JOblogt

31.12.2009 um 13:25 Uhr

Die wichtigsten News kurz vor Jahresschluss

von: JOblogt

Bundesmutti Angela:
Die Perle aus der Uckermark trägt heute Abend wieder Brille - um ihre Silvesteransprache vom Teleprompter ablesen zu können. Dagegen hilft nur: A
bschalten.

Zukunftsaussichten:
2010 soll ein phantastisches Jahr werden.
Es kommt halt immer drauf an für wen.

Staatsfinanzen:
2009 endet mit Rekordverschuldung. Offenbar ist Geld gar nicht knapp. Man muss es nur ausgeben, auch wenn man es nicht hat!

Nachweihnachtliche Erkenntnis:
Der Spekulatius arbeitet überhaupt nicht an der Börse.

LIDL-Mitarbeiter des Jahres:
Wolfgang Schäuble.

Verkehrswarnung:
An alle Skihaserln geht ein dringender Warnruf. Nehmt Euch in acht. Pistensau Dieter Althaus fährt wieder Ski.

TV-Programm:
Das Grauen hat einen Namen: Silvesterstadl.

Wetter:
Nebel, grau Nieselregen: Irgendwie noch kein großer Unterschied zwischen November und Dezember.

Vorankündigung:
Im neuen Jahr startet dieser Blog mit einem außergewöhnlichen Blog-Event.

Die gute Nachricht zum Jahresabschluss:
Wer nie Alkohol trinkt, gefährdet seine Gesundheit. Das ist das Ergebnis einer Umfrage die von Winzern, Spirituosenherstellern und Bierbrauern in Auftrag gegeben wurde.

Allen meinen geneigten Leserinnen und Lesern einen „Guten Rutsch".
Nehmt Euch was vor im Neuen Jahr: Bleibt Fröhlich!

30.12.2009 um 16:53 Uhr

Knallfrösche

von: JOblogt

Umweltschützer weißen darauf hin, dass in der Silvesternacht die Luftbelastung mit Schadstoffen explosionsartig zunimmt.
Nach Auswertungen des Bundesumweltamtes ist an Neujahr die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdeten Feinstaub vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.

Grund sind die vielen Böller und Raketen, mit denen alle Jahre wieder Millionen Menschen das neue Jahr begrüßen.
Dabei gibt es eine umweltverträgliche Alternative. Wer an Silvester einen Frosch aus dem Fenster wirft und anschließend mit Fenster und Tür zuschlägt, handelt umweltbewusst.

 

Diese Methode soll auch zur Entsorgung nervender Lebenspartner bzw. Lebenspartnerinnen geeignet sein, denen man überdrüssig ist. Man bemale sie am Silvestertag mit grüner Farbe und schubse sie aus dem Fenster. Wer danach Fenster und Tür fest zuknallt, erzeugt zwar einen umweltverträglicher Silvesterknall, jedoch ist eine solche Handlung an Hinterhältigkeit kaum zu überbieten.

Sonstige

29.12.2009 um 16:20 Uhr

Silvesterböller

von: JOblogt

Seit heute können Silvesterböller gekauft werden.
Aus diesem Anlass ein Beitrag aus der Abteilung "Kurz und flach
"

Dialog zweier Silvesterböller:

„Na heute schon gebumst"

 

28.12.2009 um 11:06 Uhr

Umfrage zum Jahreswechsel

von: JOblogt

49 Prozent der Deutschen blicken optimistisch ins neue Jahr.
Die anderen haben Silvester wieder Verwandtenbesuch.

27.12.2009 um 17:45 Uhr

Weihnachten ist vorbei!

von: JOblogt

Von Heinz Rühmann stammt die Erkenntnis: "Die angenehmsten Festgäste sind diejenigen, die wegen Glatteis absagen". Dieses Jahr gab es zu Weihnachten kein Glatteis. Dem Familienfest stand nichts im Wege und die geliebte Verwandtschaft konnte anrücken. Vorsorglich war ich gut gewappnet, mit Weihnachtsstollen. Denn ich nahm mir den gutgemeinten Rat eines Freundes zu Herzen: „Wenn die Gäste nicht gehen wollen, bewerfe sie mit Weihnachtstollen". Den weihnachtlichen Besinnungsvollzug hab ich gewaltfrei überstanden. Der Stollen kam nicht zum Einsatz.

Zum Einsatz dagegen kamen die Weihnachtsgeschenke meiner Blogfreunde. Die tolle selbstgebastelte Weihnachtskarte der Bloggerin R. aus D, stand unterm Weihnachtsbaum. Die leckeren Kekse der Bloggerin P. aus W. und die Pralinchen von M. aus W. wurden genauso vernascht wie das Weihnachtsgebäck der Leserin S. aus O. Bis auf den letzten Tropfen geleert ist die Flasche mit dem ausgezeichnete Holunderschnaps der Bloggerin C. aus D. Und ab Morgen ist im Einsatz, das Weihnachts-geschenk des Lesers U. aus F. Er war so gerührt von meinem Eintrag „The Day After" über meine Erlebnisse im Supermarkt am Morgen nach meinem Geburtstag, dass er mich auf dem Weihnachtsmarkt in Mannheim mit einem Plastikchip überraschte. Mit diesem clevere Teilchen werde ich künftig den Einkaufswagen im Supermarkt ergattern. Nie wieder besteht die Gefahr, dass ich der Supermarktkette einen Euro schenke, nur weil ich meinen Einkaufswagen im Markt unauffindbar ist.

Im Grunde hab ich sehr viele nützliche Geschenke zu Weihnachten erbeutet. Ausnahme bildet ein Bildband über die Geschichte des Schwäbisch-Hällischen Landschweins. In dem Buch erfährt der Leser alles über Geburt, Aufstieg, Niedergang und Wiederaufstieg dieser Schweinerasse. Jetzt bin ich bekanntermaßen weder Schweinezüchter oder Metzger noch stamme ich aus Schwäbisch Hall. Welche Gedanken die Menschen bewogen haben, mir ausgerechnet diesen Bildband zu vermachen, wird wohl nie ergründet werden. Was für ein Glück, dass ich auf so was vorbereitet war. Hab ich doch gerade vor Weihnachten einen Beitrag in meinem Blog veröffentlicht, der zeigt, wie man sich täuschend echt bedankt. Der Weihnachtsfrieden blieb somit bewahrt. Aber die Sache hat auch was Gutes. Zumindest eignet sich der Bildband zum Weiterverschenken. Interessierte Schweinezüchter können sich hier melden, eine Abgabe an bekennende Vegetarier ist jedoch ausgeschlossen

Es ist schon ein Zufall, dass das Christkind immer dann Geburtstag hat, wenn der Bundespräsident seine Weihnachtsansprache hält. In diesem Jahr hab ich diese Rede von Horst Köhler glatt verpasst. Das macht aber nichts. Der alte Schnarchsack, hält zur Not auch an Ostern Weih-nachtsreden. Reden mit hoher Moral und wenig Kalorien sind eben sein Markenzeichen.

Weihnachten 2009 habe ich erfolgreich überstanden. Ich leide nicht unter Geschenkpapierallergie noch hab ich von den Weihnachtsliedern Pickel bekommen. Jetzt spüle ich mir die Weihnachtslieder aus den Ohren, köpfe den Schokoladenweihnachtsmann, schmeiße meinen Wunschzettel in den Müll und brenne den Baum ab. Weihnachten ist vorbei - zumindest für dieses Jahr.

26.12.2009 um 09:15 Uhr

Weihnachts-News

von: JOblogt

Die schlechte Nachricht aus dem Vatikan:
Die Katholische Kirche ist sauer auf Maria.
Maria hat ihr Kind zu früh in die Krippe gegeben.

Für eine frohe Botschaft sorgte derweil die Bundesregierung:
Weihnachtsbeleuchtungen sind künftig bereits ab Ende August erlaubt. Dagegen wurde die Forderung nach Osterbeleuchtungen abgelehnt.

25.12.2009 um 14:37 Uhr

Frohes Fest

von: JOblogt

 

23.12.2009 um 11:45 Uhr

JO's Küchentipp zum Fest

von: JOblogt

Kurz vor dem Fest ein weiterer Küchentipp, damit der Festtagsbraten gelingt:

Es ist ratsam, die Tiefkühlgans vor dem Verzehr aufzutauen,
dann ist sie nicht so hart.

Un jetzt werds Zeid fer a bissl Wärm und Besinnlischkeid, ala Zusammericke, Neggschde-Liew zeige un die Mitmensche mol ganz gern hawwe. Mid de letschde Worde der Woinachtsgons:
                            „Ooooh du fröhliche..."
verabschiede ich misch zum Gliehwoistond vorm Wasserturm uff em Mannemer Woinachtsmarkt.

22.12.2009 um 17:15 Uhr

Schöne Bescherung

von: JOblogt

Weihnachten steht vor der Tür. Viele haben deshalb schon Probleme damit, aus dem Haus zu kommen. Aber die wichtigste Herausforderung steht noch an. Die Bescherung, genauer gesagt: das Beschenkt werden. Den Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe. Es ist auch das Fest der Geschenke. Deshalb sollten Weihnachtsgeschenke immer ange-nommen werden, wegwerfen kann man sie später immer noch.

Damit der Festfriede nicht gestört wird muss der Beschenkte sich richtig bedanken. Als Beschenkte sollten wir wissen, der Geber beobachtet uns genau. Er erwartet, dass wir nach dem mühevollen Auspacken vom Geschenk hellauf begeistert und entzückt sind, egal was für ein unnützer Krempel es auch ist.

Merken wir uns deshalb: Wer den Weihnachtsfrieden bewahren will, der muss sich täuschend echt bedanken können. Meine Empfehlung, legt Euch noch heute eine Reihe von Formulierungen zu Recht und arbeitet die Liste bei der Bescherung nach und nach ab. Dann ist der Festfriede gewahrt. Außerdem haben alle, die so vorgehen für sich einen persönlichen Spaßfaktor geschaffen, den niemand im Familienkreis nachvollziehen kann. Hier verate ich meinen geneigten Leserinnen und Lesern meine Liste für dieses Jahr:

1. Das ist ja toll, fantastisch ist das!
2. Wooow, irre, Supie, damit hab ich aber gar nicht
    gerechnet.
3. Menno, jetzt machst Du mich aber verlegen.
4. Volltreffer, diese Überraschung ist dir aber rundum
    gelungen.
5. Eyyy, ist dir bewusst, dass du mir damit eine
    Riesenfreude machst.

Ausdrücklich warne ich vor übersteigerten Übertreibungen wie z.B.:

• Das ist ein großer Moment, den ich niemals im Leben
  vergessen werde.
• Dieses Geschenk ist nicht zu toppen, ich bin selig.
• Wunderbar, besser hätte es nicht kommen können.

Mit solchen Formulierungen erfreuen wir zwar den Geber. Gleichzeitig stoßen wir die vor den Kopf, deren Geschenk wir, im trauten Familienkreis, noch nicht ausgepackt haben. Wer sein Dank so zum Ausdruck bringt signalisiert den anderen Gebern. „Ihr seid arme Looser. Euer Geschenk wird bei weitem nicht so fantastisch sein, wie dieses".

Absolute „No-Goes", die überhaupt nicht auf Euere Liste gehören sind folgende Danksagungen:

• Würde das auch im Garten gut aussehen?
• Das hatte ich neulich bereits auf dem Flohmarkt
   in der Hand.
• Wie lange ist das her, als ich dir das geschenkt habe.

Allen meinen Leserinnen und Lesern viel Spaß bei der Bescherung.

22.12.2009 um 07:44 Uhr

Winterliches Paradox

von: JOblogt

Wir stehen morgens auf und ärgern uns,
dass es nicht richtig hell wird.

Trotzdem ärgern wir uns am Spätnachmittag,
dass es schon wieder dunkel wird.

21.12.2009 um 16:37 Uhr

O-Töne

von: JOblogt

Heute vom Weihnachtsmarkt.

"Hast Du schon alle Geschenke?" -
"Neeeee, die krieg ich erst Heiligabend!"

Und schließlich vor der weihnachtlich geschmückten Dönerbude.

„Können Sie mir meinen Döner, bitte als Geschenk ein-packen?"

21.12.2009 um 09:30 Uhr

Luftangriff

von: JOblogt

Nächster Luftangriff bereits in Planung?

20.12.2009 um 21:50 Uhr

Für ein besseres Weltklima

von: JOblogt

Während Staats- und Regierungschefs bei der UN-Klimakonferenz erfolglos im Kampf gegen die Erderwärmung blieben, hat ein kleines irisches unternehmen mit einem Öko-Vibrator ihren Beitrag geleistet um die Folgen des Klimawandels zu verringern.

Anstelle von umweltfeindlichen Batterien wird der Ökö-Vibrator „Earth Angel" mit einer Handkurbel betrieben. Wenn der Besitzer oder die Besitzerin die Kurbel am Boden des Geräts ausklappt und vier Minuten lang betätigt, kann er oder sie sich bis zu eine halbe Stunde lang mit dem Vibrator vergnügen. Außer mit seinem klimaneutralen Antrieb punktet das Gerät bei Umweltschützern damit, dass es aus recyclebaren Materialien hergestellt wird.

Fröhliches Kurbeln allerseits - und wer dessen überdrüssig ist, kann ja den Nachbarn bitten: „Entschuldigen Sie, können sie mich mal kurz ankurbeln". Wie aus Irland zu hören war, ist ein alternativer Antrieb in der Entwicklung um den Anwendern das abturnende ankurbeln zu ersparen. Dass es sich dabei um einen Hamster im Laufrad handeln soll, wurde noch nicht bestätigt. Bald wird sich niemand mehr über die Frage wundern: „Heute schon für ein besseres Weltklima masturbiert?".

20.12.2009 um 10:46 Uhr

Umfrage zur Weihnachtsgeschichte

von: JOblogt

Was wissen Sie noch von der Weihnachtsgeschichte?
Auf diese Frage antworteten:

28 Prozent:
Die spielt doch in so einem miesen Hotel, mit nur einem Stern!
32 Prozent:
Da kommen so drei Kasper aus dem Osten, einer ist goldig, einer beweihräuchert sich, und einer guckt myrrhisch!
40 Prozent:
Da geht es irgendwie um das Baby von Madonna!"

19.12.2009 um 09:38 Uhr

Kopenhagen

von: JOblogt

Kopenhagen:
Die Menschheit scheint zu blöd zu sein, sich selbst zu retten.

Die Klimazocker von Kopenhagen erklären:
Den Krieg gegen die Natur verlieren wir wohl letztendlich, aber ordentlich ausgeplündert haben wir den Feind immerhin.

Wie das Bundeskanzleramt noch nicht bestätigte, wird Bundeskanzlerin  Angela Merkel die Heimreise aus Kopenhagen per Hüpfball antreten um einen persönlichen Beitrag zur Rettung des Weltklimas zu leisten.

18.12.2009 um 09:33 Uhr

The Day After...

von: JOblogt

...die Geburtstagsfete ist vorbei. Nach nur drei Stunden Schlaf bin ich wieder wach. Ist es senile Bettflucht oder einfach nur meine miserable körperliche Verfassung am Morgen danach? Wie dem auch sei, jedenfalls stehe ich neben mir, spüre die Folgen des mächtigen Alkoholkonsums. Schlecht ist es mir nicht, aber ich habe ein unbändiges Verlangen nach Heringen. Wie die Faust aufs Auge passt in dieser Situation der Umstand, dass mein Kühlschrank aktuell eine „heringsfreie Zone" ist.

Also mache ich mich unrasiert und ungewaschen auf zum Supermarkt. Meine Mütze ziehe ich mir tief ins Gesicht, um die Folgen der Feier, zu verbergen. Frühmorgens gegen 8 Uhr sind im Supermarkt glücklicherweise nur wenige Kunden. Trotzdem lauert die Gefahr überall. Wer beim Gang an den Regalwänden vorbei nicht aufpasst, stolpert um diese Zeit über die Kartons der Regalpfleger, mit etwas Ungeschick sogar über eine der meist weiblichen Regalpflegerkräfte. Eine solche Havarie konnte ich gerade noch, mittels scharfer Rechtskurve meines Einkaufswagen verhindern. „Glück gehabt, denke ich". Regalpflegerinnen, und sollten sie noch so verführerisch aussehen, sind mir heute morgen Schnuppe. Nur ein Gedanke verfolgt mich: „Wo haben sie die verdammten Heringe versteckt?".

Ich streife durch die Regalgänge des Supermarktes, während das Verlangen in mir immer größer wird. „Verdammt, es ist doch noch nicht Ostern, wo diese Versteckspielereien zum Ritual gehören. Wir haben bald Weihnachten.". Das ist klar, denn mehrmals passiere ich die Regalen mit Mehl, Zucker, und sonstigen Zutaten für die Weihnachtsbäckerei. „Nein, ich will nicht backen, (kann ich doch gar nicht) - ich will Heringe!!!". Nachdem ich das Gefühl habe alle Regalwände mindestens zweimal abgelaufen zu haben, komme ich bei den Spirituosen vorbei. „Ooooh NEIN, nicht die schon wieder", fluche ich in mich hinein

Völlig entnervt lasse ich meinen Einkaufswagen irgendwo mitten im Markt stehen und suche nach einer Regalpflegerin. Aber es ist, als ob die jetzt mit mir „Verstecken" spielen. Auf einmal sind die nicht mehr so leicht ausfindig zu machen, wie zu Beginn meines frühmorgendlichen Einkaufsversuches. „Verdammt wo stecken die Weiber!" fluche ich insgeheim vor mir hin. Endlich werde ich einer Dame habhaft, die sich hinter einem riesigen Kartonstapel versteckt hat. Ich gestehe ihr, dass ich unfähig bin die Heringe zu finden und bitte sie, mich an die Lagerstelle dieser Köstlichkeiten, auf die heute Morgen mein ganzes Verlangen ausgerichtet ist, zu begleiten.

Offensichtlich hab ich ihren mütterlichen Helferinstinkt direkt getroffen. Sie springt auf, schmettert mir ein fröhliches „Guten Morgen - dem Manne kann geholfen werden" entgegen. Ich entschuldige mich beschämt und kleinlaut dafür, dass ich sie grußlos nach dem Objekt meiner Begierde gefragt habe und folge ihr beim Gang durch den Markt. Ich schnappe mir den nächstbesten leeren Einkaufswagen. Hätte ich lieber nicht tun sollen. Es dauert keine 5 Sekunden, bis eine Kundin aufgebracht lautstark reklamiert: „Hören Sie mal - das ist MEIN Einkaufswagen, den sie da genommen haben". Auch noch diese Blamage. Ich komme mir vor, wie ein ertappter Ladendieb. Die Augen aller Menschen, die im Supermarkt sich zu dieser frühen Zeit tummeln, scheinen sich plötzlich auf mich richten. Für meine Untat, einen herren- pardon einen frauenlosen leeren Einkaufswagen zu entführen, zeigen sie nur Verständnislosigkeit und Ekel.

Dermaßen gedemütigt überlasse ich der Kundin, eine Entschuldigung stammelnd den Einkaufswagen und folge der Regalpflegerin, die mit raschen Schritten mich durch den Regal-Dschungel leitet. Der Gedanke schießt mir durch den Kopf: „Ist es eine Pflegerin, die ich heute brauche?" Meine Vernunft sagt mir: „NEIN, du brauchst Heringe". Endlich erreichen wir das Regal mit den Fischkonserven, und die barmherzige Samariterin lässt mich am Objekt meiner Begierde allein zurück. „Da sind sie, meine köstlichen Heringe", ich greife mir gleich zwei Gläser um mich dann der Frage zu widmen, wo steht eigentlich „MEIN" Einkaufswagen. Der muss doch irgendwo in den Gängen dieses gottverdammten Supermarktes noch auf mich warten.

Zuerst wollte ich einfach zu Kasse gehen, und den Wagen, Wagen sein lassen. Doch dann kommt Geiz in mir auf. „Eyyy, da steckt doch noch DEIN Euro drin" Nein, MEINEN Euro, den schenken wir nicht der Supermarktkette". Also streife ich erneut, durch die mir inzwischen bestens bekannten Gänge des Marktes. Nach einiger Zeit ein trauriger Anblick, Völlig einsam steht da, vor den Gemüseregalen ein leerer Einkaufswagen, dass muss MEINER sein. Ich schnappe ihn und  lege die, mit großem Aufwand erkämpften, Fischkonserven hinein.

„Ojee, das sieht aber bescheuert aus" denke ich. Ein riesiger Einkaufs-wagen und darin verirren sich diese beiden Fischkonserven. Aber was soll's, der Wagen hält mich im aufrechten Gang und ich strebe der Kasse entgegen. Dahinter sitzt eine junge Kassiererin, ich tippe es ist die Azubine. Sie starrt mich an, als sei ich gerade von einem unbekannten Planeten auf Mutter Erde angekommen. Mit der Bemerkung, „JAAA, es ist so, wie es ausschaut". lege ich die mit  hartem Einsatz erbeuteten Fischkonserven auf das Laufband, bezahle und flüchte mit meinen beiden Heringskonserven aus dem Markt.

15.12.2009 um 13:35 Uhr

Der Countdown läuft...

von: JOblogt

Morgen ist es soweit. Der Autor, dieses Blogs wird Sechzig (bitte heute noch nicht gratulieren, das soll ja Unglück bringen). Morgen bin ich Deutschlands jüngster Greis und vielleicht bin ich dann auch der älteste blogigo-Blogger.

„Ich bleibe 18 bis ich sterbe", sagte Bryan Adams einmal. Gefühltes Alter und wirkliches Alter haben wohl nicht immer allzu viel miteinander zu tun. Wie recht Bryan Adams mit seiner Aussage hat, wird mir immer bei TV-Talkshows klar. Manche Typen, die sich dort auf Sofas und Sesseln vor den Fernsehkameras lümmeln, sind wesentlich jünger als ich, zwanzig und noch mehr Jahre. Aber sie gleichen in ihrem Erscheinungsbild und in ihrem Denken bereits Untoten. Was für ein Glück: Von der Phase im Leben, in der der Mensch sich nur noch von Erinnerungen und nicht von Träumen ernährt und in der „Rentnerbeige" zur Lieblingsfarbe wird, bin ich noch weit entfernt.

60 Jahre auf dieser Erde, ist kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Es gibt immer mehr Menschen in meinem Alter. Amerikanische Wissen-schaftler haben herausgefunden, im Jahre 2044 wird die große Mehrzahl der heute 25 jährigen schon 60 Jahre alt sein.

Ab morgen besitze ich jedenfalls die Lizenz, die berechtigt an der Supermarktkasse den 13,98 Euro Einkauf passen zu zahlen. Und das Auffinden der passenden Münzen darf dabei mehr Zeit in Anspruch nehmen, als die Alpen für ihre Entstehung brauchten. Das werde ich beim nächsten Einkauf auskosten. Man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Aus gegebenem Anlass folgender Hinweiß für meine treue Lesergemeinde:Es gibt  auf dieser Seite bis zum "Day After", jenem Tag an dem sich der  Kater von der Geburtstagsfete verabschiedet, keinen neuen Blogbeitrag von mir.
Aber danach geht's weiter...

14.12.2009 um 18:34 Uhr

Liebeserklärung an meine Heimatstadt

von: JOblogt

  

Am Samstag stand wieder ein Besuch in meiner Heimatstadt Mannheim auf dem, um nach meiner Mutter zu sehen und auch bei Schwiegermutter vorbeizuschauen. Eigentlich gehört das alles zu meinem regelmäßigen Wochenprogramm. Aber irgendwie war dieser Samstag anders als seine fünfzig Vorgänger in diesem Jahr. Ich nahm mir vor, nach den Besuchen, nicht sofort nach Hause zu fahren, sondern über den Mannemer Weihnachtsmarkt zu schlendern.

Es liegt wohl weniger an der Vorweihnachtszeit, sondern wahrscheinlich am nahen meines 60. Geburtstages, dass ich letzte Zeit mich immer bei nostalgischer Sentimentalität ertappe. Vor über 32 Jahren bin ich aus meiner Heimatstadt weggezogen, aber irgendwie fühle ich gerade in letzter Zeit eine starke Verbundenheit mit Plätzen dieser Stadt, die ich seit meiner Kindheit kenne. Und wenn ich den Mannemer Dialekt höre, dann fühle ich mich gleich heimisch, so wie ein zurückgekehrter verlorener Sohn. So war es auch am späten Nachmittag des letzten Samstag.

Der Weihnachtsmarkt erstreckt sich rund um den Wasserturm. Dieser Wasserturm ist ein Ort mit vielen Erlebnissen aus meiner Kindheit und Jugendzeit. Die beleuchteten Wasserspiele in der Sommerzeit, waren ein beliebtes Ziel von Spaziergängen mit den Eltern in Kindertagen. Das Beste daran war, die Wasserspiele begannen erst bei Einbruch der Dunkelheit was das Zu-Bett-Gehen hinauszögerte.
Auch zur Jugendzeit war der Wasserturm war unser Treffpunkt. Gerne ließen meine Freunde und ich an Sommertagen, den Blumenkindern gleich, unsere Füße in den Wasserbecken baumeln erfreuten uns am Nichtstun und träumten von San Francisco. Für aufgebrachten Spießbürger, die uns als Gammler beschimpften, hatten wir ein Lächeln und ein „Peace" auf Lager. Wir ließen uns nur durch die Ordnungskräfte der Polizei vertreiben, um aber immer aufs Neue an den Wasserturm zurückzukehren. Und jetzt an diesem Samstag kam ich, genau an diesen Platz, zum vorweihnachtlichen Budenzauber zurück.

JO geriet natürlich, wie sollte es anders sein, gleich zu Beginn in eine Horde junger Mädels, die Junggesellinnenabschied feierten. Natürlich küsste ich, unter stürmischen Applaus der Mädels, die Braut innig - (in meinem hohen Alter sollte man eben jede sich bietende Gelegenheit nutzen). Die zierliche Braut, jünger als meine Tochter, gestand mir, dass es „am achtundzwonsigschte Dezembär wärds ernscht". Worauf ich ihr riet „sich die gonze sach iwwer weunachde in aller ruh zu überlegä". Uuiiii und wie war der Glühwein lecker. Ehrlich, das war der beste Glühwein. den ich in diesem Jahr auf einem Weihnachtsmarkt getrunken habe. Und ich stand am Stand der „Mannheimer Adler" geduldig in der Schlange um ein Autogramm der Eishockeycracks mit Widmung für eine gute Freundin zu ergattern. Und ich traf Freunde und und und...

Um es auf Mannemerisch zu sagen: Ach war det scheee! Und das Schönste ist, ich bin bereits für den 23. Dezember wieder am gleichen Ort und an der gleichen Stelle zum Glühwein verabredet. Ach „mei Mannem", wie bist du mir sympathisch

14.12.2009 um 10:43 Uhr

JO's Küchentipp zum Fest

von: JOblogt

Weihnachtsgänse werden besonders knusprig,
wenn man sie, bevor sie in die Röhre geschoben werden, rupft.

13.12.2009 um 12:21 Uhr

Weihnachtsgeschenk für Münte?

von: JOblogt

 

..aber Eile ist geboten.
Michelle Schumann wird schließlich in zehn Jahren bereits 39.