Tag 2
Tag 2
Nachdem Brigitte gestern Nacht pünktlich in Kef gelandet war, verbrachten wir die Nacht im Gistihús Keflavík . Sehr empfehlenswerte Unterkunft mit netten, ein wenig kitschig eingerichteten Zimmern und einem Selbstbedienungsfrühstück, da viele Gäste vor dem Abflug frühmorgens ja schon um 5 Uhr frühstücken wollen.
Der Preis ist für Island jedenfalls sehr aktzeptabel.
Das Wetter schien wie für die Rundreise um die Reykjanes bestellt, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein!
Zuerst waren wir zur Begrüßeng in der blauen Lagune, die um diese Zeit (9 Uhr) noch recht menschenleer war.
Danach suchten wir die Reykjanestá auf mit ihren Küstenseeschwalbenkolonien und den Intrusionsresten von Vulkanen im Meer, die jetzt von tausenden von Vögeln bewohnt werden.
Die naheliegende Thermalquelle Sunnuhver kannte ich selbst noch nicht, allerdings trieb der Wind die Dampfschwaden so heftig über das Gebiet, dass wir wenig sehen konnten.
Bei Selatangar liefen wir eine Strecke um an den Stran zu kommen. Dort gab es ein kleines Nickerchen in der Sonne, mit Wellenrauschen, Vogelgeschrei und völlig ohne andere Menschen auf den vom Meer glattgeschliffenen Felsen. Das war schon mal das eine Ende der Welt.
Was mir allerdings auf dem Rückweg durch das Lavafeld negativ auffiel, waren die vielen Rückstände menschlicher "Kultur", die dort eine Spring- oder Sturmflut anscheinend hinterlassen hatte: Plastik, Fischernetze, Müll jeder Art drängte sich dort auf einer riesigen Fläche zwischen den Steinen. Da kommt man schon ans Nachdenken!
