Island

15.10.2010 um 23:28 Uhr

Abenteuerurlaub

Freitag, den 15. 10.

Tag


Nach der Entspannungsmassage am Abend schlafe ich wieder sehr gut und werde gegen halb acht von alleine wach. Der Frühstückstisch ist wieder liebevoll gedeckt und nach ein paar Plaudereien verabschiedet sich Erika, weil sie arbeiten gehen muss.

Ich packe so ganz langsam meine Sachen und verlasse dieses gastliche Haus, sicherlich nicht für immer, ich möchte gerne wiederkommen. Ich möchte auch gern Werbung für Erika machen, denn ein Aufenthalt dort lohnt sich auf jeden Fall.


Der wunderschöne Sonnenaufgang mit seinem besonderen Licht lockt mich noch einmal an den Strand von Vík. Dort steht ein deutscher Gedenkstein für die vielen deutschen Seeleute, die in den isländischen Gewässern ertrunken sind bzw. auch ein Dank an die Isländer, denen es gelang, einige von ihnen zu retten.


Dann rolle ich langsam in Richtung Hvolsvöllur, um dort an der Tankstelle den HotSpot von Vodafone zu nutzen. Es wird Zeit noch einmal die paar Kilometer bis Seljalandsfoss zurückzufahren. Dort warten schon Christian, Andreas und Jens und unser Fahrer Joi auf mich, ungeduldig – das Abenteuer wartet.

Jói ist ein recht junger, sehr sympathischer Driver, der uns heute durch unwegsames Gelände fahren wird. Zu Hause noch habe ich diesen Anbieter   im Netz entdeckt; er bietet auch jetzt im Herbst noch Touren nach Þórsmörk und Landmannalaugar an mit dem Superjeep.

Die Tour nach Þórsmörk ist erschwinglich, und die erforderlichen Mitfahrer finde ich dank Christians Bereitschaft recht schnell.

Die ersten Kilometer sind noch asphaltiert, dann wird die Piste aber sehr schnell rau und der 4x4 brettert durch die ersten Bäche. Es sollen bis zum großen Fluss, der Krossá, 24 werden. Wir sind uns alle einige, dass wir unseren eigenen Autos diese Piste nicht antun müssten.

Die Landschaft ist zauberhaft

 

und Andreas erklärt einiges zu ihrer Entstehung. Auch Jói erzählt, vor allem zum Vulkanausbruch und später zeigt er mir Fotos auf seinem Mobile, die er vor ein paar Tagen gemacht hat oben auf dem Fimmvörðuháls, auf denen man in Spalten die immer noch rotglühende Lava erkennen kann.

Die Krossá ist diesmal nicht so hoch, trotzdem ist es ein mulmiges Gefühl durchzufahren. In Húsadalur gibt es einen kleinen Mittagsimbiss mit Suppe und Kaffee, dann schauen wir uns erstmal den neuen HotPot an. Bei einer Bohrung kam 40° heißes Wasser an die Oberfläche.

Dann klettern wir auf den Berg, den wir schon mit Marion und ihrer Familie erklettert haben.

 

 

Ist's tatsächlich schon 7 Jahre her? Wir besuchen die Sönghellir und wandern durch den dichten Wald wieder zurück.

 

Dann geht es zur ehemaligen Gletscherlagune des Gígjökulls. Nach dem Ausbruch im Frühjahr wurde die 70 m tiefe Lagune in einem Gletscherlauf davongespült und die Senke mit Sedimenten wieder aufgefüllt – ein gigantischer Eindruck. Ein großer Teil der Gletscherzunge ist geschmolzen und auf dem Bild erkennt man selbst bei dieser großen Entfernung im oberen Drittel die Stelle, wo es immer noch dampft.

 

 

Leider zieht es immer mehr zu, so dass an einen Besuch oben auf dem Berg nicht mehr zu denken ist. Aber Jói zeigt uns statt dessen einen zauberhaften, verwunschenen Platz, an dem die Urmutter aller Ebereschen Islands steht. Das ist ein Platz, an dem man sich einen ganzen Tag aufhalten könnte; er ist schon für einen Besuch mit Hans vorgemerkt.

Die gut vier Stunden sind leider wie im Fluge um, ich hätte dort überall viel, viel länger bleiben können.

Zurück an unseren Autos fängt es leider an zu regnen und wir verabschieden uns schnell. In Hvolsvöllur gehe ich noch eine Kleinigkeit einkaufen und dann fahre ich ins Fljótshlið nach Smáratún in der Hoffnung dort ein Bett für die Nacht zu finden. Diese Hoffnung war trügerisch, der Hof sieht sehr einladend aus, aber es ist niemand dort. Ich klopfe an allen Türen, muss dann aber doch ein anderes Quartier suchen. Das finde ich hier in Vestri-Garðsauki.

 

Vor zu Tag 4                                                                                  Zurück zu Tag 2

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBrigitte schreibt am 16.10.2010 um 16:14 Uhr:traumhafte Fotos, ich wünsche dir eine schöne Zeit

Diesen Eintrag kommentieren