Heisse Quellen, gruene Taeler, aktive Vulkane - Baños!
Stimmung: Sonne scheint.
Musik: Radio plaerrt - mehr Geplapper als Musik....
Am Wochenende habe ich mich mal einem entspannten Schulausflug angeschlossen - es sollte nach Baños gehen, ein Ort der so oder so noch auf meiner Aufgabenliste stand. Baños ist eine Kleinstadt circa 4 Busstunden von Quito entfernt, im Sueden zwischen Anden und Dschungel. Das Klima in der Kleinstadt ist das ganze Jahr ueber angenehm warm und die Thermalquellen sorgen dafuer, dass sich das Staedchen (8 Kilometer vom Tungurahua-Vulkan enfernt) sich zu einem beliebten Touristenstaedtchen vor allem auch unter Ecuatorianern gemausert hat. Einziges Problem: Der Tungurahua ist in Ecuador so ziemlich der aktivste Vulkan, hat zuletzt 1998 ordentlich Lava und Asche gsepuckt, so dass Baños grundsaetzlich in der Gefahrenzone liegt. Einige Strassen sind seit der letzten Erruption noch immer gesperrt, die Besteigung des Tungurahua ist nach wie vor verboten und so ziemlich die ganze Zeit ueber steigen kleine Rauchwolken aus dem Krater auf.
Aber zurueck zu unserem Trip. Wir sind am Samstag Morgen mit dem Bus in Quito gestartet und waren demzufolge gegen Mittag in Baños angekommen. Ingesamt hatten sich neun Leute aufgemacht:
(Photo: Barbara Schneider)
(v.l.n.r. Sean (USA), Ana (New Zealand), Loagan (USA), Kyla (USA), Jakob (GER), Merydith (USA))
Nicht auf dem Photo ist unser Schulchef Diego und Barbara, die das Photo freundlicherweise geschossen hat.
Nachdem wir uns mit mehreren Riesen-Pizzen gestaerkt hatten, sind wir losgezogen, eine kleine Wanderung zur Jungfrau von Baños zu machen. Das ist eine Statue, die oberhalb der Stadt am Berg klemmt und eine herrliche Aussicht ueber das Tal bietet.
(Photo: Jakob Mueller)
Am Abend gings dann in die Thermalquellen. 2 Stunden liessen wir uns von heissem Wasser umspuelen, immer im Wechsel mit einer eiskalten Dusche, die aus dem Gebirgsbach gespeist wurde - was ne Kombi, da freut sich der Kreislauf. Allerdings waren nach den Quellen alle so platt, dass keiner mehr so richtig Lust hatte, am Abend noch Party zu machen. Sean, Diego und ich mussten uns also allein auf den Weg machen und suchtenn uns noch eine nette Bar, in der wir dann noch den Tag mit dem ein oder anderen Pilsener beschlossen.
Am Sonntag stand Mountainbiking auf dem Programm. Naja, Mountainbiking sollte es nicht werden, dafuer aber ein netter Radlausflug, der uns nur bergab nach Rio Verde fuehrte.
(Photo: Jakob Mueller)
Auf der Tour ging es aber durch ein traumhaft gruenes Tal, der Fluss, der hier ganze Arbeit geleistet hat, gilt als nicht gerade sauber, aber die Landschaft ist herrlich. Der Fluss wird hier natuerlich auch als Energieliferant genutzt - bei der Gewalt verstaendlich!
(Photo: Jakob Mueller)
In Rio Verde selbst gibt es ganz spektakulaere Wasserfaelle, die man mit einem halbstuendigen Spaziergang erlaufen kann - klar dass wir das mit ins Programm genommen haben. Nach einem Almuerzo (Mittaggsessen) gings dann mit einem Pickup zurueck nach Baños - einigen Kollegen konnte man die Strecke bergauf leider nicht zumuten.
(Photo: Jakob Mueller)
Kyla, Diego und Sean auf dem Pickup
Zurueck in Baños blieb leider nur noch Zeit fuer ein Eis oder wahlweise ein Milchshake und dann mussten wir schon wieder zum Busbahnhof. Auf der Rueckfahrt belohnte uns das herrliche Wetter mit atemberaubenden Blicken zunaechst auf den qualmenden Tungurahua und spaeter zeigte sich auch noch der Cotopaxis in seiner vollen Pracht. Grandios!
Heute Nacht hat in Ecuador uebrigens mal wieder die Erde gewackelt - das ist bei den vielen Vulkanen hier ziemlich normal. Vor vier Wochen hatten wir das schon mal, da hatte ich das wenigstens auch bemerkt. Von unserem kleinen Beben diese Nacht musste ich mir leider heute morgen erzaehlen lassen - ich hab die ganze Nacht seelig geschlafen, ohne auch nur ein einziges Zittern mitzubekommen. Naja, das Fernsehen hatte damit wieder ein Thema fuer die Fruehnachrichten - da ist doch allen geholfen. Ich weiss ja, wie das ist. 
