5. Tag
Es ist sehr zeitaufwendig, auch noch Fotos für den Bericht auszuwählen, zu bearbeiten und hochzuladen, deshalb gibt es die erst dazu, wenn ich wieder zu Hause bin. Da wir morgen eh die Unterkunft wechseln, weiß ich auch nicht, ob ich die Berichte (z. Bsp.9 den von heute) noch online stellen kann. Spätestens ab dem 17. gibt es aber dann den Rest!
Freitag, den 10.4.
Morgens ist tatsächlich wieder alles weiß, als wir aufwachen.
Deshalb checke ich noch schnell den Straßenzustandsbericht, der aber für die Straße zum Skorradalsvatn zumindestens gelbes Licht gibt.
Nach einem ausgiebigen Frühstück
und Gespräch mit Begga, bei dem wir feststellen, dass sie weitläufig mit Ásdís verwandt ist!, brechen wir auf und umrunden den Walfjord.
Der Beginn der 520 ist noch einfach, ein
wenig Schnee, ein wenig Matsch, aber hinter dem Geitabergsvatn wirds
haarig: starke Steigung und geschlossene Schneematschdecke. Der
Chrysler arbeitet und ich wünsche mir sehnlichst ein Schaltgetriebe,
denn ich wär schon längst in den nächstniedrigeren Gang gegangen.
Wir schaffen es so mit Ach und Krach, aber ich weiß sehr schnell,
dass dies auf dem Rückweg nicht mehr sein muss.
Der erste Stopp führt uns nach Hvanneyri, aber dort ist erst ab 13 Uhr geöffnet. Darum fahren wir dann weiter zur Deildartunguhver. Es ist schon sehr beeindruckend, wieviel kochend heißes Wasser dort so einfach aus dem Berg sprudelt.
Der Wind ist eisig und wir halten uns nicht unnötig lang in der Kälte auf. Der nächste Stopp wird die Snorrastofa sein, aber – oh Wunder – die hat immer auf, nur am Karfreitag ZU. Wir wandern noch zum Snorralaug und zum Hotel Reykholt, weil kein Schaf in der Nähe ist* (insiderwitz).
Die Hraunfossar sind wieder sehr beeindruckend,
der Wind wird aber kälter und Schneeflocken wirbeln durch die Luft – Zeit für den HotPot vom Sundlaug Húsafell. Es ist wunderbar in dem weichen heißen Wasser zu sitzen und auf die verschneite Bergkette zu schauen. Zwischendurch kühlt man sich im 28° Becken mal ab, der Weg durch den kalten Wind ist das Schlimmste daran. Irgendwann treibe ich zum Aufbruch, das Hähnchen in Senf-Rahm-Soße wartet auf seine Zubereitung am Walfjord und später am Abend kommt sogar Jóhanna mit einem Teller Lummur vorbei, um sich das Spinnen und Bandweben zeigen zu lassen und selbst auszuprobieren.

LG Ulla