Nach der Reise ist vor der Reise

16.11.2007 um 10:50 Uhr

Schicksalhafte Begegnungen - 1. Teil

von: JaMue

Mein Chef beim Radio pflegte, immer dann, wenn einer ging, zu sagen: "Man sieht sich immer zwei Mal im Leben." Eine sicherlich überaus bekannte Redensart. Und wie extrem zutreffend sie ist, habe ich diese Woche gleich zwei Mal hintereinander erlben dürfen.

Story 1

Ein Kollege von mir aus dem Steppenwolf, Roman, hatte ein Mädel irgendwo kennengelernt und mit ihr den Handyvertrag gewechselt. So kam es, dass ich anfangs, immer wenn ich Roman auf seinem Handy anrief, Anna am Telefon hatte. Sympathische Stimme, lustiges Mäde offenbar, dachte ich mir. In der vergangenen Woche telefonierte ich dann gleich mehrfach kurz mit ihr, weil ich anfangs mal wieder Roman erreichen wollte. Da sie ebenso Roman erreichen wollte, aber nicht konnte, spielte ich ein wenig Nachrichtenüberbringer. Am Mittwoch wollte sie sich mit ihm in Bonn auf ein Bierchen treffen. Und so kam die Idee, dass, wenn wir doch schon so nett miteinander telefonieren würden, man sich ja auch bei der Gelegenheit mal sehen könnte. Am Mittwoch Abend gingen wir dann zu Dritt auf ein Bierchen. Nach einer Weile quatschen, fragte Anna, wo ich eigentlich herkommen würde. Leipzig, sagte ich und sie erwiderte, dass sie die Stadt gut kennen würde. Ihre beste Freundin sei damals nach Leipzig gegangen, weil der Vater eine Professur an der Uni erhalten hatte. Als ich mich nach der Fachgebiet erkundigte, ahnte ich noch nicht das geamte Ausmaß unserer kleinen-feinen schicksalhaften Begnung.

Biologie, sagte sie und ich sagte: Martin S. - und Deine beste Freundin hieß Lisa. Anna war entsprechend verblüfft über meine Aussage. Einer meiner besten Freunde hieß damals nämlich Florian, kam aus der gleichen Stadt wie Anna, seine Schwester hieß Lisa und der Vater war frisch gebackener Biologieprof in Leipzig. Im Verlaufe des Abend stellten wir dann fest, dass wir gemeinsam mit 13-14 Jahren Schulhefter bei Lisa und Flo bunt angemalt haben und viele schöne Feiern im Haus der Familie erlebt hatten. Natürlich mussten wir auf diesen Zufall entsprechend anstoßen.

Ich war absolut von den Socken. Ich meine, was für kleine schicksalhafte Fügungen muss es gegeben haben, damit wir beide uns zufällig an einem Novembertag in Bonn im Jahr 2007, mindestens 10 Jahre nach den letzten Begegnungen, über den Weg laufen? Beeindruckend!

Und weil man die Geschichten nicht überstrapazieren sollte, folgt der zweite Teil meiner beeindruckend zufälligen Woche in den nächsten Tagen. Dann gibts mehr zum Thema "Stories, die das Leben spannd machen!".

Ein Blick ins Jetzt: Bin seit 3 Stunden wieder auf der Leipziger Scholle und bin gespannt, was nach meinen zwei überraschenden Geschichten in Bonn, dieses Wochenende in Leipzig auf mich wartet.


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