Regentristesse - nicht nur
Samstag, den 16. 10.
4. Tag
Am Morgen warten etliche dichte Wolken auf mich nach dem Frühstück. Daher steht mein Entschluss fest, erstmal das Fljótshlið zu besuchen und dann zu entscheiden, was der Nachmittag bringen soll.
Meine Siebensachen sind schnell gepackt und mein Weg führt mich erstmals wieder nach Smáratún. Ich habe auch wirklich Glück, es ist jemand zu Hause, der mir die Gästezimmer, die Küche, den Aufenthaltsraum zeigt und den HotPot. Die Lage ist schön, die Zimmer angenehm, der Preis unschlagbar, ich denke, ich habe den nächsten Standort im Süden für die kleine Gruppenreise gefunden!
Ich bedanke mich bei Ívar, bevor ich weiterfahre und mache noch ein paar Fotos.
Am Ende des Fljótshlið steht Fljótsdalur, die Jugendherberge, in der wir mit unserer Gruppe 1994 genächtigt haben. Das Haus steht noch und sieht genau so aus wie vor knapp 20 Jahren.
Von oben kommt eine Frau runter, die mir einen Guten Tag wünscht und mit der ich schnell ins Gespräch komme, ich werde von ihr zum Kaffee eingeladen. Ihr Mann David und sie betreuen die Jugendherberge bis Anfang November. Bei Kaffee und Früchtekuchen verfliegen zwei Stunden und dann reiße ich mich los. Ich laufe noch im Schwemmsand des Markarfljót für anterthalb Stunden
und dann zieht sich der Himmel immer weiter zu und es fängt an zu regnen. Ich bin unentschlossen, was ich machen soll und als es immer stärker regnet, fahre ich erstmal nach Selfoss zum Einkaufen. Bei Julia ist leider alles belegt und als Ausweichquartier bietet sich Laugarvatn an. Es regnet immer stärker, eine französische junge Frau steht wie ein begossener Pudel am Straßenrand und wird von mir bis zu ihrem Quartier bei Flúðir gebracht. In Laugarvatn gibt es noch ein kleines Abendessen und der Regen rauscht weiter - Zeit das Weblog weiterzuführen. Guido , der ebenfalls hier übernachtet, hat die gleich Idee und so bringen wir dann gemeinsam unsere Gedanken zu Papier (nein natürlich zur Tastatur ;-)
