8.Tag - Donnerstag
Heute verlassen wir nach einem sehr reichlichen Frühstück und einem angeregten Gespräch mit unserer Gastgeberin endgültig die Westfjorde und fahren dem Hrútafjörður entlang auf die Ringstraße. Schlagartig wird der Verkehr mehr, kommt mir jedenfalls so vor, nach so vielen Tagen der Einsamkeit. Es ist Hauptsaison auf der Schlagader Islands.
Bevor wir auf die Vatnsnes und dort nach Ósar fahren, halten wir zuerst bei Borg, der Heimstatt Grettirs, des Geächteten.
In der direkten Nähe des Hofes gibt es auch eine Gedenkstätte mit vier schön gestalteten Bronzetafeln.
Und die Vatnsdalshólar ein paar km weiter, kommen auch in der Saga vor, geschichtsträchtige Plätze auf Schritt und Tritt! Leider kommt dieses Tal mit den vielen merkwürdigen Hügeln auf meinem Foto so gar nicht zur Geltung. Daher gibt es hier den Link zu einem besseren .
Auch hier gibt es im Gras wieder Blüten mit auffallend leuchtenden Farben
und während wir dort herumwandern, werden wir sehr misstrauisch beobachtet:
Nach diesem Besuch möchte Hans noch das berühmte Kántrýbær in Skagaströnd sehen. Das passt auch ganz gut mit dem Mittagessen, es gibt natürlich, angepasst an die Umgebung, Hamburger. Wir entdecken außerdem ein Plakat an der Wand: Konzert heute Abend mit KK und Maggi . Und schon ist unser Abend verplant.

Auf dem Weg zur Vatnsnes- Halbinsel begegnen wir dieser Reitertruppe, vielleicht 15 Reiter und eine Menge freilaufender Pferde.
Später sehen wir, dass die Gruppe auf der Vatnsnes übernachtet, wahrscheinlich ist das die Tour von Abbi mit der Überquerung des großen Sees Hóp. Die Pferde bleiben für die Nacht in ihrem Areal, die Reiter werden zur Unterkunft gefahren.
Wir fahren weiter nach Ósar, halten ein kurzes Schwätzchen mit Knútur, dem Besitzer, ruhen uns ein bisschen aus und machen unseren ersten Besuch am Robbenstrand unterhalb der Jugendherberge.
Eifrige Leser meines Blogs werden sich daran erinnern, dass ich letztes Jahr schon einmal über die Flussmündung und die vielen Robben dort geschrieben habe - dieses Jahr sind noch mehr da.
Wir laufen bis zum Hvítserkur
und sitzen danch noch bestimmt anderthalb Stunden in der Sonne und schauen den Robben zu, nur durch den Fluss von ihnen getrennt. Viel passiert nicht, aber manchen wird es doch zu warm und es gibt ein kühles Bad zur Erfrischung.
Um uns herum zanken sich die Krías, Ehestreit? und mir läuft sogar ein der Kriakinder vor die Kamera.
Nachdem andere Gäste der Jugendherberge weg sind, und wir allein am Strand sitzen, kommen einige der schwimmenden Robben näher und beäugen uns neugierig.
Irgendwann wird es uns dann doch zu kalt, wir wandern hoch, ich ziehe mich um und wir erreichen Skagaströnd gerade noch rechtzeitig für das Konzert. Leider verstehen wir natrülich die Witze, die die beiden machen, nicht, aber die Musik ist klasse, die Stimmung bombig
und ich bereue keinen der 140 Extrakilometer für diesen Abend. Spät in der (taghellen) Nacht um halb 1 kehren wir zurück.
