5. Tag - Donnerstag
Am Morgen frühstücken wir gemütlich von dem seeehhhr reichlichen Frühstückbüffet und freuen uns mal wieder auf einen sonnigen Tag.
Heute steht nicht so viel auf dem Programm, wir wollen nur bis Lýsuhóll. Unsere Freude über das schöne Wetter wir gedämpft, als wir unser Gepäck einladen wollen:
der linke Hinterreifen hat endgültig seinen Geist aufgegeben.
Aber der nette junge Mann von der Rezeption hilft uns; es stelltz sich heraus, dass er Ungar ist, in Ungarn Autos verkauft hat und Tomasz heißt. Er nimmt hinterher noch nicht mal das Trinkgeld!!!!!!!
Danach geht es recht zügig nach Mosfellsbær zu Álafoss, wo ich drei Konen Islandwolle zum Weben in drei Naturfarben ordere, der Wechselkurs ist einfach zu verlockend. Reykjavík lassen wir wieder links liegen.
In Borgarnes gibt es endlich ein Pylsur, das erste auf dieser Reise. Bei dieser Gelegenheit spreche ich eine kleine, ältere, rundliche Frau an, die mir irgendwie merkwürdig bekannt vorkommt. Es stellt sich heraus, dass wir uns schon im letzten Oktober in Island begegnet sind, im Flughafen. Sie ist Elsässerin und irgendwie mit der Kirche verbunden, ich glaube, ihr Bruder ist Priester oder Ordensbruder hier in Island. Wir quatschen eine Weile über Gott und die Welt und dann geht weiter, immer noch bei strahlendem Sonnenschein.
Endlich möchte ich mir mal Gerðuberg von nahem ansehen und wir machen den kleinen Abstecher über die Schotterstraße. Das ist wieder so ein besonderer Platz mit einer geradezu unheimlichen Ausstrahlung und ich bin all die Jahre immer daran vorbei gefahren. Ich streife eine Zeitlang durch die Basaltsäulen, während Brigitte unten in der Sonne sitzt und Socken nadelt.


Der Rest des Weges ist schnell zurückgelegt, wir kommen in Lýsuhóll an,
aber Agnar, Jóhanna und Franzi sind in Hólar, Franzi hat heute ihre Aufnahmeprüfung, die sie, nebenbei erwähnt, natürlich besteht.
Dafür empfängt uns Ela, die uns unser Zimmer gibt, diesmal ist es das große Gaubenzimmer mit Blick nach Süden aufs Meer.
Wir nutzen die Zeit bis zur Ankunft der Gastgeber im Schwimmbad, endlich mal und dieses Jahr ist es auch richtig gut heiß.
Abends gibt es dann lecker Forelle und noch einen Spaziergang zu den Pferden, auch der neuumgebaute Stall muss besichtigt werden.




an Jóhanna habe ich immer noch nicht geschrieben, ich schlechter Mensch
mich nimmt so vieles in Anspruch, muss den Kopf erst mal wieder frei, bekommen, dabei hilft mir auch dein Reisebericht
eigentlich wäre ich schon wieder urlaubsreif ;-)
lg Brigitte