Reise Bericht Teil 2 + Good Bye Japan
So jetzt folgt endlich mal der zweite teil des berichts: Bin in der Zwischenzeit natuerlich nicht zum schreiben oder fotos hochstellen gekommen.
Nach beppu sind wir zum Aso-San, acuh auf Kyushu. Dabei handelt es sich um einen riesigen Nationalpark, dessen Aussenrand der Krater eines Vulkans ist. Der Umfang betraegt ueber 100 km. Wir sind auf den hoechsten Vulkanberg im Park gefahren, per seilbahn. Sehr karge Landschaft, wo man auch sieht wo die Lava lang gelaufen ist. Eigentlich hatten wir dann vor im Nationalpark irgendwo unsere Zelt aufzuschlagen, haben uns dann aber doch entschlossen mit dem zug weiter zu fahren. Direkt nach dem Aussenkrater folgt dann ein langes Tal, dort sind wir dann in einem kleinen Bergdorf ausgestiegen und den Berg soweit hochgestiegen dass keine Haeuser mehr da waren. Dort haben wir dann mit Ausblick auf das weit gestreckte Tal unser Zelt auf einem kleinen Plateu aufgeschlagen und die abenddaemmerung des Tals genossen, genauso dann natuerlich morgens beim aufstehen… Dann ging es weiter nach Kumamoto, eine kleinere Stadt auf Stadt. Viel zu sehen gab es eigentlich nicht, ausser das Castle von der Stadt und einer der schoensten Gaerten Japans. Von dort aus sind wir dann weiter nach Shikoku, einer weitere der vier Hauptinseln Japans. Dort sind wir wieder an einem kleinen Bahnhof ausgestiegen uns wollten am Strand uebernachten. Leider gab es nur Hafen direkt dort, also haben wir uns ein Taxi genohmen und ab zum Strand. Der taxifahrer hat uns in einem Fischerdorf rausgelassen(haben wir das falsch gesagt, oder hat er es nur falsch verstanden???) Dann sind wir erstmal nachts um 11 durch das schlafende Fischerdorf und haben die Aufmerksamkeit einiger bellenden freilaufenden Hunde auf uns gelenkt, weshalb wir dann sehr schnell aus dem Dorf raus sind und auch gleich den Strand gefunden haben. Morgens sind wir wieder so gegen 5 Uhr aufgestanden und dem Fischerdorf einen besuch abgestattet. Die Fischer sind gerade vom Fangen wieder zurueck gekommen und haben einen kleinen Fischmarkt veranstaltet, mit allem moeglichen was es so an lebenden Meereseinwohner gibt. Wir haben dann eine Tuete getrocknete Shrimps geschenkt bekommen, ideal zum Fruehstueck. Die Dorfeinwohner haben uns sehr komisch angeschaut, als waehren wir von einem anderen Stern, dabei ist es ja nur EuropaJ
Wir durften dann noch einen frischen Shrimp probieren, der gerade vor unseren Augen einen Genickbruch erleiden musste, lebte also fast noch…
Dann ging es weiter nach Matsuyama in den aeltesten Onsen Japans, mit einigen sehr komischen Verhaltensweisen. Es gab einen extra raum fuer Onsen und die teezeremonie danach. Wir haben die Teezeremonie auch mitgemacht. Mn musste dann zuerst in den Teesaal seinen Yukata(jap. Bademantel) abholen und die Maenner sollten sich sogar vor allen Leuten dort umziehen, dann ging es in den Umkleideraum vom Onsen und ins Bad selbst. Danach Musste man wieder seine Klamotten nehmen und zur Teezeremonie, man konnte sie nicht im Onsen Umkleideraum lassen, wo es dort doch schlieesfaecher gibt und alle ihre Klamotten haben die nur im Onsen sind ohne Teezeremonie hinterher. Ich habe mich aber als nichtsverstehender Auslaender gegeben und mich im Onsen umgezogen ;-)
Naja, so ist das halt mit der Tradition…
Uebernachtet haben wir wieder in der Naehe eines kleinen Bahnhofs, der in den Bergen liegt. Unser Zelt konnten wir direkt auf der Aussichtplattform eines kleinen Flusses, der durch ein Tal fliesst, aufbauen. War mal wieder ein sehr schoener Uebernachtungsort. Am morgen ging es dann gleich weiter mit einer Bootsfahrt, wir waren die ersten um 8 Uhr auf dem Ausflugsboot, waren ja auch wieder seit halb sechs wachJ
Dann wollten wir eigentlich noch etwas anschauen gehen, aber die Zeit reichte nicht und wir musste mit dem Zug zurueck nach Tokyo. Es wart ja schon Freitag und fuer Jana war der Urlaub dann auch zu ende. Ich bin fuer eine Nacht ins Wohnheim zum Waesche waschen, bequem schlafen und morgens dann gleich wieder nach Hokkaido, die noerdliche Insel Japans. Zuerst bin ich nach Hakodate, einer kleinen Stadt im Sueden der Insel. Dort angekommen, wollte ich am Strand uebernachten, die Touristeninfo meinte aber das das wohl verboten waehre und sie mir eine Unterkunft fuer 900 Yen(7 Euro) anbieten koennen.. Warum nicht.. Die Stadt ist sehr schoen, wenn auch viel europaeischer Einfluss dort zu finden ist…
Zurueck in der Unterkunft abends habe ich dann noch einen Britten kennengelernt und ein jap. Paar, ein paar Bier getrunken und gut unterhalten. Mit dem Britten bin ich dann am naechsten morgen in den Nationalpark gefahren, da wir geplant haben dort etwas wandern und bergsteigen zu gehen. Die Fahrt dorthin hat fast den ganzen Tag gedauert, aber durchaus in lustigen Zuegen, die etwas den Eindruck vom wilden westen vermittelten…
Das hiken am naechsten Tag(Montag) war richtig gut, wir haben einen 2077m Berg bestiegen, morgens um acht los und abends um 7 wieder unten gewesen, allerdings sind wir ncoh auf ein paar andere Berge gewandert, da wir ja jetzt schon mal auf der Hoehe waren. Danach ging es dann noch ins erfrischende Onsen und was ordentliches Essen. Der Britte musste dann auch schon wieder heim fahren und ich bin alleine nach Wakkanai, ganz im Norden Japans gefahren fuer die letzte 2,5 Tage. Dort habe ich auf einem Berg gezeltet mit ausblick ueber Wakkanai und das Meer. Ich hab mir ein Fahrrad ausgeliehen und bin zu dem noerdlichsten Punkt Japans gefahren, von wo aus man schon Russland sehen kann. Die restlichen Tage bin ich dann in Wakkanai geblieben und habe noch etwas relaxt, gelesen, fahrad gefahren, etc…
In Wakkanai ist alles auf jap. und russisch angeschrieben…
Freitag bin ich dann wieder zurueck nach Tokyo
Seit 26.8 muss ich jetzt nicht mehr arbeiten und geniesse noch 2 Wochen tokyo. Wir haben noch gut gefeiert hier und letzten Samstag war ich auf einer Party im 55. Stock eines Hochhaus im norden von Tokyo. Das war echt klasse dort oben. Ansonsten werde ich naechste Woche noch nach Sendai fahren und sonst hier sein. Mit allen Leuten noch mal etwas unternehmen und dann am 10.Sept wieder nach D.
War wirklich eine schoene Zeit und verging viel zu schnell. Ich gehe so mit gemixten Gefuehlen nach Hause, schade alles zurueck zu lassen, besonderst die Freundschaften die man aufgebaut hat. Aber ich freue mich auch wieder auf zu Hause, obwohl es wohl ein kleiner Kulturschock wird….
Ich habe ab heute abend kein Internet mehr. Wenn es mir reicht stelle ich noch fotos rein, ansonsten erst in Deutschland, also machts gut,
bis dann…
Thorsten
