Island

06.08.2007 um 20:12 Uhr

Tag 7

Tag 7 Montag, den 6.8.

Recht früh am Morgen sagten wir Lýsuhóll Lebewohl, ein letzter Blick zurück

und schon waren wir auf dem Weg nach Osten. Ich wollte ja diesmal nicht mehr über die Ringstraße und den Walfjordtunnel nach Þingvellir, sondern was anderes probieren

Die Strecke von 1 bis 2 hatte es in sich. Erstens finanziell, denn beim Stopp in Hvanneyri (1) haben wir /ich bei Ullarselid


zugeschlagen; ich habe meine Spindelherde um eine isländische Snælda vergrößert! Außerdem gab es noch jede Menge Wolle, auch pflanzengefärbte, das meiste sprengte dann aber wirklich den Rahmen jedes anwesenden Gelbeutels!

Hvanneyri ist die Landwirtschaftshochschule Islands und der alte Kern der Siedlung erinnert irgendwie an norddeutsche Gehöfte.

Dann kam die Holperstrecke Uxahryggir. Sie hat die Nummer 52, was eigentlich auf eine gut instandgehalten (vergleichbare Kreis)Straße hinweist, aber....

Wellbrettpiste, Steine, Schlaglöcher und Jeeps, die einen mit Tempo überholen, das einem nur so die Steinchen um die Ohren flogen. Und ab der Kreuzung ins Kaldidalur

Gefälle von 20%!!!!

Die gleiche Stelle habe ich übrigens vor 21 Jahren schon einmal mit meinem lieben Mann aus der anderen Richtung kommend fotografiert, nachdem wir einen schweißtreibendnen Anstieg hinter uns hatten, der uns an der Leistungsfähigkeit unseres Autos zweifeln ließ. Ein Blick ob auf das Gefälle erklärte alles!

Dafür gab es an anderen Stellen eine Reitergruppe mit vielen freilaufenden Pferden und einen Aussichtspunkt mit einem trotz des verhangenen Himmels wunderbaren Ausblick, auch auf den Schicldvulakn Skjaldbreiður.

Schließlich erreichten wir aber Þingvellir und nachdem wir einige Zeit den Nationalpark durchwandert und die die Stätten mit historischer Bedeutung besichtigt hatten, führte uns eine recht kurvenreiche, aber alsphaltierte Strecke am Seeufer entlang zu unserem Ziel.

Wir hatten wieder Zimmer im letzten Querflügel des Barackenbaus und diemal kamen sie mir sehr eng vor, es konnte sich eigentlich immer nur eine von uns im Zimmer aufhalten um sich umzuziehen, im Koffer zu kramen oder sonstiges.
Auch das Abendessen war lieblos angerichtet und bei den anderen auch reichlich wenig für das Geld; in einer Tourenbeschreibung einer Gruppenreise, die auch dort untergebracht waren, fand ich folgenden Ausspruch: Das Essen war sehr 'übersichtlich'! Außerdem wurden das Gemeinschaftsbad nicht bzw. nicht ausreichend in den zwei Tagen saubergemacht, Toilettenpapier fehlte jedenfalls schon seit unserer Ankunft bis zu unserer Abfahrt. Das Frühstücksbüffet war okay, aber man musste pünktlich um 7.30 Uhr da sein, wenn man die Schmankerl wie rosinenbrot noch haben wollte.

Schade eigentlich, denn die Lage des Hotel ist toll, auch wenn im Hintergrund das Kraftwerk Nesjavellir dampft. Es gibt viele sehr gut ausgeschilderte Wanderwege und eine grandiose Landschaft mit einem heißen Bach direkt vor der Haustür und vielen Thermalfeldern in der näheren Umgebung.

Abends nutzten wir dann auch noch das Hot-Pot-Angebot und sorgten für viele neugierige Blicke, als wir Web- und Spinnanrbeiten im Aufenthaltsraum fortsetzten.

Ich werde später noch einige Bilder aus der Draufsicht einfügen, da ich die Strecke später noch einmal gefahren bin.

 

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