Island

12.04.2009 um 23:30 Uhr

7. Tag

Nach dem Frühstück müssen Sandra und ich noch packen, die anderen wollen derweil einen spaziergang mit Manfred an das meer machen.

Erstaunlich, wie viel Gerödel sich doch beim Kofferpacken so einfindet!!!!! Mit den wollkonen im Gepäck muss ich doch einiges neu ordnen, umbauen oder gar kurzentschlossen in den Mülleimer wandern lassen. Als wir endlich fertig sind, sind die anderen auch zurück, wir kaufen noch schnell bei Begga etwas von ihren schönen handgearbeiteten Knochensachen ein und dann gehts los Richtung Westen. Um den stinkigen Tunnel zu umgehen, geht es nochmal rund um den Walfjord, wieder bei strahlendem Sonnenschein.

In Borgarnes dürfen sich meine vier Gäste die beiden Ausstellungen anschauen, während ich im Cafe sitze und es mir gut gehen lasse. Danach gibt es gleich einen mehrfachen Pulloverkauf, im  Museumsshop hängen aber auch wirklich außergewöhnliche Exemplare rum. Inzwischen haben alle Hunger und so betrete ich das Cafe zum zweiten Mal, es gibt eine feine Suppe und für Jutta sogar Plokkfisk!

Dann geht es weiter, aber kurz hinter Borgarnes trauen wir kaum unseren Augen: Eisberge schwimmen im Fluss!

Beim näheren Hinsehen entpuppen die sich natürlich als Schneerelikte, die wahrscheinlich von den überhängenden Schneewächten abgestürzt und dann im seichten Fluss liegengeblieben sind. 

Da es recht kräftig eiskalt durch Hnappadalur bläst, verzichten wir auf unsere Besteigung des Eldborg. Dafür gibt es dann eine Fahrt in die Buðahraun, nachdem wir auf Lýsuhóll angekommen und unsere Quartiere bezogen haben.

Das Wetter ist immer noch fantastisch mit blauem Himmel und sonnenschein und im Lavafeld merkt man auch den Wind nicht so.

Dort sorge ich ungewollt für einige Aufregung; da ich nicht mit auf den Buðaklettur möchte, sage ich schon mal tschüss, aber ohne den anderen explitzit mitzuteilen, dass ich den Rückweg antrete. Die machen sich nach dem Abstieg Sorgen und wähnen mich schon in ein Lavaloch gefallen oder hoffnungslos in der Lava verirrt - die Schauergeschichten von Manfred am Vortag haben ihre wirkung getan. Jedenfalls sind alle sehr erleichtert, als ich sie dann im Auto erwarte.

 

Sandra war in der Zwischenzeit reiten und ebenso hungrig wie wir! Nach dem Essen gibt es noch ein wenig Handarbeit, bevor wir uns bei immer stärker werdendem Wind in unsere Betten verziehen. Der Gletscher schickt noch einen Gute-Nacht-Gruß rüber.

 

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