Nach der Reise ist vor der Reise

27.11.2007 um 17:08 Uhr

Schicksalhafte Begegnungen - 2. Teil

von: JaMue

Nachdem ich also vorvergangene Woche zunächst am Mittwoch jene erste schicksalhafte Begnung hatte, dachte ich, dass dies die Dosis für eine Dekade wäre. Aber: Pustekuchen. Am darauffolgenden Donnerstag ging es direkt weiter.

Wir hatten uns am Abend mit ein paar Leuten im Laden getroffen, um die Weihnachtsfeier zu planen. Ein paar Leute aus unserem Partnerladen waren auch dabei, weil wir gemeinsam feiern werden. Nach einer Weile des Planens merkte ich an, daß ich nicht so ewig  machen wolle, da ich am nächsten Morgen in der Frühe einen Flieger nach Leipzig hätte. Daraufhin meinte eine Kollegin aus dem Partnerladen, daß sie Leipzig sehr schön fände. Sie käme daher. Gebürtig. Ich auch, sagte ich und lächelte. Stefan, mein Mitbewohner stimmte ein, und fügte hinzu:"Ich auch!". Ich fragte Christina daraufhin, woher sie denn genau käme, und sie druckste ein wenig rum. Naja, so richtig aus Leipzig sei sie gar nicht - eher aus einem kleinen Örtchen, das aber kein Mensch kennt. Ich bohrte nach und sie nannte Borsdorf! Woraufhin ich meinte: Ich auch! -

 Man muss sich das vorstellen - Borsdorf liegt ungefähr 12 Kilometer entfernt vom Leipziger Stadtzentrum, hat im Kern knapp 5.000 Einwohner und ist gut 500 Kilometer weg von Bonn. Die Wahrscheinlichkeit, daß wir beide uns kennen würden, stieg also enorm an. Christina  fragte mich daraufhin nahc meinem Nachnamen und begann zu grübeln. NEIN! Dein Bruder heißt nicht zufällig Vinzenz, fragte sie. Doch! Na klar! Es stellte sich raus, daß meine werte Kollegin aus dem Partnerladen, die siet fünf Monaten da arbeitet, mit meinem Brüderle bis zur 7. Klasse zusammen zur Schule gegangen ist, später aber nach BaWü zog und gar keinen Kontakt mehr in die Heimat hat. Sie stellte dann noch fest, daß sie bei meiner Mama Französisch lernte und mal bei uns zu Haus war. Ich war..... verblüfft. Das war gleich die zweite Geschichte, die so unglaublich war, innerhalb von keinen 24 Stunden. Wahnsinn. Aber das sind Geschichten, die man sich nicht ausdenken kann - sowas schreibt nur das Leben.

Ansonsten: Alles frisch in Bonn - hab eine angenehm ruhige Woche vor mir und fühl mich fast wie in den Ferien. Kaum Uni, nur wenig Arbeit und gute Laune. Schön, daß grad nichts fehlt! 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenNicciPain schreibt am 27.11.2007 um 17:18 Uhr:Ich habe 'Bekannte' In Borsdorf...wohne aber selber direkt in L.E. So klein ist die Welt!

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