Island

18.07.2009 um 19:26 Uhr

Hiker

5.Tag, 18.7. Samstag


vielleicht schaut ihr auch mal grad beim gestrigen Tag, da gibt es nämlich noch einen Nachtrag.


Auf der vergeblichen Suche nach entweder Einkaufsmöglichkeiten oder einer

I-net Verbindung bin ich schließlich hier in Bildudalur gelandet. Leider kriege ich auch im Hafen keinen Netzaufbau und so wird es wahrscheinlich ein wenig dauern, bis ich wieder Bilder und Berichte ins Netz stellen kann. Heute morgen bin ich übrigens schon um 10 nach 7 wegen unerträglicher Wärme im Zelt wach geworden und da der frühe Vogel die Forelle fängt (*grübel* war der Spruch wirklich SO?), ging das heute mit dem Frühstück und dem Zeltabbau ganz fix.

Schließlich hat frau inzwischen Routine und alles bekommt seinen festen Platz. Die Fjordörtchen sehen jedenfalls dieses Jahr im strahlenden Sonnenschein sehr einladend und freundlich aus. Allerdings ist hier anscheinend immer noch vor zwölf Uhr alles ausgestorben und ich bin froh, wenigstens hier zu einem Kaffee und Doughnut zu kommen. Nur die versprochene w-Lan klappt nicht.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sich wohl die W-Lan funktion beim Netzbuch aus irgendeinem Grund ausgestellt hatte. Deshalb gab es nirgendwo, auch nicht in den angelaufenen cafes eine Verbindung. Aber wir gut, dass ich das Handbook auf Stick habe und das Ganze wieder reanimieren konnte.

Inzwischen bin ich hier in Korpudalur gelandet und wer noch nicht da, war sollte sich den Namen merken. Es liegt landeinwärts am Ende des Önundafjörður (juhu, ich habe raus, wie die isländischen Buchstaben auf dem Netzbuch gehen) am Talschluss, umgeben von sehr hohen Bergen. Die waren heute wohl auch für die Gerölllawine verantwortlich, der tiefes Grollen und Rumpeln ich heute nachmittag gehört habe. Für einen Moment war es wie ein Erdbeben, aber ich konnte nicht ausmachen, wo die Steinlawine runtergegangen ist.

Aber ich greife vor. Nach Bildudalur sammele ich zwei Holländer auf, die vergeblich auf einen Hike warten; Etienne und Esther. Sie sind ein wenig demotiviert, weil das Trampen in den Westfjorden wohl nicht so gut wie erwartet funktioniert. Ich muss meine ganzen im Auto verstreuten Klamotten zusammenraffen und irgendwie im Gepäckraum verstauen um die Beiden mit Rucksack unterzubringen. Wir machen bei strahlendem Sonnenschein ein Stopp beim Dynjandi und klettern bis obenhin, die beiden sind sehr beeindruckt. Obwohl das Wetter nur halb so schön war letztes Jahr, waren auch deutlich weniger als die Hälfte Menschen damals am Wasserfall. Ich lasse mir den Eindruck nicht stören, ignoriere die geführte Reisetour, die Mütter mit Flipflops und Kleinkindern an der Hand und tatsächlich haben wir an der oberen Fallstufe auf einem großen Stein sitzend, irgendwann das Rauschen und die Wassermassen (fast) für uns allein!

Auf der Weiterfahrt über atemberaubende Pässen und Abfahrten in die nächsten Fjorde, einer schöner als der andere werden die beiden – und auch ich, aber ich kann es mir ja nicht erlauben – durch die Wärme schläfrig.

In Þingeyri gibt es einen kleinen Imbiss mit meinem ersten Pylsur, zu dem ich eingeladen bin. Die beiden wollen nach Isafjörður, um dort ein Boot nach Strandir zu bekommen. Deshalb nehme ich sie bis zum Abzweig nach Korpudalur mit und wir wünschen uns viel Glück für den weiteren Verlauf der Reise. Auch in Korpudalur sitzen schon zwei Deutsche auf der Veranda, die schon drei Tage dort zelten. Gestern hatten sie eine Hochseeangeltour gemacht und unglaublich viel Dorsch gefangen. Nachdem ich mein Zelt aufgebaut habe, komme ich mit eine weiteren Grüppchen ins Gespräch: Peter, Ella und Werner, die mit ihrem Unimog sechs Wochen durch Island touren. Sie sind bestens ausgerüstet, nur einen Mehrfachstecker bekommen sie von mir und ich dafür ein Glas guten Weißwein und ein langes Gespräch über Island, Reisen und den Sinn des Lebens. Ich habe übrigens den Eindruck, dass sehr viele Menschen über 50 mit geländegängigen Fahrzeugen aus Deutschland angereist sind. Jetzt habe ich mich verabschiedet, um diesen Bericht noch fertig zuschreiben, die Bilder zu sichten und dann in meinem Schlafsack zu verschwinden, der morgige Tag wird nochmal lang.

 

vor Tag 6                                                                    zurück Tag 4                     

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBrigitte schreibt am 18.07.2009 um 20:34 Uhr:Hi Urlauberin im sonnigen Iceland,
    hier war es gestern heiß und schwül und nachmittags/abends ein heftiges Gewitter, heute ist es regnerisch und kühl... Ich freue mich schon auf die Strandfotos und übrigens, U. Meinecke mag ich auch.
    Schöne Reise noch und viele Erlebnisse, bin schon gespannt auf die erste Forelle.
    Lg BB
  2. zitierenHans schreibt am 19.07.2009 um 23:45 Uhr:Hi Schatz!
    Soll ich dir vorsichtshalber ein Foto einer Forelle schicken, damit du auch weißt was an der Angel hängt?
    Petri Heil
    und viel Glück mit dem I-Net

Diesen Eintrag kommentieren