Tag 12
Recht früh am Morgen verließ ich mein Guesthouse, das ich übrigens sehr empfehlen kann, um noch genügend Zeit für eine kleine Rundreise auf der Reykjanes zu haben vor meinem Abflug. Als ich in Richtung BSI führ um dort noch eine Tasse Kaffee zu trinken, sah ich erstmal am Tjörnin eine dicke Nebelwand vor mir. Die sollte später noch eine Bedeutung bekommen.
Auf der Wiese direkt neben schlief eine ganz Schar Wildgänse völlig unbehelligt vom Frühmorgenverkehr um sie rum.
Ich verließ die Stadt auf direktem Weg, aber der Abzweig zum Kleifarvatn kostete mich einige Zeit, weil durch Bauarbeiten mehrere Umleitungen entstanden waren. Schließlich war ich doch auf der richtigen Straße und der See breitete sich im Nebel vor mir aus. Er ist schon ein wenig unheimlich, denn er hat keinen direkten Zu- oder Abfluss, aber der Seespiegel senkt und hebt sich unabhängig von der Witterung dennoch auf nicht erklärbare Weise.
Unheuimlich (schön) auch für mich an diesem Morgen, als ich dort ganz alleine am schwarzen Strand entlangschlenderte und die ersten Sonnenstrahlen sich durch die Wolkendecke mogelten.
Schließlich riss mich ein Telefonanruf aus dieser verzauberten Stimmung und ich musste einige Kilometer weiter fahren um einen vernünftigen Empfang zu haben. Bei den Solfataren von Krysuvík konnte ich schließlich zurückrufen und hatte danach das Blubberfeld im schönsten Sonnenschein ganz für mich alleine! Allein dort habe ich wieder etliche Fotos gemacht, hier gibt es eine Auswahl:



Schließlich reichte es auch noch für einen kleinen Spaziergang am Grænavatn, den ihr ja schon von Tag 2 kennt. Und ja, das Wasser ist wirklich so blaugrün.
Schließlich folgte ich wieder der 425 bis Keflavík, was sich als mühsam herausstellte, da auf dieser Strecke grade Bauarbeiten stattfanden und sie in einem holprigen, unfertigen Zustand war.
Nach den unvermeidlichen Einkäufen im Bonus und einem letzten Abschied von Garðsskagi, diesmal bei Ebbe
lag Island für diesmal sozusagen hinter mir.
Im Flugzeug hatte ich einen sehr angenehmen Platz und konnte in den ersten Minuten beim und
nach dem Abheben noch einige Bilder machen.
Ach ja, die Nebelwand am Morgen führte dazu, dass alle Flugzeuge mit einer Stunde Verspätung starteten, auch meins!
