Lazy day
12.7.
Dienstag
17. Tag
Die Briten im Hotel sorgen für eine relativ unruhige Nacht und wir brechen relativ früh ohne Frühstück auf. Hrauneyjar wird in Zukunft für mich nicht mehr auf meinem Übernachtungsplan stehen.
Wir möchten gern irgendwo anhalten und uns in aller Ruhe einen Kaffee kochen. Zuerst geht es aber zum Háifoss, dem höchsten Wasserfall islands, mal wieder über eine sehr rubbelige Strecke mit tief ausgefahrenen Radspuren. Aber die Mühe lohnt sich; ich bin beeindruckt.
Danach machen wir Stopp beim Wikingerhof, der macht aber erst um 10 auf, was noch eine halbe Stunde dauert und so werden die Campingstühle endlich mal in Benutzung genommen, der Kocher aufgestellt und ein Tässchen Nescafe aufgebrüht. Leider haben die Mücken vor Ort eine andere Vorstellung von einem beschaulichen Kaffeeründchen und nachdem Marion die vierte Mücke entfernt hat aus ihrem Kaffee, geben wir auf.
Inzwischen ist auch die Warden eingetroffen und zwei Männer - mit Mückennetz auf dem Kopf (warum wohl?) - begeben sich daran, das Dach zu reparieren. Wir sind zuerst die einzigen, die sich den Hof anschauen, aber dann erscheint ein Paar, das ich schon von der Fähre kenne. Sie hatten die ersten Tage im Süden etwas Pech mit dem Wetter und berichten vom absoluten Lundimangel bei Dýrhólaey. Ihr Reiseplan vom Reisebüro sieht vor, sie in den nächsten Tagen über die Sprengi wieder in den Osten zu schicken. Na ja, die ist noch gesperrt und sie werden bei ihrem Versuch, den sie machen wollen, nicht viel Glück haben.
Danach bestaunen wir noch einige Zeit den Hjálparfoss,
bevor wir bei Árnes tanken und ins Schwimmbad wollen. Das sieht klein und niedlich aus und hätte uns schon gefallen, macht aber erst um 14 Uhr auf, solange wollen wir nicht warten.
Aber in Laugarvatn gibt es doch dieses neue Spa Fontana, also nichts wie hin. Auf dem Weg dorthin wollen wir uns in Skálholt die Kirche anschauen, aber die Flagge am Fahnenmast hängt auf Halbmast und in der Kirche wird eine Beerdigung vorbereitet.
Also gibt es nur einen schnellen Rundgang UM die Kirche und dann winkt schon des Spa. Der Bau ist auch beeindruckend, die Badeanlage selbst aber eher enttäuschend. Es ist alles sehr schick, ohne Frage, aber das lange Becken hat grad mal Knietiefe, das Schwimmerbecken ist etwa 6-8m lang und wenn man nebeneinander schwimmt, stößt man mit den Armen aneinander. Der HotPot ist groß, aber RICHTIG heiß ist was anderes. Das ist dann das Dampfbad, in dem sich Marion allerdings ihren P... verbrennt, weil unter dem Raum direkt die heiße Quelle sprudelt. Ich muss auch meine Beine mit auf die Bank setzen, weil meine Waden immer wieder von heißen Dampfstößen getroffen werden. Toll ist der Blick auf den Laugarvatn, aber das allein ist mir persönlich noch keine 13 € wert. Aber es ist ja auch noch nicht fertig, überall wird noch gewerkelt.
Danach führt unser Weg über Selfoss' Krónan zu Julia und ich fühle mich gleich wieder wie zu Hause. Wir kochen uns ein MaggiGericht und machen dann mit Julia noch einen Baileys und Amarula Vergleich. Daher merke ich nicht nach dem einschlafen, dass Christian mit seiner Familie um halb drei nachts auch eintrifft. ;-))
