Zwischennotiz -ergänzt!!!!!!!!!!!
Da ich heute unterwegs ins Hochland, na ja, Rand des Hochlandes nach Möðrudalur bin und nicht weiß, ob es dort eine I-Net-Verbindung geben wird, hier ein kurzer Zwischenstand. Die Nacht war ruhig und um halb acht zu Ende. Ich mache mich nach einer Tasse Kaffee auf den Weg und versuche erstmal in Þórshöfn zu tanken - Pustekuchen. Der Automat sagt mir nur: Ekkert svar (ekkert weiß ich, aber was zum Teufel heißt svar?) Nun ja, der Tank ist noch halb voll. Durch wunderbaren Sonnenschein fahre ich die Ostküste ab bis ins nächste winzig kleine Kaff Bakkafjörður.
Auch da sagt der Automat wieder : njet. Erinnert mich an letztes Jahr, nicht wahr, Brigitte? Nur habe ich diesmal keine hilfreiche Brigitte an der Seite und ein ganz klein bisschen nervös bin ich dann doch schon.
Ich besuche dann noch eine Kirche, die ganz aus Treibholz erbaut wurde
und mache einen Abstecher in Selárdalur, wo es ein ganz entzückendes Schwimmbad gibt, umgeben von reiner Natur am Ufer eines Flusses. dort unterhalte ich mich im HotPot mit einem Paar Düsseldorfer, die ihre silberne Hochzeitsreise nach 25 Jahren wiederholen, diesmal nicht mit dem VW-Käfer, sondern mit einem VW-Bus.
Sehr entspannt komme ich dann in Vopnafjörður an, um mir vom Bankautomaten sagen zu lasse: Kann keine Verbindung zu Ihrer Kreditkartenfirma herstellen. Visa wird doch wohl nicht etwa pleite sein? Immerhin nimmt die Bank, aber auch die Tankstelle meine EC-Karte, die auf Rat von Hans dann doch noch eingesteckt habe. Jetzt geh ich erstmal was essen, bevor ich mich in die Einsamkeit verabschiede.
Inzwischen bin ich in Möðrudalur, sitze bei einem Glas Rotwein und es läuft der Blues von Helgi Björns: Yfir Esjunna. Die CD war vor zwei Jahren ein Glücksgriff, ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie ich einfach nach einer CD in Mosfellsbær im Supermarkt gegriffen habe und sie gleich im strömenden Regen auf dem Weg nach Norden angehört habe. Nach dem Essen im Hotel Tangi, das sehr gut und dabei preiswert war, mache ich mich auf den Weg ins Hochland. Dazu gibt es von Vopnafjörður nur den Weg über die 85. Sie führt zuerst in ein gigantisches Trogtal, das Tal der Hófsá. Es ist überwältigend zu sehen, in welchen Dimensionen die Natur arbeitet. In diesem Tal gibt es auch den Hof Bustarfell, den ich mir nicht entgehen lasse. Er ist erstaunlich groß und verwinkelt, sicherlich kein armer Bauer, der hier gelebt hat mit seiner Familie. Danach windet sich die Straße in vielen Serpentinen auf die Jökuldalsheiði, links begleitet von diesem wunderbaren Tal und darüber die schneebedeckten Smjörfjöll, ich kann den Blick gar nicht losreißen und muss mich zwingen mich auf die Straße zu konzentrieren. Das ist im letzten Abschnitt auch dringend nötig, denn irgendwo sind Bauarbeiten im Gang. Die Straße wird tiefer ins Tal verlegt und zweigt auf dem letzten Stück auf die alte Trasse. Das neue Stück ist übelst, scharfkantige große Schotterstücke, auf der der kleine C3 gar keinen Halt findet, ich schwimme hin und her. Es sind gottseidank nur 500 m, die haben mir aber schon gereicht. Danach gibt es Asphalt und dann mündet die 85 schon auf die 1. Der Ausblick ist (mal wieder) überwältigend, das Hochland mit der Heribert (diesmal ist sie es aber wirklich)
und diversen anderen Bergen breitet sich bis in scheinbar unendliche Weiten vor mir aus. Ich biege auf das alte Teilstück der 1 ab und bin nach 8 km schon in Möðrudalur.
Es gibt erstmal Waffeln und Kaffee und ich komme mit einem Schweizer Ehepaar ins Gespräch, das 3! Monate mit dem Camper in Island unterwegs ist. Irgendwo haben wir wohl was falsch gemacht mit dem Geldverdienen. Selbst wenn ich später mal die Zeit habe, werden wir sicherlich nicht das Geld haben uns solchen Luxus zu leisten, mal ganz abgesehen davon, dass selbst mir das vielleicht zu viel wäre. Obwohl, diesmal mussten es ja auch schon drei und nicht zwei Wochen sein ;-).
Hier könnte ich es übrigens durchaus länger als eine Nacht aushalten. Inzwischen ist die Wolkendecke auch schon aufgerissen und nach Norden hin ist der Himmel schon wieder blau. Ist euch übrigens schon aufgefallen, dass in Island trotz bedeckten Himmels oft die Sonne scheint? Ich weiß nicht, wie das funktionieren kann, aber überall sieht man Sonnenflecken im Gelände. Ich wandere in Richtung Herðubreið, höre den Vögeln zu, verfolge Hufspuren, die mich bis zu einem Flüsschen führen. Dort komme ich mit meiner Ausrüstung nicht weiter, ein Pferd müsste man hier haben und ein paar Tage in der Einsamkeit unterwegs sein mit meinem Schatz! Ich habe schon genug Projekte und Wünsche für den nächsten Aufenthalt hier.
Übrigens sind mal wieder reste aus der Landnahmezeit gefunden worden: Schaut HIER

Visa wird morgen früh sofort erledigt. Großes Ehrenwort.
=keine Antwort
ich habe übrigends das gleiche Problem seit Freitagabend, allerdings bei einer online-Bestellung, es ist mir nicht möglich meine VISA-Karte online zu aktivieren, kommt ne Fehlermeldung: wird nicht akzeptiert....und in meiner online-Bank zeigt die Karte zwar ein Guthaben an, aber keine Auszahlungen mehr, da is´ irgendwo der "Wurm" drin..