Island

23.07.2009 um 11:19 Uhr

Noch am Morgen

10. Tag, 23.7., Donnerstag


Ich habe wie erwartet nicht besonders gut geschlafen, zu warm, Matratze zu weich, zu eingeschlossen. Ich hoffe nur, dass Hans uns zu Haus dann später kein Zelt aufbauen muss, damit ich besser schlafen kann ;-). Immerhin ist mein Zelt trocken, denn es hat tatsächlich die Nacht geregnet. Aber jetzt scheint schon wieder die Sonne, wenn auch bei deutlich kälteren Temperaturen.

Gestern habe ich übrigens am See überwiegend Wurfversuche gemacht und mit den Tipps von Werner klappt das immer besser. Wahrscheinlich bin ich dann topfit, wenn ich Island verlasse.

Falls übrigens irgendwer Lust hat, in Holland Urlaub zu machen, sollte es jetzt tun, alle Holländer sind anscheinend zur Zeit hier! Außerdem gibt es eine Menge Deutscher in unserem Alter (also so ab 50), die vier Wochen und länger unterwegs sind, jede Menge Berliner und jede Menge Familien mit Kindern. Die gehen auch sehr entspannt und verantwortungsvoll mit der Situation um, ich glaube, ich muss meine Vorurteile mal revidieren.

So, jetzt mache ich mich auf den Weg in den eisigen Nordosten mit Schneefall in höheren Lagen! Ihr könnt ja später nochmal reinschauen.

Auf dem Vatnsskarð kurz vor Varmahlið denke ich grad bei heftigsten Regenschauern über meine Übernachtung nach, als das Auto schrecklich an zu piepen fängt. Die Temperaturanzeige blinkt wie wild 3° und die Anzeige erscheint: risk of ice. Damit ist meine Entscheidung gefallen, ich werde mir irgendwo in der Nähe von Akureyri eine sleeping bag suchen. Ich hoffe, das ist für so ein Weichei wie mich entschuldbar. An der Touriinfo in Varmahlið rufe ich zwei Nummer an und die zweite ist auch erfolgreich, ich werde in Draflastaðir übernachten. Ich schaue mich noch ein wenig in der Info um, leider gibt es den Gürtel von Hans nicht mehr. Danach schaue ich auf Syðri-Skörðugili nach, ob Ásís daheim ist, leider erfolglos und dann geht’s zu Unnur, mit mehr Erfolg. Wir führen eine nette Unterhaltung über dies und das und unser geplantes Projekt, bevor ich mich auf den Weg mache.

Das Wetter bleibt gemischt und die Temperaturen schwanken zwischen 4° und 8°. Deshalb gibt es vorerst nur einen kurzen Stopp in Akureyri.

Über dem Fnjóskadalur steht ein Regenbogen, als ich zur Unterkunft abbiege.

Die ist wunderbar, ganz neu, alles mit Fußbodenheizung und nett eingerichtet, vor allem der Glasanbau als Speiseraum hat es mir angetan. Außer mir sind nur noch vier Tschechen da, die mit einem tschechischen Firmenwagen eine einwöchige Rundreise machen. Später sollte allerdings noch einiges an Wandervolk eintreffen.

Da das Wetter (immer wieder heftige Regenschauer) nicht zum Wandern einlädt, gibt’s ein Töurchen nach Grenivik durch Fnjóskadalur. Es ist genau so bewaldet wie in meiner Erinnerung, vor 19 Jahren bin ich hier schon mal mit Hans nach Grytubakki durchgefahren.

Da hier in der Gegend aber nirgendwo Internetzugang zu bekommen ist, fahre ich jetzt zurück nach Akureyri

und werde den Restnachmittag irgendwo in der Innenstadt verbringen.

Leider habe ich meine Kamera im auto vergessen und deshalb gibt es heute keine bilder.dafür aber am nächsten Tag.

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenAquarius schreibt am 23.07.2009 um 13:24 Uhr:Liebe Marled, wenn dir mal ein paar 5-Gänger über den Weg laufen,
    würde ich mich wahsinnig freuen, hier ein Bild darüber zu finden.
    LG Aquarius
  2. zitierenBrigitte schreibt am 24.07.2009 um 08:49 Uhr:Wow, die Unterkunft wäre ja was für mich, man (wir) könnte(n) ja auch nach Akureyri fliegen statt nach K., oder? Bin schon sehr gespannt auf die nächsten Fotos.
    Weiterhin schöne Reise und besseres Wetter.
  3. zitierenHans schreibt am 24.07.2009 um 16:19 Uhr:Dann bau mal einen Schneemann und nenn ihn Hans ;)
    Aberr bei so nem wetter darfst du ruhig aufs Zelt verzichten. Schließlich möchte ich dich gesund und munter am Flughafen in Empfang nehmen.
    Braungebrannt ist wohl genauso wenig drin wie hier.

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