Island

10.07.2011 um 21:09 Uhr

Auf Umwegen

Sonntag

10.7.

15. Tag


Heute kann es gemütlich angehen, die zu fahrende Strecke bis Hólaskjól beträgt nur knappe 100 km. Leider hat der Seenebel uns wieder und die Sicht ist sehr begrenzt. Daher entschließen wir uns die Option Lakagígar auszulassen, sondern lassen uns beim Frühstück Zeit, fahren nach Klaustri nochmal zu Schwimmen und helfen einem weiteren älteren deutschen Ehepaar in die Tiefen des Tankens mit Kreditkarte einzusteigen. Im Farmers Market bin ich rasch noch ein paar Kronen los, aber Marion ziert sich ihrem inneren Drängen nachzugeben und die wunderbare Lavaperlenkette mit Ohrhängern zu kaufen - es wird ihr irgendwann noch Leid tun.

Der Nebel wird dichter, als wir weiter nach Westen fahren und es gibt tiefsinnige Gespräche über Göttin und die Welt. Irgendwann biegt der Weg ab ins Hochland und wir fahren durch die, kurzzeitig durch die Sonne wunderbar erhellte, Skaftártunga. Grün in allen Tönen - ein echtes Auenland!

Der Weg schlängelt sich zwischen zwei Flüssen entlang, die parallel laufen aber sonderbarerweise unterschiedlich hoch liegen, der Höhenunterschied beträgt manchmal bis zu zehn Meter, obwohl nur wenige hundert Meter zwischen ihnen liegen.

Der K-J hält sich auf den Rubbelstrecken tapfer und wir erreichen unser Nachtquartier Hólaskjól - eine Hütte, ein Gaskocher, sechs Betten. Fürs Pippimachen müssen wir über die Wiese ins kleine Klohäuschen. Mir ist es recht, Hauptsache ein Dach überm Kopf, Wärme und was zu essen.

Ich mache erstmal ein Mittagsschläfchen, während Marion die wunderbare Umgebung erkundet und mit einer Handvoll Obsidiane zurückkommt.

Wir entschließen uns trotz des dichter werdenden Hochnebels zur Eldgjá zu fahren. Auf der Strecke dorthin gibt es die erste ernstzunehmende Furt neben ein paar kleineren Bächen die wir durchfahren. Beim Hinweg noch zögerlich, bei Rückweg schon mit Vergnügen rauschen wir durch.

Die Eldgjá selbst ist eine wirklich beeindruckende Schlucht, sehr mystisch und mysteriös durch die tiefhängenden Wolken. Diese besondere Gefühl der Verlassenheit gibt es sicherlich bei schönem Wetter nicht. Wir laufen bis zum Ófærufoss,

wo sich die Nebel freundlicherweise für ein paar Fotos lichten, danach wird es noch undurchdringlicher und das Gefühl allein auf der Welt zu sein kommt auf. Die Kälte kriecht in unsere Klamotten und zurück in der Hütte gibt es erstmal kräftigende Nahrung - Maggidiät (more indulgend mit Weißbrot und in Olivenöl eingelegten Feta-Würfeln).

 

 

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenHans schreibt am 13.07.2011 um 09:06 Uhr:Werdet nicht zu leichtsinnig, meine Lieben ;)
  2. zitierenUlla schreibt am 13.07.2011 um 11:59 Uhr:Du erinnerst dich sicher an meinen Film, wir hatten auch so ein Wetter in der Eldgjá!
    Gruß aus MUC 28°

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