Wer in den Wintermonaten nach Island und dort Zelten will, hat schlechte Karten, wenn er/sie Campingplätze in Anspruch nehmen möchte. Die meisten sind nämlich bis min. Anfang Mai geschlossen! Es gibt auch freie Campingplätze wie den bei Garður, ich bezweifle aber, ob die zugehörigen sanitären Anlagen geöffnet werden. Die liegen nämlich meist Wind und Wetter ausgesetzt und die Wasserversorgung dürfte beim geringsten Frost einfrieren.
Selbst der Campingplatz in Reykjavik hat erst ab dem 15. 5. geöffnet, einige Öffnungszeiten findet man auf Visiticeland , wenn man die einzelnen Campingplätze anklickt. Auf camping.is sind leider keine Öffnungszeiten angegeben. Bei campingcard.is lohnt es sich mal nachzuschauen, da gibt es eigentlich zu jedem der angeschlossenen Plätze eine detailierte Beschreibung.
Im März bieten sich als Alternative Schlafsackunterkünfte an, die sind pro Nacht schon zur Zeit ab 12 € zu haben. Wer mehr wissen will, kann mich gern mal anschreiben, die email gibt es unten in der Sidebar rechts. Natürlich sind 'at' und 'dot' durch die entsprechenden Zeichen zu ersetzen.
Aber da ich grad hier dabei bin:
das ist meine Ausrüstung, mit der ich im Sommer drei Wochen unterwegs war
Sie hat sich bewährt unter der Prämisse, dass ich notfalls auch mal ins Gästehaus ausweichen konnte. Das Zelt war wasserdicht und auch bei heftigerem Wind standfest, es ist einfach so niedrig, dass der Wind drüberweg geht! Allerdings kann man wirklich nix drin machen als schlafen, bei Regen ist man auf Plätze mit Aufenthaltsraum angewiesen, wenn man nicht die ganze Zeit in der Nässe draußen sein will. Die Häringe habe ich ziemlich schnell gegen Alunägel ausgetauscht, die kamen mit dem Steinboden wesentlich besser klar.
Im Sarek habe ich auch beim Temperatursturz von 18° auf Frostgrade nicht gefroren, was aber wahrscheinlich auch meiner alten Therm-a-rest zu verdanken ist. Die wird dieses Jahr gegen eine Gelert x-Treme light ausgetauscht, weil sie definitiv zu groß für das Zelt war (musste immer die Ecken umknicken, damit sie ins Zelt passte). Die Gelert hat abgeschrägte Ecken und ist mit 4,5 cm auch dick genug für mich.
Der Kocher hat einwandfrei funktioniert, aber ein Windschutz wäre nicht schlecht. Das Seideninlett habe ich nicht gebraucht, es wird gegen ein Nordisk-Fleeceinlett ausgetauscht, das ich notfalls mal als Decke gebrauchen kann oder als Schlafsack in einer Schlafsackunterkunft, dafür ist es warm genug, das Seideninlett nicht.
Die Kitchensink hat sich gut zum Spülen und mal was von Hand auswaschen bewährt.
Die Unterlage habe ich nach langem Suchen in Borgarnes im Baumarkt bei den Sanitätartikeln gefunden. Zum Wandern wäre sie wahrscheinlich zu dick und schwer, aber sie bietet eine zusätzliche Isolation nach unten und hat sich absolut bewährt.
Die Kosten für Zelt, Schlafsack und Kocher lagen bei etwa 150 €, alles kann ohne weiteres dieses Jahr weiter verwendet werden. Neu dazu kommt, wie gesagt, das Fleeceinlett, eine neue Isomatte und auf jeden Fall ein Campingmöbel zum Sitzen. Das war nicht so toll, immer irgendwie auf dem Boden hocken zu müssen!
Für meine Zwecke ist diese Ausrüstung absolut ausreichend, aber natrülich würde ich damit keine längeren Hochlandtouren unternehmen und auch nicht außerhalb der Sommersaison zelten wollen.
Wer mehr zu Bezugsquellen und genauen Preisen wissen will, darf gern fragen!