halt unterwegs*
*Titel geliehen von meinen Freunden von 2zuEins.com bzw. danielheinze.de - Grüße an dieser Stelle!
So, jetzt aber zum Thema. Zum nunmehr dritten Mal hab ich an diesem Wochenende eine Erstifahrt mit Geschichtsstudenten mitgemacht. Nach Braubach im Welterbe Mittelrheintal. Mit DER (also LE) einzigen komplett seit hunderten von Jahren erhaltenen Burg am Rhein, die niemals auch nur von einer britischen Bombe, französischen Kanonenkugel, Luxemburger Feuerwaffen oder was auch immer auch nur bös' angeschaut wurde. Beeindruckend? Beeindruckend! Das Städtlein samt Burg (in den Bahnhof ist inzwischen ein Bestattungsunternehmer eingezogen) liegt unterhalb des deutschen Ecks, also vielleicht 20/25 km südlich von Koblenz auf der rechten Rheinseite. In der Innenstadt verstecken sich ein paar wirklich süße Fachwerkhäuschen, am Oberturm gibts eine ganz nette Gaststätte, ja, das istd er richtige Ausdruck, in der das Hefeweizen 2,60 Euro kostet - man also mit den Preisen auf dem Teppich geblieben ist. Achja, warum war ich eigentlich da? Nein, nicht, weil ich mit meinem Studium seit 2005 keinen Deut weiter gekommen bin und mich nach wie vor als Ersti fühle. Deshalb nicht. Vielmehr, weil ich eben in der Fachschaft bin, und eine solche Fahrt ja immer ganz witzig ist. Diesmal musste ich allerdings feststellen, dass an meiner Aussage "Die Erstis werden auch immer jünger..." eindeutig mehr dran ist, als ich selbst wahrhaben wollte. Jetzt fuhren schon Mädchen (ja, irgendwie passt auch hier der Ausdruck am besten) und Jungen (Buben würde zu weit runter gehen), die im Jahre 1988 das Licht der Welt erblickt haben, mit. Also im Jahr meiner Einschulung, ein Jahr vor dem Mauerfall und zwei vor der Wiedervereinigung. Ereignisse, die für die wirkliche Historie sind, die sie nur aus Erzählungen und im besten Fall aus dem Geschichtsunterricht kennen. Schon irgendwie seltsam. Aber eigenlich gehts noch. Gleichzeitig hab ich mir aber vorgenommen, daß ich mein Studium spätestens dann beendet haben sollte, wenn die Generation ins erste Semester kommt, die Johannes Paul II. nicht mehr erlebt hat. Definitiv. Ja.
Aber genug geschwätzt - das Wochenende hielt ein atemberaubendes Wetter- und Wolkenschauspiel bereit - der Herbst wqar kreativ und sorgte für stürmisches Wetter. Gern wär' ich an der Küste gewesen - aber man kann es sich eben nicht immer aussuchen. Hier ein paar Eindrücke vom Himmel über dem Rheintal zwischen Freitag und Sonntag....
(c) alle Pix by Jakob Mueller.
