Südamerika-News von Jakob

08.04.2005 um 13:02 Uhr

27 Grad, Sonne, vereinzelt Wolken - Quito!

von: JaMue

Musik: ecuadorianische Weisen schallen aus dem Radio im Netcafe

Mein Flug nach Quito war relativ entspannt. Donnerstag morgens um 6 noch mit meinem Kollegen Markus auf dem Leipziger Flughafen eine Cola getrunken, dann gehts los. Der Flug nach Frankfurt laeuft ohne Probleme. In Frankfurt habe ich 2 Stunden Aufenthalt. Hier ergibt sich der erste Kontakt. Ich komme beim Warten mit einem Iraner ins Gespraech, der in den USA lebt. Er kommt gerade aus Teheran und ist auf der Weiterreise nach Phoenix, Arizona. Eine Viertelsstunde und einen Kaffee spaeter hab ich auch schon die erste Einladung im Gepaeck - leider in der falschen Richtung - aber vielleicht brauch ich sie ja spaeter mal. Ausserdem sagt Dr. G (so nennen hin wohl alle in den USA, weil sich keiner seinen iranischen Namen merken kann) sei er viel unterwegs und moeglicherweise verschlaegt es ihn dieses Jahr noch nach Suedamerika.

Von Frankfurt geht es planmaessig los - die Stewardessen und Stewards sind bester Laune, weil das Flugzeug nicht mal zur Haelfte besetzt ist. Das kommt auch mir gelegen, weil ich so in den Genuss komme, nicht nur am Notausgang sowieso Beinfreiheit ohne Ende zu haben, sondern weil ich mich extra noch ueber den Nachbarsitz ausstrecken kann. Es wird einer der entspanntesten Langstreckenfluege, die ich je gemacht habe. Gegen 14 Uhr Ortszeit lande ich in Caracas, Venezuela. Hier soll ich mich jetzt 6 Stunden im Transfair-Bereich aufhalten - einer der spektakulaersten Bereiche ueberhaupt, in dem es nichts als drei Laeden, zwei Cafes und viele unbequeme Sitze zum Warten gibt. Um meine Langeweile zu ueberbruecken durchmesse ich bestimmt zehn Mal den gesamten Bereich zu Fuss - aber die Zeit will nicht so recht vergehen. 19 Uhr ist das Boarding fuer Quito angekuendigt und als ob ich noch nicht genug auf diesem Flughafen gewartet haette - verschiebt sich das um geschlagene zwei Stunden. Warum - kann mir leider keiner sagen, weil keiner der Flughafenangestellten oder der Airline-Freunde auch nur ein weiteres Wort Englisch als "Don't understand!" sagen kann. Naja, irgendwann gegen zehn duerfen wir dann ins Flugzeug und es geht los in Richtung Quito. Ich schlafe fast die ganze Zeit, was es ein wenig angenehmer macht. Kurz vor 2 Uhr Ortszeit lande ich in Quito. Die Grenzkontrolle und der Zoll sind bereits nach fuenf Minuten durchlaufen und ich komme in den Wartebereich. Dort irgendwo soll Diego stehen, der Direktor meiner Sprachschule, der mir versprochen hat, mich abzuholen. Ja! Er ist da und hat ein Schild mit meinem Namen in der Hand. Nach einer kurzen Begruessung (ich bin inzwischen dank meiner Muedigkeit so Wortkarg, wie selten) fahren wir nach Quito rein zu meinem Apartment. Ich wohne an einem Berg ueber der Altstadt und habe einen phantastischen Blick auf die Basilica-Kirche (siehe Bild)

La Basilica in Quito Pichincha Ecuador

Diego wohnt zwei Etagen ueber mir und bietet mir an, am naechsten Morgen, wann auch immer ich aufwachen moege, in seiner Wohnung zu fruehstuecken. Das Angebot nahm ich heute Morgen gern an. Seine Haushaelterin kochte mir einen schmackhaften Kaffee, stellte mir frische Broetchen hin und presste mir ein Glas frischen Papaya-Saft - ja, Freunde, so laesst es sich leben. Und das Beste ist: Sie spricht auch Englisch, wir mussten uns also nicht die ganze Zeit anschweigen ;-)

Heute Nachmittag will mir Diego die Altsstadt zeigen und ich bin schon sehr gespannt - immerhin gehoert die Altstadt zum UNESCO-Welterbe.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. DerAndre schreibt am 09.04.2005 um 00:14 Uhr:27 Grad... Zum neidisch werden...

    Hier soll es morgen wieder Neuschnee geben. Na mal sehen. Die Schneeschaufel steht jedenfalls schon bereit!

    Aber nun nach Quito: Schön, dass du gut angekommen bist, Jakob!!!

    Und: Schön, dass es schon den ersten Bericht gab.

    Grütings nach Equador vom Andre
  2. Deef schreibt am 11.04.2005 um 12:39 Uhr:Zitat: \"ecuadorianische Weisen schallen aus dem Radio im Netcafe\"



    Servus Jakob,



    guter Anfang. Jetzt verbann noch den letzten Gedanken an RADIO aus Deinen Synapsen und Du erlebst die totale Entspannung. Und wenn Du soweit bist, gib uns puren Gonzo-Journalismus! ;-)



    Viele Grüße, Deef



    PS: Die haben da unten schon Radios?!!!

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