Island

11.07.2011 um 22:53 Uhr

Wonderland

11.7.

Montag

16. Tag

 

In der Nacht werde ich wach, weil ich für kleine Königstiger muss. Draußen schwimmen rosa Wölkchen am Himmel, die Schafe weiden dirket vor den Hütten, es ist absolut friedlich.

Um neun kommen wir los. Der Himel zeigt sich noch bewölkt, aber nicht mehr so tiefhängend wie gestern und wir haben weite Ausblicke. Die Stromschnellen der Skaftá verlangen noch einen Fotostopp, dann geht es in die erste Furt, der viele folgen sollen.

Die Landschaft ist wildromantisch

und wird immer wilder, teilweise führt der Track durch das Bachbett

und die ersten Farben tauchen in den Bergen auf. Kurz vor Landmannalaugar kommt eine letzte, tiefe Furt, dann sind wir im Wonderland. Rundherum sind die farbenprächtigsten Berge und man kann sich gar nicht entscheiden, wo man zuerst hinschauen soll.

Es sind relativ wenig Leute da und bis die ersten Busse kommen, wollen wir unsere kleine wanderung gemacht haben. Die Warden schlägt den Weg durch die Lava vor an der Brennisteinsalda vorbei und es geht erstmal steil bergauf.

es ist immer noch bedeckt, im Sonnenschein, kann ich mir vorstellen, funkelt der Obsidian sicherlich stark. Es geht weiter bergauf, bergab, über ein Schneefeld, bis wir an den Schlammquellen des Berges ankommen.

Wir schlagen den Weg zur Grænagil ein und werden mit wunderbaren Farben in einer großartigen Schlucht belohnt - sie trägt den Namen Grüne Schlucht zu Recht. Irgendwann wird es immer voller auf dem Weg - am Anfang waren wir noch mehr oder weniger allein - und Heerscharen ergießen sich auf den Weg. Die Busse scheinen angekommen zu sein. Als wir zurück an den Hütten sind, ergreifen wir sehr schnell die Flucht, mindestens 15 Busse plus Autos soweit das Auge gereicht hat.

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Bevor wir abfahren werden wir noch auf unsere Trierer Nummer angesprochen. Ein Mann mittleren Alters, der ein österreichische Reisegruppe führt, erzählt uns von seinem Studium in Trier und das er jetzt in Südafrika wohnt und für Kneissl hier die Touren begleitet, seinem Bruder gehört das Reisebüro Bonnet in Neunkirchen.

Später auf der Landmannaleið werden wir noch von einem entgegenkommenden Buschen gestoppt, der für den Logistikunternehmer Michel aus Bernkastel arbeitet, der versorgt hier die Teilnehmer von Wikingerreisen.

Die Furten auf der Landmannaleið sind harmlos, zum Schluss gibt es noch eine Umleitung am Fuße der Hekla entlang und dann sind wir auf der 26, die in einem schrecklichen Zustand ist: staubig, voller Steine und Wellblech. Ich habe von dem Gerüttel die Nase voll und bin froh als wir endlich Asphalt und dann Hrauneyjar erreichen. Wir haben großen Hunger und bestellen Hamburger, die ganz lecker sind, aber nicht an die Qualität der in Klaustri herankommen.

Danach gibt es ein Ruhepäuschen, einen spaziergang und dann hoffen wir, dass die versprochene Ruhe hier bald einkehrt.

 

 

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