Südamerika-News von Jakob

22.06.2005 um 15:20 Uhr

Incazauber und eine feine Wanderung

von: JaMue

Stimmung: keine Klagen

Gestern abend bin ich mit Erin, Jeff und Alain nach Vilcambamba gefahren, weil wir ueber ein altes Incaritual gehoert hatten, dass immer zu Vollmond vollzogen wird. Es ist eine Art Ritual um den Koerper zu reinigen und Mutter Erde um neue Energien zu bitten. Klang also strange genug fuer uns, uns den Budenzauber mal anzuschauen. Gegen sieben waren wir im Garten eines Hotels und standen um ein Lagerfeuer. Worum es eigentlich genau gehen sollte, wussten wir noch nicht so richtigm nur dass es eine Art Sauna wird. Im Feuer lagerten eine ganze Menge grosser Steine die spaeter den Erdtempel, ein Rundkuppelzelt in dem rund 40 Leute Platz haben, waermen sollten. Nach einer halben Stunde hatten sich alle bis auf wenige Fetzen entkleidet und es ging rein in den "Tempel". Auf allen Vieren musste man durch die kleine Oeffnung kriechen, "um den Kontakt zu Mutter Erde zu haben". Nach dem alle (rund 30) in dem Zelt waren, reichten einige Helfer gluehende Steine hinein, die in eine Oeffnung in der Mitte gelegt wurden. Ein Schamane bestreute jeden einzelnen Stein mit Kraeutern, die sich sogleich in Dampf aufloesten. Nachdem sieben Steine im Zelt waren, kam noch ein Eimer Wasser und eine Trommel mit hinein. Dann wurde das Zelt von aussen geschlossen und es war stockdunkel. Der Schamane begann Mutter Erde fuer dies und das zu danken und um neue Energien (keine Erneuerbaren) zu bitten. Mit jeder BItte goss er ein wenig Wasser auf die Steine und es wurde zunehmd heisser. Nachdem das ganze Zelt nur noch eine Sauna war, begannen die Jungs Dankeslieder zu trommeln und zu singen. Nach einer viertel Stunde ging es in die naechste Runde - neue sieben Steine, neues Wasser, neue Kraeuter und so weiter. Das Ganze wiederholte sich 4 Mal, bis der Koerper nun von allen "boesen Energien" befreit sein sollte. Insgesamt dauerte die Zeremonie wohl eine gute Stunde. Total verschwitzt sind wir wieder aus dem Zelt gekrabbelt, haben ne kalte Dusche im Garten genossen und sind zurueck zu unserem Hostel gezogen. Dort war ein feiner Lagerfeuerabend angesagt.

Heute morgen gings dann fuer uns vier ein bissl frueheres aufstehen angesagt, wir wollten eine runde Wandern gehen.

(Photo: Jakob Mueller)

Mandango, der Hausberg, stand auf dem Programm. Insgesamt eine vier Stunden Tour mit Atmenberaubenden Blicken, mitten ueber den Kamm einer Bergkette hier - wunderbar.

(Photo: Jakob Mueller)

Das Team - Erin, Jakob, Jeff und Eleigh

(Photo: Jakob Mueller und der Selbstausloeser)

Der Weg

(Photo: Eleigh)

Scharfer Kammtrek - der Weg kaum breiter als die Fuesse

(Photo: Eleigh)

Pick-Up-Ride ins Hostal

Leider kann ich hier in Vilcabamba keine Fotos ins Internet setzen, weil die USB-Connection nicht funktioniert. Werde das also vielleicht in Loja oder in Peru nachholen - versprochen. Es gibt dann nen gesonderten Hinweis. Soweit erstmal aus der relaxtesten Stadt Ecuadors, Vilcabamba.


Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.