Nach der Reise ist vor der Reise

25.04.2008 um 10:57 Uhr

Tunnelblick beim googlen

Was wären wir heute ohne das Internet? Und was täten wir in manch einer Situation ohne Suchmaschinen? Hach, wir würden Wissenslücken mit Büchern füllen müssen, Lexika, Atlanten, Wörterbücher, Almanache und andere NAchschlagewerke unser eigenen nennen, damit wir manch Problem genauso schnell klären könnten, wie wenn es nicht einfach einen Klick entfernt wäre. Google und Wikipedia schlichten denn auch so manche Differenz, die in Diskussionen entstehen und helfen, auch längst verschütt gegangenes Hintergrundwissen aufzufrischen. Eigentlich genial! Aber es gibt etwas, das gerade am googlen nicht genial ist.

 90 Prozent der Internetsurfer in Deutschland nutzen für ihre Internetrecherche google. Entweder Google findet etwas zu ihrer Suchanfrage, oder Google findet nichts. Findet Google nichts - ist für viele hier die Internetrecherche zu Ende. Dabei vergessen sie häufig, dass es vor Google auch noch hunderte andere Suchmaschinen gab, die man früher nutzte. Okay, heut ist das schwieriger, weil eine Menge früherer Anbieter auch seine Suchergebnisse mit Google generieren lässt, und man so beispielsweise bei Lycos und WEB.de schlicht die gleichen Ergebnisse bekommt, wie wenn man sie auf der doch nach wie vor recht übersichtlichen Seite von Google sucht. Dabei lohnt doch zuweilen die Nutzung einer Google-unabhängigen Suchmaschine und siehe da: Man bekommt zu manch Suchanfrage, bei der Google kapituliert, unerwarteterweise Suchergebnisse und bei anderen bekommt man schlicht ganz andere Ergebnisse. Und man stellt schnell fest: Was google nicht weiß, muss nicht zwangsläufig auch nicht existieren. Es ist sicherlich bedenklich, wenn man die Internetwissensfilterung nur über Google abwickelt und damit einem einzelnen Unternehmen den Auftrag erteilt, mir zu sagen, was wichtig ist, und was nicht. Was in die Trefferlisten gelangt und was nicht. Warum etwas eine hohe Relevanz hat, und etwas anderes keine Relevanz besitzt. Und dies auch noch, wenn Google noch nicht einmal sich in die Karten schauen lässt, wie sie Suchanfragen bearbeiten und nach welchem System die Ergebnisse zustande kommen. Also: Ab und zu mal wieder auch eine Internetrecherche mindestens zusätzlich bei anderen Suchmaschinen machen. Schon vergessen, welche es noch gibt? Na dan, hier ein paar Alternativen:

  • Altavista - klassische Suchmaschine
  • Alltheweb.com - klassische Suchmaschine
  • MSN - ja, auch bei denen kann man's mal versuchen und:
  • agent55.com - Schickt die Suchanfrage an 9 weitere Suchmaschinen - einfacher kann ich kaum mehr finden.

Einen interessanten Artikel (Süeddeutsche) über die Quasi-Monopolstellung von Google bei der Internetrecherche und warum man das auch mal hinterfragen darf, sollte, könnte, müsste und überhaupt, findet sich hier!

Photonachweis: unter Creative Commons License von Niemster .

21.04.2008 um 14:14 Uhr

ER ist da!

Musik: Herbert

Endlich isser da. Lange genug hat er auf sich warten lassen und nun ist er aber auch endlich in Bonn eingetroffen. Bestimmt einen Monat später, als im vergangenen Jahr. Jepp - der Frühling. Und obwohl es am Sonntag Morgen noch gar nicht so richtig danach aussah, wurde der Tag im Ahrtal dann doch richtig sonnig. Die Engelsley, ein kleiner Grat über Altenahr, wollten wir queren und das taten wir dann auch. Ein kleiner Ausflug in Bildern...

Strumpfautomaten in Altenahr. Ich kapiers immer noch nich :-(

Blick zurück auf die Burg Are in Altenahr. Unterhalb des ruiniösen Turmes startet die Tour auf den Grat der Engelsley.

...vorbei an einem kleinen Pendant zum Teufelsloch, dass sich praktisch gegenüber auf der anderen Seite der Ahr befindet...

kraxelten wir aufwärts, um....

auf schmalem und abschüssigem Grate das Gipfelkreuz zu erreichen. Immerhin ist man hier auf 299 Meter.

Der Frühling ist auch im Ahrtal spät dran - einige Bäume sehen noch aus, wie mitten im winter und treiben gerade einmal nur ganz zart ein paar Knospen aus den Ästen, nur wenige Bäume haben schon ein sanftes Grün.

Der Grat zeiht sich bis in die Stirn der Ahrschleife. Bis dahin geht es immer wieder nach oben und nach unten, teils kletternd, teils wandernd.

Unten im Ahrtal wieder angekommen, passiert man ein altes Freibad. Muss schon eine Weile tot sien, denn die Bäume, die im Schwimmbecken stehen, sind schon recht stämmig. Hab aber bislang noch nichts über das kleine Freibad in der Ahrschleife herausagefunden.

Entlang der Ahr gings dann zurück nach Altenahr. Unseren Plan, auf der gegenüberliegenden Seite mit dem Sessellift hochzufahren und dort einen Kaffee zu schlürfen, verwarfen wir,. 4,50 EUR für Berg- und Talfahrt fanden wir zuviel. Und das auch noch ohne Sicherheitsbügel. Nee. Also sind wir mit dem Ahrexpress zurück nach Bonn getuckelt und habe dann den sonnigen Sonntag am Alten Zoll ausklingen lassen. Ein schöner Frühlingsbeginn, wenn auch spät.

17.04.2008 um 15:58 Uhr

Frühlingsspaziergang...

von: JaMue   Stichwörter: Bonn, Fruehling, Spaziergang, Blumen, bluehen, Photo

... ein wenig frische Luft nach dem Organisieren und ein bißchen die Natur genießen... nur so.

Eindrücke aus dem Melbtal in Bonn.

16.04.2008 um 20:13 Uhr

Wetterjammerei!

von: JaMue

Wenn man grad sonst nix zu meckern hat, muss man eben mal über das Wetter jammern. Ja ich mein, ist doch wahr! Ich mein aktuell kann man hier im Rheinland zum Abendwetter sagen: Schaut gut aus - fühlt sich aber verdammt eisig an.  Was ist eigentlich los? Das ich Handschuh Mitte April brauch'? Das ich mich immernoch nicht vom Fleecepulli trennen kann? Dass auch die Mütze momentan noch ratsam ist?

War schon immer so im April? Pah, Pustekuchen! Ich sag nur, vor einem Jahr, da war das gaaaanz was anderes: Das Thermometer sang in hochsommerlichen Tönen, die Klamotten wurden kurz und dei Mahlzeiten konnten im Freien eingenommen werden. 27 (!) Grad hatte es vergangenes Jahr am 14. April. 27 Grad! Und da soll ich dieses Jahr nicht meckern..? ...bei 7 Grad. ...und kaum Sonne.

Eben!

Glaubste nich? Lies hier nach!  

13.04.2008 um 15:57 Uhr

kleine Wunder in meinem Fenster

von: JaMue   Stichwörter: rote, Blüte, pflanze, fenster, blühen

Musik: Je ne veux pas travailler

Ich weiß leider gar nicht, wie die Pflanze heißt, die sich seit Jahren auf meinem Fensterbrett das Leben mal schön und mal nicht so schön macht. Meist schwankt sie zwischen verdursten und ertrinken, was sicher eher ihrem Besitzer zuzuschreiben ist. Aber dennoch scheint sie sich pudelwohl zu fühlen und in Abständen von, eigentlich hab ich keine Ahnung, aber ich sag mal gefühlt 2 Jahren, dankt Sie es ihrem Besitzer, in dem Sie beeindruckende Blüten ansetzt und in einem rot leuchtet, dass roter kaum noch geht. Ein paar Eindrücke, aus der Nähe und überhaupt setz ich einfach mal drunter - ein Wahnsinn diese Pflanze.

PS: Pflanzenkenner fühlt Euch doch bitte eingeladen, mich aufzuklären, wie das gute Pflänzlein in meiner Obhut heißt. Das wäre wunderbar....

(c) Photos is klar, ne?! JM

10.04.2008 um 09:54 Uhr

Überwachung 2.0 und ein Spaceshuttle in Bonn

Musik: Deutschlandfunk

Da gibt es Leute, die, Dank web 2.0, sich endlich (!) wiedergefunden haben, Kontakte knüpfen, Daten hergeben, sich selbst medial im Internet nackig machen in Netzwerken, auf Blogseiten (ja, ich gehöre da auch ein bißchen dazu), auf privaten Homepages oder oder oder... Es gibt inzwischen unzählige Möglichkeiten, im Internet seine Privatsphäre aufzugeben. Sicherlich kann man auch in Netzwerken unterwegs sein, und nicht massiv die eigenen Daten offenlegen, aber heute morgen fand ich eine Seite, die den Vogel nun absolut abschoss.

Nachdem ich also von einer Person, deren Namen ich bisher nur kannte, im Businessnetzwerk XING mir ein Bild über seine berufliche und ausbildungstechnische Laufbahn gemacht habe, später im StasiVZ, tschuldigung, StudiVZ mich über Hobbies, politische Einstellungen, Freundeskreis und visuelle Eindrücke des wilden Partylebens der Person X kundig gemacht habe, vielleicht noch ein paar wenige Bilder bei Google zusammengesucht habe und bei yasni geschaut habe, welche Informationen, die ich im Internet fand, nun auch wirklich DIESER Person zuzuordnen sind, bietet mir die Burda Medien Gruppe nun noch einen weiteren Service an: Nowhere ! Nowhere macht endlich stalking leicht. Nowhere sagt mir nämlich diesmal nichts über Neigungen, Hobbies oder Werdegänge, Nowhere ist besser! Nowhere sagt mir nämlich nicht wer in welcher Stadt studiert, arbeitet oder feiert, nein, Nowhere sagt mir WO sich Person X JETZT gerade befindet! Ganz einfach, via mobiles Endgerät (Handy, PDA) oder via Internet. Kostenlos. Juchuuuuuh. Endlich ein Netzwerk, in dem ich mich registrieren kann und dann von meinen Freunden, sagte ich Freunde?! (egal...), tracken bzw. orten lassen kann. Darauf hat die Welt doch gewartet. Überwachung privat 2.0. So einfach war es nie. Herzlichen Dank Hubert Burda Media Group .

Und das unfaßbarste dabei wird sein: Auch dieses Konzept wird erfolgreich sein. Und es wird wieder tausende Nutzer geben, die einem Zweifelnden entgegenhalten werden: Wieso denn nicht, ich bestimm doch selbt, wer mich orten kann, und außerdem bietet mir dieser Service einfach Sicherheit, falls mir mal was passiert.... Ja ja ja... und außerdem hab ich ja nichts zu verbergen........und ein fremdes Handy regsitrieren geht bestimmt auch nicht....

Und irgendwo in Berlin sitzt ein Mann in einenm kleinen geräumigen Ministerium in seinem flinken Rollstuhl und freut sich schon darauf, irgendwann ob mit oder ohne gesetzlicher Grundlage auf solch freiwillig erhobene Daten zugreifen zu können... brave new world!

Ach ja, kurzer Nachtrag 12:33 Uhr: Noch mehr zu Datenschutz findest Du heute auch in meinem Mexiko-Blog . Da dreht es sich um den neuen Reisepass.

So, jetzt habe ich mich über wahnwitzige Entwicklungenvon web 2.0 ausgek*tzt und nun noch meine kleine Geschichte von gestern. Um diese Zeit hab ich mich gestern, wie auch viele tausend andere Bonner, am Rheinufer entlanggedrückt und auf Buran gewartet. Buran? Buran! Das Spaceshuttle, dass gerade über den Rhein nach Speyer ins Technikmuseum transportiert wird. Mein gestriger Morgen in ein paar wenigen Bildern:

Buran kommt ins Bonner Stadtgebiet und hat gerade die Friedrich-Ebertbrücke passiert.

Der Schlepper kommt an Graurheindorf vorbei.

Schaulustige verfolgen die Buran von der Kennedybrücke aus. Die Bauarbeiter haben die Logenplätze...

...vorbei an Bonn, passiert die Buran den langen Eugen und den Posttower.

Nach einer Stunde ungefähr kommt die Buran unter der Adenauerbrücke durch.

Und setzt seine Fahrt in Richtung Koblenz fort.

Adé Buran und gute Reise. Die Buran vor dem Siebengebirge.

(c) alle Photos: Meine! Jakob Mueller.

07.04.2008 um 10:25 Uhr

zwei cositas...

von: JaMue

Zunächst wollte ich nun erstmal noch die im vorvorherigen Eintrag angekündigte Geschichte zu Protokoll geben. Also, ich war eben aus Nizza in Köln Bonn gelandet und durfte mich ein wenig darüber ärgern, was der 11. September, der 11. März und die Anschläge von London so alles für Folgen auch in Deutschland haben.

Mein Brüderchen hatte mich am Flughafen abgeholt und wir waren Richtung Bus nach Bonn geschlendert. Am Bus entschied ich mich, schon mal meinen schweren Trekkingrucksack im Bus zu deponieren und dann noch weiter mit meinem Bruder zu palavern. Also sackte ich den Rucksack nach Innen und sprang wieder aus dem Bus und unterhielt mich weiter mit meinem Bruder. Da mein Bruder so langsam in Richtung seines Büros wieder weiter wollte, begleitete ich ihn ein paar Schritte, bis wir jäh zurückgerufen wurden. "Bleiben Sie mal stehen! - Was issn mit dem Rucksack?" Der Busfahrer hatte es mit der Terrorangst zu tun bekommen und sah seinen Bus gerade schon in Fetzen fliegen. "Ich fahr gleich mit Ihnen mit, geh grad nur ein paar Schritte mit meinem Bruder und wollt dabei den Rucksack nicht die ganze Zeit tragen!", entgegnete ich und wollte weiter. "Der Rucksack muss raus!!" "Das ist doch jetzt nicht ihr ernst!" "Nehmen Sie den Rucksack aus dem Bus! Wer weiß was Sie da drin haben. Nehmen Sie ihn raus oder wir müssen den BGS rufen und dann wird's so richtig teuer für Sie!" Kopfschüttelnd ging ich wieder zum Bus, packte meinen Terrroristenrucksack wieder auf meinem Rucksack, murmelte so was wie "Sie haben doch echt ein Problem, Mann, ich hab auch wahnsinnig viel Angst!" in mich hinein und dachte mir nur: Oh Mann, oh Mann oh Mann - wo sind wir nur hingekommen..... Schlimm schlimm schlimm

Zweite Cosa:

Hab den Rest der vergangenen Woche weiter mit Flugrecherche und Arbeiten verbracht. Am Freitag fiel dann die Entscheidung, der Flug geht direkt mit Lufthansa von FRA nach MEX! Mehr dazu aber im Mexiko-Blog. Samstag hab ich mich dann für einen Blitzbesuch in Leipzig enstchieden. Nach der Arbeit sprang ich am Nachmittag in den Zug, um über Mainz, Frankfurt, Weimar nach Leipzig zu düsen und dort den 30. Geburtstag meines lieben Freundes Daniel mit meiner Anwesenheit zu würdigen. Kurz nach Elf war meine Republikquerung an ihr Ziel gelangt und ich stand in Leipzig Eutritzsch in einer Kneipe namens Lutherburg und sah eine Menge fröhlich feiernder Menschen. Es war großartig. Viele liebe Menschen, gute Gespräche, Leute, die ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte - groß, Daniel, ganz groß!

Mit viel Übermüdung saß ich dann am Sonntag noch kurz zum Mittag bei Mama und Papa, bevor es nach einem Mittagschlafmützchen wieder zum Flughafen ging. Zurück gings wieder mit dem Flugzeug und um 19 Uhr stand ich schon wieder im Rheinland auf dem Konrad-Adenauer-Flughafen. Schöne Blitzaktion. Hat Riesenspaß gemacht.

Und jetzt? Hab gehört, dass heut das Semester wieder losgeht. Na da?! Werd erstmal meine Flugtickets im Reisebüro abholen. Also machen, was wirklich wichtig ist!

Nachgereicht um 21:00 Uhr:

Der Trailer von La Atena - einfach hier klicken!  

 

03.04.2008 um 17:47 Uhr

Novelas del blog del mejicano...

von: JaMue

So lang ich mein Mexiko-Blog noch nicht in meine Homepage integriert habe, werde ich hier immer wieder mal noch auf aktuelle Beiträge hinweisen. Dadurch, dass sich aber ab und zu zur Zeit nur etwas in der Planung tut, lohnt sich die Integration noch nicht, und ich werde im Juli dann das Bonn-Blog in den Urlaub schicken und hier an dieser Stelle das Mexiko-Blog integrieren. Einen Link zum Blog findest Du schon siet einiger Zeit in der Linkliste.

Ach so, was ich eigentlich natürlich sagen wollte: Es gibt was Neues dort .... 

 

PS: Die Folgegeschichte zum vorherigen Eintrag gibts im nächsten Eintrag. Versprochen. 

02.04.2008 um 12:14 Uhr

Frühling, Sonne, Frankreich! - Südfrankreich ;-)

Stimmung: Ausgeschlafen, entspannt, gut!
Musik: Yann Tiersen

Um an meinen vorhergehenden Eintrag anzuknüpfen: Ich bin also am Ostermontag morgen nach CGN mit dem Bus gedüst, um dort meinen kleinen Airbus nach NCE - Nice/Côte d'Azure zu besteigen. Ein kleines Schnechaos (ja, so heißt das hier im Rheinland ab einer Schnee"decke" von 0,2 cm) verhinderte mein pünktliches Abheben. Auf Schnee ist man am Konrad-Adenauer-Flughafen nämlich eher so gar nicht eingestellt. 3 Enteisungswagen mussten rotieren, um um die Mittagszeit rund 20 Flieger die Flügel vom Eise zu befreien, damit genug Auftrieb erzeugt werden kann. Aber genug der Details.

Schneechaos am Ostermontag in CGN

Am Morgen bei winterlichen (fürs Rheinland schon "EISIGE"!) Temperaturen gestartet, landete ich am Nachmittag bei frühlingshaften 18 Grad an der Côte d'Azur. Am Gare de Nice schnappte ihc mir dann einen Zug und zog weiter über Cannes, Toulon, Cassis in Richtung Marseille. Allerdings sprang ich kurz zuvor vom zug, denn Aubagne war bereits mein Ziel.

Am Dienstag hatte ich dann Zeit, die bergige Landschaft rund um Aubagne mir mal genauer anzuschauen, weil Jule, die ich da besuchte, noch zu arbeiten hatte. Ich zog also hinaus, sah vom Fenster aus eine kleine Bergkette in Richtung Meer und stapfte los. Hinaus aus Aubagne, durch blühende Wiesen und das ganze bei zwar intensiver Sonne, aber auch bei pfeifenden Wind, nein Sturm, der mich später bald vom Berg wedeln wollte.

Frühling in der Provence

Ab Mittwoch hatte sich dann auch die Jule Urlaub genommen und wir liesen den ATg einfach mal so ins Land rauschen - lange schlafen, ewig frühstücken und dann bemerken, dass es schon fast wieder Abend ist. Und am Abend rollten wir ins Hafengelände von Marseille, um uns dort mit Freunden von Jule ein Konzert anzuschauen. Drei BAnds waren angekündigt, eine aus Vietnam, eine aus den Staaten und eine Marseiller Lokalgröße. Alles in allem ein runde Geschichte!

Donnerstag sollte dann unser kleiner Kurzurlaub im Urlaub beginnen. Am Mittag stiegen wir ins Auto und rollten in richtung Berge.

Sur la Route.

Unser Ziel sollte einer der größten Canyons Europas sein - die Gorges du Verdon! Bis zu 700 Meter tief schneidet sich der Verdon durch die Felsen nordwestlich von Marseille und Aix.

Gorges du Verdon

Wir hatten uns in einer kleinen Gites eingemietet und wollten 2 Tage wandernd die Gegend unsicher machen, Natur genießen, Sonne tanken und und und...

Freitag morgen machten wir uns dann zur großen Schluchten-Tour auf den Weg. Eine Wanderung, die laut Führer was um die 6 Stunden dauern sollte - aber traumhaftes Wetter, atemberaubende Blicke, der Frühling und die Natur wollten ein wenig Aufmerksamkeit haben - also nahmen wir uns fast die doppelte Zeit.

Frühlingseindrücke

Am Abend kamen wir im Dunkeln wieder in unsere kleine Herberge und hatten eine wirklich lustige Tour.

Klopsi und Tropsi - die Jünger des Blödsinns

Samstag fuhren wir dann mit dem Auto ein Stück in Richtung Moustier und machten zwischendurch immer wieder Pausen zum Photographieren, Tiefblicke geniessen und Sonne anbeten :-)

Atemberaubende Schlucht!

Rund um Moustier stellten wir dann das Auto wieder ab, packten Baguette, Wasser, Schinken, Käse, Gurke und Schoki zusammen und machten uns wieder auf den Weg. Rund um Moustier kann man die kitschigsten Postkarten der Provence kaufen - aber das ist gar nicht so schlimm - das beste ist, dass es häufig nicht die Photographen waren, die die Landschaft kitschig aussehen liessen - nein, es ist die Landschaft selbst - ein Meisterwerk! Prachtvoll, beeindruckend. Wahnsinn. Aber auch im kleinen beobachteten wir faszienierende kleine Schauspiele der Natur.

Raupen und mehr...

Am Abend traten wir dann über schlengelnde Strassen der Sonne entgegen den Weg nach Aubagne wieder an - und hatten das Gefühl nicht nur 2 Tage weg gewesen zu sein. Am Sonntag morgen schlenderten wir zunächst über den Sonntagsmarkt von Aubagne, kauften frische Sachen, viel zu teuren (aber verdammt leckeren!) Schinken, frische Saucisson und mehr für ein Picknick in den Calanque rund um Cassis. Hier schlenderten wir dann am Nachmittag durch und ich brauch vermutlich nicht zu erwähnen, dass auch hier die Landschaft einabsoluter Genuss war.

Calanque rund um Cassis

Nach ein paar so genialen Tagen mit Sonne satt, meinte das Wetter dann vorgestern, uns auch mal einen Strich durch die Rechnung machen zu müssen. Der ganze Montag war ein einziger Regentag, und zu besten schluckte auch noch ein Bankomat die KArte meines vollen Kontos und spuckte sie nicht wieder aus. Es muss ja spannend bleiben im Leben. Ich ärgerte mich kurz, ließ den Ärger dann aber fallen und mein liebes Brüderchen half mir aus der Weite aus. Abends rollten wir dann mit dem Auto nach Aix en Provence, weil dort gerade lateinamerikanisches und spanisches Filmfestival angesagt war. Im Kino schauten wir ein absolutes Meisterwerk. Ein argentinischer Film über den Zusammenhang von Medien, Meinungsmacht, Politik und die Verdummung der Gesellschaft. La Antena . Wer sich für Thema interessiert, aber auch wer außergewöhnliche Filme mag: Prädikat: unbedingt anschauen!

In der Nacht rauschten wir wieder zurück nach Aubagne und so langsam neigte sich mein kleiner Provence-Urlaub auch dem Ende zu. Gestern in aller Frühe mussten wir a#raus, um 7:15 sollte mein Zug in Richtung Nizza wieder losrollen und so ging eine lustige Woche in der Provence zu Ende.

Am Mittag hatte ich in Nice - Côted'Azur wieder eingecheckt, froh darüber, dass ein Plätzchen ein Bord des A 319-132 für mich frei war. Ich hatte nämlich nur ein wackeliges Stand-By-Ticket, aber da der Flieger nicht sooo gut gebucht war, hatte ich weder auf dem Hinflug noch auf dem Rückflug Probleme.

Beeindruckende Sicht ließ mich den Flug übver übrigens kaum ein Auge schließen - das gesamte Alpenpanorama ersteckte sich unter uns - schlicht der Hammer!

Sdchönheit pur - die Alpen aus dem A319.

Am Flugahfen in CGN erwartete mich dann schon mein ganz persönlicher Germanwings-Betreuer - mein Brüderchen. Und mit ihm erlebte ich dann am Flughafenbus, wie der 11. September, Madrid, London, Koffer und Köln die Welt verändert und die Leute vergiftet haben. Aber dazu mehr an einem anderen Tag, zu einer anderen Stunde, aber natürlich - an dieser Stelle. Hier im Blog!

(c) Photos: alle Meine! (Bis auf das Plakat: La Antena)