Wunderbarer Tag
Mittwoch, den 14.7., 9. Tag
2. Teil
Ich sitze im Malarkaffi auf Drangsnes und schaue den Finnwalen zu, die ab und zu ihre Fontänen ausstoßen und ihre Rücken zeigen – direkt vor dem Fenster hier in der Bucht!!! Natürlich ist meine Kamera viel zu langsam um davon Aufnahmen zu machen :-((( die Isländer hier erzählen davon, dass große Schwärme von Makrelen aus dem Süden einwandern, die die Wale anziehen. Makrelen sind für isländische Gewässer ungewöhnlich, aber es gibt inzwiscchen so viele davon, dass ein Angler angeblich 600 Stück! in einer Stunde gefangen hat.
Ich kann mich nur schwer losreißen und bin fast versucht auf Drangsnes zu bleiben. Aber dann müsste der Snæfjallaströnd für dieses Jahr schon wieder gestrichen werden.


Also werfe ich einen letzten Blick auf das Meer und die Fontänen der Wale und verabschiede mich dann an den Rand der bewohnten Welt.
Beim Abzweig nach der Steingrímsfjarðarheiði fängt ein fürchterliche Wellblechpiste an, wahrlich kein Vergnügen zu fahren. Dafür wird die Landschaft immer grandioser, einsamer und phantastischer. Es sind über 40 km bis nach Dalbær, und ich genieße mehr und mehr die Landschaft, obwohl die Straße nicht besser wird. Zwei Autos kommen mir entgegen, keins überholt. Im kalten Haff, das Kaldalón, in das der Gletscher Drangajökull eine Gletscherzunge hinabschiebt, die in den Fluss Morilla (diesmal tatsächlich ohne den Akzent auf dem a) entwässert, eine bizarre Kulisse!




In Dalbær sind außer mir nur noch zwei Zelte und der Hanomag eines deutschen Paares aus dem Oberallgäu anwesend. Mit den beiden unterhalte ich mich nach dem Zeltaufbau, bei dem sie freundlich ihre Hilfe anbieten, noch eine ganze Weile Nach dem essen wandere ich noch zum naqhegelegenen Fuss, den man vom Zeltplatz aus rauschen hört und zur Kirche Tyrðilsmýri – allein die Namen dort sind schon wunderbar. Mit dem Blick auf den Fjord und die Weite falle ich in mein Zelt.

hier ist es immer noch sch... heiß, zum Glück keine Unwetter in unserer Gegend, die Gewitter kommen hier nur abgeschwächt an
liebe Grüße
bis an den Rand der Gletscherzunge des Drangajökull sind wir 2007 gewandert, nachdem wir bei einem Kirchlein in der Nähe (nehme an es war die Tyrdilsmýri)gepicknickt hatten. Du hast ja tolles Wetter wie es ausschaut!
Gruß Ulla