30.11.2007 um 10:53 Uhr
27.11.2007 um 17:08 Uhr
Schicksalhafte Begegnungen - 2. Teil
Nachdem ich also vorvergangene Woche zunächst am Mittwoch jene erste schicksalhafte Begnung hatte, dachte ich, dass dies die Dosis für eine Dekade wäre. Aber: Pustekuchen. Am darauffolgenden Donnerstag ging es direkt weiter.
Wir hatten uns am Abend mit ein paar Leuten im Laden getroffen, um die Weihnachtsfeier zu planen. Ein paar Leute aus unserem Partnerladen waren auch dabei, weil wir gemeinsam feiern werden. Nach einer Weile des Planens merkte ich an, daß ich nicht so ewig machen wolle, da ich am nächsten Morgen in der Frühe einen Flieger nach Leipzig hätte. Daraufhin meinte eine Kollegin aus dem Partnerladen, daß sie Leipzig sehr schön fände. Sie käme daher. Gebürtig. Ich auch, sagte ich und lächelte. Stefan, mein Mitbewohner stimmte ein, und fügte hinzu:"Ich auch!". Ich fragte Christina daraufhin, woher sie denn genau käme, und sie druckste ein wenig rum. Naja, so richtig aus Leipzig sei sie gar nicht - eher aus einem kleinen Örtchen, das aber kein Mensch kennt. Ich bohrte nach und sie nannte Borsdorf! Woraufhin ich meinte: Ich auch! -
Man muss sich das vorstellen - Borsdorf liegt ungefähr 12 Kilometer entfernt vom Leipziger Stadtzentrum, hat im Kern knapp 5.000 Einwohner und ist gut 500 Kilometer weg von Bonn. Die Wahrscheinlichkeit, daß wir beide uns kennen würden, stieg also enorm an. Christina fragte mich daraufhin nahc meinem Nachnamen und begann zu grübeln. NEIN! Dein Bruder heißt nicht zufällig Vinzenz, fragte sie. Doch! Na klar! Es stellte sich raus, daß meine werte Kollegin aus dem Partnerladen, die siet fünf Monaten da arbeitet, mit meinem Brüderle bis zur 7. Klasse zusammen zur Schule gegangen ist, später aber nach BaWü zog und gar keinen Kontakt mehr in die Heimat hat. Sie stellte dann noch fest, daß sie bei meiner Mama Französisch lernte und mal bei uns zu Haus war. Ich war..... verblüfft. Das war gleich die zweite Geschichte, die so unglaublich war, innerhalb von keinen 24 Stunden. Wahnsinn. Aber das sind Geschichten, die man sich nicht ausdenken kann - sowas schreibt nur das Leben.
Ansonsten: Alles frisch in Bonn - hab eine angenehm ruhige Woche vor mir und fühl mich fast wie in den Ferien. Kaum Uni, nur wenig Arbeit und gute Laune. Schön, daß grad nichts fehlt!Â
22.11.2007 um 18:38 Uhr
Mondnacht in Bonn
Auf dem Nach-Hause-Weg konnte man ihn schon nicht übersehen. Der Mond stand hell und klar über der Stadt. Und mit meinem Haus im Vordergrund - wunderbar.
Und dazu MUSS mein absolutes Lieblingsgedicht ...
Der nächste Teil der Schicksalhaften-Begegnungen-Story kommt auch in den nächsten Tagen.
16.11.2007 um 10:50 Uhr
Schicksalhafte Begegnungen - 1. Teil
Mein Chef beim Radio pflegte, immer dann, wenn einer ging, zu sagen: "Man sieht sich immer zwei Mal im Leben." Eine sicherlich überaus bekannte Redensart. Und wie extrem zutreffend sie ist, habe ich diese Woche gleich zwei Mal hintereinander erlben dürfen.
Story 1
Ein Kollege von mir aus dem Steppenwolf, Roman, hatte ein Mädel irgendwo kennengelernt und mit ihr den Handyvertrag gewechselt. So kam es, dass ich anfangs, immer wenn ich Roman auf seinem Handy anrief, Anna am Telefon hatte. Sympathische Stimme, lustiges Mäde offenbar, dachte ich mir. In der vergangenen Woche telefonierte ich dann gleich mehrfach kurz mit ihr, weil ich anfangs mal wieder Roman erreichen wollte. Da sie ebenso Roman erreichen wollte, aber nicht konnte, spielte ich ein wenig Nachrichtenüberbringer. Am Mittwoch wollte sie sich mit ihm in Bonn auf ein Bierchen treffen. Und so kam die Idee, dass, wenn wir doch schon so nett miteinander telefonieren würden, man sich ja auch bei der Gelegenheit mal sehen könnte. Am Mittwoch Abend gingen wir dann zu Dritt auf ein Bierchen. Nach einer Weile quatschen, fragte Anna, wo ich eigentlich herkommen würde. Leipzig, sagte ich und sie erwiderte, dass sie die Stadt gut kennen würde. Ihre beste Freundin sei damals nach Leipzig gegangen, weil der Vater eine Professur an der Uni erhalten hatte. Als ich mich nach der Fachgebiet erkundigte, ahnte ich noch nicht das geamte Ausmaß unserer kleinen-feinen schicksalhaften Begnung.
Biologie, sagte sie und ich sagte: Martin S. - und Deine beste Freundin hieß Lisa. Anna war entsprechend verblüfft über meine Aussage. Einer meiner besten Freunde hieß damals nämlich Florian, kam aus der gleichen Stadt wie Anna, seine Schwester hieß Lisa und der Vater war frisch gebackener Biologieprof in Leipzig. Im Verlaufe des Abend stellten wir dann fest, dass wir gemeinsam mit 13-14 Jahren Schulhefter bei Lisa und Flo bunt angemalt haben und viele schöne Feiern im Haus der Familie erlebt hatten. Natürlich mussten wir auf diesen Zufall entsprechend anstoßen.
Ich war absolut von den Socken. Ich meine, was für kleine schicksalhafte Fügungen muss es gegeben haben, damit wir beide uns zufällig an einem Novembertag in Bonn im Jahr 2007, mindestens 10 Jahre nach den letzten Begegnungen, über den Weg laufen? Beeindruckend!
Und weil man die Geschichten nicht überstrapazieren sollte, folgt der zweite Teil meiner beeindruckend zufälligen Woche in den nächsten Tagen. Dann gibts mehr zum Thema "Stories, die das Leben spannd machen!".
Ein Blick ins Jetzt: Bin seit 3 Stunden wieder auf der Leipziger Scholle und bin gespannt, was nach meinen zwei überraschenden Geschichten in Bonn, dieses Wochenende in Leipzig auf mich wartet.
11.11.2007 um 18:06 Uhr
halt unterwegs*
*Titel geliehen von meinen Freunden von 2zuEins.com bzw. danielheinze.de - Grüße an dieser Stelle!
So, jetzt aber zum Thema. Zum nunmehr dritten Mal hab ich an diesem Wochenende eine Erstifahrt mit Geschichtsstudenten mitgemacht. Nach Braubach im Welterbe Mittelrheintal. Mit DER (also LE) einzigen komplett seit hunderten von Jahren erhaltenen Burg am Rhein, die niemals auch nur von einer britischen Bombe, französischen Kanonenkugel, Luxemburger Feuerwaffen oder was auch immer auch nur bös' angeschaut wurde. Beeindruckend? Beeindruckend! Das Städtlein samt Burg (in den Bahnhof ist inzwischen ein Bestattungsunternehmer eingezogen) liegt unterhalb des deutschen Ecks, also vielleicht 20/25 km südlich von Koblenz auf der rechten Rheinseite. In der Innenstadt verstecken sich ein paar wirklich süße Fachwerkhäuschen, am Oberturm gibts eine ganz nette Gaststätte, ja, das istd er richtige Ausdruck, in der das Hefeweizen 2,60 Euro kostet - man also mit den Preisen auf dem Teppich geblieben ist. Achja, warum war ich eigentlich da? Nein, nicht, weil ich mit meinem Studium seit 2005 keinen Deut weiter gekommen bin und mich nach wie vor als Ersti fühle. Deshalb nicht. Vielmehr, weil ich eben in der Fachschaft bin, und eine solche Fahrt ja immer ganz witzig ist. Diesmal musste ich allerdings feststellen, dass an meiner Aussage "Die Erstis werden auch immer jünger..." eindeutig mehr dran ist, als ich selbst wahrhaben wollte. Jetzt fuhren schon Mädchen (ja, irgendwie passt auch hier der Ausdruck am besten) und Jungen (Buben würde zu weit runter gehen), die im Jahre 1988 das Licht der Welt erblickt haben, mit. Also im Jahr meiner Einschulung, ein Jahr vor dem Mauerfall und zwei vor der Wiedervereinigung. Ereignisse, die für die wirkliche Historie sind, die sie nur aus Erzählungen und im besten Fall aus dem Geschichtsunterricht kennen. Schon irgendwie seltsam. Aber eigenlich gehts noch. Gleichzeitig hab ich mir aber vorgenommen, daß ich mein Studium spätestens dann beendet haben sollte, wenn die Generation ins erste Semester kommt, die Johannes Paul II. nicht mehr erlebt hat. Definitiv. Ja.
Aber genug geschwätzt - das Wochenende hielt ein atemberaubendes Wetter- und Wolkenschauspiel bereit - der Herbst wqar kreativ und sorgte für stürmisches Wetter. Gern wär' ich an der Küste gewesen - aber man kann es sich eben nicht immer aussuchen. Hier ein paar Eindrücke vom Himmel über dem Rheintal zwischen Freitag und Sonntag....
(c) alle Pix by Jakob Mueller.
04.11.2007 um 16:58 Uhr
hinweis
Na, mal wieder im internet unterwegs und nicht so richtig am Wissen, was man eigentlich will? Dann nochmal kurz über Jakobs Blog gesurft und geschaut, was es bei ihm so Neues gibt. Naja, nicht viel. Berichtenswertes. Party, Arbeiten, Uni, der alltägliche Bonner Lebenswirrwarr.
Aber da ich heute damit mal nicht langweilen möchte, verweise ich auf bedeutend interessantere Lektüre, als mein Blog es huete darstellt. Aber zwei Sätze vorweg: Normal magich weder dasMagazin noch den Stil des Autors. Aber worum gehts? Es geht um ein Interview in der VanityFair Deutschlan, das Moralpapst Michel Friedmann mit dem "berufenen" ehemaligen RAF-Anwalt und heute NPD-Vordenker Horst Mahler geführt hat. Nicht nur, dass das Interview den blanken Schwachsinn des Denkens eines Horst Mahlers offenbart - es ist obendrein ein Hochgenuss des Wortgefechtes. Lange nicht so ein, auch sprachlich, interessantes Interview gelesen. Zwei Menschen, die sich definitiv nicht mögen, beweisen, dass sie dennoch im Rahmen der konventionellen Höflichkeit miteinander konversieren können. Aber genug meiner Worte - das Interview ist schliesslich lang genug:
Gute Unterhaltung... soweit man das wünschen kann...Â
