Nach der Reise ist vor der Reise

31.05.2006 um 20:20 Uhr

montpellier

von: JaMue

Stimmung: Vorfreude - schönste....
Musik: Sting - Desert Rose.

Endlich wird aus dem "Nach der Reise ist vor der Reise" wieder ein "auf der Reise". Morgen früh gehts los, von Köln aus nach Hahn und dann mit dem Flieger runter ans Mittelmeer. Und dann? Eine Woche Mittelmeer und Südfrankreich genießen. Und: Fotomarathon.



So, jetzt noch fix den Rucksack gestopft, die Kameraausrüstung überprüft, und dann: Los!
Schöne Pfingsten!

27.05.2006 um 18:34 Uhr

alltag im callcenter II

von: JaMue

Stimmung: müde
Musik: keine

Studie zum Nahverkehr in Bremen/Niedersachsen:

Part One
Interviewer: "Welche Fahrkartentypen nutzen Sie hauptsächlich, wenn sie den Nahverkehr  nutzen?"

Kunde: "Keine! Ich fahre schwarz!"

Interviewer: "???...."



Part Two

Interviewer: "Welche Fahrkartentypen nutzen Sie hauptsächlich, wenn sie den Nahverkehr  nutzen?"

Kunde: "Ich hab da so'n Schwerbehindertenausweis..."

Interviewer: "Ah ja, den haben wir auch hier....!"


Aus Interviews am 27/05/06...

26.05.2006 um 22:54 Uhr

bnd und medien - spannende realität

von: JaMue

Musik: Tangothic - Buenos Aires Electronic Tango

Der heute vom parlamentarischen Kontrollgremium veröffentlichte Bericht über die Beschattung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst liest sich spannend wie ein Krimi.
(Bild von wikipedia.de)

Wie, womit, wann und wie häufig hat der BND Journalisten beschattet, warum überhaupt und wer hatte so etwas uz verantworten. Diesen Fragen widmet sich der Bericht in detailreicher Ausführlichkeit. Und wen das Thema BND und Medien oder überhaupt die Zusammenarbeit von Journalisten und Geheimdienstagenten in der Realität interessiert, der kommt meiner Meinung nach nicht um den Bericht drumrum. 179 pdf-Seiten - aber relativ locker beschrieben (Zeilenabstand 1,5 und so weiter). Verfasser: Dr. Gerhard Schäfer
Download hier!

Wie der BND zum Entsorgungsunternehmen wurde:

Screenshot aus dem BND-Bericht Schäfers. Der BND hatte regelmäßig das Altpapier von
Erich Schmidt-Eenboom abgeholt, um es gründlich auszuwerten. Schmidt-Eenboom hatte 1995 das Buch "Der BND. Schnüffler ohne Nase." herausgegeben und war durch seine Detailkenntnisse des Dienstes selbst in den Focus des BND geraten.

21.05.2006 um 13:07 Uhr

bonn(e) pics

von: JaMue


(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

(c) by Jakob Mueller

Was für ein Wetterchen war das gestern! Sturm peitschte über Bonn, zwischenzeitlich schaute die Sonne raus und dann ging der nächste Schauer nieder, als ob es kein Morgen gäbe. Und am Abend tauchte dann die Sonne wieder Bonn in ein güldenes Licht. Trotzdem hab ich mal schwarz-weiß gemalt...

20.05.2006 um 19:56 Uhr

fotocommunity

von: JaMue

Musik: Alanis - flinch

Die Fotocommunity - seit heute bin ich auch dabei - hab mich so viele Wochen beim Surfen durchgeklickt und nun bin ich zur Überzeugung gekommen: Da will ich mittun!
Mit meinen ersten zwei Bildern bin ich nun seit heut auch vertreten.

(pic by JaMue)

Künftig mehr Fotos von mir anschauen - hier! Oder auf der Favoritenleiste...

20.05.2006 um 10:12 Uhr

25.813,15

von: JaMue

25.813,15 EUR - für soviel Kohle hat Blogigo.de jetzt auf dem virtuellen Marktplatz den Besitzer gewechselt. Ok, bemerkt hat man als User davon noch nichts und hoffentlich bleibt das auch so, Herr ebay-User "jkornberg". Das ist nämlich der glückliche (?!) Käufer.
Bevor Herr Kornberg mal eben eine Blog-Plattform für zarte 26.000 EUR bei ebay erwarb, hat er saich übrigens hauptsächlich für Musik wie die Spice-Girls, RMB oder Samba de Janeiro interessiert. Mal abgesehen von Designerblusen, Herrenjeans oder ein paar Knicklichtern....
Ein Modeverliebter Angler also mit einem druchschnittlichem Musikgeschmack also, der neue Besitzer von Blogigo.de???
Na dann...

18.05.2006 um 14:03 Uhr

24 heures = 24 thèmes = 24 photos

von: JaMue

Stimmung: superdibuperdie-hupsa-ich-muss-gleich-arbeiten
Musik: Ruhe - unplugged ;-)

Das erste Juni-Wochenende wird ein Photo-Weekend! Yeah! Grad hab ich die Mail aus Frankreich bekommen. Ich bin dabei! Beim 24-Stunden-Photomarathon in Montpellier!


(pic stolen from http://www.marathonphoto.org/)


Es geht darum, einen Film von 24 Bildern binnen 24 Stunden vollzuknipsen und dabei die richtige Reihenfolge der vorgegebenen Themen zu beachten. Die Themen werden im Rhythmus von 4 Stunden an diversen Check-Points (obwohl die Franzosen da bestimmt ein eigene Wörtchen für haben) ausgegeben und dann heißt es die Themen auf Celluloid bannen.
I freu mi wahnsinnig drauf - klingt spannend und das ist es dann bestimmt auch!

Mehr Infos zum Photo-Marathon: http://www.marathonphoto.org/

14.05.2006 um 17:32 Uhr

reise surfen

von: JaMue

Stimmung: wer weiß
Musik: Crash Test Dummies

Das Auswärtige Amt hat den Reisebereich auf seiner Homepage neu gestaltet. Wer jetzt unter www.auswaertiges-amt.de auf die "Länder und Reiseinformationen" klickt, bekommt ein neues Online-Gesicht zu sehen. Zentral platziert ist da jetzt eine flash-Weltkarte zu finden, auf der man sich entweder mit der Maus ins Wunsch-Reise-Land navigiert, oder man gibt drunter, wie früher auch schon, einfach den Ländernamen ein.



Hat man sich dann zu seinem Wunschurlaubsland durchgesurft, beispielsweise Tonga (das is im Südpazifik), bekommt man nun sofort zentral die wichtigsten Daten und Fakten inklusive Flagge präsentiert. Das ist, glaub ich, alles, was neu ist. Achso, nee, da war noch was. Die Navigation durch so Sachen wie "Wirtschaft", "Außenpolitik", "Sicherheitshinweise" etc. haben die Webmaster von der rechten Seite auf die linke Seite der Website geholt.
Fazit: Eigentlich ist nicht viel neu - vor allem die Infos nicht, aber der Einstieg in die Reiseinformationen ist von der Präsentation her frischer geworden und nicht mehr ganz sooo staatstragend. Trotzdem bekommt die Homepage vom Auswärtigen Amt von mir immer wenn es um Reiseinformationen geht das Prädikat "Sehr empfehlenswert".

Wer sich vor seiner Reise auch noch informieren will, wie viele Soldaten beispielsweise in Tonga dem Alter nach bereit stünden (25.420 Männer, 24.827 Frauen) oder wie weit die Nutzung von Mobiltelefonen im Zielland verbreitet ist (Tonga: 9.000 in 2004) oder mit wem das Zielland gerade international wegen beispielksweise territorialer Fragen im Clinch liegt (Tonga: mit niemanden/ USA: Mexiko, Haiti, Dom.Rep, Kanada, Bahamas usw...) der surft nach wie vor im CIA Factbook.



Harte Fakten, knapp präsentiert, übersichtlich, englischsprachig. Und: mit tollen plastischen Vergleichen ausgestattet. Um den hauptsächlich US-amerikanischen Nutzern eine Vorstellung von der Größe anderer Länder zu geben, gibt das Factbook immer einen Vergleich zu US-Bundesstaaten an. Deutschland: slightly smaller than Montana....

Selber reinschauen und Infos holen unter:
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/LaenderReiseinformationen.jsp
http://cia.gov/cia/publications/factbook/index.html

12.05.2006 um 07:27 Uhr

Warum ich doch kein' Porsche will

von: JaMue

Stimmung: warum bin ich eigentlich schon wach?
Musik: Elton John - Lion King

Der Porsche Cayenne ist definitv kein Studenten-Wagen! Nein, nein und nochmals nein! Auch wenn er mit 49.017,00 EUR (inkl. MwSt) der zweitbilligste Porsche auf dem Markt ist. Aber hat man bei seinem Kellnerjob erstmal die Kröten zusammengespart, muss das Kraftpaket wohl trotzdem eher stehen bleiben. Denn wer mit diesem Auto Spaß haben will, sollte kein Freund vom Benzin-Sparen sein.
Die Sueddeutsche schreibt heute, dass die Turbo S-Variante des Cayenne bei Vollgas auf 100 Kilometer nicht weniger als 66,7 Liter Sprit schluckt, nein kippt, vernichtet, ins Nichts befördert, verbraucht! 66,7 Liter Super! Das sind 90 Euro und 65 Cent für 100 Kilometer. Nur der Sprit. Verschleiß (der bei Vollgas ja auch nicht ganz unter den Tisch fällt), Steuern und(!) Strafzettel nicht mit einberechnet! Nee, Freunde, und da sagt noch jemand, die Bahn sei teuer... ts ts ts! Wenn Du also das nächste mal auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt und Köln mit dem ICE bei Tempo 314 neben der Autobahn hergleitest und dabei Auto für Auto überholst, darunter dann vielleicht auch ein Cayenne, dann ist ab sofort kein Neid mehr angesagt. Nein. Aber Mitleid.


(pic stolen @ www.porsche.de)

"Cayenne S - ein Zehnkämpfer, der in jeder Disziplin überzeugt", schreibt Porsche und behält recht. Auch wenn er an der Tankstellle nur den Tankwart überzeugt...

Auch unter Umweltaspekten ist die Bahnfahrt da wesentlich sinnvoller. Denn der ICE verbraucht bei voller Auslastung gerade mal 2,7 Liter pro Person und das bei 50 km/h mehr.... Wer will da noch Porsche fahren ;-)) Aber hey - wieso ist Bahnfahren dann doch wieder so teuer????

Okay, am Ende noch ein Tipp, für die, die trotzdem ein schnelles Auto wollen: Ähnlich schnell auf der Autobahn ist man mit dem BMW 535d Touring. Der verbrauchte im Extreme-Test gerade mal schlappe 20,3 Liter Super - also zwei gute Drittel weniger, als das Leipziger Geländemodell.


(pic stolen @ www.bmw.de)


Der 535d Touring schlägt aber gleich mit 53.600 EUR in die studentische Portokasse - also vielleicht doch auch nicht wirklich was für die Fahrt zur Uni. Denn da ist ja das Semesterticket unschlagbar. In diesem Sinne, schönes Wochenende!!

Man muss ja auch ma über Autos schreiben...

Quelle: Sueddeutsche.de

11.05.2006 um 11:16 Uhr

wochenende vorziehen

von: JaMue

Stimmung: gechillt
Musik: Norah Jones

Aus wettertechnischen Gründen möchte ich allen raten, dass Wochenende bereits auf heute und morgen vorzuziehen. Warum? Die Vorhersage sagt: Samstag grau und ein bissl Regen in Bonn, Sonntag der gleiche jämmerliche Anblick. Und der Wochenanfang - über den möchte ich hier gar nicht erst reden....

Also: Einfach aus solaren Gründen die Vorlesungen absagen lassen, Dozenten versuchen zu überreden, dass er die am Samstag oder Sonntag auch bei Regen halten könnte, ne schöne Schokomilch mixen, Decke auf die Wiese, drauflegen - genießen. Fertig!
Ähmm, und für alle, die was gegen faul rumliegen haben: Nehmt halt ein schlaues Buch mit....


09.05.2006 um 23:27 Uhr

blogigo-versteigerung

von: JaMue

Musik: D.Heinze&H.Dietze - Ich würd so gern in dir lesen

blogigo.de - das ist die Plattform, auf der nicht nur meine Reiseblogs, sondern auch dieses Blog laufen, steht zum Verkauf. Die Jungs, die die Blogform eingerichtet haben, haben das neben ihrem Studium irgendwann mal gemacht und jetzt wohl keine Zeit mehr.
Da stellt sich mir die Frage: Wie kann ich schnell alle meine Blogeinträge sichern? Würde mich über sinnvolle Tipps freuen.
Achso, ein Hilfe wäre vielleicht auch, wenn einer meiner viel zu reichen Freunde sich ein Herz nehmen würde und am 17.5. allerspätestens um 18:59 sein unschlagbares Gebot abgibt.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=8807989069

In diesem Sinne - gute Nacht!

09.05.2006 um 20:33 Uhr

ohne fernsehen

von: JaMue

Stimmung: keeene klagen
Musik: Jorge Drexler - Edad del cielo

Lebt es sich eigentlich ganz gut. Während ich mich nämlich vor einem Monat durch Südostasien schlug, musste sich mein Mitbewohner von einem Angestellten der Kabelfirma erklären lassen, dass wir wohl die Dienstleistungen seiner Firma nicht bezahlt hätten. Und, naja, in der Auffassung, daß wir eigentlich auch kein Fernsehen benötigen willigte er dann ein (ich glaub, die Darstellung ist ein wenig falsch), daß der böse Fernsehmann uns den Kabelanschluss kappte (nein, mein Mitbewohner willigte in gar nichts ein - er weigerte sich lediglich, einen Vertrag zu unterschreiben - genau! So war das).
Und kaum zurück auf deutscher Scholle hatte ich das dann auch bemerkt, daß wir wohl keinen televisionären Zugang mehr haben.
Also hab ich in den letzten Wochen natürlich ein wenig nach Alternativen gesucht - und gefunden! Denn eine DSL-Flat ist doch auch auf diesem Mediengebiet durchaus schon die halbe Miete. Nachdem mir mein ehemaliger Mitbewohner OnlineTV2 empfahl, lud ich in Erwartung toller Fernsehunterhaltung am Rechner das Programm runter, installierte es und probierte es aus.

Neben einer Vielzahl an Webcams (teils live, teils als Standbild), inklusive der Elefanten-Cam des Kölner Zoos, bot das Progrämmchen doch wenigstens auch Zugang zur Tagesschau, für die ich aber nicht unbedingt ein Prgramm brauch, weil sie ja auch unter tagesschau.de bereitsteht. Ansonsten gab es in dem Programm noch die Möglichkeit, Haral Schmidt Sendungen ausschnittweise zu sehen und der ZDF Jahresrückblick 2005 war auch zu haben. Leider: Kaum bis gar kein Live-TV - also eigentlich kein Fernsehersatz. Vorgestern bin ich dann auf eine andere Sache gestoßen: Channelchooser.com .

Auf dieser Seite, ein Programm wird nicht benötigt, stehen aktuell 70 Online-Fernsehsender zur Verfügung. Und davon sind einige überhaupt nicht zu verachten: Man kann sich auf den Comedy-Channel vergnügen (totlachen geht besser beim Pentagon-Channel), alte Fernsehdramen auf dem Drama-Channel anschauen, berittene Helden auf dem Western-Channel verfolgen oder Reiseregionen auf dem Holiday-Channel kennenlernen. Und das ist noch längts nicht alles: Einige Sport und Glaubens-Channels ergänzen das Portfolio, so dass, je nach bitrate, doch durchaus ein Fernsehabend vor dem Rechner als TV-Ersatz denkbar werden kann. Aber auch nur denkbar. Denn Temperaturen über 25 Grad, laue Abende und der aufkommende Sommer verbieten solche Relikte aus der Winterzeit eigentlich. Damit man aber aber im Bilde bleibt, was in der Welt so geschehen ist an einem Tag, muss man sich nicht unbedingt die staatstragende Tagesschau einverleiben. Wer nebenbei noch ein wenig lächeln will, dem sei Ehrensenf empfohlen, daß seit dieser Woche auch bei Spiegel-Online veröffentlicht wird.

Einmal täglich stellt Katrin dort mit einem Augenzwinkern die Themen des Tages vor und das ein oder andere lachen kann man sich, angesichts mancher Themenverbindungen bzw. Aufmachungen kaum verkneifen - dauert drei Minuten, bringt Spaß und informiert. Und danach: Raus in den Park!

Programm live und in Echtzeit bietet übrigens auch n-tv. Das komplette Programm wird im Internet übertragen.

Einziges Manko: Der Sport wird grundsätzlich ausgeblendet - wohl aus rechtlichen Gründen. Aber das macht die tagesschau im Internet ja auch.

04.05.2006 um 15:57 Uhr

lonely planet: deutsche version

von: JaMue

Musik: Jorge Drexler - Causa y efecto

Ja, jetzt ist es so weit, auch deutsche Traveller, die der englischen Sprache nicht sooo mächtig sind, können künftig mit "DEM" Traveller-Book herumreisen und backpacken gehen. Lonely Planets gibt es ab sofort auch in deutscher Übersetzung und das läßt andere Reiseführerverleger nicht gerade zu bester Laune auflaufen. Schließlich ist der Lonely Planet in sämtlichen Ländern bereits einfach das Reisehandbuch, dass sich im Gepäck jedes, geschätzt, wenigstens dritten Backpackers befindet. Ich muss zugeben, in meiner Reiseführersammlung befinden sich auch zwei der blauen Reiseführer, auch wenn ich nie wirklich ein Fan dieser Bücher eworden bin. Denn irgendwie, und das macht den Lonely Planet auch schon wieder so unsympathisch, reisen X-tausend Menschen mit den blauen Bücher wahlweise durch South-East-Asia oder Southamerica, checken nur in Hostels ein, die unter den ersten 3 im Abschnitt "Sleeping" unter "Budget" stehen und trauen sich auch kaum in Kneipen, die nicht ausdrücklich vom "Einsamen Planeten" empfohlen werden. Ja manche, so kann ich aus zahlreichen Reiseerfahrungen berichten, verlassen in einer Stadt nicht einmal mehr das Hostel, ohne den LP unter dem Arm zu haben, oder gar vorher ausführlich den LP zu konsultieren, wenn man ein Restaurant sucht.
(pic by spiegelonline.de)
Häufig ist der Blick dann noch während des Stadtspazierganges tief in den blauen Führer gerichtet, links und rechts wird gar nicht wahrgenommen, dass es noch mehr, als die zehn empfohlenen Restaurants gibt und wenn man dann ordentlich gegessen hat, im Lonely Restaurant, dann gehts noch in eine Lonely Bar. Grundsätzlich ist daran ja nichts Schlimmes zu finden, daß man sich in fremden Städten an seinem Reiseführer orientiert. Lonely Tourists, solche also der Gattung, die ausschließlich auf den blauen Führer schwören, findet man dann auch in zahlreicher Form in jedem empfohlenen Restaurant wie auch Hostel. Die Geheimtipps werden überlaufen und sind das Wort nicht mehr wert, als das sie eingangs des Satzes bezeichnet worden sind. Okay, wer viele gleichgesinnte Lonely Travellers treffen will, der checkt am Besten grundsätzlich im ersten Hostel in der Kategorie Budget ein und wird dort sich auch genügend englischsprachige Touristen finden. Wer es allerdings auch beim Backpacken etwas ruhiger und weniger überlaufen mag, dem empfehle ich weiterhin, bevorzugt andere Reiseführer zu benutzen. Ich will den Lonely Planet nicht verteufeln, nein, er ist ein tolles und häufig auch das aktuellste Reisehandbuch über eine Region. Deshalb hab auch ich ihn gern als Ergänzung dabei.



Daß jetzt aber eine deutsche Übersetzung (zunächst für 12 Regionen) zu haben ist, ist sicher keine Sensation. Und Neues ist damit auch nicht zu erwarten. Die deutschen Reisehandbuchverleger wie Michael Müller und Stefan Loose brauchen den Lonely Planet in meinen Augen auch nicht zu fürchten, da sie sich in vielen Punkten sehr von der blauen Traveller-Bibel unterscheiden. Zum Einen sind sie häufig nicht nur eine Infosammlung mit den besten Hostels, Verbindungen (Bus, Bahn, Flug) und Restaurants, sondern bieten zusätzlich bedeutend mehr kulturelle und geschichtliche Informationen zu den einzelnen Regionen. Insofern bekommt man bei ihnen häufig mehr für weniger Geld. Dabei muss der, der sich einen Lonely Planet besorgt und zusätzlich Kultur- und Geschichtsinteressiert ist, meist noch einen weiteren Reiseführer besorgen. In sofern, Reise KnowHow, Stefan Loose, Michael Müller und Co: Don't worry, be better!

Anmerkung: Die deutschen Lonely Planets sollen angeblich seit gestern im Handel sein. Was Online-Händler wie buecher.de und amazon angeht, so sagen die wahlweise "bald lieferbar" oder "noch nicht erschienen".

03.05.2006 um 21:41 Uhr

"Hey Einischkeit, voll Recht, krass Freiheit!"

von: JaMue

Kurzer Blick in die Zeitung von gestern. Naja, oder zumindest von vor ein paar Tagen. Da findet sich nämlich folgender Kommentar in der taz, die sich, in vorauseilendem Gehorsam offenbar, schon einmal Gedanken gemacht hat, wie die Deutsche Nationalhymne auf türkisch klingen könnte. Der Vorschlag, das Deutschlandlied in eine türkische Version zu übersetzen kam am Wochenende von Hans-CHristian Ströbele, seines Zeichens Grünen-Abgeordneter im Bundestag. Aber zur Version der taz:

Hey Einischkeit, voll Recht, krass Freiheit!

Für das Deutsch-Türkische - hey, Alter-Land!

Hast du voll Glück, du Spast!

Hey, da guckst du, Affe!

Isch bin dein Bruder, hey! Mit Herz und krass gib Hand!

....weiter bitte bei der taz lesen.....!

03.05.2006 um 14:46 Uhr

sommer im pc

von: JaMue

Die Sonne strahlt, die Temepraturen sind im Kurze-Hosen-Bereich und das Longsleeve kann auch endlich zu Hause bleiben: Der Sommer ist da! Endlich! Und, das ist nicht die einzige positive Meldung aus der ehemaligen Hauptstadt: Nach 2 Wochen Ruhe ist auch mein Rechner wieder auf der Höhe. Bilanz: 11 DVDs mit Sicherungen, 1 Flasche Rotwein und viele viele Stunden nicht-durchdrehen-vor-dem-Rechner, bis ich dann endlich am Wochenende irgendwann morgens um halb 4 ins Bett gehen konnte, mit dem Wissen, daß der Rechner sich auch am nächsten Tag wieder hochfahren würde.
Alles in allem also: Keine Beschwerden! Genießt den Sommer.

01.05.2006 um 19:37 Uhr

what's goin' on, ladys?

von: JaMue

Ist die Emanzipation jetzt wirklich am Ende? Sind die aufmüpfigen Zeiten der Frauen vorbei? Gehört der Deckel auf die Akte Feminismus. Scheint fast so. Denn landauf landab beschäftigen sich immer mehr junge Mädels  und auch gestandene Frauen mit dem Thema und kommen zu dem Schluss - genau: Schluss, Aus, Vorbei mit der Männerdrescherei!
Zuerst ins Auge stieß mir eben jenes Thema vor zwei Wochen, als ich mal wieder DIE ZEIT las und dort auf den Artikel
Haben wir die Emanzipation verspielt? stieß. Dort beschäftigt sich die Autorin ausgiebig im Ressort LEBEN mit eben jener Frage.

"
Manchmal frage ich mich, ob wir den Feminismus verschenkt haben. Besonders kämpferisch war meine Generation nun wirklich nicht. Im Gegenteil. Wir haben damit kokettiert, es nicht zu sein."

Nach einer umfassenden Analyse der aktuellen Situation der Frauen in der Gesellschaft kommt die Autorin allerdings zu dem Schluss: Es darf noch nicht zu Ende sein mit dem Feminismus - wachet auf!

"Frauen verdienen - in denselben Berufen! - immer noch zwischen 30 und 40 Prozent weniger als Männer [...] Alle Frauen, die ich kenne, die Kinder bekommen, kommen gar nicht mehr auf die Idee, dass die Erziehung und Arbeit auf beide verteilt werden könnten. Denn immer verdienen die Männer mehr (weil sie meistens vier, fünf Jahre älter sind, das ist in dem Alter entscheidend, oder weil sie besser bezahlte Berufe haben; und wenn das alles immer noch nicht hilft bei der Rollenverteilung, auch in derselben Branche im selben Alter sowieso die statistischen 30 Prozent mehr verdienen). Also bleibt sie zu Hause. Das ist nicht neu, aber vor 20 Jahren, so stelle ich mir das vor, war es zumindest ein bisschen peinlich. Heute muss man es nicht mal mehr erklären, und irgendwann gehen die Kinder in den Kindergarten, und die Frauen sind 35 und nicht mehr in der Situation, sich fest anstellen zu lassen. Mr. Right ist in der Zwischenzeit schon zum Operierenden Thetanen aufgestiegen, klar, dass er da nicht mehr Teilzeit arbeiten kann.
"

Der Artikel endet, anders als bei Frau Eva Hermann, mit einem Plädoyer für mehr Engagement. Engagement für Gleichberechtigung. Damit aus eben jener doch noch etwas wird und der Feminismus nicht ganz umsonst war.
Umsonst, das ist auch mehr oder minder die Einschätzung von Tagesschau-Moderatorin Eva Hermann, die im Cicero (Der SPIEGEL beschäftigt sich mit demselben Artikel) scharf mit der Frauenbewegung abrechnet. Getreu dem Motto: Frauen gehören nicht ins Unternehmens-, sondern ins Familienmanagement. Denn seit dem der Feminismus um sich griff, sind Familien kaputt gegangen und Kinder nicht mehr geboren worden. Und wenn, dann verwahrlosten sie mangels "Bemutterung" durch die Karrierefrauen. Eva Hermann wirft den Frauen, die der Emanzipation nachhängen vor, sich von "Selbstgefälligkeit und Eitelkeit" leiten zu lassen


"im dünkelhaften Glauben an unsere nahezu übernatürlichen Kräfte, in Selbstüberschätzung und unreflektierter Emanzipationsgläubigkeit"
.

Für sie ist die Sache klar: Die Emanzipation war ein Irrtum!


"Es ist die Frau, die in der Wahrnehmung ihres Schöpfungsauftrages die Familie zusammenhalten kann"
, sagt Hermann und fügt bezüglich der klassischen Rollenteilung untermauernd hinzu: "Wenn sie [...] eingehalten wird, so hat das in aller Regel dauerhafte Harmonie und Frieden in den Familien zur Folge."

Allerdings, daß muss der Vollständikeit halber auch erwähnt werden, setzt sich Eva Herman nicht dafür ein, daß Frauen wieder hinter den Herd gehen und Abstand von Universitäten und Bildung nehmen, nein. Sie sagt nur: All das (Karriere und Co.) müsse in Maßen geschehen, so daß die Familie als gesellschaftliches Gebilde nicht darunter leide. Im Fazit sagt die Tagesschau-Fee: Back to  good old Rollenteilung.

"Der Mann steht in der Schöpfung als der aktive, kraftvolle, starke und beschützende Part..." Nun aber sei er vom weiblichen Karrierebewußtsein verunsichert. "Denn mit diesem Handeln, auch das ist nur logisch, lähmen wir jede starke Männlichkeit in unseren Partnern, die wir uns in der Tiefe unserer Seelen sehnlichst wieder herbeiwünschen."

Und die Männer werden sagen: Haben wir's nicht schon immer gesagt? Aber vielleicht war es ja mal sinnvoll, ein halbes Jahrhundert über all das nachzudenken.... ergebnislos war es ja auch nicht.


Quellen:
Spiegel-Online vom 26. April 2006
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,413134,00.html
Die ZEIT vom 20. April 2006, auch online unter:
http://www.zeit.de/2006/17/Titel_Feminismus