Ein wunderschönes Fest ist vorbei und man muss es mit Juli sagen: War ne geile Zeit! Besonders schön ist dann auch, wenn man hört, den Gästen hats gefallen!
Internationale Pressestimmen attestieren Deutschland eine einzigartige WM - danke Gäste!
ITALIEN
La Repubblica: "Ciao ciao
Weltmeisterschaft. Jetzt scheint alles unvergesslich. Aber - einmal
abgesehen von Italien und Frankreich - was wird uns wirklich von diesen
Weltmeisterschaften 2006 in Erinnerung bleiben? Die deutsche
Menschenmenge etwa. Ein diszipliniertes Meer von Fans. Sie wirken immer
so, als hätten sie eine natürliche Fernbedienung. Die Furcht, die
daraus entsteht, ist, in wessen Händen der Kontrollknopf letztlich
landet."
DPA
Feuerwerk beim WM-Finale: Elf motivierte Männer sind mehr wert als elf Superstars
La Gazzetta dello Sport: "Diese Weltmeisterschaft hat uns viele
einfache Dinge gelehrt. Dass der Fußball ein Mannschaftssport ist zum
Beispiel und dass elf motivierte Männer mit demselben Ziel und in der
richtigen Zusammensetzung mehr wert sind als elf Fußball-Superstars,
bei denen jeder nur für sich selbst spielt. (...) Das freudige Endspiel
hat noch einmal die Überzeugung gestärkt, dass Deutschland als Nation
diese Weltmeisterschaft in punkto Heiterkeit und Organisation gewonnen
hat (...)."
GROSSBRITANNIEN
The Times: "Alles in
allem sind sie nicht so schlecht, die Deutschen. Unsere
angelsächsischen Brüder waren patriotisch und leidenschaftlich, aber
sind rücksichtsvoll, unaggressiv und freundlich geblieben. Ihre
Fußballer waren unterhaltsam, und ihre Fans haben Party gefeiert.
Fantastisch."
The Guardian: "Es wäre zu einfach zu sagen,
dass die Weltmeisterschaft Deutschland ermöglicht hat, sich selbst
wieder zu mögen. Dieser Prozess war von sehr langer Dauer, und wir
können die Schwierigkeiten nur ahnen. Aber beim Betrachten der
verrückten Ausgelassenheit, die nach dem Erfolg des Gastgeberlandes im
kleinen Finale über Portugal in den Straßen von Berlin ausbrach, kommt
man kaum daran vorbei festzustellen, dass dieses Land in den
vergangenen fünf Wochen eine unumkehrbare und grundlegende Veränderung
durchgemacht hat."
SPANIEN
El País: "Es war
die beste WM mit dem schlechtesten Fußball. Es bleibt das Gefühl, das
Spielfeld sei zu groß für einen so kleinen Ball gewesen. Es hat aber
kaum schlechte Nachrichten gegeben. Die Zwischenfälle waren minimal,
und das Fest des Fußballs konnte friedlich in den Kneipen und auf den
Straßen gefeiert werden, schließlich waren alle Deutschen bemüht, so
wie Jürgen Klinsmann zu sein. Das freundliche Image des
Nationaltrainers war entscheidend dafür, dass die WM-Teilnehmer
glücklich nach Hause zurückgekehrt sind. Deutschland war diesmal weder
arrogant noch verbittert. Es war der beste Gastgeber und hat das Gesetz
des Fußballs akzeptiert, auch wenn dieses diesmal nicht auf seiner
Seite war."
ARGENTINIEN
Clarín: "Franz
Beckenbauer, der Kaiser, war das Gesicht der Weltmeisterschaft. Er
reiste unermüdlich kreuz und quer durch Deutschland, nahm an jeder
Zeremonie teil und war bei jedem Spiel im Stadion. Die verdiente
Anerkennung kam, nachdem die Deutschen den dritten Platz erzielt
hatten, und die Zuschauer im Stadion von Stuttgart diesem exzellenten
Repräsentanten des Gastgeberlandes lange und verdiente Ovationen
darbrachten."
BRASILIEN
O Globo: "Obwohl er
nicht die Üppigkeit der Sixtinischen Kapelle besitzt, hat der
italienische Fußball wenigstens die Ausdauer und die Disziplin eines
großen Künstlers gezeigt."
NIEDERLANDE
Volkskrant:
"Die Deutschen hatten Recht. Die Welt war zu Gast bei Freunden. Um die
Spielfelder herum war die Fußball-WM ein unglaublicher Erfolg, ob es um
die Fröhlichkeit und die Farben auf den Straßen geht, die Sicherheit,
den allgegenwärtigen Optimismus, die Verbrüderung zwischen Fans oder
die Organisationskraft der Deutschen. Nur mit dem Fußball musste man
sich irgendwie behelfen."
Telegraaf: "Fußballerisch hat
die WM nicht viel gebracht. (...) Den einzigen neuen Maßstab, den die
WM in Deutschland setzte, betraf das Erlebnis. Im Gastgeberland wird
alles Klinsmann angerechnet, aber auch Beckenbauer und das OK verdienen
ein Lob. Sie haben das Turnier als eine Herausforderung aufgefasst, um
mit allen Fans aus aller Welt ein Fußballfest zu feiern. Die von
Hooligans freien Feste in allen Städten mit Fans aus aller Welt waren
immer ein Höhepunkt."
SCHWEIZ
Tages-Anzeiger:
"Was es war: Eine wunderbare Sommerparty mit vielen schönen
Erinnerungen, mit starken Bildern und Geschichten, mit großen Gefühlen.
Was es nicht war: großer Fußball. Vielleicht hat die WM etwas geweckt,
vielleicht entdeckten wir, dass wir gerne ausbrechen würden aus dieser
individualisierten Welt, dass wir mehr gemeinsam erleben wollen. Das
Wir-Gefühl, das uns manchmal so fremd geworden ist, konnte gelebt
werden."
Neue Zürcher Zeitung: "Deutschland war der
erwartet gute Gastgeber. Die WM hat mehr als nur Fußballbegeisterte
während eines Hitzemonats in Handeln und Denken bestimmt - auch oder
vor allem dank den zunehmenden Fortschritten der 'Klinsmannschaft'. Der
für die empfindsameren Besucher oft gar kraftmeierische und bierselig
laute Pop- oder Party-Patriotismus blieb allermeist natürlich. Das
Flagge-Zeigen war mehr belustigend denn übertrieben nationalistisch."
Berner Zeitung: "Der
Weltmeistertitel ist verdienter Lohn für die starken Leistungen in
diesem Sommer. Italien hat unter dem Strich den besten Turnier-Fußball
gespielt."
ÖSTERREICH
Kurier: "Man wird sich
an dieses Finale erinnern. An das Elfmeterschießen. An den
italienischen Jubel. Aber vor allem an den Abend, an dem Zidane spurlos
verschwand."
SCHWEDEN
Aftonbladet: "Der letzte Trick des Zauberers Zidane bestand darin, sein Genie in reiner Form vorzuführen. Indem er es wegzauberte."