Island

28.07.2009 um 21:52 Uhr

Ein bisschen Luxus muss sein

15.Tag, 28.7., Dienstag

 

HIER findet ihr den Bericht vom letzten Jahr 


Was für ein Unterschied! Wer mag, sollte sich die Einträge von meiner ersten Reise im vergangenen Jahr anschauen und selber die Unterschiede sehen. Jedenfalls bin ich nach einem Spaziergang mit Werner auf dem Ósland wieder auf dem Weg in den Westen. Im Ósland haben wir übrigens Robyn, the frightened Nelly, eine Kanadierin aus Vancouver, gerettet, die sich so sehr vor den Krías gefürchtet hat. Sie ist 6 Wochen auch ganz allein auf der Insel unterwegs, übernachtet aber stets in Gästehäusern oder Jugendherbergen.

 

Dann war es für mich Zeit auf Wiedersehen zu sagen und mich wieder in mein Auto zu setzen. Mein Weg führt ja automatisch am Jökulsárlón vorbei und ich will dort nur ein kleines Päuschen machen. Es ist schon schwierig, einen Parkplatz zu finden, die Autos drängen sich dicht an dicht.

Es nieselt leicht, die Eisberge stauen sich in der Abflussmündung, die Enten am Ufer lassen sich bereitwillig von Dutzenden Touristen fotografieren, das Licht ist diesig, aber das Eis leuchtet wirklich viel blauer als bei Sonnenschein. Warum, hat uns die deutsche Guide letztes Jahr auf der Bootstour erklärt, ich habe es aber schon wieder vergessen.

Es ist mir eindeutig zu viel los hier, also fahre ich weiter und biege kurzentschlossen beim Schild Fjallsárlón ab. Über die holprige Straße ist man nach etwa 1 km bei einem Parkplatz angelangt, wo außer mir noch drei! Autos halten und die sind jetzt auch schon weg. Es schwimmen vielleicht nicht so viele Eisberge im See, aber die Gletscherkante ist viel näher und deutlicher zu erkennen und das Licht ist (auch wenn es abgedroschen klingen mag9 mystisch.

Ich stehe eine Weile auf einem kleinen Hügel und staune nur, dann fängt es so stark an zu regnen, dass ich mich doch in meinen kleinen Wagen verkrieche.

Dann kommen die großen Skeiðarársandur, Einöde pur und dieser Eindruck wird noch durch das Wetter verstärkt – Regen pur.

Ich habe schon wieder keine Lust auf das Zelt und frage daher vor Klaustri (Kurzform für Kirkjubæjaklaustur)

in den ersten Gästehäusern und Hotels nach einem freien Zimmer. Leider ist alles 'fully booked' und ich fahre nach Klaustri rein. Auch dort kein Zimmer zu haben und die freundliche dame an der Rezeption erkundigt sich noch für mich bei anderen Hotels für mich. Aber nichts. Ich schaue mir den Camping Kleifar-Mörk an, wunderschön gelegen, aber man darf sein Auto nicht mit auf den Campingplatz nehmen. Ich bin schon fast entschlossen, bei Hanna anzurufen und bis zum Hvalfjörður durchzufahren, allerdings wären das noch stramme 250 km. Zuvor aber fahre ich in die Skaftártunga, wo ich immer schon mal hinwollte. Das Gebiet ist auch wirklich ganz wunderschön (wahrscheinlich – bei Sonnenschein), aber ich nehme die falsche Abzweigung und bin auf dem Weg in die Berge, (Fjallabak syðri)wo ich eigentlich nicht hinwollte und mit meinem Auto auch bestimmt nicht durchkomme! Ich wende und versuche auf Hrífunes anzurufen – kein Netz!

Also wieder zurück und als das Mobile endlich funktioniert, sagt mir eine stimme: Fully booked. Kurz wird der Campingplatz in Erwägung gezogen, aber in diesem Moment wird der Regen wieder stärker und das Thermometer sinkt unter 10°! In Vík will ich dann endlich Jóhanna anrufen und sie auf mein Kommen vorbereiten, als ich einen letzten Versuch im Hotel Höfðabrekka starte und was für ein Wunder. Ich fühle mich ins Paradies versetzt. Es gibt ein tolles Zimmer, ein Restaurant mit eine Büffet voller Köstlichkeiten (der Koch hat es wirklich drauf) und HotPots, die ich gleich nacher noch nutzen werde.

Also alles, was sich eine einsame Frauenseele so nach 14 Tagen überwiegend Zelten nur wünschen

 kann (fast alles, denn ich denke gleich an einen dreitägigen Aufenthalt mit meinem Schatz hier).

 

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenHans schreibt am 29.07.2009 um 10:10 Uhr:Genieß das schlechte Wetter mit allen Annehmlichkeiten.
    Hier gibt es kein kaltes Buffet, dafür sieht es stark nach heuwetter aus.
  2. zitierenUlla schreibt am 31.07.2009 um 11:43 Uhr:Höfdabrekka ist ein tolles Hotel, da hat unsere Gruppe bei der ersten Reise auch übernachtet. Zimmer und Essen ****Sterne!
  3. zitierenIsland_Wiking schreibt am 31.07.2009 um 12:18 Uhr:Ja, dort habe ich mich wirklich sehr wohlgefühlt.
    Wann steht denn für dich eigentlich wieder der nächste Urlaub auf dem Plan?
    Marled

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