4. Tag - Sonntag
Um neun stehen wir auf, trinken eine Tasse Kaffee, raffen unsere Sachen zusammen und sind schon wieder unterwegs.
Leider hat sich der Seenebel über Nacht nicht aufgelöst, es ist kalt und ziemlich klamm. In den Bergen sieht man zum Teil die Hand vor den Augen nicht, aber ganz oben auf der Heide ist der Himmel blau, die Sonne scheint und es ist richtig warm, da windstill!
Wir nehmen die Strecke über Brjánslækur an der Südküste entlang und fahren, da es noch früh am Tag ist, direkt durch bis Látrabjarg . Unterwegs halten wir natürlich wieder an vielen Stellen, die uns überraschen, faszinieren, interessieren...



Dort erschlägt uns schier die Masse der Touristen, so ca. 20!!
Die Klippen sind beeindruckend, auch die Unmenge der Vögel.
Wir wandern bis zur höchsten Spitze, aber bekommen beide weiche Knie beim Runterschauen. Die Strecke zum Kap hin war, obwohl als normale Straße ausgeschildert, übrigens sehr unangenehm zu fahren, zum Teil viel loser Schotter, auf dem unser kleiner Wagen ziemlich schwamm, große Schlaglöcher, abenteuerliche Streckenführung irgendwie in einen Steilhang hineingemeißelt
- Marion, da müssen wir beide unbedingt hin
!!!!!!!!! Der Bansheepass in Irland ist, im Nachhinein gesehen, gar nix dagegen.
In Breiðavik
gibt es diese Nacht Quartier und zu unserer Überraschung im Zimmer mit Stockbett,
ich fühle mich an meine JuHe-Zeiten erinnert wie schon zwei Wochen zuvor. Hans ist müde von den Anstrengungen des Tages, so sitze ich im Aufenthaltsraum, trinke viel (kostenlosen) Kaffee und lese. Ich melde uns zum Abendessen an - es gibt Spargelsuppe, Plokkfisk , und zum Dessert Súrmjólk mit Heidelbeeren. Ob der für ihn ungewohnten Speisen braucht Hans schon wieder ein Verdauungsschläfchen, aber ich bin munter und abenteuerlustig und wandere an diesen wundervollen Strand,

schade, das man heute hier mit Wintersachen rumlaufen muss.
Auf dem Weg zurück kommt mir schon Hans entgegen, den es auch nicht mehr im Zimmer hält und gemeinsam gehen wir den angebundenen Hengst streicheln
und nochmal zurück zum Meer
Ich muss an Brigitte denke: Das wäre ein sehr guter Platz für deinen Plan, im Atlantik zu plantschen und wenn es irgendwie geht, fahren wir beide auch mal hierhin!
Hans und ich stehen eine ganze Zeitlang am Gezeitensaum und schauen den Wellen zu, bis es zu kalt wird.
Nachts um halb zwölf mache ich von unserem Fenster aus noch dieses Bild vom Zeltplatz

soeben bin ich aus dem Freibad zurück, Aquafitness bei 17°C Luft- und 20°C Wassertemperatur, es war herrlich bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher für 6,00 € die Stunde. Außer mir waren noch 3 Unentwegte (alles Frauen)im Wasser,
schönen Sonntag
Brigitte