Endlich wieder Snaefellsnes
17. Tag, 30.7., Donnerstag
Hannas Haus ist wirklich ein Wohlfühlhaus, ich schlafe wie ein Baby und werde erst kurz vor acht wach. Zusammen mit Hanna und Siggi gibt es Frühstück, danach muss Hanna zu einem Interview über die isländischen Hühner nach Reykjavík. Ich unterhalte mich noch eine Zeitlang mit Siggi über die Situation Islands, den Beitritt zur EU (den ganz nebenbei viele Isländer ablehnen). Dann geht es los, erst nach Akranes, das ich auch noch nie besucht habe. Der Aufenthalt bleibt auch recht kurz, einmal durch die Stadt, einmal tanken und schon bin ich unterwegs. In Borgarnes nutze ich nochmal das W-Lan im Landnahmemuseum, bevor es weiter nach Westen geht. Das Wetter ist wunderbar, wieder 16° und so entschließe ich mich, endlich den Eldborg
zu besteigen, an dem wir jetzt schon so oft vorbeigefahren sind. Der Weg ist einfach,
nur zum Schluss, als es auf den Vulkan hochgeht, wird es steil und rutschig. Aber der Ausblick von oben entschädigt für alles.
Im Norden sind die Rauðhólar klar zu erkennen, im Süden breiten sich die Fjörur aus und das Meer glitzert in der Sonne. Der Snæfellsneswind bläst mir um die Nase, aber dort, wo der Weg durch das Birkengestrüpp geschützt ist, wird es richtig warm, warm genug, um ein Sonnenbad zu nehmen. Für den Weg zurück nehme ich mir Zeit, fotografiere hier und da
und setzte mich
in die Sonne.
In Lýsuhóll
ist es voll und ich schlage mein Zelt auf. Zur Not gibt es natürlich auch im Haus eine Möglichkeit, aber so lange die Sonne so toll scheint und die Temperaturen angenehm sind so wie jetzt, bleibe ich draußen. Ich kann morgens das Bad im Reiterstübchen für mich alleine nutzen und bin so unabhängig vom Frühstückstrubel im Haus.
Am Abend gibt es ein leckeres Grillabendessen und viele gespräche und Gelächter mit den Mädchen und Jóhanna. Ich darf auch noch den Film von Krafturs Prüfung sehen, wirklich beeindruckend, der Hengst, und dann gibt es vor dem Schlafsack noch das obligatorische Glas Rotwein.

Da muss ich doch mal nachfragen.
Gruß die ganze Lysuholl-Sippe lieb von mir.
Wir waren übrigens grade fischen, - ohne Erfolg.
Dein M
Gruß und neidvolle Blicke
Ulla