JOblogt

31.12.2011 um 12:44 Uhr

Zwanzig Elf - was für ein Jahr!

von: JOblogt

Musik: Happy New Year

Zwanzig Elf neigt sich zu Ende. Überall Jahresrückblicke.
Da hat ein Jahresrückblick hier in meinem Blog gerade noch gefehlt:

Zwanzig Elf, was für ein verrücktes Jahr!
Die Merkelin mutiert zum Energiewendehals, Gurken und Sprossen zum Gesundheitsrisiko und das Europäische Haus zu einer einzigen Bankfiliale. Baron Karl-Theodor von und zu taucht wieder auf, ganz ohne Gel, ohne Brille und ohne Doktortitel. Warum hat Guttenberg erst so spät entdeckt hat, dass er ohne Brille besser sehen kann? Jedenfalls schreibt Gutti alles ab, nur nicht sich selbst und ist großzügig bereit, dem deutschen Volk zu vergeben. Die bayrische CSU bereitet unterdessen Guttenbergs Come-Back vor. Erstaunte Beobachter fragen: „Wenn Guttenberg Kanzler wird, gibt es dann Doktortitel für alle?"

Zwanzig Elf, was für ein krankes Jahr!
Burnout breitet sich immer mehr aus. Jetzt hat es auch die 60-Watt-Birne erwischt. Wir hatten nicht nur EHEC sondern sogar FDP. Was für ein Glück, dass die letztgenannte seit diesem Jahr offiziell vom Aussterben bedroht ist. Bei Rösler und Lindner ist der Lack ab. Brüderle dagegen war nie lackiert. Wenn Röslers-Reste-Truppe trotzdem von "modern" spricht, sollte man einfach die Betonung des Wortes ändern und schon stimmst.

Zwanzig Elf, was für ein widersprüchliches Jahr!
Die Bundesregierung richtet eine Aussteiger-Hotline für Extremisten ein, jedoch keine für Bänker. Der Stuttgarter Bahnhof wird vergraben, Stuttgart jedoch nicht. Geistliche durften im deutschen Parlament reden; in anderen Ländern finden wir das ganz schrecklich. Wenn eine Verkäuferin ein Stück Kuchen klaut, ist das Vertrauensbruch und ein Kündigungsgrund. Wenn ein Bundespräsident von Vergünstigungen der Wirtschaftbosse nicht genug kriegen kann und volles Rohr scheffelt  bleibt er im Amt und hat lebenslange Bezüge von rd. 20.000 Euro im Monat. Ob im neuen Jahr der Titel „Bundespräsident" durch „Misskreditbelasteter Gratisreisender mit Volksverarschungshintergrund" ersetzt wird, ist bisher ungeklärt.

Zwanzig Elf, was für ein Jahr der schlechten Nachrichten!
Kanada macht künftig sein Klima selbst. Unmittelbar nach der Weltklima-konferenz hat das Land seinen Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll angekündigt. Die Kanadier werden auch immer fauler. Statt Robbenbabys zu erschlagen, wollen sie sie jetzt ersäufen. Verlassen hat uns auch Eisbär Knut; als Todesursache wurde natürlicher Beerenauslese festgestellt. Alle, denen der niedliche Eisbär ans Herz gewachsen ist, sollten nicht länger um ihn trauern, Es gibt ein baldiges Wiedersehen. Die gute Nachricht lautet: Eisbär Knut ist bei der Neuverfilmung von „Dinner for one" mit dabei!

Zwanzig Elf,was für ein merkwürdiges Jahr!
Für Guido Westerwelle ist immer noch keine geeignete Endlagerstätte gefunden. Auch dafür, dass Jörg Kachelmann und Alice Schwarzer miteinander einvernehmlichen Oralsex hatten, mangelt es immer noch an Beweisen. Da erfreut man sich doch lieber am Elternglück von Carla Bruni und Nicolas Sarkozy. Ihr Kind ist wunderhübsch. Giulia hat die Augen von der Mutter; die Konfektionsgröße vom Vater.

In wenigen Stunden geht Zwanzig Elf zu Ende.
Aber das ist kein Grund für Panik. Es ist bereits eine Fortsetzung geplant. Ab Januar soll sie unter dem Titel „Zwanzig Zwölf" anlaufen und sogar einen Tag Überlänge haben. Wird diese Fortsetzung besser als das alte Jahr? In zwölf Monaten werden wir es wissen. Jedoch steht bereits heute fest: Wenn es stimmt, dass früher alles besser war, dann wird das nächste Jahr mit Sicherheit besser als 2013.


JO wünscht allen seinen geschätzten Leserinnen und Lesern ein gutes Zwanzig Zwölf. Dazu gehört natürlich eine feste Gesundheit. Aber Gesundheit allein reicht nicht aus. Das lehrt uns die Titanic, deren Untergang Zwanzig Zwölf sich zum hundertsten Male jährt. Die Passagiere an Bord der Titanic waren alle gesund, genützt hat es ihnen nichts. Deshalb wünsche ich Euch auch noch das notwendige Geschick beim Umsteuern von Klippen, die Euren Lebensweg kreuzen. Dazu noch eine ausreichende Portion Glück und Gelassenheit in allen Lebenslagen. Damit wir in zwölf Monaten alle sagen können:

Zwanzig Zwölf, was für ein geiles Jahr!

Einen Guten Rutsch, lasst es krachen und habt Euch lieb!
Wir lesen uns wieder in Zwanzig Zwölf

30.12.2011 um 13:14 Uhr

Wechsel zum Jahresende lohnt sich

von: JOblogt

Jedes Jahr zum Jahreswechsel:
Unzählige Anzeigen in den Printmedien, Spots im TV und Werbung im Internet mit dem Hinweis, dass man die Autoversicherung wechseln kann.

Warum eigentlich gibt es nie Hinweise zum Unterhosenwechsel?
Auch ein Unterhosenwechsel zum Jahresende kann sich lohnen!

29.12.2011 um 11:49 Uhr

Hier und Heute

von: JOblogt

Die Zeit zwischen den Jahren fordert zum Nachdenken heraus. Heute Morgen, nach dem Frühstück hab ich in meine halbleere Kaffeetasse gestarrt und über das „Hier und Heute" sinniert. Viele offene Fragen und kein abschließendes Ergebnis.

Wenn das „Hier" heute ist, muss es doch gestern, ganz woanders gewesen sein. Aber vor allen Dingen, wo ist das verdammte „Hier" dann Morgen und Übermorgen? Fest steht nur: Übermorgen ist Morgen Schnee von gestern und Gestern war heute Schnee von Morgen. Aber warum liegt seit Tagen hier kein Schnee? Unbestritten ist auch: Gestern war heute noch Zukunft. Ungeklärt jedoch bleibt die Frage was kommt eigentlich nach der Zukunft? Sie rückt offensichtlich immer näher heran, die Zukunft. Wann endlich wird ein Expertengremium zusammengestellt um sich mit diesen Problematiken zu befassen?

28.12.2011 um 15:03 Uhr

Doofe Weihnachtsgeschenke

von: JOblogt

Der Dezember in diesem Jahr: Gerade ist Weihnachten vorbei, da steht schon wieder dieses Silvester vor der Tür. Da bleibt kaum Zeit sich über unnütze Weihnachtsgeschenke fertig zu ärgern. Jetzt wirds bereits höchste Zeit sich von ihnen zu trennen.
Dazu muss man sich nicht mit anderen Umtauschwütigen durch Kaufhäuser drängeln oder eine umständliche ebay-Auktion mit ungewissen Ausgang starten.
   JO rät:
Doofe Geschenke einfach zu Silvester ins Raclettepfännchen legen.
Alles wird besser, wenn es mit Käse überbacken ist.

27.12.2011 um 14:04 Uhr

Auch das war Weihnachten 2011

von: JOblogt

Ein in einem prunkvollen römischen Palast wohnender Mann kritisiert, nachdem ihm seine Diener ins goldenem Gewand geholfen haben, den Weihnachtskommerz und predigt vor aller Welt gegen den sündhaften Luxus.
Er fordert uns auf, zu Weihnachten auch an die Menschen zu denken, die weniger haben als wir. Ich allerdings weigere mich, an die zu denken die weniger Anstand, weniger Skrupel und weniger Geldsorgen haben. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

26.12.2011 um 14:23 Uhr

Märchenhafte Weihnachten

von: JOblogt

Musik: Salome, schönste Blume des Morgenlands...

Jetzt ist die Zeit, wo man an kalten Winterabenden es sich gerne im Sessel gemütlich macht um bei Weihnachtsgebäck und Punsch seinen Lieben aus alten Märchenbüchern vorzulesen.
Als nachträgliches Weihnachtsgeschenk heute für meine geschätzten Leserinnen und Leser ein Märchen aus 1001 Acht:

„88888888888888888888888888888888888888888888888888
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888888888888888888888888888888
88888888888888888888888888888888888888888888888888
88888888."

Anmerkung:
Aus Jugendschutzgründen musste die euch sicher gut bekannte Stelle, die beschreibt, wie die geheimnisvolle Prinzessin sich nackt auf ihrem Bett räkelt und danach den gut gewachsenen Prinzen oral verführt, geschwärzt werden. Ich bitte um Verständnis.

26.12.2011 um 12:25 Uhr

Schal und Rauch

von: JOblogt

Musik: Heut geh ich ins Maxim...

Tausende in Deutschland haben am Heiligen Abend einen hellen Lichtschweif am Himmel gesichtet. War es der Weihnachtsmann? War es eine Sternschnuppe? Nein! Es war auch keine Raketenstufe. die verglüht ist. Es war Johannes Heesters der mit Gewalt hier abgeholt werden musste. Der greise Charmeur verließ uns mit Schal und Rauch nicht ohne zu hinterlassen, dass wir die Finger von seinen Damen Lolo, Dodo, Joujou, Clocio, Margot und Froufrou lassen sollen.

Dabei hat der gute Jopi vor einem Jahr, an seinem 107. Geburtstag aus Liebe zu seiner Gattin das Rauchen aufgegeben. Hätte er nicht mit dem Rauchen aufgehört, wäre er bestimmt 110 Jahre alt geworden. Jetzt liegt es an Alt-Kanzler Helmut Schmidt in 15 Jahren den Altersrekord von Heesters zu knacken.

22.12.2011 um 17:34 Uhr

Frohe Festtage!

von: JOblogt

Die bittere Wahrheit ist: Gegen Weihnachten gibt's nichts von Ratiopharm. Deshalb überlegte ich zunächst, ob es nicht besser wäre, Weihnachten dieses Jahr einfach auszulassen und dafür die Sommerferien vorzuziehen. Denn es stehen Tage bevor, die mir, wie vielen von Euch, Einiges, auch an Geduld und Nachsicht, abverlangen werden.

Zunächst gilt es „familiäre Erwartungen" zu erfüllen. Aber es stehen auch traditionelle Treffen mit guten Freunden auf dem Programm, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Auf diese Termine freue ich mich natürlich besonders. Und schließlich wartet als Belohnung, zum Ende des Weihnachtsfestes, am zweiten Feiertag der geliebte Sessel in meinem Wohnzimmer, der Rotweinvorrat im Keller und der Whisky im Schrank auf mich, um in aller Stille ohne Hektik mit mir gemeinsam besinnlich die Festtage zu beschließen.

Deshalb verkündige ich Euch eine frohe Botschaft:

JO hat sich mit dem Christkind geeinigt,
wir ziehen das jetzt mit dem Weihnachtsfest gemeinsam durch.
Frohe Weihnachten, singen wir's hinter uns!

Allen meinen treuen Leserinnen und Leser wünsche ich frohe Festtage. Gebt Kummer und Streit über die Feiertage keine Chance!
Möge keiner von Euch beim Fest der Liebe alleine sein.
Mögen eure Wünsche sich erfüllen und euch frohe Festtage bescheren. Und vor allen Dingen: Habt Euch lieb!

22.12.2011 um 15:18 Uhr

Berlin ist nicht Bethlehem

von: JOblogt

Eine Nachricht, die mir in der Vorweihnachtszeit einfach nicht aus dem Kopf gehen will:

Die Bundesregierung lässt zusammen mit den Ländern Berlin und Brandenburg im neuen Berliner Großflughafen "Willy Brandt" einen Abschiebeknast errichten. Obwohl bisher jährlich weniger als zehn Asylbewerber, darunter Folteropfer und vergewaltigte Frauen per Flug-zeug nach Berlin kamen, wird der Knast 30 Plätze haben. Selbst Kinder sowie alleinreisende minderjährige Flüchtlinge sollen hier eingesperrt werden und von der privaten Wachschutzfirma B.O.S.S. „sozial" betreut werden.

Was hat das Jesuskind doch für ein Dussel gehabt, dass Maria und Josef in Bethlehem und nicht in Berlin gelandet sind. Jedenfalls wünsche ich mir zu Weihnachten eine neue, humanere Welt. Die jetzige ist oft schwer zu verstehen, hat zu viele Mängel und eine Gebrauchsanweisung fehlt auch.

21.12.2011 um 13:38 Uhr

Weihnachtsansprache

von: JOblogt

Wir brauchen keine Adventskalender. Wir haben Christian Wulff. Er ist wie ein Adventskalender. Jeden Tag eine neue Überraschung. Viele fragen sich jetzt, kommt zu Weihnachten die ganz große Überraschung? Jedenfalls lässt der Bundespräsident nicht unversucht, um die Einschalt-quote seiner Weihnachtsansprache zu pushen?

Mit großer Spannung wartet man in Deutschland auf dieses mediale Ereignis, das die ARD am 1. Weihnachtsfeiertag um 20.10 Uhr sendet. Wird Christian Wullf dem Volk erklären, dass er den Privatkredit von Geerkens nur genommen hat, um die Macht der Banken zu brechen? Wird die Weihnachtsansprache durch Werbespots des Finanzdienstleisters awd unterbrochen? Wird Wulff die diesjährige Weihnachtsansprache von seinen Anwälten verlesen lassen? Oder wird er ganz auf eine Weihnachts-ansprache verzichten und stattdessen Urlaubsfilme über seine Ferien bei den Maschmeyers und den Geerkens zeigen?

Selbst gewöhnlich gut unterrichtete Kreise wissen keine Antwort auf diese Fragen und stochern im Nebel. Nur ein klitzekleines Detail ist bisher durch-gesickert. Bettina Wulff wird zu Weihnachten in die Rolle der Miss Kredit schlüpfen und ihrem Gatten zur Seite stehen.

20.12.2011 um 18:48 Uhr

Reiche Freunde

von: JOblogt

   Die aktuelle Sixt-Werbung ist ein Brüller!

20.12.2011 um 14:14 Uhr

24 Türchen in 20 Tagen

von: JOblogt

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, sollte in diesem Jahr ein Adventskalender mit Schokoladeüberraschungen mir die Vorweihnachts-zeit versüßen. Heute nach dem Frühstück hab ich das zwanzigste Türchen meines Adventskalenders geöffnet und das Schoko-Plätzchen, wie jeden Tag, ruckzuck vernascht. Dann ist es, wie aus heiterem Himmel über mich gekommen. Ich konnte mich nicht bremsen und musste, einem inneren Zwang folgend, auch noch die restlichen vier Türchen öffnen. In Null- Komma-Nix waren auch die letzten vier Schokoplätzchen verputzt. Jedenfalls ist nach meinem Adventskalender jetzt Weihnachten vorbei.

Immerhin hielt der Schoko-Adventskalender zwanzig Tage! Furchtlose Selbstversuche in den Vorjahren haben eindeutig nachgewiesen, dass die von mir bevorzugten Modelle mit Bier oder Klein-Spirituosen „inside" nie bis zum 20. Dezember überlebensfähig sind.

Außerdem hat mich diese Adventszeit noch um eine weitere Erfahrung reicher gemacht.

Merke: In gekauften Adventskalender ist hinter den Türchen immer zu wenig Schokolade versteckt.

Jetzt überlege ich, wie dieser Mangel in 2012 beseitigt werden kann. Soll ich mir nächstes Jahr einfach 24 Adventskalender kaufen? Oder ist es günstiger, gleich einen eigenen Adventskalender zu basteln? Das dürfte nicht allzu schwierig sein. Man kann doch 24 Tafeln Schokolade übereinanderlegen und jeden Tag eine vom Stapel nehmen. Jedoch befürchte ich, dass ich dann auch noch einen Gürtel mit 24 Löchern brauche.

Soll ich deshalb ganz auf diese Adventskalender, die nur unnötige Zusatzkalorien beherbergen, verzichten? Vielleicht mal etwas Erotisches hinter jedem Türchen? *hmmmmmm* Dann kommt der Weihnachtsmann möglicherweise schon vor dem Vierungzwanzigsten.

                                                   Beschäftigt

19.12.2011 um 17:21 Uhr

Vorfreude auf Weihnachten

von: JOblogt

Dieses Weihnachten bekomme ich sicher ganz viele Geschenke.
Ich war nämlich artig!
Mal bösartig, mal abartig, mal andersartig, mal unartig, mal einzigartig und gelegentlich eigenartig.
Ist das nicht großartig?

18.12.2011 um 18:08 Uhr

Wirbel um Wulff

von: JOblogt

Also, wenn ihr mich fragt, ich finde den Kredit, den Christian Wullf erhalten hat, gar nicht so schlecht. Wir hätten doch sonst alle vergessen, dass wir einen Bundespräsidenten haben.

Im Grunde hat Wulff doch gar nicht getäuscht oder getrickst. Er hat nur wegen der Mehrfachbelastung als junger Familienvater den Überblick über die Geldquellen verloren. Schließlich hat Angela Merkel den Wulff nicht als Heiligen, sondern als Bundespräsident eingestellt.

Und wenn man bedenkt, dass Helmut Kohl ungeschoren Straftaten begehen konnte, verstehe ich die Aufregung um Wulff nicht wirklich. Glücklicherweise haben sich heute Koalitionspolitiker demonstrativ hinter Wulff gestellt. Das sollte uns alle beruhigen, denn dass hat auch schon bei Karl-Theodor zu Guttenberg prima funktioniert.

18.12.2011 um 14:13 Uhr

Traumhaft

von: JOblogt

Sogar in meinen Träumen verfolgt mich der Adventskalender.
Heute Nacht hab ich doch tatsächlich von Adventskalendern geträumt.
Jetzt weiß ich, irgendwann gibt es einen perfekten Adventskalender für mich. Der Kalender hat 31 Türchen!

Aber was dahinter auf mich wartet, das verrate ich euch net.Sonstige
Neeee ganz sicher net!

17.12.2011 um 11:10 Uhr

Das 17. Türchen

von: JOblogt

Musik: ooooooh what a night

Tief Joachim hat meinen Adventskalender nicht verweht. So konnte ich heute Morgen das 17. Türchen öffnen.
Wieder nur Schokolade! Traurig 
Unpassend!
Mein sehnlichster Wunsch wäre gerade ein Adventskalender, bei dem, hinter Türchen Nummer 17, eine Kopfschmerztablette verborgen ist.

15.12.2011 um 15:43 Uhr

Die Erkenntnisse einer 65minütigen S-Bahn Fahrt

von: JOblogt

Musik: Out of Time

Wie ich schon an anderer Stelle berichtete, war ich am Wochenende auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt. Da der Genuss von alkoholischen Heiß-getränken die Benutzung eines Autos als Transportmittel ausschließt fuhr ich mit der S-Bahn. Eine Fahrzeit von insgesamt 65 Minuten mit nur einem Umstieg ist jedenfalls besser, als auf dem Weihnachtsmarkt nur Kinder-punsch zu trinken.

Die Anreise am frühen Nachmittag war ohne besondere Vorkommnisse. Einzig erwähnenswert die Durchsage, als der Zug in die rheinland-pfälzische Metropole einfuhr: "Wir erreichen jetzt Mainz-Hauptbahnhof. Dies ist die Endstation, wir bitten Sie auszusteigen. Hier haben Sie Anschluss an Züge des Fern- und Regionalverkehrs." Wer hätte das gedacht. Mainz ist nicht das Ende! Es gibt noch Anschlusszüge mit denen man die Landeshauptstadt wieder verlassen kann.

Als ich dann gegen 22:30 Uhr die Rückreise antrat, wurde mir nach und nach deutlich: JO,du wirst alt! Was war geschehen? Für die Rückfahrt hab ich den Zug erwischt, mit dem die Party-Generation ins Rhein-Main-Gebiet aufbrach um die Nacht zum Tag zu machen, Ich dagegen war nach reichlichem Glühweingenuss müde und hatte nur ein Ziel: Nach Hause! Während meine Mitreisenden debattierten, welcher Club der Angesag-teste für diese Nacht ist und mich mit Locations und Bandnamen konfrontierten, die ich noch nie gehört hatte.

Erschwerend kam hinzu, ich hatte mir kurz vor der Abfahrt am Bahnhofs-kiosk noch eine Zeitung gekauft, um die Zeit der Rückreise irgendwie totzuschlagen. Hätte ich lieber nicht tun sollen, den dadurch wurde der Altersunterschied zwischen mir und den Mitreisenden noch mehr unterstrichen. Während ich in meiner Zeitung blätterte, zückten die ihre Smartphones und begannen mit Wischbewegungen auf dem Display nach Infos zu suchen. Was für ein Gegensatz. Ich nutze ein analoges Medium während die Generation nach mir multimedial unterwegs ist. Ich spürte, wir ich als Medien-Dino mitleidige Blicke erntete. Spontan entschloss ich, mein Uralt-Handy auf keinen Fall aus der Jackentasche zu ziehen, noch mehr mitleidige Blicke - Nein Danke.

Kurzfristig wurde meine Stimmung etwas aufgehellt. Die junge Allein-reisende, die mir direkt gegenüber saß und die, die ganze Fahrzeit damit verbrachte ihr Make-Up zu perfektionierten überrascht mich mit einem Lächeln und der Frage, ob ihr Schminkergebnis vorzeigbar wäre. Aber ich denke, das tat sie nur aus Mitleid. Denn noch bevor ich dazu kam ihre Frage zu beantworten und den Gesprächsfaden aufzugreifen, klingelte ihr Smartphone. Den Anrufer begrüßte sie mit den Worten „Schatz, ich bin gleich da. Ich freu mich auf Dich."

Die ganze Überlegenheit der Smartphone Generation zeigte sich dann beim Umsteigen im Frankfurter Hauptbahnhof. Während ich zur nächsten Infotafel schlich um das Gleis zu erfahren, auf dem die S-Bahn zu meiner Weiterfahrt ankommt, saßen die Smartphone Nutzer schon längst in den Zügen ihrer Wahl. Das geht, wie ich jetzt erfahren habe, dank eines QR-Codes auf dem Ticketautomaten. Jedenfalls war meine S-Bahn war bereits abgefahren, als ich endlich auf dem Gleis ankam. Ich stand gegen Mitternacht, gefühlte unendliche 30 Minuten auf dem Frankfurter Haupt-bahnhof und summte leise vor mich hin: „baby, you're out of time...". Ja, das ist der Sound meines Lebens. Der Stones Titel aus dem Jahre 1965 geht mir seither nicht mehr aus dem Kopf. Da ich auch noch Schütze bin, hab ich seit gestern ähnliche Empfindungen, wie sie das Feuerkind in ihrem letzten Blogbeitrag unter dem Titel „Geburtstagsbedingte Endzeit-stimmung" beschrieben hat.

14.12.2011 um 14:31 Uhr

Rücktritt(e)

von: JOblogt

Bundespräser Christian Wulff ist ein echter Schnäppchenjäger. Während seiner Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident hat er der Ehefrau des Osnabrücker Unternehmers Egon Geerkens einen Kredit über 500.000 € zu einem Zinssatz von vier Prozent aus dem Kreuz geleiert. In Berlin fragen jetzt viele „Wieso ist dieser Mann noch Bundespräsident? Solche Leute braucht man doch als Finanzminister!!!"

Pikant wird die Geschichte indessen vor dem Hintergrund einer parlamentarischen Anfrage. Im Februar 2010 hatte sich die Grünen im niedersächsischen Landtag nach den Beziehungen zwischen Wullf und Geerkens erkundigt, da die Wullfs ihren Weihnachtsurlaub bei den Geerkens in Florida verbracht haben. Und schließlich stellt sich die Frage, gibt es einen Zusammenhang mit den drei Auslandsreisen zu denen Wullf den Unternehmer als Mitglied seiner Wirtschaftsdelegationen 2010 mitnahm, obwohl dieser bereits als Rentner in der Schweiz lebte.

Damals und heute ließ Wulff erklären „Zwischen Ministerpräsident Wulff und den in der Anfrage genannten Personen und Gesellschaften hat es in den letzten zehn Jahren keine geschäftlichen Beziehungen gegeben." Korrekt, eine halbe Million zu 4 Prozent, ohne Absicherung einer Hypothek im Grundbuch, ist kein Geschäft, eher ein Schnäppchen.

Noch schweigt der Bundespräsident zu den Vorgängen. Wie gut unterrichtete Kreise wissen wollen, werden wir bald erfahren, der Kredit war eine Dummheit und von Wulff nicht bewusst aufgenommen. Eigentlich wollte Wulff das Geld leihen, es Karl-Theodor zu Guttenberg zum Kopieren geben und gleich wieder zurückzahlen. Aber Guttenberg saß damals noch an seiner Doktorarbeit.

Gerade als die Nachricht die Runde machte, dass das ZDF heute Abend eine Sondersendung „Rettet die halbe Million" mit dem Bundesprä-sidenten plant, wurde bekannt, Christian Lindner ist Telefonjoker zurückgetreten. Damit hat er Wulff vorläufig aus der Schusslinie genommen. Alle Medien stürzen sich auf die kleine Splitterpartei und den gelebten Generationswechsel. Wie zu hören war, sollen die Oldies in der FDP die gescheiterte Boygroup ablösen. Ganz am Ende muss wohl doch noch mal Jopi Heesters ran.

13.12.2011 um 16:38 Uhr

Ein Bock wird Gärtner

von: JOblogt

Es ist schön wenn man gute Freunde hat. Schön ist auch, wenn diese Freunde dir Hinweise geben, über welchen aktuellen Vorfall, du dich in deinem nächsten Blogbeitrag auslassen sollst. So passiert das mir immer wieder und dafür bin ich immer sehr dankbar.

Gestern zum Beispiel fand ich in meinem Mailfach gleich zwei Mitteilungen, die mich darauf aufmerksam machten, dass das Job-Wunder jetzt auch bei den gelfreien Geringqualifizierten ohne Promotion angekommen ist. Mein Blogbeitrag dazu wurde schmerzlich vermisst wird.

Was ist geschehen? Karl-Theodor zu Guttenberg wurde neuer Berater der EU-Kommission. Guttenbergs Schwerpunkt soll Internetfreiheit für Nutzer in autoritären Regimes sein. Deshalb verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Mit autoritären Regimes kennt sich Karl-Theodor als Mitglied der bayrischen CSU doch bestens aus. Kein Grund also, um sich hier über den blaublütigen Hochstapler auszulassen.

Ich jedenfalls warte erst einmal ab bis der Papst als Verkaufsberater bei Beate Uhse einstiegt, bis Rainer Calmund zum Chef der Welthungerhilfe gewählt oder bis ein Neonazi von der sächsischen Landesregierung zum Ausländerbeauftragten berufen wird. Liebe Freunde, ich bitte bei diesen oder bei gleichgelagerten Fällen um Euere geschätzten sachdienlichen Hinweise.

12.12.2011 um 17:09 Uhr

Mein geheimnisvoller Adventskalender

von: JOblogt

Auf meinen Adventskalender sind jetzt zwölf Türchen geöffnet. Als ich den Kalender heute Nachmittag so betrachtete fiel mir auf: Zählt man die Zahlen der noch geschlossenen Adventskalendertürchen zusammen ist genau in 222 Tagen Weihnachten. Da stimmt doch was nicht?