wieder atemberaubende Aussichten!

Bosa durchfahren wir rasch, denn wir suchen ein schönes Plätzchen um unser Picknick auszupacken. Die Fahrt geht wieder auf die Hochebene und durch das kleine Städtchen Pozzomaggiore, das mit seinen bemalten Hauswänden auffällt.

Auf der Hochebene mit einem herrlichen Weitblick bis zum Valle dei Nuraghi finden wir zwischen Korkeichen einen schattigen Platz,

ein Brunnen gluckert und auf einem Steintisch können wir unser Mittagessen

ausbreiten und es uns auf der Steinbank gemütlich machen. wir bleiben noch eine Weile und schauen uns die geschälten Stämme der Korkeichen an, ein ungewohntes Bild.

Ausgeruht und gesättigt geht es noch ein Stück über die Hochebene, vorbei an pittoresken Dörfern

und verwunschenen Wäldern. Hie und da blitzen auch Nuraghen

zwischen dem Grün durch, aber wir wollen ja ins Valle dei Nuraghi und so halten wir nicht an! Allerdings muss ein Stopp sein: hinter einem Dorf in einer Senke laufen einige Schweine frei herum.


Mit einem kleinen Umweg erreichen wir endlich unser Ziel und es ist natürlich - geschlossen! Allerdings ist der Zaun um die Nuraghensiedlung den Bauarbeiten drumherum zum Opfer gefallen und so können wir ungehindert die Siedlung umrunden.
Die Zufahrt zum benachbarten Nuraghen Oes, den man durchaus schon von der Straße her sehen kann, finden wir erst gar nicht und so entschließen wir uns noch zu einem Abstecher zur Necropoli Sant Andria Priu. Das finden wir auch problemlos, aber es ist - wie kann es auch anders sein - geschlossen. Diesmal umgibt ein unüberwindlicher Zaun die Anlage, so dass uns nur ein Blick zwischen den Gitterstäben hindurch gewährt wird - schade, dass hätte ich mir wirklich gern von Nahem betrachtet.

Dafür sonnen sich etliche Eidechsen auf der Mauer zwischen den Brombeeren.

Auf dem Rückweg gibt es immer wieder wunderschöne 'Ausblicke, allerdings zeigt das Grünland ein weiteres dringliches Problem Sardiniens auf: die Überweidung. Viele der vorhandenen Grünflächen sind bis auf die Graswurzeln abgefressen, der Bewuchs zeigt deutliche Stresssymptome!

Der Rückweg führt uns dann an zwei schön gelegenen Stauseen und etlichen Olivenhainen

und Gemüsefeldern, überwiegend mit Artischocken

vorbei. Natürlich kann ich es nicht lassen einmal rohe Oliven zu probieren. Eine Erfahrung, die man nicht unbedingt gemacht haben muss, denn sie sind unbehandelt sehr bitter und der Geschmack bleibt mir noch lange Zeit auf der Zunge.

 

Den Abend verbringen wir dann noch einmal in Alghero, wo sich in der Altstadt anscheinend alle Familien zum Weihnachtsflanieren eingefunden haben, es ist jedenfalls brechend voll. Etwas schwierig gestaltet sich unsere Restaurantsuche. Schlussendlich land en wir in einer Pizzeria, kulinarisch nicht so der ganz große Treffer! Aber es ist natürlich anschließend noch sehr romantisch bei Vollmond am Strand entlang zu schlendern.

 

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24.12.2007 um 21:07 Uhr

2. Tag

2. TAG

Wir wachen gut ausgeruht auf, frühstücken ausgiebig und machen uns bei noch diesigem, aber vielversprechendem Wetter auf den Weg nach Sassari. Zuvor gibt es noch ein paar Fotos vom zauberhaften Garten unserer Unterkunft, in dem Orangen, Datteln und andere tropische Früchte, ja sogar Bananen wachsen.

Sassari ist schnell erreicht und entpuppt sich als recht große aber verkehrschaotische Stadt. Wir stellen unseren Wagen schnellsmöglich auf dem nächsten Parkplatz ab und machen uns zu Fuß auf in die Altstadt um das Museum für die Vor- und Frühgeschichte Sardiniens zu besuchen. Leider haben wir Pech, es ist an diesem Tag geschlossen und wir werden also nochmal hierher kommen müssen um es zu besuchen. Dafür haben wir im Park Glück und können die Ausstellung der I.S.O.L.A. , die alle zwei Jahre dort die Produkte der ansässigen Handwerker und Kunsthandwerker ausstellt, bewundern. Ansonsten bietet Sassari nicht so viel, es gibt einige pittoreske Ausblicke und auch Ungewöhnliches, wie man auf den Fotos erkennen kann.

Es geht weiter nach Norden, Porto Torres grüßt schon von weitem mit seinen hässlichen Raffinierien, die wir rasch links liegen lassen. Danach kommt eine sehr schöner Küstenabschnitt mit dichter Machie, flachen Strandseen und weißen Sandstränden, die immer mal wieder zwischen dem Grün aufblitzen. Wir halten aber noch nicht an, denn wir wollen noch zum Capo di Falcone. Unterwegs rasten wir in Stintino, um dort etwas zu essen und einen kleinen Spaziergang am hübsch gelegenen Hafen zu machen.

Nach dem grandiosen Capo Caccia enttäuscht mich das Falcone etwas, es ist zwar sehr malerisch aus bizarren vom Sand verblasenen Steinen aufgebaut, aber auch zugebaut mit einer Menge hässlicher grauer Bungalows.

Aber an diesem Tag ist niemand auf den Felsen unterwegs außer uns und so sitzen wir eine Zeitlang in der Sonne und dem milden Wind und schauen hinaus aufs Meer.

Danach versuchen wir in der #Nähe von Stintino an die weißen Sandstrände zu kommen, was recht enttäuschend ist. Durch die Strandseen ist das Gelände ziemlich morastig und der weiße Sandstrand entpuppt sich als hubbelig-knubbeliger Kiesstrand mit einem dicken Spülsaum von Algen - nicht zum ausruhen und Träumen!

 

Auf dem Rückweg fahren wir an der Westküste entlang und machen noch einen kleinen Abstecher nach Argentiera. Eine sehr kurvige Straße zieht sich einige Kilometer durch dichtes Gebüsch und Wald, bis sich plötzlich der Blick auf die verfallene Silberminenstadt öffnet, man wähnt sich wirklich im Wilden Westen.

Zurück unterhalb des Monte Doglia werfen wir noch einen letzten Blick beim Spaziergang am 8 km langen feinsandigen Strand auf die Lichter von Alghero und sitzen dort noch lange in der Dämmerung, bis es uns endlich zu kalt wird.

 

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23.12.2007 um 21:07 Uhr

Tag 1

1. Tag

 

Puuuuh, die Zeit vor den Weihnachtsferien war sehr anstrengend und jetzt auch noch um 4 Uhr morgens aufstehen.... Wir stellen nach einer knappoen Stunde Autorfahrt unseren Wagen auf den Parkplatz am Hahn ab und schleppen unser Köfferlein zum Check-In. Es ist zeimlich vviel Betrieb und auch unser Flieger wird voll. Der Start verläuft völlig ruhig in völliger Dunkelheit und erst über den Alpen gibt es den ersten Schimmer Tageslicht.

Schnell ist das Mittelmeer erreicht, aber dichte Wolken verhüllen Korsika und erst beim Landeanflug sehen wir unter der Wolkendecke etwas von Sardinien: grün und hügelig!! Die Landung ist glatt, draußen erwartet uns Regen und etwa 13°, wir bekommen beim Autoverleih ein wahres Schlachtschiff. Dank der Routenplanung von Map24, die ich mir zu Hause ausgedruckt habe, finden wir sehr schnell unser Quartier, den Agriturismo Agave .

die junge Frau die uns empfängt, radebrecht ein wenig Englisch und mit den 4 Wörtern Italienisch, die ich aus dem Reiseführer geklaubt habe, kriegen wir zuerst einen Kaffee und dann unser Zimmer. Es ist groß und geräumig, alles piccobello sauber und entgegen meinen Befürchtungen gibt es auch Zentralheizung.

Mit einem mittelalterlich anmutenden Schlüssel schließen wir unseren Flur, das Haus selbst ist immer auf und setzten uns im strömenden Regen in Richtung Capo Caccia in Bewegung. Das Kap ist schnell erreicht und der freundliche Mann im Wärterhaus verspricht uns eine Führung inder der berühmten Grotta di Nettuno , wenn erst der Regen aufhört. Und tatsächlich, nach 10 Minuten 'Wartezeit können wir die 654 Stufen nach unten in Angriff nehmen. Die Gänsegeier kriegen wir übrigens nicht zu Gesicht, aber ich sehe Schwalben durch den Himmel flitzen, vielleicht die, die unsere Scheune im Sommer bewohnen!

 

Die Treppen ziehen sich, aber die Mühe lohnt: unten erwartet uns ein wunderbares Märchen- und Feenreichs aus Grotten, Lagunen, Bögen und Domen. Leider lässt sich diese Pracht natürlich mit meiner kleinen Kamera nicht in aussagekräftige Pixel bannen, daher hier nur ein schwacher Abglanz dessen, was uns dort unter Tage erwartet hat.

Mit uns läuft eine Gruppe junger Briten und auf dem Rückweg aufwärts stelle ich mich Genugtuung fest, dass die bald ebenso häufig Pause machen müssen wie ich. Ich wäre am liebsten mit der Bootstour an die Grotte gefahren, aber im Winter gibt es halt nur die Option der Treppe! Unsere Führerin in der Höhle muss ganz schön fit sein. 8 Stunden am Tag verbringt sie dort unten und muss den Weg jeden Tag runter- und wieder rauflaufen.

Als wir endlich wieder die Weitsicht über die Bucht am Capo genießen, entscheiden wir spontan noch weiter zu fahren, erst an der Küstenstraße entlang nach Alghero!

Dabei kommen wir an der Nuraghensiedlung Palmavera vorbei! Und das Tor ist auf, wir bezahlen einen kleinen Obulus, erstehen noch einen Halsschmuck fpür mich und können uns dann eine ganze Zeit lang die Reste der Nuraghenkultur anschauen. Wir sind beide beeindruckt, irgendwie hatten wir uns die Gebäude kleiner vorgestellt. Die Siedlung ist noch recht gut erhalten und vermittelt mit ihren vielen Nebengebäuden einen recht präzisen Eindruck.

Es gäbe noch einiges Interessantes zu dieser Anlage zu erzählen, was wir der Broschüre entnehmen konnten, die es zum Eintritsgeld dazu gab, aber vielleicht sprengt das hier den Rahmen.

Beim Einsteigen ins Auto entdecke ich übrigens am Straßernrand eine ganze Menge Mittagsblumen, bei uns zu Hause mit sehr viel Zuwendung und Mühe gepäppelte Gartenpflanzen.

In Alghero parken wir an einem der drei großen Wehrtürme der Festungsmauern und gehen, da inzwischen hungrig, ins nächstgelegene kleine Restauraant. Es gibt dort nur eine sehr beschränkte Speisekarte und wir beide bestellen Pasta, die hervorragend schmeckt. Zum Nachtisch gibt es 'Geschmolzenen Pecorino', mit wenig Zucker karamellisiert und leicht mit Chilipulver bestäubt - traumhaft!

Die engen Gassen

verleiten uns ein wenig dort entlag zu schlendern und uns die Auslagen der kleinen Geschäfte anzuschauen, beim Rückweg entdecken wir am Strand riesige Agavenblütenstände, denen wir schon bei unserer Pension begegnet sind; dort lagen sie abgeschnitten in der Einfahrt und wir rätselten , was das wohl sein könnte.

Auch die Feigenblattkaktushecken imponieren uns sehr!!

 

Danach fahren wir eine immer schmaler werdende Straße Richtung Hochebene, die sich in Serpentinen den Berg hochwindet und irgendwo am Horizont verliert, wir wollen zum Dolmen, der in unserem Reiseführer Erwähnung gefunden hat. Irgendwo müssen wir links abbiegen und geraten auf ein, den isländischen Verhältnissen ähnliche Schotterstrecke, vorbei an Kuh- und Schafherden, Jägern mit ihren Jagdhunden, grüner Macchie mit ihrem typischen Geruch, Korkeichenwälder, Felsen und Hängen und wähnen uns schon völlig auf dem falschen Weg, bis Hans endlich ein Schild entdeckt, dass uns zum Dolmen verweist.

Der Dolmen selbst: schön gro? und idyllisch eingewachsen, umstanden von Korkeichen und Macchie. Natürlich kommt auch da der Vergleich zu den bretonischen auf, aber ich sollte mich ja eigentlich hüten, Äpfel und Bananen in einen Korb zu legen.



auf dem Rückweg fällt uns zum ersten (aber nicht zum letzten) Mal die Negativseite Srdiniens auf: wilde Mülldeponien, sobald man das Auto an der Straße anhält. Wenn man vorbeifährt, sieht es nicht so schlimm aus, erst beim Stopp offenbart sich die ganze Misere. Ich weiß nicht, ob es einfach am staatlichen Müllentsorgungssystem liegt oder der Sorglosigkeit der Einwohner, so schlimme wird man es (auch wenn es sonst ja einiges Negative zu sagen gibt über unser Land) in Deutschland nicht erleben.

 

Wir fahren eine andere Strecke vom Hochplateau zurück nach Alghero und weil uns das frühe Aufstehen immer noch in den Knochen sitzt, suchen wir ziemlich bald unser Nachtquartier auf.

 

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23.12.2007 um 21:00 Uhr

1. Tag

Puuuuh, die Zeit vor den Weihnachtsferien war sehr anstrengend und jetzt auch noch um 4 Uhr morgens aufstehen.... Wir stellen nach einer knappoen Stunde Autorfahrt unseren Wagen auf den Parkplatz am Hahn ab und schleppen unser Köfferlein zum Check-In. Es ist zeimlich vviel Betrieb und auch unser Flieger wird voll. Der Start verläuft völlig ruhig in völliger Dunkelheit und erst über den Alpen gibt es den ersten Schimmer Tageslicht.

Schnell ist das Mittelmeer erreicht, aber dichte Wolken verhüllen Korsika und erst beim Landeanflug sehen wir unter der Wolkendecke etwas von Sardinien: grün und hügelig!! Die Landung ist glatt, draußen erwartet uns Regen und etwa 13°, wir bekommen beim Autoverleih ein wahres Schlachtschiff. Dank der Routenplanung von Map24, die ich mir zu Hause ausgedruckt habe, finden wir sehr schnell unser Quartier, den Agriturismo Agave .

die junge Frau die uns empfängt, radebrecht ein wenig Englisch und mit den 4 Wörtern Italienisch, die ich aus dem Reiseführer geklaubt habe, kriegen wir zuerst einen Kaffee und dann unser Zimmer. Es ist groß und geräumig, alles piccobello sauber und entgegen meinen Befürchtungen gibt es auch Zentralheizung.

Mit einem mittelalterlich anmutenden Schlüssel schließen wir unseren Flur, das Haus selbst ist immer auf und setzten uns im strömenden Regen in Richtung Capo Caccia in Bewegung. Das Kap ist schnell erreicht und der freundliche Mann im Wärterhaus verspricht uns eine Führung inder der berühmten Grotta di Nettuno , wenn erst der Regen aufhört. Und tatsächlich, nach 10 Minuten 'Wartezeit können wir die 654 Stufen nach unten in Angriff nehmen. Die Gänsegeier kriegen wir übrigens nicht zu Gesicht, aber ich sehe Schwalben durch den Himmel flitzen, vielleicht die, die unsere Scheune im Sommer bewohnen!

 

Die Treppen ziehen sich, aber die Mühe lohnt: unten erwartet uns ein wunderbares Märchen- und Feenreichs aus Grotten, Lagunen, Bögen und Domen. Leider lässt sich diese Pracht natürlich mit meiner kleinen Kamera nicht in aussagekräftige Pixel bannen, daher hier nur ein schwacher Abglanz dessen, was uns dort unter Tage erwartet hat.

Mit uns läuft eine Gruppe junger Briten und auf dem Rückweg aufwärts stelle ich mich Genugtuung fest, dass die bald ebenso häufig Pause machen müssen wie ich. Ich wäre am liebsten mit der Bootstour an die Grotte gefahren, aber im Winter gibt es halt nur die Option der Treppe! Unsere Führerin in der Höhle muss ganz schön fit sein. 8 Stunden am Tag verbringt sie dort unten und muss den Weg jeden Tag runter- und wieder rauflaufen.

Als wir endlich wieder die Weitsicht über die Bucht am Capo genießen, entscheiden wir spontan noch weiter zu fahren, erst an der Küstenstraße entlang nach Alghero!

Dabei kommen wir an der Nuraghensiedlung Palmavera vorbei! Und das Tor ist auf, wir bezahlen einen kleinen Obulus, erstehen noch einen Halsschmuck fpür mich und können uns dann eine ganze Zeit lang die Reste der Nuraghenkultur anschauen. Wir sind beide beeindruckt, irgendwie hatten wir uns die Gebäude kleiner vorgestellt. Die Siedlung ist noch recht gut erhalten und vermittelt mit ihren vielen Nebengebäuden einen recht präzisen Eindruck.

Es gäbe noch einiges Interessantes zu dieser Anlage zu erzählen, was wir der Broschüre entnehmen konnten, die es zum Eintritsgeld dazu gab, aber vielleicht sprengt das hier den Rahmen.

Beim Einsteigen ins Auto entdecke ich übrigens am Straßernrand eine ganze Menge Mittagsblumen, bei uns zu Hause mit sehr viel Zuwendung und Mühe gepäppelte Gartenpflanzen.

In Alghero parken wir an einem der drei großen Wehrtürme der Festungsmauern und gehen, da inzwischen hungrig, ins nächstgelegene kleine Restauraant. Es gibt dort nur eine sehr beschränkte Speisekarte und wir beide bestellen Pasta, die hervorragend schmeckt. Zum Nachtisch gibt es 'Geschmolzenen Pecorino', mit wenig Zucker karamellisiert und leicht mit Chilipulver bestäubt - traumhaft!

Die engen Gassen

verleiten uns ein wenig dort entlag zu schlendern und uns die Auslagen der kleinen Geschäfte anzuschauen, beim Rückweg entdecken wir am Strand riesige Agavenblütenstände, denen wir schon bei unserer Pension begegnet sind; dort lagen sie abgeschnitten in der Einfahrt und wir rätselten , was das wohl sein könnte.

Auch die Feigenblattkaktushecken imponieren uns sehr!!

 

Danach fahren wir eine immer schmaler werdende Straße Richtung Hochebene, die sich in Serpentinen den Berg hochwindet und irgendwo am Horizont verliert, wir wollen zum Dolmen, der in unserem Reiseführer Erwähnung gefunden hat. Irgendwo müssen wir links abbiegen und geraten auf ein, den isländischen Verhältnissen ähnliche Schotterstrecke, vorbei an Kuh- und Schafherden, Jägern mit ihren Jagdhunden, grüner Macchie mit ihrem typischen Geruch, Korkeichenwälder, Felsen und Hängen und wähnen uns schon völlig auf dem falschen Weg, bis Hans endlich ein Schild entdeckt, dass uns zum Dolmen verweist.

Der Dolmen selbst: schön gro? und idyllisch eingewachsen, umstanden von Korkeichen und Macchie. Natürlich kommt auch da der Vergleich zu den bretonischen auf, aber ich sollte mich ja eigentlich hüten, Äpfel und Bananen in einen Korb zu legen.



auf dem Rückweg fällt uns zum ersten (aber nicht zum letzten) Mal die Negativseite Srdiniens auf: wilde Mülldeponien, sobald man das Auto an der Straße anhält. Wenn man vorbeifährt, sieht es nicht so schlimm aus, erst beim Stopp offenbart sich die ganze Misere. Ich weiß nicht, ob es einfach am staatlichen Müllentsorgungssystem liegt oder der Sorglosigkeit der Einwohner, so schlimme wird man es (auch wenn es sonst ja einiges Negative zu sagen gibt über unser Land) in Deutschland nicht erleben.

 

Wir fahren eine andere Strecke vom Hochplateau zurück nach Alghero und weil uns das frühe Aufstehen immer noch in den Knochen sitzt, suchen wir ziemlich bald unser Nachtquartier auf.

 

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01.12.2007 um 19:50 Uhr

Fertig

Ich habe eben einen kurzen Schluss zu unserem letzten Tag in Island geschrieben und damit ist mein Herbstreisebericht fertig. Ihr findet ihn im Kalender hier auf der rechten Seitenleiste ab dem 28. September bis zum 9. Oktober und - ja - nächstes Jahr, so denn alles glatt geht, vom 3. Juli bis zum 15. Juli den nächsten!

Wir werden diesmal unsere Tage zwischen zwei Wikingerfesten,

dem Dyrafjarðardagar

und dem Leifshátið

in den Westfjorden verbringen. Das ist auch für uns Neuland, denn bis auf einen kurzen Ausflug 2002,  nach Hólmavík ins Hexenmuseum, das wir auch dieses Jahr noch irgendwie mal sehen wollen, kennen wir die Westfjorde noch gar nicht. Da geht jetzt schon das Planen los und auf die ersten Anfragen auf Bauernhöfen habe ich, typisch isländisch, natürlich noch keine Antwort bekommen. Es spricht dafür, dass in den Westfjorden der allgemeine Tourismushype noch nicht angekommen ist, sondern sich alles noch im isländischen gemütlichen Dornröschen-Manana-Schlaf befindetVerrückt.

 

Der Ausflug bescherte uns übrigens die unvergessenen Querung der Tröllatunguheiði, der Straße mit der Nummer 605, die ganz harmlos begann, aber dann so ausartete: