Es gibt auch in Island Regen.....
Sonntag
3.7.
8. Tag
Da wir gestern beim kurzen Besuch bei Ásdís erfahren haben, dass sie heute nocheinmal in Nationaltracht auf dem Landsmót Preise verteilt, müssen wir natürlich hin um das zu fotografieren.
Nach einer Tasse Kaffee bei Elin und einem langen Gespräch mit den Schweden über Pferdezucht fahren wir dann zum Turniergelände, nehmen ein Bild der Preisdamen und schauen und die Endausscheidung im schweren Viergang an. Ich bin wieder total beeindruckt von der Qualität der Pferde
und diesmal gewinnen meine beiden Favoriten sogar, der Graufalbe kommt auf den ersten und der Braunfalbe auf den 2. Platz. Beide haben nicht nur eine außerordentliche Veranlagung, sondern sind auch gut geritten. Es freut mich für die beiden und ihre Reiterinnen.
Danach geht es endlich ins Hochland. Die Straße F756 ist wenig spektakulär, schraubt sich die Höhen hinauf und ist erst seit zwei Tagen offen.
Erst oben auf der Höhe öffnet sich der Blick auf das Hochland, wild weit, atemberaubend.
Wir kurven uns durch bis zur Kjölur und machen dann erstmal Rast im Hochlandcafe Áfangi. Das ist eine gute Entscheidung, die Waffeln schmecken prächtig und das Personal ist außerordentlich freundlich und es gibt nicht nur beim Kaffee einen Nachschlag. Außerordentlich gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Danach gibt es den nächsten Halt in Hveravellir, schön, aber nicht so groß und beeindruckend wie erwartet. Der Wind frischt auf, die Wolken bringen Regen und wir schauen zwei Französinnen zu, wie sie versuchen ihr Zelt aufzubauen und hoffen im Schutz der Kerlingarfjöll ein wenig mehr vom Sturm verschont zu bleiben.
Dort angekommen stellt sich das als Trugschluss heraus. Zu den sehr auffrischenden Böen gesellt sich dann noch starke Regenschauer. Der Plan zu zelten wird in Frage gestellt und wir entschließen uns trotz des Preises (5400 ISK p.P.) zu einer Hüttenübernachtung im 8-Personen Hüttchen. Dort haben schon zwei Berliner ebenfalls ihr Zeltpläne aufgegeben und später werden auch zwei Schweizer mit den gleichen Problemen dazustoßen.
Hans und ich brechen zu einer Wanderung im Tal auf. Anfangs geht das ja noch, auch über die Schneeplatten, aber der Wind wird immer stärker und die Regentropfen stechen wie mit Nadeln ins Gesicht. Teilweise kämpfen wir uns in 45° Vorwärtslage talauf, und geben schlussendlich auf ohne die heißen Quellen gesehen zu haben. Der Rückweg wird abenteuerlich, der Wind schiebt uns manchmal unkontrollierbar über die Schneefelder.
Zurück gibt es einen netten Abend mit Wein und den anderen vier Hüttenübernachtern, während der Wind sacht die ganze Hütte schaukelt.
