Island

16.04.2009 um 21:57 Uhr

Rückflug

Am Morgen werde ich pünktlich durch den Wecker geweckt, springe kurz unter die Dusche, bevor ich mir noch eine Tasse Kaffee mit Ralf und Yvonne mache. Und dann steht auch schon unser Shuttleservice auf die Minute genau vor der Tür. Wir packen schnell ale Koffer ins Auto und sind in drei Minuten am Flughafen.

Durch den Vorabendcheckin brauchen wir unsere Koffer nur noch am Schalter abzugeben und die nette Dame nimmt mit 15 € für Übergewicht abSonstige

Dabei fällt mir dann siedend heiß ein, dass mein Handgepäck noch im Alex steht!!!!!!!!!!! Ich rase raus, schnappe mir ein Taxi, wecke die arme Sandra durch hektisches Fensterklopfen (die Tür war natürlich schon zu) und lasse mir meinen kostbaren Konen anreichen! Schwupp, sitze ich wieder im Auto und bin auch schon gleich bei der Zollkontrolle. Die restliche Wartezeit vergeht mit Einkaufen und Rumhängen, bis der Flieger pünktlich abhebt. Das Wetter ist gut und ich kann ein paar Luftaufnahmen machen. Leider ist es diesig und ich muss die Bilder nachbearbeiten, was der Farbqualität aber nicht so gut bekommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der restliche Flug verläuft, bis auf ein paar kleine Turbulenzen, langweilig, bis ich gut und relativ pünktlich in Frankfurt lande. Leider habe ich mir einen kleinen fiebrigen Infekt mitgebracht und mir tun alle Knochen weh.Diesmal bin ich nicht so sehr traurig, als ich wieder zurück muss, denn in drei Monaten geht es ja wieder los.

Zurück zu Tag 10

15.04.2009 um 22:54 Uhr

10. Tag

Morgens früh heißt es wieder Auf Wiedersehen, bei Ody, der Finnin, wahrscheinlich für lange Zeit, denn sie wird am Tag meiner Ankunft im Sommer wieder zurück in ihre Heimat fliegen - nach 7 langen Jahren in Island.

Das Wetter ist so lala, aber die Straßen sind frei und wir sind nach einem Zwischenstopp bei Hanna und bei Álafoss recht früh in Reykjavik. Auf vielfachen Wunsch meiner Mitreisenden lassen wir den geplanten Museumsbesuch ausfallen, Schaufensterbummeln und Shopping ist angesagt. Sandra möchte unbedingt noch ins 871 +/- 2 und danach gibt es ein scharfes Hühnchen beim Inder. Lecker!

Sandra muss dann noch ihre Karten einwerfen und stellt dann hinterher! fest, dass sie vergessen hat, die Briefmarken aufzuklebenFröhlich

Irgendwann treffen wir die anderen wieder an der Hallgrímskirkja und dann geht es nach Krýsuvík. Nachdem ein kleiner Bus Japaner dort schnell ihre Runde gedreht haben, sind wir wieder allein und alle sind der Meinung, dass dieses Thermalfeld viel schöner als das überlaufene Haukadalur ist.

Danach geht es ab in die Blaue Lagune und weil ich nicht so ganz fit bin (warum, werde ich am nächsten Tag erleben), lasse ich die anderen ziehen und setzte mich ins Cafe mit Blick auf die Lagune.

Irgendwann um sieben sind dann alle entspannt bereit unser letztes Quartier, das Alex zu beziehen. Nachdem Koffer und Gepäck abgeladen und der Check-In gemacht sind, setzten Sandra und ich die drei anderen am Imbiss ein paar hundert Meter weiter ab und bringen den Wagen zurück. Es ist niemand mehr da, aber mit einem Anruf erfahren wir, dass wir den Schlüssel in den Briefkasten werfen sollen und die Telefonnummer vom Taxiunternehmen, das uns dann auch zügig abholt. Im Imbiss gibt noch einen Hamburger, bevor wir wieder zum Alex gehen.  Alle sind recht müde, aber leider sind die Zimmer sehr warm, auch das Fentröffnen bringt nicht so viel.

Weiter zum Rückflug                                                                                           zurück zu Tag 9

14.04.2009 um 20:41 Uhr

Tag 9

 

Wir haben heute eine sehr positive Erfahrung mit einem winzig kleinen Freilichtmuseum gemacht, allerdings hier auf Island. Wir haben Eiriksstadir, den Hof Erik des Roten besucht. Es handelt sich dabei um ein bis in Einzelheiten (tragende Ständer aus Treibholz von der Küste) rekonstruiertes Langhaus, klein, aber fein!

 

Der Weg dorthin führt uns in Hnappadalur und dort fängt es an zu schneien! In kurzer Zeit ist die (Schotter)Straße weiß und die Wolken sinken fast bis auf den Erdboden – Sicht sehr schlecht. Als wir uns dem Haukadalur nähern, sind die Straßen wieder frei und Siggi, der Mann von Helga, wie ich später erfahre, kommt wenige Minuten später und macht das Langhaus nur für uns auf!

Drinnen wird das Langfeuer entzündet, als ein kleines Entgegenkommen an die moderne Bequemlichkeit mit Gas betrieben! und wir lauschen eine Stunde lang interessiert und fasziniert den tollen Erzählungen und Erklärungen von Siggi.

Alle Gegenstände im Haus sind nach Funden rekonstruiert, soweit möglich und selbst das Langfeuer wurde in der ersten Zeit mit Torf und Schafskot betrieben.

Anschließend wird für uns extra noch das neueröffnete Minimuseum zur Entdeckung Amerikas durch die Nordmänner im 15 km entfernten Budardalur, einem leider immer mehr aussterbenden 400Seelen-Ort, aufgemacht und als ich dann zum Schluss bezahlen will, möchte niemand Geld von mir. Die Isländer geben sich mit ihrer Vergangenheit wirklich viel Mühe, da könnten sich die Deutschen mit ihrer 300fachen Bevölkerungszahl eine gute Scheibe abschneiden.

Auf Grund der Witterungsbedingungen entschließe ich mich über Borgarnes zurückzufahren, auch wenn ja eigentlich noch die Besteigungn von Helgafell und ein Besuch im Hafencafe von Stykkisholmur auf dem Programm stand. Im Museumscafe in Borgarnes essen wir noch eine Kleinigkeit und zurück in Lýsuhóll kriege ich endlich die W-Lan-Verbindung ans Laufen, während die anderen mal ein wenig faulenzen und spazierengehen wollen. Das Wetter hat inzwischen schlussendlich aufgeklart und ich werde gleich ein paar Fotos machen, wozu ich den ganzen Tag noch nicht gekommen bin!

 

Weiter zu Tag 10                                                                                                 Zurück zu Tag 8

13.04.2009 um 20:38 Uhr

Tag 8

Tag 6 und 7 haben ich noch nicht fertig und ich werde auch einiges zu Hause noch überarbeiten, aber der gestrige und heutige Tag sind soweitlesbar.

Montag, den 13.4.


Heute erwache ich bei stahlblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein.

Einige meiner kleinen Gruppe haben gar nicht gut geschlafen, der Wind hat die Ferienhäuschen ganz schön durchgerüttelt. Ich denke, dass die Nacht heute besser wird.

Die Gespräche beim Frühstück sind lange, aber gegen 10 brechen wir auf

und fahren zuerst zur Raudsfeldsgjá. Der übliche Weg ist unpassierbar, wir müssen über hohe Schneewehen klettern und ein Stück am Bach entlang. Ich gehe nicht mit in die Schlucht, aber sehe zu, wie sich die anderen dort aufhalten.

Es gibt schon Unmengen von Möwen dort, die auf den Anfang des Frühlings warten um mit ihrem Brutgeschäft zu beginnen. Der Weg zurück ist schwierig über das lose Gestein und das steile Schneefeld, aber sonnenschein und Fernsicht entschädigen uns für die Mühen.

In Arnarstapi parken wir bei Snjófell, das noch geschlossen hat. Die Aussicht auf die Klippen ist atemberaubend, aber irgendwann fällt mit auf, das etwas fehlt. Die Krias sind noch nicht da, und obwohl sich schon sehr viele Graugänse, Singschwäne und Austernfischer am Meer tummeln, gibt es auch noch keine Papageitaucher. Alle sind entzückt vom pittoresken Hafen und als wir endlich wieder zurück am Wagen sind, hat auch das Restaurant auf und wir bekommen soup of the day and fish of the day.

In Djúpalónssandur

ist es windstill und richtig warm, die Fliegen schwirren schon durch die Luft und die ersten Spitzen von Sauerampfer und Löwenzahn spitzen an den sonnenbeschienenen geschützten Stellen schon aus der Erde. Unsere Taschen sind steinschwer,

als wir uns wieder auf den Weg machen. Die Straße rund um den Gletscher ist übrigens inzwischen durchgehend asphaltiert.

In Ólafsvík gibt es heute keine Rast und die Fródarheidi hält Überraschungen in Form von meterhohen Schneewehen und teilweise noch schneebedeckten Straßenabschnitten für uns bereit. Die Aussicht ist gigantisch, ich habe noch nie soviel Schnee auf und um den Gletscher herum gesehen.

Zum Abschluss machen wir noch einen kleinen Schlenker nach Ytri-Tunga. Dort holt uns der scharfe Wind wieder ein und mir ist heute zum ersten Mal bewusst, dass es ja noch Winter hier ist. Seehunde sehen wir keine, finden aber einige merkwürdige Meereshinterlassenschaften.

Nach ein wenig Ruhe auf dem Hof bekommen wir den Schlüssel zum Schwimmbad in die Hand gedrückt und schleichen uns durch den Hintereingang zu den Umkleiden. Das Schwimmerbecken ist ziemlich kalt, der HotPot dafür umso heißer, und ich halte es nicht lange darin aus ohne das Gefühl zu bekommen gekocht zu werden. Immerhin macht mir der rückweg zu den Duschen durch den heftigen und schneidend kalten Wind nix mehr aus. Mein Körper hat die Hitze gespeichert und hält sie noch eine ganze Zeit lang. Ich muss an Brigitte denken, die an diesem Abenteuer auch ihren Spaß gehabt hätte.

 

Weiter zu Tag 9                                                                                                  Zurück zu Tag 7

12.04.2009 um 23:30 Uhr

7. Tag

Nach dem Frühstück müssen Sandra und ich noch packen, die anderen wollen derweil einen spaziergang mit Manfred an das meer machen.

Erstaunlich, wie viel Gerödel sich doch beim Kofferpacken so einfindet!!!!! Mit den wollkonen im Gepäck muss ich doch einiges neu ordnen, umbauen oder gar kurzentschlossen in den Mülleimer wandern lassen. Als wir endlich fertig sind, sind die anderen auch zurück, wir kaufen noch schnell bei Begga etwas von ihren schönen handgearbeiteten Knochensachen ein und dann gehts los Richtung Westen. Um den stinkigen Tunnel zu umgehen, geht es nochmal rund um den Walfjord, wieder bei strahlendem Sonnenschein.

In Borgarnes dürfen sich meine vier Gäste die beiden Ausstellungen anschauen, während ich im Cafe sitze und es mir gut gehen lasse. Danach gibt es gleich einen mehrfachen Pulloverkauf, im  Museumsshop hängen aber auch wirklich außergewöhnliche Exemplare rum. Inzwischen haben alle Hunger und so betrete ich das Cafe zum zweiten Mal, es gibt eine feine Suppe und für Jutta sogar Plokkfisk!

Dann geht es weiter, aber kurz hinter Borgarnes trauen wir kaum unseren Augen: Eisberge schwimmen im Fluss!

Beim näheren Hinsehen entpuppen die sich natürlich als Schneerelikte, die wahrscheinlich von den überhängenden Schneewächten abgestürzt und dann im seichten Fluss liegengeblieben sind. 

Da es recht kräftig eiskalt durch Hnappadalur bläst, verzichten wir auf unsere Besteigung des Eldborg. Dafür gibt es dann eine Fahrt in die Buðahraun, nachdem wir auf Lýsuhóll angekommen und unsere Quartiere bezogen haben.

Das Wetter ist immer noch fantastisch mit blauem Himmel und sonnenschein und im Lavafeld merkt man auch den Wind nicht so.

Dort sorge ich ungewollt für einige Aufregung; da ich nicht mit auf den Buðaklettur möchte, sage ich schon mal tschüss, aber ohne den anderen explitzit mitzuteilen, dass ich den Rückweg antrete. Die machen sich nach dem Abstieg Sorgen und wähnen mich schon in ein Lavaloch gefallen oder hoffnungslos in der Lava verirrt - die Schauergeschichten von Manfred am Vortag haben ihre wirkung getan. Jedenfalls sind alle sehr erleichtert, als ich sie dann im Auto erwarte.

 

Sandra war in der Zwischenzeit reiten und ebenso hungrig wie wir! Nach dem Essen gibt es noch ein wenig Handarbeit, bevor wir uns bei immer stärker werdendem Wind in unsere Betten verziehen. Der Gletscher schickt noch einen Gute-Nacht-Gruß rüber.

 

Weiter zu Tag 8                                                                                         Zurück zu Tag 6

11.04.2009 um 22:10 Uhr

6. Tag

Heute steht der Golden Circle auf dem Programm. Ich habe gestern noch im Straßenzustandsbericht gesehen, dass die Verbindungsstraße von Þingvellir nach Laugarvatn geöffnet wurde, die spart uns etlich Kilometer!!!

Heute morgen ist es ausnahmsweise mal nicht weiß und die Sonne begrüßt uns. Auf der Straße am Meðalvatn vorbei liegt auch oben auf der Höhe kein Schnee mehr und so ist das Fahren ein reines Vergnügen - noch!

In Þingvellir laufen uns nur wenig Leute über die Füße und so schlendern wir ganz gemütlich durch die Schlucht und kehren über die Ebene wieder zum Parkplatz zurück.

Auf unserem Spaziergang entdecke ich auch diese Rotdrossel, die sehr zutraulich neben dem Weg nach Nahrung sucht. Es sind schon viele Zugvögel zurück, wir sehen allenthalben riesige Schwärme von Gänsen, Singschwänen, aber auch Pärchen von austernfischern und anderen. Nur die Krias vermisse ich noch.

Die Straße nach Laugarvatn ist auch angenehm zu fahren, bis wir zwei Drittel hinter uns haben. Dann wird es löchrig, holprig und die Schneeberge am Straßenrand erinnern eindrücklich daran, dass die Straße bis vor drei Tagen noch gesperrt war. Zum Schluss müssen wir noch einen kleineren See durchqueren und die Schlaglöcher machen die Fahrt auch nicht gerade angenehm.

Ab Laugarvatn geht es glatt über geteerte Straßen und am Verkehr merkt man deutlich, dass das wochenende und Ostern die Menschen nach draußen zieht. Beim Abstecher nach Skálholt bekommen wir noch ein wunderbares Gratiskonzert einer isländischen Sängerin, die dort anscheinend für einen Hochzeit probt. Ihre Stimme erfüllt glasklar den Kirchenraum mit der isländischen Version (die mir übrigens tausendmal besser gefallen hat als das Original) von: Con te partiro von Andrea Bocelli.

 

Diesmal statten wir zuerst dem Gullfoss unseren Besuch ab. Die Seitenwände des Wasserfalls sind noch vereist, aber das Wasser selbst strömt klar und ungehindert. Im Haukadalur erschrecke ich mich wieder über die Menschenmassen, die das Geothermalfeld füllen. Anscheinend gehört Ostern inzwischen schon nicht mehr so ganz zur Nebensaison. Strokkur zeigt sich eher müde, das ganze Feld wirkt eingeschränkt in der thermalen Aktivität.

Bei Kerið sind wir nach wenigen Minuten allein. 'Ralf möchte eigentlich gern noch runterklettern, aber wir halten ihn zurück!

Ich wäre auch gern noch etwas hiergeblieben, aber wir müssen noch in Selfoss fürs Abendessen einkaufen, es wird gefüllte Fischplätzchen mit Pellkartoffeln und Salat geben.

Abends sind wir dann noch fleißig mit Weben und Spinnen und packen unsere Koffer, denn morgen geht es weiter in den Westen.

Weiter zu Tag 7                                                                                    Zurück zu Tag 5

10.04.2009 um 22:53 Uhr

5. Tag

Es ist sehr zeitaufwendig, auch noch Fotos für den Bericht auszuwählen, zu bearbeiten und hochzuladen, deshalb gibt es die erst dazu, wenn ich wieder zu Hause bin. Da wir morgen eh die Unterkunft wechseln, weiß ich auch nicht, ob ich die Berichte (z. Bsp.9 den von heute) noch online stellen kann. Spätestens ab dem 17. gibt es aber dann den Rest!

Freitag, den 10.4.


Morgens ist tatsächlich wieder alles weiß, als wir aufwachen.

Deshalb checke ich noch schnell den Straßenzustandsbericht, der aber für die Straße zum Skorradalsvatn zumindestens gelbes Licht gibt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück

und Gespräch mit Begga, bei dem wir feststellen, dass sie weitläufig mit Ásdís verwandt ist!, brechen wir auf und umrunden den Walfjord.

Der Beginn der 520 ist noch einfach, ein wenig Schnee, ein wenig Matsch, aber hinter dem Geitabergsvatn wirds haarig: starke Steigung und geschlossene Schneematschdecke. Der Chrysler arbeitet und ich wünsche mir sehnlichst ein Schaltgetriebe, denn ich wär schon längst in den nächstniedrigeren Gang gegangen. Wir schaffen es so mit Ach und Krach, aber ich weiß sehr schnell, dass dies auf dem Rückweg nicht mehr sein muss.

Der erste Stopp führt uns nach Hvanneyri, aber dort ist erst ab 13 Uhr geöffnet. Darum fahren wir dann weiter zur Deildartunguhver. Es ist schon sehr beeindruckend, wieviel kochend heißes Wasser dort so einfach aus dem Berg sprudelt.

Der Wind ist eisig und wir halten uns nicht unnötig lang in der Kälte auf. Der nächste Stopp wird die Snorrastofa sein, aber – oh Wunder – die hat immer auf, nur am Karfreitag ZU. Wir wandern noch zum Snorralaug und zum Hotel Reykholt, weil kein Schaf in der Nähe ist* (insiderwitz).

Die Hraunfossar sind wieder sehr beeindruckend,

 

der Wind wird aber kälter und Schneeflocken wirbeln durch die Luft – Zeit für den HotPot vom Sundlaug Húsafell. Es ist wunderbar in dem weichen heißen Wasser zu sitzen und auf die verschneite Bergkette zu schauen. Zwischendurch kühlt man sich im 28° Becken mal ab, der Weg durch den kalten Wind ist das Schlimmste daran. Irgendwann treibe ich zum Aufbruch, das Hähnchen in Senf-Rahm-Soße wartet auf seine Zubereitung am Walfjord und später am Abend kommt sogar Jóhanna mit einem Teller Lummur vorbei, um sich das Spinnen und Bandweben zeigen zu lassen und selbst auszuprobieren.

 

Weiter zu Tag 6                                                                                                  Zurück zu Tag 4

09.04.2009 um 19:28 Uhr

4. Tag

Donnerstag, 9. 4.


Am heutigen Tag passiert nicht so schrecklich viel: wir verabschieden uns nach einem ausgiebigen Frühstück von Hanna, fahren durch den Tunnel Richtung Reykjanes. Es gibt einen kleinen Zwischenstopp in Eyrarkót, wo wir die Schlüssel abholen und uns die Zimmer zeigen lassen - das Haus und seine Besitzerin machen einen sehr sympathischen Eindruck.

Danach biegen dann noch für eine entspannte Stunde ab zur Blauen Lagune. Danach tauschen wir unser Ladymobil

gegen eine 7-sitzige Limousine, die einem fast schon das Denken abnimmt; alles geht vollautomatisch und nur auf Knöpfchendruck, selber machen ist hier nicht angesagt!

Dann gehts noch rasch zum Bónus fürs Abendessen und den morgigen Tag einkaufen und am Flughafen erwartet uns die Ansage, dass der Flug aus Frankfurt verspätet ist :-(

Es ist schon recht spät, als die drei anderen endlich durchs Tor kommen und auf den geplanten Umweg bei schönstem Wetter verzichten wir dann doch. Abends fängt es dann noch an heftig zu regnen und unser Mitbewohner prophezeit Schnee für den kommenden Morgen. Er sollte Recht behalten

Weiter zu Tag 5                                                                                       Zurück zu Tag 3

08.04.2009 um 22:27 Uhr

3. Tag

8.4.09 Mittwoch

Wieder bin ich um 6.25 Ortszeit wach, diesmal weil mir ein kalter Wind um die Nase streicht. Sandra ist auch schon wach und meint, ich solle doch mal aus dem Fenster schauen; draußen tobt ein kleiner Schneesturm und draußen ist alles weiß!!!!!!!!!

Mit dem heißen Wasser hat auch die Heizung ihren Geist aufgegeben und wir sehen beide zu, dass wir schnell in unsere Klamotten kommen um zu frühstücken. Es ist auszuhalten, doch allzulange darf man nicht ruhig sitzenbleiben. Ich rufe Teresa an und vereinbare einen früheren Zeitpunkt, auch damit Sandra dort noch schnell unter die Dusche springen kann.

In der Zwischenzeit ist der Hotelbesitzer eingetroffen und schaut sich die Bescherung an. Er entschuldigt sich mit den Worten, die heiße Quelle wäre zusammengebrochen und lädt uns zum Frühstück ins 3 km entfernte Hotel Hlid ein, leider sind wir schon satt und dann machen wir uns auf den Weg.

Der Schnee taut so vor sich hin und das Fahren ist kein Problem. Bei Teresa auf Ásmúli ist schon wieder alles schneefrei und sogar die Sonne schaut zwischen den Wolken vor. Natürlich lassen wir uns das Anwesen zeigen, natürlich knuddeln wir die Welpen, natürlich bewundern wir die Pferde und als der Hofbesitzer Birgir eintrifft, sind wir schon wieder dabei uns zu verabschieden.

Der Besuch bei Thingborg ist nicht ergiebig, dafür der Besuch bei Álafoss um so mehr. Weitere Mitfahrer würden inzwischen nicht mehr in unser Auto passen!

Das Wetter ist inzwischen nur schlicht genial und so gibt es bei der Fahrt rund um den Walfjord mehrere Stopps zum Knipsen und Picknicken, was allerdings dann doch auf Grund der wenig geschmeidigen Temperaturen kurz ausfällt.

Auf Hlésey ist der Empfang sehr herzlich und während das Hähnchen fürs Abendessen in der Röhre schmurgelt, schauen wir uns auf einem kleinen Spaziergang den Teich, den Strand und die Nistplätze der Eiderenten an, die zu Hlesey gehören. Der Abend klingt nach einem tollen Abendessen mit guten Gesprächen und einem weiteren Glas Rotwein aus.

 

Weiter zu Tag 4                                                                                      Zurück zu Tag 1 und 2

08.04.2009 um 01:09 Uhr

1. und 2.Tag

Seljalandsfoss, 7.4.09

Es ist es hier so voll wie im Sommer, Island außerhalb der Saison scheint zu boomen. Zumindestens, was die Tagesausflüge von Reykjavik angeht, denn die Gästehäuser und Hotels auf dem Land scheinen noch leer zu sein. Núpar ist übrigens ein wunderbarer Ort, in Sichtweite zu Hveragerdi gelegen, aber weit genug weg.

Gestern Abend sind wir dort wohlbehalten angekommen, nachdem wir Flug, Autoübergabe und erste Einkäufe problemlos überstanden hatten. Die Fahrt über die Hellisheidi war nicht so ganz ohne, es regnete schon von Anfang an durchgehend und dann auch recht heftig. Auf den Höhen verwandelte sich das Wasser dann recht schnell in dicke Schneeflocken und auf der Straße in eine geschlossene Schneedecke. Wir sind übrigens in einem Dodge unterwegs, so eine schicke Schleuder mit Versinksitzen und einer wunderbaren metallic blauen Farbe, also genau das Richtige für zwei alleinreisende Damen! Allerdings mit einer nicht ganz wintertauglichen Bereifung! Mir war dementsprechend erst dann wieder wohl zu Mute, als wieder in der Niederung Núpar erreichten. Dort lag und liegt allerdings kein Schnee mehr! Der Regen trommelte die ganze Nacht auf das Dach unseres netten Ferienhäuschens und so blieben wir schön drin und versuchten unseren JetLag ;-) zu überwinden. Leider haben wir das mit der hauseigenen Steuerung des HotPots nicht so ganz im Griff, das Wass ist lau und bei 2° Außentemperatur nicht einladend genug gewesen.

Den Tag verbringen wir im Südland, die übliche Route, die uns nach Dyrholaey, Vik, Skogar und zum Seljalandsfoss führt. Das Wetter dabei: zuerst regnerisch, am Dyrholaey

 

stürmisch mit Regen und später mild mit Aufheiterungen. Es ist daher noch recht hell und auch noch nicht so spät, als wir dann zurück in Hveragerdi sind und wir entschließen uns daher noch ein Stück ins Reykjadalur zu wandern. Das ist eine ganz ausgezeichnete Idee, denn uns erschließen sich Thermalfelder und eine Menge heiße Quellen.

 

In Núpar zurück machen wir noch ein paar Bilder von der Heißwasserversorgung und wundern uns über den extremen Druck, dem die rostigen Teile dort ausgesetzt sind, das ganze ding schwankt bedrohlich hin und her. Der HotPot ist immer noch ein LauPot und als sandra dann duschen will, tröpfelt das heiße Wasser auch nur noch aus der Leitung. An der heißen Quelle sind inzwiswchen einige Isländer versammelt und palavern, was sie tun sollen, etwas ist wohl wirklich nicht in Ordnung. Irgendwann verschwinden sie und mit ihnen auch der Dampf, der die thermalen Aktivitäten anzeigt, die Quelle ist zur Ruhe gegangen.

Weiter zu Tag 3

03.04.2009 um 09:31 Uhr

Noch drei Tage ;-)

Nachdem die vergangenen Wochen arbeitsreich waren und ich kaum Zeit zum Luftholen bekam, hier noch kurz ein Lebenszeichen von mir, bevor ich aus dem wunderbaren Frühling hier mit kuscheligen 20° wieder in die Frostnächte des Winters fliege.

Heute bin ich über die Singschwanseite gestolpert, ein interessantes Projekt zu Erfassung der Flugrouten der Singschwäne zwischen ihrem Winterquartier in England und dem Brutgeebiet Island im Sommer.

Singschwäne