Island

29.06.2008 um 14:33 Uhr

7. und 8. Tag

Das Wetter ist morgens nicht mehr so schön, Regenschauer fegen über das Land, aber zwischendrin blinzelt die Sonne durch die Lücken und zaubert uns einen wunderschönen Regenbogen an den Frühstückstisch.

Brigitte kann es nicht lassen und stellt sich draußen Wind und Wetter - vor allem dem Wind, denn der bläst inzwischen mit aller Macht.

Wir warten deshalb noch ein wenig - es bleibt viel Zeit, weil der Flieger erst nachts abheben wird.

Schlussendlich machen wir uns dann doch auf den Weg, wir nehmen Ela mit. Sie will heute Abend mit ihrer Freundin, die nur für das Konzert nach Island kommt, auf das Umsonst-und-draußen Konzert von Björk und SigurRós. Eigentlich wollte ich ja auch dort mal schauen, aber die erwarteten Menschenmassen (20 000 sind vorausgesagt),schrecken mich sehr ab.

Beim Zwischenstopp im Álafoss packe ich meine 9!! kg Webwolle ein und hätte gern noch mehr mitgenommen, aber dann würde ich bestimmt tüchtig für Übergewicht bezahlen müssen.

Danach verbringen Brigitte und ich nach einem leichten Mittagessen im BSÍ einige Zeit im Nationalmuseum. Dort möchte ich endlich die Ausstellungsstücke der Landnahmezeit fotografieren und knipse freudig drauf los, bis mich eine Museumswärterin darauf hinweist, dass Fotografieren strengstens verboten ist.

 

Ich bin ziemlich frustriert und Brigitte hat einiges zu tun mich wieder zu beruhigen. Dafür werde ich aber später im Museumsshop entschädigt, als ich ein tolles Buch mit allen Grabungsfunden bis 1996 für einen unschlagbar günstigen Preis entdecke, natürlich nehme ich es gleich mit.

Die restliche Zeit verfliegt nur so: wir halten uns bei scharfem Wind,

 

aber Sonnenschein noch einige Zeit im Garðsskagi  

auf und gehen in Cafe dort. Es gibt ein Fiskihlaðborð, ein Fischbüffet - schade dass wir vorher schon gegessen haben. Draußen auf dem Campingplatz ist übrigens die Hölle los, das Familiensommerfest der Gemeinde wird an diesem Wochenende gefeiert.

Langsam fahren wir Richtung Flughafen, sorgfältig auf jedes Hraðahindrun in Garður achtend. Diese Raserhindernisse in Form von etwa 20 cm hohen Holperschwellen auf der Straße veranlassen die Fahrer ganz drastisch zur Temporeduzierung - einmal mit 60 kmh drübergeflogen, wird man beim nächsten freiwillig auf 30 runterbremsen.

Auto abgeben, einchecken, auch Anke ist wieder da,  das übliche Ritual, aber nachts um 12 sind fast alle Läden im Duty-free-Bereich geschlossen. Mein Tax-Refund kann ich nicht abgeben, das werde ich bei der Ankunft in vier Tagen dann einlösen!

Der Start verläuft ganz ruhig, der Wind ist inzwischen abgeflaut und es gibt noch ein paar schöne Bilder von der Südküste, bis Island endgültig aus meinem Blickfeld verschwindet.

 

Wir dösen ein wenig, lesen und schwupps, kommt der Rhein ins Blickfeld.

Leider müssen wir uns hier verabschieden, ich sage Brigitte Tschüss und vielleicht wieder bis zum nächsten Jahr bei einem nächten Islandabenteuerß Anke geht noch mit mir bis zum Bahnhof, wir fahren von zwei unterschiedlichen Gleicen ab und so kann ich noch dieses letzte Foto machen. Tschüss Anke, war schön  mit dir in Island!

 

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBrigitte schreibt am 13.09.2008 um 22:18 Uhr:ja, sehr schön nochmal in Erinnerungen zu schwelgen,
    Hraðahindrun - als wärs gestern gewesen, ich musste lachen, eigentlich hatte ich das Wort schon wieder vergessen,
    Tax-Refund - wurde am 13.8. meiner VISA Card gutgeschrieben,
    Anke - sie müsste aus ihrem Urlaub wieder zurück sein, fängt doch am Montag an zu arbeiten
    danke für den Reisebericht, schönen Sonntag
    BB

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