Das andere Ende der Welt
Mittwoch, den 21.7., 16. Tag
Nachdem gestern am Nachmittag Wolken aufzogen, begrüßt uns heute morgen beim Blick aus dem Zelt - blanker Himmel und Sonnenschein! Der kalte Nordostwind, der sich mit den Wolken einstellte, hat pünktlich alles weggeweht, was den Blick auf Blau verstellen könnte.
Ich frühstücke in aller Ruhe, Rosa schläft nach ihren 36 km Fahrradtour gestern heut etwas länger. Schließlich packen wir in aller Ruhe und gegen 11 machen wir uns auf den Weg nach Osten.
Diesmal führt der Weg über die Ringstraße und nicht Möðrudalur, aber trotzdem gibt es natürlich ein paar Fotostopps für Herðubreið und Hochlandausläufer.
Durch das Jökuldalur
führt uns schließlich der Weg in die Héraðsflói und öffnet den Blick auf die Dýrfjöll.
Etliche km weiter geht es knapp am Meer entlang, bis sich eine Bucht mit einem wunderbaren Blick auf Liparitberge und schroffe schneebedeckte Berspitzen, aber auch auf das blaue Meer hin öffnet – Borgarfjörður eystri.
Der Campingplatz ist groß genug mit überwiegend isländischer Belegung und wir finden ein windgeschütztes Plätzchen hinter den Hecken. Neben dem Platz erhebt sich die Elfenburg Álfaborg. Später hat Rosa die wunderbare Idee sich im Ævintyraland die I-Pods mit den örtlichen elfengeschichten geben zu lassen, und während wir so durch grüne Wiesen und über Flüsse wandern, hören wir die Geschichten von Broghildur, álfakona, Naddi, dem ungeheue, Borgar Márin und anderen.
Ein wunderbarer Tag, den wir jetzt im Restaurant beschließen, vielleicht machen wir ja auch noch beim Pub-Quiz mit, Teil des Festival Bræðslan
Die Konzerte, unter anderem mit KK und Ellen, aber auch anderen hochkarätigen isländischen Musikern, fangen morgen erst an und da sollte ich zumindestens ja eigentlich auf dem Weg in den Westen sein. Ein bisschen Planungsluft hab ich noch, mal sehen!

