Jaris Flimmerkiste

31.12.2014 um 16:02 Uhr

[Sonstiges] Letzter Eintrag

von: Jari   Kategorie: Sonstiges

Dieser Blog ist umgezogen:

http://jarisflimmerkiste.blogspot.ch/

Auch hier bleibt euch der Name "Flimmerkiste" erhalten. Besucht mich mal :)

07.12.2014 um 15:41 Uhr

[Anime] Watamote

von: Jari   Kategorie: Anime

Watamote ist die Kurzform für "Watashi ga Motenai no wa dō Kangaetemo Omaera ga Warui!" - zu Deutsch: Es ist eure Schuld, dass ich nicht beliebt bin!

Die Hauptperson in Watamote ist Tomoko Kuroki, die zwar beliebt werden möchte, aber leider auch sozial ziemlich unfähig ist. So nimmt sie sich immer wieder Dinge vor, die aber nur schon dadurch schief gehen müssen, weil sie nicht in der Lage ist, mit anderen Menschen zu reden. Stattdessen spielt sie lieber Videospiele und driftet immer wieder in Tagträume ab. Ausserdem sind da noch ihre erzwungenen Gespräche mit Bruder Tomoki, der darunter noch mehr leidet als seine Schwester...

"Watamote" basiert auf dem gleichnamigen Manga und besteht aus 12 Folgen und einer OVA (Original Video Animation). Obwohl es vordergründig vor allem um Slapstick geht, steckt viel mehr hinter der Geschichte um Tomoko. Ich glaube, es gibt keine andere Animefigur, mit der ich mich mehr identifizieren kann als Tomoko. Ihr Leiden kann ich in praktisch jeder Situation nachvollziehen. Oft tut sie mir dabei auch wahnsinnig leid, obwohl man sich gerade köstlich über ihre Tollpatschigkeit amüsiert hat. Tomoko wird dabei nicht einfach nur zum Slapstick-Charakter ohne jeglichen Hintergrund, sondern eine greifbare Figur. Sie ist eigentlich herzensgut, aber gerade weil sie so einsam ist, kommen ihr immer wieder düstere Gedanken. Aber auch ich wünschte mir schon, dass ein gewisses Etablissement von einer Atombombe ausradiert wird...

Dennoch merkt man, dass Tomoko sehr an sich arbeitet und sich Stück für Stück entwickelt. Sie findet den Kontak zu ihrer ehemaligen Freundin Yuu-chan wieder und mit der Zeit kann sie sich sogar mehr oder weniger normal mit ihr unterhalten ("Diese Schlampe ist meine Freundin!"). Ja, der Umgangston ist teilweise etwas roh und -wie das mit 15 nun einmal ist- kommen teilweise auch sexuelle Anspielungen zum Vorschein. Als Paradebeispiel gilt da wohl die Episode, in der Tomoko an ein Event mit einem Idol (Synchronsprecher, Schauspieler, Sänger in Japan, die sehr bekannt sind. Vor allem bei jungen Mädchen) geht und sich einen ziemlich derben Text aufnehmen lässt.

Es hat wirklich viel Spass gemacht, Tomokos Abenteuer zu verfolgen. Wie gesagt, kann ich ihr Verhalten gut verstehen, auch wenn es für die meisten Menschen wohl eher irrtierend ist. Unsere Gesellschaft setzt auf extrovertierte Persönlichkeiten, da kommen introvertierte und schüchterne Menschen rasch unter die Räder. Diesbezüglich kann man sagen, dass "Watamote" auch eine Gesellschaft kritisiert, die oberflächlich ist und nur aufs Äussere schaut.

Natürlich kann man den Anime auch schauen, um sich einfach etwas Spass zu gönnen. Denn allem Pech zum Trotz, weiss "Watamote" zu unterhalten und ist ein kurzweiliger Anime für kalte und regnerische Tage. Was mir ausserdem sehr gut gefallen hat, waren die vielen Anspielungen auf andere Animeserien. Tomoko selber ist ein ziemlicher Otaku (grosser Fan von Anime/Manga), deshalb passt es so gut. Da gibt es eine Szene, in der Tomoko am Computer sitz und sich so verhält wie Light aus "Death Note". In praktisch jeder Folge kommen solche Hinweise vor. Ich gehe davon aus, dass wir gar nicht alle gefunden haben, da wir einige Serien wohl noch nicht kennen. Aber auch reale Dinge des Alltages werden nicht ignoriert: Gaagle und WcDonald's lassen grüssen :D

Tomoko und der Schirm:

Tomoko dreht auf:

Tomoko und Tomoki - Geschwisterliebe :D

30.11.2014 um 11:11 Uhr

[Filme] Der unsichtbare Dritte

von: Jari   Kategorie: Filme

Eigentlich hätte es für Roger Thornhill ein ganz normaler Arbeitstag werden sollen. Doch dann wird er mit jemandem verwechselt und sein Leben steht plötzlich auf dem Kopf. Wieso wollen fremde Leute, dass er ihnen Dinge verrät, die er nicht weiss? Und dann wollen sie ihn auch noch umbringen! Irgendetwas läuft hier mehr als schief...!

Auf diesen Film war ich mehr als gespannt. Nicht nur, weil er zu den grossen Filmen der Filmgeschichte gehört (der Name "Hitchcock" sprich für sich), sondern auch wegen Cary Grant. Den kenne ich nämlich nur aus einem Lied meiner Lieblingsband. Wen es interessiert: Good Charlotte - Silver Screen Romance

Ausserdem gilt "North by Northwest" (dieser Titel gefällt mir etwas besser als der deutsche) als einer der ersten Action-Filme überhaupt. Also viele Zutaten, für denen "Will ich sehen-Film".

Gut, der Film hat tatsächlich einige Längen, vor allem der Schluss ist ziemlich in die Länge gezögert. Trotzdem habe ich NbN sehr gerne gesehen. Ich habe das Gefühl, je mehr die Produzenten auf Computertechnik lege, desto mehr wende ich mich davon ab und den klassischen Filmen zu. Hier hat man wirklich noch das Gefühl, dass sich die Schauspieler in den Dreck werfen (wie in der berühmten Maisfeldszene - ganz grosses Kino!).

Gleichzeitig sind die Unterschiede zu heutigen Filmen gravierend. Anstatt vor dem verschlossenen Tor anzuhalten und wegzulaufen, wären die Protagonisten heutzutage einfach hindurchgebrettert. Sie wären auch nicht nur von zwei Leuten verfolgt worden, sondern von einer ganzen Horde brüllender und schiessender Gorillas.

Teilweise war mir leider der Plot nicht ganz klar und einige Handlungen ergaben für mich keinen Sinn. Aber das kann daran liegen, dass ich während des Schauens ziemlich müde war. Bei diesem Film sollte man schon ganz dabei sein, um alle Details aufnehmen zu können.


23.11.2014 um 11:20 Uhr

[Filme] Die Verlassenen

von: Jari   Kategorie: Filme

Eine Frau erbt ein Haus in Russland und macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Und landet mitten in ihrer Vergangenheit.

Mehr muss man zur Geschichte dieses Horrorfilmes eigentlich nicht sagen. Den Rest kennt man nämlich. Aber fangen wir mal mit dem Positiven an: "Die Verlassenen" ist gruselig. Sehr gruselig und hat ein paar gute Schockmomente. Das wars dann aber auch schon.

Denn der Rest des Filmes kann nicht überzeugen und somit bleiben die angeblich Verlassenen in negativer Erinnerung. Das fängt schon mit der durch und durch unsympathischen Hauptfigur an. Die Handlungen der Dame sind nicht nur egoistisch und egozentrisch, sondern auch kaum nachvollziehbar. Und nett ist sie auch nicht. Jemanden, der einem geholfen hat, einfach so hinterrücks niederschlagen... nein, echt jetzt?

Auch die Geschichte weist zu viele Lücken auf. Man kann der Handlung schlecht folgen. Einige Punkte werden erklärt, aber manches nur so weit, dass man sich seinen Teil zusammenreimen muss. Einige Szenen ergeben gar keinen Sinn, zum Beispiel die Leiche im Keller. Die war zwar da, aber wer das nun sein soll - keinen Schimmer.

Schlussendlich geht dann noch alles drunter und drüber, mit raschen Szenenwechsel und die Verwirrung ist komplett. Wieso der Film "Die Verlassenen" heisst, kann ich auch nicht sagen. Nur weil der Vater die Babys umbringen wollte? Aber er hängt noch immer so sehr an seinen Kindern, dass er sich auf eine Familienzusammenkunft freut.

Ne, echt jetzt?

22.11.2014 um 16:10 Uhr

[Filme] Magic to Win

von: Jari   Kategorie: Filme

Schaut man sich den Trailer oder das Cover zu "Magic to Win" an, so denkt man erst einmal an ein typisches Magie-Kampf-Szenario. Wahrscheinlich ging man davon aus, dass etwas anderes in Deutschland/Europa eh nicht geschaut wird. Kommt es aus Asien wird geprügelt. Etwas anderes scheint es nicht zu geben.

Damit tut man diesem Film unrecht.

Denn in erster Linie geht es um Spass. Der Film ist wahnsinnig witzig. Ausserdem sehr gut gemacht. Er kommt ohne grosses Tratra daher und genau das macht ihn stark. Natürlich wird man dann enttäuscht, wenn man ein Magie-Action-Spektakel erwartet. Es kracht ein wenig, ja, aber erst am Schluss. Interessanterweise wurde der deutsche Trailer aus genau jenen fünf Minuten zusammengeschustert. Toll gemacht.

Meisi ist eine normale Studentin und Mitglied des eher erfolglosen Volleyballteams. Als sie eines abends mit ihrem Professor zusammenstösst, überträgt sich seine Magie auf das Mädchen. Gleichzeitig ist ein Feuermagier auf der Jagd nach Magiern, um in die Vergangenheit zu reisen. Aber erst einmal hat Meisi eine brilliante Geschäftsidee...

"Magic to Win" gehört unterdessen zu meinen Lieblingsfilmen. Eben weil er so witzig ist, liebevoll gestaltet ist und doch Tiefgang aufweist. Wäre Meisi eine Amerikanerin/Europäerin gewesen, wäre ihr Charakter wohl völlig daneben gewesen bzw. völlig daneben dargestellt. Aber so fand ich sie zwar sehr naiv und egozentrisch, aber sie ging mir nicht auf die Nerven! Das hat schon mal was!

Auch die einzelnen Magier sind gut dargestellt und die Welt der Magie wird auch dem Zuschauer annehmbar erklärt. Meisi interessiert das zwar nicht, aber sie ist ja auch die, die aktuell die Magie hat.

Dieser Film macht einfach unglaublich gute Laune! Wir haben ihn, nach ein paar Minuten auf Deutsch, aber auf Mandarin bzw. Kantonesisch geschaut. Welches es war, wissen wir nicht mehr. Die Stimmen passen besser und es wirkt weniger aufgesetzt.

Und zum Abschluss: Zielt auf ihre Köpfe!




Und nun der ursprüngliche Trailer aus Hong Kong:



Nicht jeder Film aus Asien besteht aus Prügeleien. Es gibt auch noch anderes. "Magic to Win" zum Beispiel! Irgendwie habe ich Lust, den Film noch einmal zu schauen.